Diplom-Vorprüfung / Bachelor Modulprüfung Teilklausur BWL II (Einführung in Produktion und Logistik) Sommersemester

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1 Technische Universität Braunschweig Institut für Automobilwirtschaft und Industrielle Produktion Lehrstuhl für Produktion und Logistik Diplom-Vorprüfung / Bachelor Modulprüfung Teilklausur BWL II (Einführung in Produktion und Logistik) Sommersemester ( ) Bachelor ( ) Diplom ( ) Wirtschaftsinformatik ( ) Mobilität und Verkehr ( ) Finan- und ( ) Aufbaustudium Wirtschaftsmathematik ( ) -stündig ( ) -stündig ( ) Wirtschaftsingenieurwesen, ( ) Nebenfach, Fachrichtung: Fachrichtung:... ( ) Bau ( ) ET ( ) MB ( ) -stündig ( ) -stündig Name:... Vorname:... Matr.-Nr.:... Semesterahl:... ( ) 0. Versuch ( ). Versuch ( ). Versuch ( ). Versuch Bearbeitungshinweise: Zu bearbeiten sind die folgenden 4 Aufgaben. Überprüfen Sie bitte sofort nach Erhalt die Vollständigkeit (0 Blätter inklusive Deckblatt) des Klausurexemplars. Schreiben Sie bitte auf jede Seite Ihre Matrikelnummer. Zur Lösung auch für Konepte sind nur die vorgesehenen Lösungsfelder bw. die gestempelten Leerseiten u verwenden. Nuten Sie im Falle von Platmangel auch die Rückseite des Blattes. Insgesamt sind 60 Punkte erreichbar. Als Hilfsmittel sind nur Schreib- und Zeichengeräte sowie nichtprogrammierbare Taschenrechner ugelassen. Aufgabe 4 Gesamt Maximale Punktahl Erreichte Punktahl

2 Teilklausur BWL II Blatt /0 Aufgabe ( Punkte): Produktionsfunktionen a) Eine Technik wird durch die drei Aktivitäten bis ereugt. Die Objektarten und werden dabei als erwünscht, die Objektart als unerwünscht betrachtet. 6 9,5 7,5 5 Zeichnen Sie die drei Aktivitäten in ein weidimensionales Input-Input-Diagramm ein und untersuchen Sie die Aktivitäten auf Dominan. Kenneichnen Sie den effiienten Rand der Technik in dem Diagramm. (8 Punkte) Normierung auf : Der effiiente Rand der Technik besteht aus Aktivität, da und von dominiert werden Effiienter Rand

3 Teilklausur BWL II Blatt /0 b) Bestimmen Sie die expliite Produktionsfunktion einer Technik T, deren effiienter Rand durch die folgende Menge T eff beschreiben wird. T eff IR 4 λ, mit λ IR Eine Produktionsfunktion ist ein eindeutiger funktionaler Zusammenhang wischen den Objektquantitäten bei effiienter Produktion. (4 Punkte) Expliite Produktionsfunktion: f ( ) bw. f ( )

4 Teilklausur BWL II Blatt 4 /0 Aufgabe (6 Punkte): Materialwirtschaft Die jährliche Nachfrage nach Kugelschreibern in dem Schreibwarengeschäft McPen liegt bei 70 Stück. Die losfixen Kosten betragen 5 GE und der Lagerhaltungskostensat liegt bei 0,5 GE pro Monat. a) Berechnen Sie die optimale Losgröße sowie die resultierenden jährlichen Gesamtkosten. (4 Punkte) Optimale Losgröße: q n c τ c los * lag ,5 Jährliche Gesamtkosten: K K los + K lag c los * n lag τ q c 5 + 0, * q 60 b) Sie überlegen, ur Vorhersage des ukünftigen Nachfrageverhaltens Ihrer Kunden nach Kugelschreibern Prognosemodelle einuseten. Nennen und erklären Sie kur ein Ihnen bekanntes Prognosemodell. (4 Punkte) Konstantes Modell/Gleitende Durchschnittsbildung/Rollierende Planung: Bildung des arithmetischen Mittels immer auf Basis der letten N Vergangenheitswerte. Exponentielle Glättung: Geometrisch abnehmende Gewichtung der Vergangenheitswerte, je weiter diese urück liegen. Einfache Formel ur Fortschreibung der Prognosewerte.

5 Teilklausur BWL II Blatt 5 /0 c) Auf Basis Ihrer Prognose konnten Sie die Nachfrage nach Kugelschreibern für die nächsten drei Monate genauer vorhersagen: Oktober 60 Stück, November 50 Stück, Deember 80 Stück. Die losfixen Kosten betragen weiterhin 5 GE und der Lagerhaltungskostensat liegt unverändert bei 0,5 GE pro Monat. Der Anfangslagerbestand im Monat Oktober sei s 0 0. Bestimmen Sie die optimale Losgrößenpolitik (q *, q *, q *) für alle drei Perioden. Verwenden Sie ur Lösung einen gerichteten Graphen. Wie lautet die kostenminimale Losgrößenpolitik? (8 Punkte) 5+0,5 50+0, , Okt Nov De Jan 5+0, Die kostenminimale Losgrößenpolitik entspricht dem küresten Weg durch den gerichteten Grafen: Okt Nov De Jan q * 60 Stück q * 50 Stück q * 80 Stück K* 45 GE

6 Teilklausur BWL II Blatt 6 /0 Aufgabe (0 Punkte): Gutenberg-Technik Die folgende Gutenberg-Technik beschreibt die Herstellung eines Produkts (y, in ME) unter Verwendung weier Input-Faktoren (x und x, in ME). Die Intensität ρ, mit der der Proess ausgeführt wird, beschreibt die Ausbringung des Produkts in ME/Stunde. Für die einelnen Objektarten sind Ihnen die folgenden eitspeifischen Verbrauchsund Ausbringungsfunktionen bekannt: Objektarten Zeitspeifische Verbrauchs- und Ausbringungsfunktionen x 0,004 ρ² x y ρ a) Zeichnen Sie den Input-/Output-Grafen der Gutenberg-Technik. ( Punkte) a (ρ) 0,004 ρ² a (ρ) ρ min ρ ρ max b (ρ)ρ b) Was unterscheidet eine Gutenberg-Technik von einer endlich generierbaren Technik? ( Punkte) Die Gutenberg-Technik ist dadurch charakterisiert, dass der Verbrauch und die Ausbringung der Faktoren (In- und Outputs) von der Intensität, mit der der Proess betrieben wird, abhängen und damit nicht konstant sind. Damit ist die Gutenberg-Technik nicht durch endlich viele Grundaktivitäten beschreibbar.

7 Teilklausur BWL II Blatt 7 /0 c) Stellen Sie formal die Technik T der Gutenberg-Technik in eitspeifischer Schreibweise auf. ( Punkte) Technik T: T IR 0,004 ρ max min λ, mit λ [0, t ] und ρ ρ ρ ρ max d) Berechnen Sie die beiden produktspeifischen Verbrauchsfunktionen. ( Punkte) Es gilt für produktspeifische Verbrauchsfunktionen: a, a( ρ) 0, 004 ρ b ( ρ) a i, ai ( ρ) b ( ρ) a a ( ρ) b ( ρ) ρ,

8 Teilklausur BWL II Blatt 8 /0 e) Zur Approximation einer Gutenberg-Technik kann ein Intensitätssplitting durchgeführt werden. Dafür wird die stufenlos variierbare Intensität ρ durch π diskrete Intensitätsstufen ersett. Tragen Sie für die Intensitäten ρ 0, 50, 70 die entsprechenden Werte von x und x in die Tabelle ein. Gehen Sie dabei von produktspeifischen Verbrauchsfunktionen aus. Zeichnen Sie die aus dem Intensitätssplitting resultierende einstufige Technik mit Verfahrenswahl ur Herstellung eines Outputs als Input-/Output-Graf. Der Output betrage dabei eine Einheit. (8 Punkte) ρ x 0,6 0, 0,94 x 0,0 0,0 0,04 Input-/Output-Graf: 0,6 0, 0 0,0 50 0,04 0,0 0,94 70

9 Teilklausur BWL II Blatt 9 /0 Aufgabe 4 ( Punkte): Logistikmanagement a) Nennen Sie die vier r`s der Logistik. ( Punkte) Die Logistik hat dafür u sorgen, dass ein Empfangspunkt gemäß seines Bedarfs von einem Lieferpunkt mit dem richtigen Produkt (in Menge und Sorte), im richtigen Zustand, ur richtigen Zeit, am richtigen Ort u den dafür minimalen Kosten versorgt wird. b) Was versteht man unter Beschaffungslogistik? Gehen Sie dabei auch auf wei Aufgaben der Beschaffungslogistik ein. ( Punkte) Die Aufgabe der Beschaffungslogistik ist die bedarfsgerechte, wirtschaftliche Versorgung des Unternehmens mit betriebsfremden Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen, Handelswaren, nicht selbst gefertigten Einelteilen sowie mit Kaufteilen. Zum Aufgabenfeld der Beschaffungslogistik gehört des Weiteren die Betreuung der Wareneingangslager. Langfristig: Wie trete ich gegenüber poteniellen Lieferanten auf dem Beschaffungsmarkt auf? Sourcing Konepte Auswahl von Lieferanten Mittelfristig: Wie sollen Rohstoffe, Komponenten, Handelswaren beschafft werden? Auftragsbeogene Beschaffung Vorratsbeschaffung Produktionssynchrone Beschaffung (.B. Just-in-Time) Kurfristig: In welchen Mengen und u welchen Terminen sollen die Teile beschafft werden?

10 Teilklausur BWL II Blatt 0 /0 c) Was versteht man unter Produktionslogistik? Gehen Sie dabei auch auf wei Aufgaben der Produktionslogistik ein. ( Punkte) Bestandteil der Produktionslogistik ist die Gestaltung der standortübergreifenden und standortbeogenen Wertschöpfungsproesse sowie die darauf aufbauende kur- bis mittelfristige Produktionsplanung und Steuerung. Langfristig: An welchen Standorten sollen Produktionswerke oder Distributionsentren errichtet werden? Gestaltung des überbetrieblichen Logistiknetwerkes Mittelfristig: Wie ist das Produktionssystem innerhalb eines Standortes u gestalten? Wahl des Systems (.B. Werkstattfertigung vs. Fließfertigung), Anordnung der Maschinen, Definition der Transportwege Kurfristig: In welchen Losen und Reihenfolgen sind Kunden- oder Lageraufträge herustellen? Losgrößenplanung, Sequenplanung d) Was versteht man unter Distributionslogistik? Gehen Sie dabei auch auf wei Aufgaben der Distributionslogistik ein. ( Punkte) Die Distributionslogistik stellt das Bindeglied wischen der Produktion und der Absatseite des Unternehmens dar. Sie umfasst alle Lager- und Transportvorgänge von Waren um Abnehmer sowie die damit verbundenen Informations-, Steuerungs- und Kontrolltätigkeiten. Langfristig: Über welche Distributionskanäle sollen die Kunden bedient werden (Wahl der Distributionsstruktur)? Wie ist der Transport u gestalten (Ausgestaltung der Logistikkette)? Mittelfristig: Welche Transportsysteme sind inner- und überbetrieblich ur Materialbereitstellung und Distribution einuseten? Kurfristig: Welche Transportrelationen und -reihenfolgen sollten für eine kostenminimale Auslieferung gewählt werden? Festlegung von Relationen, Touren, Belieferungsabfolgen

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