Kommunikation für Könner

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1 Kommunikation für Könner BA Horb Referent: Alexander Groth

2 Agenda Sender/Empfänger-Modell Sach/Beziehungsebene Beobachten und bewerten Aktives Zuhören Ich-Botschaften Selektive Wahrnehmung (Filter, Halo, etc.) Erster Eindruck 2 Implizite Persönlichkeitstheorien Wahrnehmungstest

3 Das Sender/Empfänger-Modell ist die Grundlage aller Kommunikationsmodelle. Baum Gedanken / Gefühle Gedanken / Gefühle Senden / Empfangen 3 Kodierung Zeichen Zeichen Dekodierung

4 Bei Sender und Empfänger unterscheiden wir zwei Ebenen. Sachebene Beziehungsebene 4

5 Störungen auf der Ebene der Beziehung rühren oft von falschen Bewertungen. Beobachtung Bewertung Gefühl 5

6 Auch Du -Formulierungen statt Ich -Aussagen führen zu Störungen. Du kommst schon wieder zu spät Du bist einfach total unzuverlässig Du räumst nie auf Sie sind rücksichtslos.. 6

7 Um solche Störungen zu vermeiden, hat sich das Aktive Zuhören bewährt. 1. Stufe: - Blickkontakt - nicken - mmh, ja, aha, verstehe 2. Stufe: - nachfragen - wiederholen - zusammenfassen 3. Stufe: - spiegeln von Nicht-Gesagtem und Gefühlen 7

8 Üben Sie das Aktive Zuhören an einem der drei Beispiele. Rauchen sollte überall/nirgends erlaubt sein Benzin sollte wesentlich billiger/teurer werden NC ist super/unsinnig 8

9 Aktives Zuhören erhöht das Verständnis. gesagt heißt nicht gehört gehört heißt nicht verstanden verstanden heißt nicht einverstanden einverstanden heißt nicht behalten 9 behalten heißt nicht angewandt angewandt heißt nicht beibehalten

10 Kommunikation fällt manchmal schwer, weil wir von unterschiedlichen Wirklichkeiten ausgehen. Die Wirklichkeit ist ein Messer ohne Klinge, an dem der Griff fehlt. Paul Watzlawick (Kommunikationsforscher) 10

11 Unsere Wirklichkeitswahrnehmung können wir bewusst hinterfragen. Jeder trägt die Verantwortung für die Wirklichkeit, die er sich konstruiert. Heinz von Foerster (Biophysiker) 11

12 12 Das unterscheidet uns von den Tieren.

13 Verzerrungen beeinflussen unsere Konstruktion der Wirklichkeit. Ähnlichkeit 13

14 14

15 Verzerrungen beeinflussen unsere Konstruktion der Wirklichkeit. Ähnlichkeit Selektive Wahrnehmung Tageslaune Kategorisierung (Vorbestrafter, Professor, etc.) Erste Eindruck 15

16 Wen hätten Sie z. B. lieber als Kollegen? Diese Person? Intelligent Fleißig Impulsiv Kritisch halsstarrig und neidisch 16

17 Oder diese? neidisch halsstarrig Kritisch Impulsiv Fleißig Intelligent 17

18 Der erste Eindruck hat eine prägende Wirkung 7% Inhalt 55% Kleidung / Körpersprache 38% Stimme 18

19 Verzerrungen beeinflussen unsere Konstruktion der Wahrnehmung. Ähnlichkeit Selektive Wahrnehmung Tageslaune Kategorisierung (Vorbestrafter, Professor, etc.) Erste Eindruck Halo Effekt (gutes Aussehen, Verurteilung schöner Menschen) 19 Implizite Persönlichkeitstheorien (Zusammenhang bestimmter Eigenschaften)

20 20 Welche Eigenschaften hat Bruce der Surfer?

21 Implizite Persönlichkeitstheorien verbinden unabhängige Eigenschaften miteinander. Erwarten Sie von einem intelligenten Menschen Großzügigkeit? Sind ältere Menschen Ihrer Meinung nach gewöhnlich höflich? Sind Musiker, die Violincello in einem Orchester spielen, im Allgemeinen einfühlsam? Ist der Fahrer einer Harley-Davidson für gewöhnlich ein entspannter Typ? Sind Buchhalter gründlich und genau? Sind Künstler gewöhnlich kreative Menschen? 21 Sind Modemacher extravertierte Menschen? Sind Menschen mit einem laschen Händedruck durchsetzungsstark?

22 Sind Franzosen nicht durchsetzungsstark? Deutsche fest, lebhaft und häufig Franzosen leicht, schnell und häufig Briten moderat Lateinamerikaner fest und häufig Nordamerikaner fest und selten Araber wiederholt und lang anhaltend Südasiaten sanft, oft lang anhaltend 22 Koreaner die meisten Asiaten relativ fest sehr sanft und selten

23 23 Ist er ein guter Liebhaber?

24 Seien Sie tolerant. Jeder Mensch ist konziliant gegenüber den Wirklichkeitskonstruktionen der anderen. Jeder Mensch geht also davon aus, dass andere Menschen die Dinge anders wahrnehmen und verstehen und aus diesem Grund andere Urteile fällen, andere Ergebnisse erzielen und Situationen, aus denen sie ihr Verhalten ableiten, anders empfinden. 24 Paul Watzlawick (Kommunikationsforscher)

25 Agenda Sender/Empfänger-Modell Sach/Beziehungsebene Beobachten und bewerten Aktives Zuhören Ich-Botschaften Selektive Wahrnehmung (Filter, Halo, etc.) Erster Eindruck 25 Implizite Persönlichkeitstheorien Wahrnehmungstest

26 Das 4-Ohren-Modell unterscheidet vier mögliche Arten eine Aussage zu verstehen. Sachohr ( ) Appellohr (!) 26 Selbstoffenbarungsohr (Ich ) Beziehungsohr (Du )

27 Insbesondere auf dem negativen Beziehungsohr entsteht schnell Konfliktpotential. 27

28 Je nachdem, welches Ohr Sie benutzen, stellen Sie sich andere Fragen. 1 2 Sachohr Appellohr Was ist der Was soll ich tun sachliche Inhalt? oder unterlassen? 28 3 Beziehungsohr 4 Selbstoffenbarungsohr Was denkt der Was sagt der andere andere von mir? über sich selbst aus? Wie fühle ich mich Was ist mit ihm? behandelt?

29 Die Antworten erzeugen unterschiedliche Gefühle. 1 2 Sachohr Appellohr Was ist der Was soll ich tun sachliche Inhalt? oder unterlassen? Was ist denn das Grüne in der Soße? 29 3 Beziehungsohr 4 Selbstoffenbarungsohr Was denkt der Was sagt der andere andere von mir? über sich selbst aus? Wie fühle ich mich Was ist mit ihm? behandelt?

30 Je nach Fragestellung unterscheiden sich die Antworten Sachohr Appellohr Was ist der Was soll ich tun sachliche Inhalt? oder unterlassen? Ich habe es genau so gemacht, wie Sie gesagt haben, aber es hat nicht funktioniert! 3 Beziehungsohr 4 Selbstoffenbarungsohr Was denkt der Was sagt der andere andere von mir? über sich selbst aus? Wie fühle ich mich Was ist mit ihm? behandelt?

31 Unsere Gefühle auf das Gehörte bestimmen unsere Reaktion. 1 2 Sachohr Appellohr Was ist der Was soll ich tun sachliche Inhalt? oder unterlassen? Warum hat das denn so lange gedauert? 31 3 Beziehungsohr 4 Selbstoffenbarungsohr Was denkt der Was sagt der andere andere von mir? über sich selbst aus? Wie fühle ich mich Was ist mit ihm? behandelt?

32 Lesen Sie dieses Buch zur Vertiefung des Themas Kommunikation. Friedmann Schulz von Thun Johanna Ruppel Roswitha Stratmann MITEINANDER REDEN Kommunikationspsychologie für Führungskräfte 32 Rowohlt

33 Früher sorgten viele Faktoren für die Stabilität von Beziehungen, die heute wegfallen. Wirtschaftliche Notwendigkeit Kirchliche Bindung Gemeinsame Elternschaft Komplementäre Rollenaufteilung Geringere Erwartungen Einbettung in die Großfamilie 33

34 Es gibt keine stärkere Entwicklung der eigenen Person, als eine verbindlich gelebte Partnerschaft." Jürg Willi 34

35 Männer und Frauen kommunizieren unterschiedlich. 1. Nie machen wir was miteinander 2. Immer bin ich alleine 3. Du liebst mich überhaupt nicht mehr 4. Wir sind immer so in Hetze 5. Oh man, schau mal wie es hier aussieht 35

36 Finden sie heraus, was für den anderen ein Zeichen von Liebe ist. Gegensätze ziehen sich an Liebe ist wie ein Schmetterling im Bauch Wer mich wirklich liebt versteht mich ohne Worte Ich passe den anderen an mich an Liebe und Partnerschaft lebt von Spontanität 36

37 Typische Irrtümer erschweren eine gute Beziehung. Gegensätze ziehen sich an Liebe ist wie ein Schmetterling im Bauch Wer mich wirklich liebt versteht mich ohne Worte Ich passe den anderen an mich an Liebe und Partnerschaft lebt von Spontanität 37

38 Es gibt drei negative Arten damit umzugehen, wenn die romantische Liebe verblasst. Trennung (Gehe zurück auf Start ) Außenbeziehung Resignation 38

39 Was mich am anderen stört, ist ein zentrales Thema bei mir selbst. Der Partner soll Probleme nicht lösen, sondern er bringt die Probleme zum Vorschein. Beschuldige nicht den Partner, sondern überlege dir, mit was dich das Verhalten konfrontiert. 39 Hans Jellouschek

40 Wir unterstützen Sie bei Ihren Führungs- und Mitarbeiter-Trainings. Führungsseminare Alexander Groth Büro: 0700/ Fax: 0700/ Wir bieten Ihnen u. a Entwicklungsreihen für Führungskräfte - Führen von Führungskräften, Führen mit Persönlichkeit, Führen im Gespräch, Führen in Veränderungen, Führen im Prozess - Change Management, Projektmanagement

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