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1 015 Qualifikationsverfahren Detailhandelsassistentinnen/ Detailhandelsassistenten Wirtschaft schriftlich Serie 1/3 Pos..1 E P E R T E N V O R L A G E Zeit 5 Minuten für 17 Aufgaben Bewertung Die maximal erreichbare Punktezahl ist bei jeder Aufgabe aufgeführt. Sinngemässe Antworten sind als richtig zu werten. Bei mehreren Antworten auf eine Frage ist die Reihenfolge der Antworten für die Bewertung ohne Bedeutung. Die Lösungsvorschläge bei offenen Fragen erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Es sind weitere Lösungen denkbar. Es sind nur ganze und halbe Noten zulässig. Hilfsmittel Taschenrechner (netzunabhängig) Notenskala Punkte = Note Punkte = Note 5, Punkte = Note Punkte = Note, Punkte = Note 5-5 Punkte = Note 3, Punkte = Note Punkte = Note, Punkte = Note 5-1 Punkte = Note 1,5 0 - Punkte = Note 1 Total 100 Punkte Sperrfrist: Diese Prüfungsaufgaben dürfen vor dem 1. September 016 nicht zu Übungszwecken verwendet werden. Erarbeitet durch: Autorinnen-/Autorenteam der Sprachregionalen Prüfungskommission im Detailhandel, Subkommission Deutschschweiz Herausgeber: SDBB, Abteilung Qualifikationsverfahren, Bern

2 Aufgaben Anzahl Punkte Aufgabe 1: Wirtschaftssektoren Nennen Sie den richtigen Wirtschaftssektor zu den nachfolgenden Aussagen. Aussagen Urproduktion findet in diesem Sektor statt. Verarbeitung der Rohstoffe findet in diesem Sektor statt. Im Jahre 1800 arbeiteten in der Schweiz fast 70% in diesem Sektor. In der Schweiz arbeiten heute die meisten Beschäftigten in diesem Sektor. Wirtschaftssektor Primär Sekundär Primär Tertiär Aufgabe : Preismechanismus Sie lesen in der Zeitung, dass der Verkauf von Mobil-Phone stark zugenommen hat. Im nächsten Monat kommt ein noch besseres Mobil-Phone in noch kleiner Stückzahl auf den Markt. Es wird intensiv Werbung dafür gemacht. a) Wie entwickelt sich der Preis für das neue Mobil-Phone? Begründen Sie Ihre Antwort mit den Fachbegriffen Angebot und Nachfrage. 3 Angebot ist klein, Nachfrage gross => Preis steigt b) Was geschieht mit der Nachfrage nach dem Vorgängermodell? 1 Nachfrage sinkt Aufgabe 3: Verteilungsrechnen Die drei Freunde Stefan, Andreas und Nico spielen Lotto. Sie gewinnen CHF Sie entscheiden den Gewinn aufgrund ihrer Einsätze zu verteilen. Stefan hat CHF 15.- beigesteuert. Der Einsatz von Andreas war doppelt so hoch wie derjenige von Stefan. Nico beteiligte sich mit CHF 5.-. Der Lösungsweg muss ersichtlich sein. Wie viele Franken erhält jeder? Stefan CHF 15.- CHF (1 P) Andreas CHF 30.- CHF (1 P) Nico CHF 5.- CHF (1 P) Total CHF 70.- CHF 1'00.- (1 P) Übertrag 1 Position.1 Wirtschaft, Serie 1/3, Expertenexemplar 015 Seite

3 Übertrag 1 Aufgabe : Kaufvertrag Kreuzen Sie an, ob die folgenden Aussagen zum Kaufvertrag richtig oder falsch sind. 5 Aussagen richtig falsch Jeder Kaufvertrag muss schriftlich sein. Eine Schaufensterauslage ist immer ein unverbindliches Angebot. Ein Internetangebot ist ein unverbindliches Angebot. Den Verkauf einer Eigentumswohnung nennt man Fahrniskauf. Ein Spezieskauf ist ein Kauf einer Ware, die mehrmals in gleicher Form und Art verkauft wird. Aufgabe 5: Bedürfnisse Handelt es sich bei den folgenden Bedürfnissen um Existenz- oder Wahlbedürfnisse? Kreuzen Sie das richtige Bedürfnis an. Bedürfnis Existenzbedürfnis Wahlbedürfnis Teures Natel Kleine Wohnung Wasser Zweitwagen Aufgabe 6: Konsumkredit Kreuzen Sie an, welcher der folgenden Verträge ein Konsumkreditvertrag ist. Leasingvertrag Barzahlung der Ware bei Lieferung Hypothekarkredit (Kredit für den Kauf eines Hauses) Übertrag 3 Position.1 Wirtschaft, Serie 1/3, Expertenexemplar 015 Seite 3

4 Übertrag 3 Aufgabe 7: Marketingkonzept Für ein Marketingkonzept verwenden viele Wirtschaftsfachleute die P s. Zählen Sie die P s auf. Price, Product, Promotion, Place oder deutsche Wörter Preis, Produkt, Promotion und Platz Aufgabe 8: Währungsrechnen In einem Schmuckgeschäft können die Uhren in EUR bezahlt werden. Es gilt im Geschäft der folgende EUR-Kurs: Der Lösungsweg muss ersichtlich sein (Runden Sie auf zwei Stellen nach dem Komma). a) Ein Tourist kauft im Schmuckgeschäft eine Uhr für CHF '00.-. Wie viele Euros muss er bezahlen? CHF 1.30 = EUR 1.- CHF '00.- = EUR 1'86.15 b) Am nächsten Tag bringt der Lehrling EUR '000.- auf die Bank und tauscht sie in Schweizerfranken. Auf der Bank gelten die Kurse: 1./1.5. Wie viele Schweizerfranken erhält er? 3 EUR 1.- = CHF 1. EUR '000.- = CHF '0.- Aufgabe 9: Fixgeschäft und Mahngeschäft a) Nennen Sie ein Beispiel für ein Fixgeschäft. 1 Geburtstagstorte, Hochzeitskleid etc. b) Nennen Sie ein Beispiel für ein Mahngeschäft. 1 Lieferung von 00 T-Shirts auf Anfang März c) Nennen Sie den wichtigsten Unterschied zwischen einem Fixgeschäft und einem Mahngeschäft. Beim Fixgeschäft ist der Erfüllungstermin festgelegt. Beim Mahnkauf ist kein fixes Datum festgelegt; der Käufer muss dem Verkäufer Gelegenheit zum Nachliefern geben. Übertrag 36 Position.1 Wirtschaft, Serie 1/3, Expertenexemplar 015 Seite

5 Übertrag 36 Aufgabe 10: Sortiment Ein Supermarkt passt sein Sortiment an die Bedürfnisse der Kunden an. Kreuzen Sie bei den folgenden Veränderungen an, wie sich das Sortiment verändert. a) Der Textilverkauf lohnt sich nicht, daher werden die Textilien aus dem Sortiment genommen. breiter schmaler tiefer flacher b) Die Nachfrage nach Fleisch steigt stark, daher werden zusätzliche Fleischprodukte ins Sortiment aufgenommen. breiter schmaler tiefer flacher c) In der Elektroabteilung werden neu auch Computerspiele verkauft, da die Nachfrage danach stark angestiegen ist. breiter schmaler tiefer flacher Aufgabe 11: Güter und Dienstleistungen Die Güter werden in verschiedene Gruppen eingeteilt. Verbinden Sie die passenden Aussagen mit Linien. 5 Freie Güter Investitionsgüter/ Produktionsgüter Konsumgüter Gebrauchsgüter Dienstleistungen werden zur Herstellung von anderen Gütern gebraucht. werden von privaten Haushalten gekauft. sind nicht lagerbar, sondern werden zur Bedarfsdeckung erbracht. stehen gratis und in ausreichender Menge zur Verfügung. können mehrmals verwendet werden. Übertrag 7 Position.1 Wirtschaft, Serie 1/3, Expertenexemplar 015 Seite 5

6 Übertrag 7 Aufgabe 1: Nichtwirtschaftliche Bedürfnisse Es gibt Bedürfnisse, die die Wirtschaft nicht befriedigen kann. Zählen Sie zwei solche Bedürfnisse auf: Liebe / Freundschaft / Anerkennung etc Aufgabe 13: Filialprinzip a) Nennen Sie ein Beispiel eines Geschäftes, welches nach dem Filialprinzip geführt wird. 1 Migros, Coop, Dosenbach etc. b) Ergänzen Sie die nachfolgende Tabelle. Vorteil des Filialprinzips Gemeinsamer Einkauf, zentrales Lager, zentrale Verwaltung etc. Nachteil des Filialprinzips Wenig Einfluss auf Sortiment, hoher Koordinationsbedarf, teure Warenverteilung, etc. Aufgabe 1: Produktionsfaktoren Um welchen Produktionsfaktor handelt es sich bei folgenden Beschreibungen? Kreuzen Sie richtig an. 7 Beschreibung Boden Arbeit Kapital Rohstoff Know how geistige Arbeit Betriebsstandort Bargeld und Buchgeld Erfahrung Fahrzeuge und Gebäude Übertrag 61 Position.1 Wirtschaft, Serie 1/3, Expertenexemplar 015 Seite 6

7 Übertrag 61 Aufgabe 15: Strukturwandel Welche Aussagen sind richtig, welche sind falsch. Kreuzen Sie an. 5 Aussagen zum Strukturwandel richtig falsch Heute können sich die Leute in der Regel weniger leisten als früher. Insgesamt gibt es heute weniger Läden als früher, dafür grössere. Es wird mehr täglich eingekauft, Wocheneinkäufe sind vorbei. Einkaufen wird immer mehr zum Erlebnis. Der Anteil an erwerbstätigen Frauen hat in den letzten 10 Jahren abgenommen. Aufgabe 16: Prozentrechnen Von '00'000 Erwerbstätigen in der Schweiz arbeiten 3'100'000 Erwerbstätige im tertiären Sektor. a) Berechnen Sie, wie viele Prozent der Erwerbstätigen im tertiären Sektor tätig sind. Der Lösungsweg muss ersichtlich sein (Runden Sie auf zwei Stellen nach dem Komma). '00'000 Erwerbstätige = 100 % 3'100'000 Erwerbstätige = % b) Ungefähr 7 % aller Erwerbstätigen arbeiten im primären Sektor. Wie viele Erwerbstätige sind dies? Der Lösungsweg muss ersichtlich sein % = '00'000 Erwerbstätige 7 % = 9'000 Erwerbstätige Übertrag 70 Position.1 Wirtschaft, Serie 1/3, Expertenexemplar 015 Seite 7

8 Übertrag 70 Aufgabe 17: Fallbeispiel (Total 30 Punkte) Die Teilfragen a) bis h) beziehen sich auf folgenden Text: Supermarkt Frigu - Frisch und gut in Musterau. In der neuen Filiale der Supermarktkette Frigu findet die Kundschaft ein grosses Angebot an Frischprodukten und viele Produkte von regionalen Produzenten zu günstigen Preisen. a) Der Frigu ist ein Supermarkt. Beschreiben Sie mit Hilfe der untenstehenden Merkmale den Supermarkt. Standort Stadt- und Dorfzentrum; Wohnquartiere Sortiment Food tief; Non-Food breit und flach b) Verbinden Sie die richtige Aussage mit der richtigen Betriebsform. Das Kaufhaus Das Spezialgeschäft Der Convenience Store... Das Einkaufszentrum... ist keine eigentliche Betriebsform sondern eine Gesamtheit von verschiedenen Betriebsformen....bietet einen Ausschnitt aus dem Sortiment eines Fachgeschäfts an....bietet auf mehreren Etagen Artikel aus einer Branche an....hat häufig rund um die Uhr geöffnet und befindet sich oft bei Tankstellen und Bahnhöfen. c) Der Supermarkt Frigu in Musterau ist ein Discountgeschäft und verkauft seine Artikel deshalb zu tieferen Preisen als andere Supermärkte. Weshalb sind Discounter oft günstiger? Nennen Sie drei mögliche Gründe Einfache Ladenausstattung / günstige Standorte. Minimale DL / wenig Beratungspersonal / problemlose, umsatzstarke Artikel 3. Lockvogelpolitik / grosse Umsätze mit Massenprodukten Übertrag 81 Position.1 Wirtschaft, Serie 1/3, Expertenexemplar 015 Seite 8

9 Übertrag 81 d) Als Neueröffnungs-Aktion wird ein Karton Rotwein mit einem Rabatt von 5 % verkauft. Frau Müller zahlt für einen Karton noch CHF Wie viel kostet dieser Weinkarton nach der Aktion ohne Rabatt? Der Lösungsweg muss ersichtlich sein % - 5 % = 75 % (1 Punkt) CHF x 100 = CHF 90.- ( Punkte) 75 e) Im Supermarkt Frigu füllt heute die DHA Mary mit Schnupperstift Robert die Joghurts auf. Dabei erklärt Mary Robert die zwei Preisarten. Helfen Sie Mary und erklären Sie folgende Begriffe aus der Preisbekanntgabeverordnung (PBV) mit Hilfe des Joghurts! Begründen Sie, weshalb die Preise angegeben werden müssen. Grundpreis Beim Joghurt muss der Preis pro 100 g angeschrieben sein (1), damit der Preis vergleichbar wird, denn nicht alle Joghurtmarken enthalten die gleiche Menge Inhalt (1). Detailpreis Der Joghurt muss auch mit dem Detailpreis angeschrieben sein (1), damit der Kunde gleich weiss, wie der tatsächlich zu bezahlende Preis lautet (1). f) DHA Jan empfängt eine Lieferung mit Ravioli in Konservendosen. Einige der Dosen weisen grosse Beulen auf. Welche drei Pflichten muss Robert im Zusammenhang mit der mangelhaften Lieferung nach Gesetz nun anwenden? Nennen Sie sie: 3 1. Prüfpflicht. Anzeigepflicht 3. Aufbewahrungspflicht Übertrag 91 Position.1 Wirtschaft, Serie 1/3, Expertenexemplar 015 Seite 9

10 Übertrag 91 g) DHA Nicole arbeitet im. Lehrjahr. Die drei Hauptaufgaben des Detailhandels sind: Warenbeschaffung, Warenlagerung und Warenabsatz. Schreiben Sie zu jeder von Nicoles heutigen Tätigkeit die passende Hauptaufgabe hin. 5 Nicole kontrolliert, ob die vom Lastwagen entladene Lieferung Teigwaren in tadellosem Zustand ist. In der Gemüseabteilung kontrolliert sie immer wieder die Salate in den Gestellen und entfernt angefaulte Blätter sofort. Im Gemüselager ist sie heute zum Reinigen der Arbeitsflächen eingeteilt. Warenbeschaffung Warenlagerung Warenlagerung Einem Kunden gibt sie ein Stück Käse zum Degustieren. Warenabsatz Abends reassortiert sie 0 Einheiten Spaghetti. Warenbeschaffung h) Im Supermarkt Frigu werden in der Nonfood-Abteilung neue Damentaschen geliefert. Der Einkaufschef in der Zentrale hat folgende Berechnungen gemacht. Der Nettoankaufspreis für eine Tasche beträgt CHF Für den Transport und den Zoll muss er CHF 7.50 berechnen. Der Bruttogewinnzuschlag beträgt 75 %. Wie hoch ist der kalkulierte Verkaufspreis für die Tasche? Der Lösungsweg muss ersichtlich sein. NAP CHF BK CHF 7.50 EP CHF 1.- (1 Punkt) 100 % BG +75 % VP 175 % (1 Punkt) CHF 1.- x 175 = CHF ( Punkte) 100 Total 100 Position.1 Wirtschaft, Serie 1/3, Expertenexemplar 015 Seite 10

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