Tagungsmagazin. 13. Lateinamerika-Konferenz der Deutschen Wirtschaft 13a Conferencia de la Economía Alemana para América Latina

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1 Tagungsmagazin 13. Lateinamerika-Konferenz der Deutschen Wirtschaft 13a Conferencia de la Economía Alemana para América Latina

2 Lateinamerika-Initiative der Deutschen Wirtschaft (LAI) Iniciativa de la Economía Alemana para América Latina (LAI)

3 Inhalt 4 Grußworte Greetings 8 Lateinamerika: Eine Region voller Möglichkeiten 10 Interview mit Dr. Reinhold Festge, Vorsitzender der Lateinamerika-Initiative der Deutschen Wirtschaft (LAI) Wachstumsmärkte in Lateinamerika 11 Exporte sollen Argentiniens Konjunktur ankurbeln 14 Brasilien kämpft um mehr Wettbewerbsfähigkeit 17 Chile setzt Aufwärtstrend unbeirrt fort 20 Kolumbien bleibt auf Wachstumskurs 23 Ambitionierte Reformagenda kann neue Geschäftschancen in Mexiko eröffnen 26 Rohstoffe und Binnennachfrage sind Perus Wachstumsmotoren Panelthemen der Konferenz 29 Energie & Innovation 32 Handel & Finanzierung 35 Gesundheitswirtschaft 38 Rohstoffe & Bergbau 41 Bildung & Forschung Business Location Germany 42 Foreign Direct Investment 44 Economic Overview: Market 46 Economic Overview: Productivity 48 Economic Overview: Innovation Germany Trade & Invest 3

4 Grußworte Greetings Neue Impulse für eine starke Partnerschaft Lateinamerika erfreut sich einer positiven Entwicklung und verzeichnet in vielen Sektoren hervorragende Wachstumszahlen. Vor diesem Hintergrund sind insbesondere unsere Anstrengungen gefragt, den Mittelstand auf dem Weg in diese Region zu begleiten. Der Gipfel der europäischen Staats- und Regierungschefs mit ihren lateinamerikanischen Amtskollegen Ende Januar hat den wirtschaftlichen Beziehungen weiteren Aufschwung gegeben. Es ist gut, dass Europas Politik die Bedeutung Lateinamerikas für unseren Kontinent endlich wieder würdigt. Gerade Europa braucht derzeit Impulse für seine Unternehmen. Dr. Reinhold Festge Die Chancen sind beachtlich, auch für Newcomer im Markt. Lateinamerika ist nicht nur rohstoffreich, sondern dank der insgesamt dynamischen Wirtschaftsentwicklung der vergangenen zehn Jahre auch ein äußerst interessanter Absatzmarkt. Darüber hinaus haben die Lösungen Made in Germany beim weiterhin nötigen Ausbau der Infrastruktur gute Chancen. Auf diesem Weg müssen auch Verbesserungsmöglichkeiten klar und deutlich angesprochen werden - zum Beispiel beim Abbau von Handelsbarrieren und der Modernisierung der Ausbildungssysteme. Die deutschen Ausfuhren nach Lateinamerika haben in den letzten Jahren kräftig zugenommen. Allein 2012 wurden Waren für über 32 Mrd. Euro nach Lateinamerika und in die Karibik geliefert. Die lateinamerikanischen Unternehmen nutzen die Investitionen in hochwertige Maschinen und Ausrüstungen zur Erhöhung ihrer Wettbewerbsfähigkeit. Neben Bergbaumaschinen ist auch Umwelt- und Energietechnik zunehmend gefragt. Die sich ergebenden Chancen nutzen deutsche Unternehmen noch zu wenig. Es ist höchste Zeit, sich in Lateinamerika noch intensiver zu engagieren. In diesem Sinne freue ich mich mit Ihnen auf die Konferenz und wünsche Ihnen gute Gespräche und einen intensiven Austausch. Ihr Dr. Reinhold Festge Vorsitzender der Lateinamerika-Initiative der Deutschen Wirtschaft (LAI) 4 Lateinamerika-Konferenz 2013

5 New impulses for a strong partnership Latin America s positive development continues and records outstanding economic growth in many sectors. Therefore it is especially important for us to support German companies on their way to this region. The summit of the European heads of governments together with their Latin-American counterparts held at the end of January helped to boost the economic relations. It is good that European politics finally started again to acknowledge the importance of Latin America for our continent. Especially Europe needs impetus for its economies at the moment. There are remarkable opportunities also for newcomers to the market. Latin America is not only rich in natural resources. Due to the altogether dynamic economic development of the last ten years, it is also a very interesting sales market. Furthermore, the solutions of Made in Germany can take part in the still necessary expansion of infrastructure. But there is also potential for improvement that has to be addressed - for example regarding trade barriers and the modernisation of the educational system. German exports to Latin America increased strongly during the last years. In 2012 only, over 32 billion Euros were delivered to Latin America and the Caribbean. The Latin-American companies try to increase their competitiveness by investing in high-class machinery and equipment. Mining machinery is in demand as much as environmental and energy technology. German companies do not make sufficient use of the opportunities resulting from this. It is high time to increase investments in Latin-America. In this sense I am looking forward to the conference together with you and wish you good conversations and an intensive exchange. Your Dr. Reinhold Festge Chairman of the Latin-America Initiative of German Economy (LAI) Germany Trade & Invest 5

6 Grußworte Greetings Sehr geehrte Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Lateinamerika-Konferenz, die Wachstumsstory in Lateinamerika geht weiter. So kann man die wirtschaftliche Entwicklung in einer Region beschreiben, die sich gegenwärtig weder von den Turbulenzen in Europa, noch von den moderaten Zahlen aus den USA beeindrucken lässt. Laut Prognosen der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) wird die Wirtschaftskraft in den Ländern südlich des Rio Grande 2013 im Schnitt um 4,0% wachsen. Den Spitzenplatz unter allen OECD-Staaten belegt der Organisation zufolge Chile mit einem erwarteten Plus von 4,6%. Dr. Jürgen Friedrich Für die deutsche Wirtschaft besteht noch enormes Potenzial, lediglich 3,0% der deutschen Ausfuhren gehen zurzeit in Richtung Lateinamerika. Viele Unternehmen sind jedoch bereits hervorragend vor Ort vernetzt. Dafür sprechen neue Investitionen von gut 3,3 Mrd. Euro, die in den ersten neun Monaten 2012 von Deutschland aus in die Region flossen. In die entgegengesetzte Richtung gewinnt Lateinamerika ebenfalls an Bedeutung. So waren brasilianische Firmen 2011 Medienberichten zufolge nach den USA, der Schweiz und Japan die viertgrößten Investoren in der Europäischen Union. Der Rohstoffsektor ist einer der wichtigsten Pfeiler des Wirtschaftsraums und bildet entsprechend eines der großen Themen der diesjährigen Lateinamerika-Konferenz. Doch auch die übrigen Konferenzschwerpunkte - Bildung und Forschung, Handel und Finanzierung, Energie und Innovation sowie die Gesundheitswirtschaft - sind für die Länder der Region von großer Bedeutung, wollen sie Wirtschaftskraft und Lebensstandard für die Zukunft ausbauen. Die Experten von Germany Trade & Invest in Deutschland, Südamerika und Mexiko erstellen laufend unabhängige und verlässliche Beiträge und Analysen zu den Märkten der Region. Dieses Magazin zeigt einen Ausschnitt aus unserem Dienstleistungsangebot. Für Informationen zu Ihrem Geschäftsvorhaben in Lateinamerika und weltweit steht Ihnen Germany Trade & Invest stets gerne zur Seite. Ich wünsche Ihnen gute Gespräche und viel Erfolg auf der Lateinamerika- Konferenz Dr. Jürgen Friedrich Geschäftsführer Germany Trade & Invest 6 Lateinamerika-Konferenz 2013

7 Dear participants of the Latin America Conference, The story of growth in Latin America continues. This is how you would describe the economic development in a region which has been affected neither by the turbulence in Europe nor the modest figures coming out of the USA. According to a prognosis from the Organisation for Economic Cooperation and Development (OECD), the economic power of the countries south of the Rio Grande will grow by an average of 4% in Chile currently tops the list among all the OECD countries with an expected growth of 4.6%, according to the OECD. There is huge potential for the German economy here, as only 3.0% of German exports go to Latin America at the moment. Many companies have already connected themselves well over there - we are talking of a good 3.3 billion Euros of new investment flowing from Germany to this region in the first nine months of 2012 alone. Latin America is enhancing its reputation in the opposite direction as well. Brazilian companies were, according to the media reports, the fourth-highest investors in the EU after the USA, Switzerland and Japan. The raw materials sector is one of the most important pillars of the economy and thus is one of the biggest topics of this year s Latin America Conference. But the other items on the agenda: education and research, trade and finance, energy, innovation and healthcare economy, all carry heavy meaning for the countries of the region as they seek to expand both their economic power and their standard of living. The Germany Trade & Invest experts in Germany, South America and Mexico continue to produce independent and reliable reviews and analyses of the region s markets. This magazine displays a selection of our offering. For more information on your business needs in Latin America or anywhere in the world, Germany Trade & Invest continues to be at your disposal. I wish you every success in your exchanges and at the Latin America Conference Dr. Jürgen Friedrich CEO Germany Trade & Invest Germany Trade & Invest 7

8 Lateinamerika: Eine Region voller Möglichkeiten Lateinamerika: Eine Region voller Möglichkeiten Im zurzeit schwierigen weltwirtschaftlichen Umfeld hat sich Lateinamerika zu einem wichtigen Stabilitätsanker entwickelt. Viele Länder gehen dabei ganz individuelle Erfolgswege. Brasilien will zu einem Global Player in der Erdölindustrie werden und baut zudem seine Infrastruktur enorm aus. Mexiko zieht immer mehr Unternehmen des Kfz- Sektors an; mit Honda, Mazda und Volkswagen bauen momentan gleich drei der großen Hersteller neue Werke vor Ort. Chile treibt neue Projekte im Bergbau voran und unterzeichnete dazu im Januar 2013 ein Rohstoffabkommen mit Deutschland. Die wichtigsten Exportprodukte deutscher Unternehmen nach Lateinamerika (Anteil in %) *) Elektronische und optische Produkte 5,8 Pharmazeutika 6,0 Elektrische Ausrüstungen 6,9 Metall und -erzeugnisse 7,7 Chemische Erzeugnisse 13,9 Sonstige 11,4 Fahrzeuge und -teile 24,3 Maschinen 24,0 *) Anteil an deutscher Gesamtausfuhr 2012, berechnet für die sechs Top-Exportmärkte in Lateinamerika Quelle: Destatis All diese Länder sind aus ihrem ökonomischen Dornröschenschlaf erwacht, angeheizt auch durch die Kaufkraft einer wachsenden und konsumfreudigen Mittelschicht. In Brasilien sind beispielsweise rund 40 Mio. Personen in den letzten zehn Jahren in die mittleren Einkommensschichten aufgerückt. Da verwundert es nicht, dass laut einer Studie des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) mit Chile, Kolumbien und Peru gleich drei der zwölf für die deutsche Wirtschaft interessantesten Wachstumsländer und -regionen in Lateinamerika liegen. Die steigende Bedeutung Lateinamerikas wird anhand des Handelsvolumens klar. Deutsche Ausfuhren in die Region nahmen zwischen 2002 und 2012 um 115% zu. Brasilien, Chile, Kolumbien, Mexiko und Peru bilden zusammen mit Argentinien dabei die Top-Exportmärkte; sie nehmen zusammen rund 88% der deutschen Ausfuhren nach Lateinamerika ab. Daneben rückt die Region auch als Anlageziel stärker in den Fokus. Allein von Januar bis September 2012 betrug der Zufluss deutscher Direktinvestitionen nach Lateinamerika gut 3,3 Mrd. Euro. Einen besonderen Wandel hat Kolumbien erlebt. Nachdem das Wirtschaftsleben lange Zeit durch den Kampf der Regierung gegen die aufständische FARC gelähmt war, entdecken nun viele internationale Firmen die logistischen Möglichkeiten des Landes, das direkten Zugang zum Pazifik und Atlantik hat. Vorzeigeprojekt des Booms ist der Hafen von Cartagena an der Atlantikküste. In Kolumbien wird wie in einem Brennspiegel allerdings auch eines der wichtigsten Probleme Lateinamerikas sichtbar: Der Ausbau der Transportwege und der städti- schen Infrastruktur hat oft nicht mit dem höheren Verkehrsaufkommen schrittgehalten. Die kolumbianischen Ballungszentren Bogotá und Medellín im Landesinneren sind beispielsweise nur über zweispurige Straßen an die Exporthäfen angebunden, die bei den häufigen Regenfällen unpassierbar werden. Daneben sind eine ineffiziente Bürokratie, hohe Korruptionswerte und Kriminalität häufige und hausgemachte Probleme in zahlreichen Ländern. Der Ausblick der kommenden Jahre ist trotzdem positiv, die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) prognostiziert der Region weiterhin ein stabiles Wachstum. Autor: Florian Steinmeyer, Germany Trade & Invest, Bonn 8 Lateinamerika-Konferenz 2013

9 MEXIKO México D.F. Golf von Mexiko Mexiko Einwohnerzahl ) 3) 114,9 BIP ) 3) 1.162,9 Deutsche Exporte ) 3) 11,4 KUBA JAMAIKA BELIZE HONDURAS NICARAGUA COSTA RICA PANAMA BAHAMAS HAITI Karibisches Meer Bogotá DOMINIKAN. REPUBLIK KOLUMBIEN Caracas VENEZUELA Lateinamerika und Karibik Einwohnerzahl ) 3) ca. 590,0 BIP ) 3) 5.721,6 Deutsche Exporte ) 3) 41,7 Brasilien Einwohnerzahl ) 3) 196,5 BIP ) 3) 2.425,1 Deutsche Exporte ) 3) 15,0 GUYANA SURI- NAME FRANZ. GUAYANA Atlantischer Ozean Quito ECUADOR Kolumbien Einwohnerzahl ) 3) 46,6 BIP ) 3) 365,4 Deutsche Exporte ) 3) 2,1 Peru Einwohnerzahl ) 3) 30,5 BIP ) 3) 200,3 Deutsche Exporte ) 3) 1,2 Pazifischer Ozean PERU Lima La Paz BOLIVIEN Sucre BRASILIEN Brasília PARAGUAY Asunción Chile Einwohnerzahl ) 3) 17,4 BIP ) 3) 268,3 Deutsche Exporte ) 3) 3,3 CHILE Santiago de Chile Buenos Aires URUGUAY ARGENTINIEN Montevideo 1) in Mio.; 2) in Mrd. US$; 3) vorläufig Argentinien Einwohnerzahl ) 3) 41,0 BIP ) 3) 474,8 Deutsche Exporte ) 3) 3,5 Karte: GeaCarta, muehlhausmoers Germany Trade & Invest 9

10 Interview mit Dr. Reinhold Festge Interview mit Dr. Reinhold Festge, Vorsitzender der Lateinamerika-Initiative der Deutschen Wirtschaft (LAI) GTAI: Die Volkswirtschaften Lateinamerikas nehmen nur rund 3% des deutschen Exports ab. Was müssen deutsche Unternehmen tun, um ihre Position vor Ort zu stärken? Herr Dr. Festge: Der Handel und die Investitionsbereitschaft deutscher Unternehmen sind in den letzten Jahren enorm gestiegen. Die Nähe zu den Kunden und die Kenntnis der Rahmenbedingungen sind entscheidend, wenn man auf die Wünsche der Kunden eingehen will. Für deutsche Unternehmen ist es vor allem wichtig vor Ort zu sein. In welchen Bereichen sehen Sie besonderes Potenzial für den Ausbau der Wirtschaftsbeziehungen? Sehr gute Wachstumschancen bestehen im Bereich der Bauwirtschaft, was in den zahlreichen Infrastruktur- und Erweiterungsprojekten und im Bergbau begründet ist. Darüber hinaus bietet der Bereich Bildung und Forschung großes Potential. Genau hier müssen und können deutsche Firmen viel tun. Berufsorientierte Ausbildung ist wichtiger denn je, so wie das duale System es bei uns anbietet. Lateinamerika braucht eine Ausbildungsrevolution, da können wir dabei sein. Auch die Gesundheitswirtschaft und der Tourismus sind wichtige Wirtschaftszweige in der Region. Ich bin fest davon überzeugt, dass Deutschland und sein Modell der Zusammenarbeit auf allen Ebenen für beide Seiten vielversprechend sind. Unsere Firmen engagieren sich vor Ort, investieren dort und bilden auch dort aus genau dies ist wichtig und richtig. Ich glaube, dass man Deutschland in Lateinamerika vor allem als einen verlässlichen Partner mit Weitsicht und Fairness schätzt. Was müssen andererseits die lateinamerikanischen Staaten tun, um interessanter für deutsche Unternehmen zu werden? Lateinamerika ist bereits interessant. Das haben andere Nationen, wie beispielsweise China, erkannt und investieren in deutlich höherem Maß in der Region. Lateinamerika erlebt eine neue Phase seiner wirtschaftlichen, aber auch seiner gesellschaftlichen Entwicklung. An vielen in Deutschland ist so etwa die Tatsache bisher vorbei gegangen, dass die meisten Länder Lateinamerikas heute eine vergleichsweise gute Finanzsituation aufweisen. Dennoch darf man die Aspekte nicht außer Acht lassen, welche die Handelsbeziehungen und Investitionsbereitschaft der Europäer in Lateinamerika bremsen. Hier ist besonders der zunehmende Handelsprotektionismus zu nennen. In welchen Ländern der Region lohnt sich ein Engagement besonders? Besonders Länder wie Brasilien und Mexiko, die vor allem in den letzten vier Jahren einen rasanten Anstieg verzeichnen konnten, bieten gute Bedingungen für deutsche Unternehmen. In Deutschland weitgehend unbemerkt, haben sich fast alle Länder, mit Ausnahme von Argentinien und Venezuela, hervorragend entwickelt. Dabei spielen natürlich Rohstoffe eine große Rolle, sind aber nicht der alleinige Grund. Eine kontinuierlich ansteigende Kaufkraft ist in allen Ländern Lateinamerikas zu erkennen. Das hohe Rohstoffpotential des Kontinents führt zu guten Bedingungen für die Wirtschaft. Interview: Florian Steinmeyer, Germany Trade & Invest, Bonn 10 Lateinamerika-Konferenz 2013

11 Wachstumsmärkte Argentinien Exporte sollen Argentiniens Konjunktur wieder ankurbeln Argentinien gehörte in der vergangenen Dekade zu den weltweit wachstumsstärksten Volkswirtschaften. Nach Überwindung der Wirtschaftsund Finanzkrise von 2001/02 wuchs das Bruttoinlandsprodukt (BIP) von 2003 bis 2011 mit einer durchschnittlichen realen Rate von mehr als 7%. Basis des Aufschwungs waren die starke globale Nachfrage nach argentinischem Soja, die gute Entwicklung des wichtigsten Handelspartners Brasilien sowie eine expansive Wirtschaftspolitik. Die Erholung kam 2012 jedoch ins Stocken, Marktbeobachtern zufolge gab es fast ein Nullwachstum. Gleichzeitig galoppiert die Inflation mit einer Jahresrate von 26% (laut privaten Schätzungen). Für 2013 ist im Zug einer erwarteten Rekordernte von Soja und der Nachfragebelebung in Brasilien mit einer besseren Konjunkturlage zu rechnen. Die Zeit hoher BIP-Wachstumsraten ist jedoch vorerst vorbei. Wirtschaftliche Entwicklung 2011 bis 2013 (reale Veränderung gegenüber dem Vorjahr in %) Vor allem Konsum und Außenhandel dürften 2013 zulegen. Die Investitionsnachfrage wird dagegen weiterhin durch zunehmende Interventionen der Regierung in Märkte und einzelne Unternehmen gedämpft, die das lokale Geschäftsumfeld ständig schwerer berechenbar machen. Auch der starke Anstieg der lokalen Kosten in Euro beziehungsweise US-Dollar macht den Unternehmen vor Ort zu schaffen. Ausländische Konkurrenten haben gute Lieferchancen, sofern es ihnen gelingt, die 2012 deutlich verschärften Importbarrieren zu überwinden. Seit Februar 2012 muss jede Einfuhr vor Auftragserteilung von den Behörden genehmigt werden. Immer mehr Unternehmen werden von der Regierung aufgefordert, ihre Importe durch entsprechend hohe Exporte oder lokale Investitionen auszugleichen. Unternehmen, die der Regierung Zusagen machen, können meist eine Freigabe der Importe aushandeln. Wer vor Ort investiert, dem winken staatlich subventionierte Kredite in lokaler Währung. Bei einer sinkenden Zahl von Wettbewerbern können die verbleibenden Marktteilneh *) 2013 *) BIP 8,9 1,0 3,0 Einfuhr 30,8-7,0 10,0 Bruttoanlageinvestitionen 16,6-6,0 1,0 Privater Verbrauch 10,7 2,0 3,0 *) Schätzungen bzw. Prognosen Quellen: Banco Central de la República Argentina, Indec, Germany Trade & Invest mer mitunter sogar höhere Margen erzielen. Deutschlands Warenlieferungen an Argentinien nahmen 2012 auf US-Dollarbasis um 2% zu und hoben sich damit positiv vom rückläufigen Trend der Gesamtimporte Argentiniens (-7%) ab. Höhere Exporteinnahmen und die Verringerung des Schuldendienstes könnten 2013 die Devisenknappheit verringern und eine Lockerung von Einfuhren und Devisenkäufen erlauben. Zusammen mit der Konjunkturerholung wird dies voraussichtlich zu einem kräftigen Anstieg der Importe führen (Prognose: +10%). Landwirtschaft Die treibende Kraft der argentinischen Wirtschaft bleibt die Agroindustrie. Nach einem dürrebedingten Rückschlag 2012 wird für 2013 wieder eine gute Ernte mit einem Volumen von rund 100 Mio. t Getreide und Ölsaaten erwartet. Aufgrund der hohen Produktivitätssteigerungen durch die Anwendung von genmodifiziertem Saatgut und der Direktsaattechnologie hat sich das jährliche Volumen der Agrarproduktion gegenüber dem Durchschnitt der 90er Jahre mehr als verdoppelt. Der aus dem Agrarboom resultierende Bedarf an Ausrüstungen soll künftig stärker durch die heimische Industrie gedeckt werden, so die Forderung der Regierung. Tatsächlich stieg der Marktanteil lokaler Produkte von 49% (2010) bis zum 3. Quartal 2012 bereits auf 58%. Hersteller wie John Deere, Agco, CNH und Claas haben Gesamtinvestitionen von mehr als 500 Mio. US$ in die Erweiterung der lokalen Produktion angeschoben. Gemäß den Vorgaben der Regierung soll in den neuen Montagelinien mittelfris- Germany Trade & Invest 11

12 Wachstumsmärkte Argentinien Medizintechnik Argentiniens Nachfrage nach Medizintechnik ist 2012 abgekühlt, hielt sich aber besser als die Gesamtkonjunktur. Nach einem Importwachstum von 30% im Jahr 2011 sank die Einfuhr 2012 um 0,3%. Für 2013 ist eine moderate Zunahme der Nachfrage zu erwarten. Rasant steigende Kosten befördern einen Konzentrationsprozess im Gesundheitssektor und zwingen die Anbieter zu Modernisierungen. Bedarf an besonders hochwertigen Ausrüstungen haben die privaten Gesundheitseinrichtungen, die vor allem die besser verdienenden Argentinier versorgen. Vor den Parlamentswahlen im Oktober 2013 könnte auch vom öffentlichen Sektor ein kleiner Nachfrageschub ausgehen. Informations- und Kommunikationstechnologie Der argentinische Staat weitet seine Aktivitäten im Bereich Informationsund Kommunikationstechnologie (IKT) aus. Das staatliche Kommunikationsunternehmen ARSAT, das anfangs nur für Satellitenverbindungen zuständig war, hat im Auftrag der Regierung den Aufbau eines eigenen Glasfasernetzes (mehr als km) und eines Digitalfernsehnetzes begonnen. Nach der Übernahme einer Konzession für 3G-Frequenzen steigt ARSAT ebenfalls in das Mobilfunkgeschäft ein. Im Haushaltsentwurf der Regierung für 2013 sind im Geschäftsbereich von ARSAT Investitionen in Höhe von 3,8 Mrd. argentinischen Peso (arg$; 12 Lateinamerika-Konferenz 2013 Foto: Mario Beauregard - Fotolia.com tig ein lokaler Wertschöpfungsanteil von 55% erreicht werden. Dazu muss die lokale Zulieferbasis dringend ausgebaut werden. rund 0,6 Mrd. Euro; 1 arg$ = 0,148 Euro) vorgesehen. Auch die privaten Telekomunternehmen müssen investieren. Die Marktführer Telefónica und Telecom Argentina haben ein jährliches Investitionsbudget von jeweils rund 1 Mrd. US$. America Móvil steckt mit seiner Marke Claro 400 Mio. US$ in den Ausbau seines argentinischen Mobilfunknetzes. Nach Schätzung des Beratungsunternehmens Carrier y Asociados wurden in Argentinien 2012 rund 13,4 Mio. Mobiltelefone abgesetzt. Der Anteil der Smartphones lag bei 40%. Das Gesprächsaufkommen im Mobilverkehr wuchs 2012 um 19%, der SMS-Versand legte um 30% zu. Die Importrestriktionen zwingen die Hersteller von Computern und Mobiltelefonen zur Produktion vor Ort. des verarbeitenden Gewerbes. Der Absatz von Kfz auf dem Inlandsmarkt ist 2012 gegenüber dem Rekordniveau des Vorjahres leicht auf Einheiten gesunken (-6%). Stark gefragt sind nach wie vor Pick-ups und andere leichte Nutzfahrzeuge (+17%), während bei Pkw, Lkw und Bussen zweistellige Minusraten zu verzeichnen waren. Für 2013 erwarten Experten ein moderates Wachstum. Die überwiegend nach Brasilien orientierten Exporte kommen wieder in Fahrt. Die Regierung verlangt von den Unternehmen auf mittlere Sicht eine Kompensation von Importen durch Exporte oder Investitionen in die lokale Fertigung. Die zehn in Argentinien ansässigen Kfz-Produzenten haben entsprechende Investitionspläne vorgelegt, darunter auch Volkswagen und Daimler. Kfz und -Teile Der Fahrzeugbau ist neben der Agroindustrie der wichtigste Motor Chemische Industrie Die Nachfrage nach Chemieprodukten dürfte sich 2013 beleben und

13 mittelfristig an Schwung gewinnen. Wichtige Abnehmer, wie Landwirtschaft, Bau und Kfz-Industrie, fassen wieder Tritt. Angesichts der gut ausgelasteten Kapazitäten lokaler Chemieproduzenten wird die Importnachfrage davon überdurchschnittlich profitieren. Besonders expansiv ist die Pharmasparte, deren Importe 2012 um 17% zulegten. Argentinien verfügt über eine im Vergleich zu anderen Schwellenländern starke heimische Pharmaindustrie. Speziell in der bereits gut entwickelten Biotechnologie bieten sich Wachstumsperspektiven. Erdöl und -gas Argentiniens Regierung will die Förderung von Erdöl und -gas ankurbeln, nachdem das Land trotz reicher Reserven in den letzten Jahren zum Nettoimporteur geworden ist. Um Anreize für neue Investitionen zu schaffen, gab die Regierung jetzt grünes Licht für lange überfällige Preiserhöhungen. Die 2012 aus dem Mehrheitsbesitz des spanischen Ölkonzerns Repsol rückverstaatlichte Ölgesellschaft YPF vereinbarte auf dieser Basis erste Gemeinschaftsprojekte mit privaten Partnern wie Chevron und Pan American Energy. Große Hoffnungen setzt die Regierung auf die Erschließung der nicht-konventionellen Lagerstätten. Gemäß einer Schätzung des USamerikanischen Amts für Energiestatistik (EIA) verfügt Argentinien nach China und den USA über das weltweit drittgrößte Potenzial zur Förderung von Schiefergas. Energiewirtschaft Ein klarer Schwerpunkt der öffentlichen Investitionen ist die Energieversorgung. Pro Jahr müssen neue Kapazitäten von mindestens MW ans Netz gehen, um Engpässe in der Stromversorgung zu vermeiden. Zu den wichtigsten geplanten Projekten der Regierung zählen die Wasserkraftwerke Dr. Néstor Kirchner (vormals Cóndor Cliff) und Gobernador Jorge Cepernic (vormals La Barrancosa) mit einer Gesamtkapazität von MW. Daneben befinden sich mit den Vorhaben Chihuidos, Los Blancos, Portezuelo del Viento, Potrero del Clavillo und Punta Negra weitere Wasserkraftwerke in der Vorbereitung. Für diese Projekte sind in einem mehrjährigen Finanzplan des Wirtschaftsministeriums insgesamt rund 7 Mrd. US$ vorgesehen. Erneuerbare Energien und Energieeffizienz Argentiniens Potenzial zur Nutzung erneuerbarer Energien ist groß. Neben der bereits stark genutzten Wasserkraft bieten Wind- und Sonnenenergie beste natürliche Voraussetzungen. Nach Angaben der Branchenkammer Cader sind Projekte mit Gesamtkosten von 3 Mrd. US$ in Planung. Ein Engpass ist häufig noch die fehlende Finanzierung. Die staatliche Subventionierung der Preise von konventionellen Energieträgern verzerrt zudem die Marktsituation. Argentiniens Regierung hat indes erste Maßnahmen zur Begrenzung der Subventionen ergriffen, die sukzessive zu höheren Energiepreisen für Unternehmen und private Haushalte führen werden. Dies dürfte die Nachfrage nach energiesparenden Technologien verstärken. Bergbau Im argentinischen Bergbau werden für die nächsten zehn Jahre Investitionen von mehr als 25 Mrd. US$ erwartet. Obwohl Argentinien über eine ähnliche Geologie wie die wichtigsten Bergbaunationen der Region (Chile, Bolivien und Peru) verfügt, ist das Potenzial noch nicht annähernd ausgeschöpft. Derzeit befinden sich mehr als 150 Vorhaben in unterschiedlichen Phasen der Entwicklung, darunter sechs Großprojekte, die allein rund 20 Mrd. US$ an Investitionen erfordern. Gute Förderperspektiven bestehen vor allem für Kupfer, Gold, Silber, Lithium und Kaliumchlorid. Allerdings sind Fragen der Besteuerung, der Finanzierung sowie der Umweltverträglichkeit in einigen Fällen noch zu klären. Zudem klagen die Bergbauunternehmen über stark gestiegene inländische Kosten. Autor: Carl Moses, Germany Trade & Invest, Buenos Aires Germany Trade & Invest 13

14 Wachstumsmärkte Brasilien Brasilien kämpft um mehr Wettbewerbsfähigkeit Um in Brasilien ein langfristiges Wachstum zu erreichen, senkt die Regierung Steuern, Zinsen und Energiepreise, stellt mehr Förderkredite bereit und setzt Anreize für eine höhere lokale Wertschöpfung. Daneben will sie bei der Förderung von Innovationen, Wissenschaft und Ausbildung größere Anstrengungen unternehmen. Nach dem geringen Wachstum 2012 gehen Analysten für 2013 von einem Plus der Wirtschaftskraft von 3% aus. Brasiliens Wirtschaftswunder ging 2012 vorerst die Luft aus, das BIP legte um lediglich 0,9% zu. Besonders die Werte aus der Industrieproduktion fielen negativer aus als erwartet. Der Konsum der Privathaushalte entwickelt sich hingegen weiter gut und bewahrt die Wirtschaft vor einem schlechteren Abschneiden. Aufgrund der Kombination aus Reichtum an Rohstoffen, wirtschaftlicher und politischer Stabilität sowie dem starken Inlandsmarkt reift Brasilien trotz diverser Probleme zur wichtigen globalen Wirtschaftliche Entwicklung 2011 bis 2013 (reale Veränderung gegenüber dem Vorjahr in %) Wirtschaftsmacht heran und ist für viele deutsche Unternehmen bereits ein etablierter Absatzmarkt. Das Land wird voraussichtlich schon 2014 Frankreich und Großbritannien überholen und zur weltweit fünftgrößten Volkswirtschaft aufsteigen. Bauwirtschaft Die Bauwirtschaft pendelt sich nach dem Boom auf Normalmaß ein und wendet damit eine Überhitzung durch spekulative Immobilienpreise ab. Der Wohnungsbau zeigt sich abgekühlt, die Nachfrage nach Büroraum in Rio de Janeiro und São Paulo bleibt jedoch hoch. Bis 2014 entstehen fast 200 neue Hotels. Der Industriebau wartet vorerst auf eine bessere Konjunktur. Für 2013 gehen die Prognosen für die Bauwirtschaft von einem Wachstum von 4% aus, die Baustoffhersteller erwarten 4,5%. Für die kommenden Jahre sehen Experten ein solides Wachstum, da die Rahmenbedingungen positiv sind, bei Zinsen und Immobilienfinanzierung Spielraum besteht, der Arbeitsmarkt stabil bleibt und ein tatsächlicher Bedarf an zusätzlichem Wohnraum existiert. Impulse geben das soziale Wohnungsbauprogramm Minha Casa Minha Vida, der staatliche Infrastruktur *) BIP 2,7 0,9 3,0 Einfuhr 24,6-1,4 9,2 Bruttoanlageinvestitionen 4,7-4,0 6,5 Privater Verbrauch 4,1 3,1 4,5 *) Prognosen Quellen: Zentralbank, Bradesco ausbau sowie die neuen Shoppingcenter und Distributionszentren. Kfz und -Teile Die Nachfrage legte nach einem schwachen Jahresstart im 2. Halbjahr 2012 so deutlich zu, dass der Gesamtabsatz 2012 um 4,6% wuchs. Auch die Produktion stieg im 2. Halbjahr um 15% und schloss 2012 mit einem Minus von 1,9% besser ab als befürchtet. Für 2013 erwartet der Branchenverband Anfavea 4,5% mehr Produktion und 3,5 bis 4,5% mehr Absatz. Da sich die Akteure auf das seit Januar geltende neue Automobilregime (Inovar Auto) umstellen müssen, gilt 2013 als Übergangsjahr. Es ermöglicht Unternehmen, die um 30 Prozentpunkte erhöhte Industriesteuer (IPI) zu senken, zum Beispiel durch mehr lokale Beschaffung, größere Innovationskraft und höhere Energieeffizienz. Das Marktpotenzial ist in Anbetracht noch geringer Marktsättigung weiterhin hoch. Fast alle internationalen Hersteller erweitern ihre Produktionsanlagen oder bauen neue Werke. Chemische Industrie Die chemische Industrie schloss das schwierige Jahr 2012 mit einem Rückgang der Marktnachfrage von 0,7% ab. Industriechemikalien, die rund die Hälfte des Branchenumsatzes ausmachen, legten zwar um 7,4% im Absatz und um 2,9% in der Produktion zu. Sie profitierten dabei aber vom schwachen Vorjahr, die genutzte Kapazität liegt bei 81%. Das Handelsbilanzdefizit erreichte 2012 mit 28 Mrd. US$ einen neuen Rekord. Die Regierung will noch 2013 ein Programm zur Steigerung der lokalen Wertschöpfung verabschieden. Einige Unternehmen kündigten trotz hoher Produktions- 14 Lateinamerika-Konferenz 2013

15 kosten neue Investitionen an, da die langfristigen Perspektiven äußerst positiv sind - darunter Evonik, Lanxess, BASF und Henkel. Laut dem Branchenverband Abiquim lagen die Investitionen 2012 bei rund 4,8 Mrd. US$. Bis 2016 sollen 22 Mrd. US$ in die Produktion von Industriechemikalien investiert werden. Minus von 3%, allerdings war das Handelsbilanzdefizit erstmals seit 2004 rückläufig. Die Entwicklungsbank BNDES bietet im Rahmen des Programms PSI Finame eine Sonderkreditlinie zum Kauf von Kapitalgütern mit einem Jahreszins von 3% bis Ende Juni 2013 und danach 3,5% bis zum Jahresende. Erhöhte Auflagen an die lokale Wertschöpfung werden die Nachfrage nach Kapitalgütern, auch aus dem Ausland, steigern. Wenn das BIP wie erwartet um 3 bis 3,5% und die Investitionen um 5% wachsen, wird der Maschinenbau voraussichtlich um 5 bis 7% zulegen. Der Umsatz des Sektors betrug 2012 rund 110 Mrd. R$. Maschinen- und Anlagenbau Der Maschinenbau leidet unter den geringen Neuinvestitionen der Industrie. Der Inlandsabsatz stieg 2012 nur um 2,9%. Eine gute Nachfrage besteht nach Maschinen für den Infrastrukturausbau, zur Konsumgüterproduktion, für die Öl- und Gasindustrie sowie für das Agrobusiness. Die einheimischen Hersteller verzeichneten 2012 ein Informations- und Kommunikationstechnologie Brasilien erscheint immer stärker auf dem Radar von Global Playern des Informations- und Telekommunikationsbereichs. Alles was mit mobiler Kommunikation und Internet zu tun hat, explodiert geradezu. Im E-Commerce erleben Start-Ups einen Goldrausch. Der Absatz von Tablets und Notebooks steigt ra- Foto: Nonameman - Fotolia.com Elektrotechnik und Elektronik Die Nachfrage in der Elektroindustrie entwickelt sich sehr positiv. Für den Umsatz 2013 prognostiziert der Branchenvereinigung Abinee ein Plus von 8%, mit einem überdurchschnittlichen Wachstum bei Industrieautomation, Industrieausrüstung sowie Equipment für die Energiewirtschaft und die Telekommunikation. Positiv wirken sich der Wechselkurs, Änderungen in der Besteuerung, der Infrastrukturausbau, die Vorbereitung der großen Sportevents 2014/16 und die tendenziell sinkenden Energiepreise aus. Die Investitionen der Branchenfirmen werden 2013 bei rund 4,6 Mrd. brasilianischen Real (R$; rund 1,7 Mrd. Euro; 1 R$ = 0,371 Euro) beziehungsweise 2,9% des Umsatzes liegen. Der Branchenumsatz war 2012 um 5% gewachsen, mit überdurchschnittlichen Ergebnissen in der Energiewirtschaft (+18%), der Telekommunikation und der Haushaltselektronik. sant. Der Umsatz mit IKT-Produkten wird bis 2015 jährlich um 10% zulegen. Die IT-Sparte wächst um 7 bis 8% pro Jahr und macht bereits mehr als die Hälfte des lateinamerikanischen Markts aus. Wichtigstes Einsatzfeld für IT ist der hochentwickelte Bankensektor. Auch in der Gesundheitswirtschaft zeichnet sich eine große Nachfrage ab. In der boomenden Telekommunikation, die jährlich über 100 Mrd. US$ umsetzt, stehen hohe Investitionen an. Außerdem wird der Aufbau der 4G-Infrastruktur vorangetrieben. Umwelttechnik Der Bedarf an Umwelttechnik ist weiterhin gewaltig. Die Indikatoren der Abwasserbehandlung und Kontaminierung von Gewässern liegen deutlich unter internationalen Standards. Circa 70 Mio. Brasilianer haben keinen Zugang zum Abwassersystem. Bis 2030 braucht es rund 270 Mrd. R$ um alle Haushalte an das Abwassersystem anzuschließen. Obwohl im Rahmen des Wachstumsprogramms PAC 2 ausreichend Kapital zur Verfügung Germany Trade & Invest 15

16 Wachstumsmärkte Brasilien Energiewirtschaft In der Energiewirtschaft sorgte Ende 2012 eine drohende Stromrationierung infolge niedriger Pegelstände der Wasserkraftwerke für Schlagzeilen, obwohl der Energieverbrauch der Industrie stagnierte. Künftig sollen verstärkt thermische Kraftwerke zum Einsatz kommen. Um die steigende Stromnachfrage der kommenden Jahre zu bedienen, sind bis 2020 laut Schätzungen Investitionen in Höhe von 200 Mrd. R$ nötig. Im Bau sind die Großwasserwerke Belo Monte, Santo Antônio und Jirau, dazu zahlreiche weitere Projekte an den Flüssen Tapajós und Teles Pires. Schon jetzt sehr erfolgreich ist die Windkraft, die infolge spezieller Auktionen den Durchbruch geschafft hat. Die viesteht, hakt es laut Branchenexperten oft am Projektmanagement. Die Beteiligung des Privatsektors über PPP-Projekte verläuft schleppend. Bislang sind private Firmen nur an 10% der neuen Projekte beteiligt, wollen diesen Anteil aber in den kommenden Jahren auf 40% ausbauen. Marktexperten sehen für die Umwelttechnik in den nächsten Jahren ein Wachstum von 5 bis 7%. Medizintechnik Der Absatz der Medizintechnik fiel 2012 mit einem Plus von 4,2% geringer aus als erwartet. Gründe dafür waren der Streik bei der Gesundheitsbehörde Anvisa, Verzögerungen bei der Pflichtinspektion ausländischer Produktionsanlagen, fehlende Innovationsanreize sowie die Abwertung des Real. Insgesamt sind die Aussichten der Branche aber weiter gut, da viele Haushalte das gestiegene Einkommen für private Krankenversicherungen nutzen. Neuerdings fragen auch viele kleine und mittelständische Unternehmen private Leistungen für ihre Mitarbeiter nach. Rund 47 Mio. Brasilianer besitzen private Zusatzkrankenversicherungen, zudem 16 Mio. zur Zahnbehandlung. Das Absatzwachstum der Medizintechnik soll laut der Branchenvereinigung Abimed 2013 wieder bei 10% liegen. Erdöl und -gas Brasilien erschließt seine großen Tiefseequellen. Nirgendwo ist die Nachfrage nach innovativer Technologie für die Offshoreförderung momentan höher als dort. Immer mehr internationale Player kommen nach Brasilien, um an dem Wachstumsmarkt teilzuhaben. Trotz steigender Vorgaben an die lokale Wertschöpfung besteht eine erhebliche Nachfrage nach ausländischem Know-how. Auch der Schiffbau erlebt durch die umfangreichen Aufträge des staatlichen Erdölkonzerns Petrobras eine Renaissance. Die derzeitige Erdölproduktion bleibt jedoch hinter den Erwartungen zurück und Brasilien muss immer mehr Erdölderivate importieren. len schnell errichteten Windparks kranken allerdings noch am verzögerten Aufbau von Übertragungsleitungen. Experten erwarten für die kommenden Jahre eine steigende Bedeutung der Solarenergie, deren Rahmenbedingen und Förderung sich verbessern. Ende 2012 setzte die Regierung niedrigere Strompreise bei bestehenden Konzessionen durch. Logistik Die Logistikinfrastruktur ist im internationalen Wettbewerb immer mehr ein Kostentreiber für den Standort Brasilien. Deshalb will die Regierung künftig den Privatsektor stärker einbeziehen. Im Fokus stehen Schienenstrecken und Autobahnen. Bei den Häfen ist ein großangelegtes Privatisierungsprogramm in Vorbereitung. Anfang 2012 wurden die drei Flughäfen in São Paulo, Campinas und Brasilia für den Privatsektor geöffnet. Als nächstes sollen die Airports in Belo Horizonte und Rio de Janeiro konzessioniert werden. Der Export von Agrargütern aus dem zentralen Westen soll in Zukunft stärker über die Häfen im Norden erfolgen. Autor: Oliver Döhne, Germany Trade & Invest, São Paulo 16 Lateinamerika-Konferenz 2013

17 Wachstumsmärkte Chile Chile setzt Aufwärtstrend unbeirrt fort Santiago de Chile (gtai) - Chile hat 2012 trotz ungünstiger globaler Rahmenbedingungen die Wachstumserwartungen übertroffen. Für 2013 prognostiziert die Zentralbank einen Anstieg des BIPs um 4,8%. Damit präsentiert sich Chile im internationalen Vergleich stark; 2012 zählte das Land laut Internationalem Währungsfonds zusammen mit Bolivien und Peru zu den wachstumskräftigsten Volkswirtschaften in Südamerika. Generell begünstigt die Nachfrage aus Asien die Rohstoffindustrie des südamerikanischen Landes. Durch den anhaltenden Zustrom an Devisen aus Exportgeschäften und Direktinvestitionen lassen sich die erforderlichen Importe weiterhin problemlos finanzieren. Land bleibt damit ein interessanter Absatzmarkt für deutsche Exporteure. Vor allem die geplanten Megaprojekte im Bergbau- und Energiesektor sorgen für eine steigende Nachfrage nach Maschinen und Ausrüstungen. Energiewirtschaft Nach Auffassung von Energieminister Jorge Bunster ist die Stromversorgung bis etwa 2016 gesichert; die Förderung erneuerbarer Energien und der Energieeffizienz seien schon heute Schwerpunkte der Politik. Die Regierung plant, den Anteil alternativer Quellen an der gesamten Stromerzeugung bis 2024 auf 15% gesetzlich festzuschreiben (2012: circa 5%). Dennoch verzögern sich einige Projekte. Der Bau der Kohlekraftwerke Barrancones und Castilla wurde gestoppt, das Vorhaben Punta Alcalde ist auf unbestimmte Zeit hinausgeschoben. Andererseits ergreifen viele Anbieter erneuerbarer Energien angesichts des Bedarfs im Bergbau die Initiative und reichen bei den Umweltbehörden neue Kraftwerksprojekte ein. Bis Ende 2012 wurden für die Windenergie Umweltstudien mit einer Investitionssumme von insgesamt 12,4 Mrd. US$ vorgelegt. Bei Solaranlagen waren es sogar knapp 17 Mrd. US$. Für Bergbaukonzerne ist darüber hinaus die Nutzung von Erdwärme eine Option. Im Rahmen der 2012 verkündeten nationalen Energiestrategie soll der Gebrauch von Wasserkraft von derzeit 34% bis etwa 2030 auf 45 bis 50% steigen. Kurz vor der Umsetzung steht die Verbindung der beiden großen Übertragungsnetze SIC (Zentralregion) und SING (Norden). Sie wird etwa 850 Mio. US$ kosten. Die Erhöhung der Kapazitäten in SIC und SING erfordert zusätzliche 900 Mio. US$. Wirtschaftliche Entwicklung 2011 bis 2013 (reale Veränderung gegenüber dem Vorjahr in %) *) BIP 6,0 5,5 4,8 Einfuhr 27,1 5,6 4,1 Bruttoanlageinvestitionen 17,6 11,3 7,6 Privater Verbrauch 7,9 5,3 5,5 *) Prognosen Quelle: Banco Central de Chile Zudem hat Chile großen Spielraum, um Konjunkturdellen auf den Absatzmärkten USA und Europa entgegenzusteuern. Die Zentralbank kann im Bedarfsfall die Leitzinssätze erheblich senken und der Stand der öffentlichen Schulden ist gering. Das Unklarheiten über die Gestaltung des Übertragungsnetzes behindern zudem die seit Langem geplante Verlegung von Überlandleitungen von der Aysén-Region nach Santiago sowie den Bau von Wasserkraftwerken in der gleichen Zone. Angesichts der häufigen Dürreperioden ist Chile auf eine diversifizierte Energiematrix und die Einrichtung eines nationalen Verbundnetzes angewiesen. Verkehrsinfrastruktur Neue Autobahnen, Schienenwege und Hafenterminals - die Projektliste im chilenischen Infrastrukturausbau ist lang. Das Ministerium für Öffentliche Arbeiten (MOP) wird mehrere Großprojekte im Straßenbau ausschreiben, darunter die 2 Mrd. US$ teure Stadtautobahn Vespucio Oriente in Santiago. Genauso wie beim Bau der Stadtautobahn Costanera Central (2,1 Mrd. US$) kommt es allerdings zu Verzögerungen. Das MOP beabsichtigt, 2013 den Bau von weiteren fünf Straßen zu konzessionieren. Darüber hin- Germany Trade & Invest 17

18 Wachstumsmärkte Chile Weiterhin diskutiert wird das Projekt Corredor Bioceánica Ancagua durch das für rund 4 Mrd. US$ eine eingleisige Eisenbahnstrecke vom argentinischen Mendoza zur chilenischen Pazifikküste gebaut werden soll. Ferner will die Regierung auf Konzessionsbasis die Eisenbahnverbindung zwischen Santiago und Valparaíso teils neu verlegen (0,7 Mrd. US$). Im Regionalverkehr hat die staatliche Bahngesellschaft EFE (Empresa de Ferrocarriles del Estado) vor, zwischen Santiago und dem südlich gelegenen Rancagua die Einrichtungen für den Passagierverkehr auszubauen (0,3 Mrd. US$). Die Metro von Santiago wiederum plant, für 2,8 Mrd. US$ zusätzliche Strecken zu errichten. Zudem will sie für 0,4 Mrd. US$ den Fuhrpark erneuern und Aufzüge bauen. Im Bereich der Schifffahrt werden 2013 die Ausschreibungen neuer Hafenterminals in Antofagasta, Iquique, Puerto Chacabuco und Puerto Montt vorbereitet. Längerfristig plant das Verkehrsministerium den Bau eines dritten Großhafens in den Einzugsgebieten von San Antonio und Valparaíso. Ende 2012 hat die Hafengesellschaft von San Antonio bereits einen Vorschlag für 2,2 Mrd. US$ unterbreitet. Bergbau Das Projektportfolio im Bergbau belief sich nach Angaben des Industriellenverbands Sofofa zur 18 Lateinamerika-Konferenz 2013 Jahresmitte 2012 auf 103 Mrd. US$. Die Rohstoffkonzerne wollen zum einen ihre Förderkapazitäten erweitern, müssen aber auch auf den verminderten Metallgehalt der Erze, höhere Energiekosten, Engpässe auf dem Arbeitsmarkt und den steigenden Wasserkonsum reagieren. Lösungen, wie die Verwendung von Solarstrom und die Entsalzung von Meerwasser sind ebenso gefragt, wie bessere Sicherheitsmaßnahmen am Arbeitsplatz. Erst im Januar 2013 schloss Deutschland ein Rohstoffabkommen mit Chile. Ziel des Abkommens ist es, die Zusammenarbeit unter anderem in den Bereichen Innovation, Ressourceneffizienz und Ausbildung zu intensivieren. Chancen bietet nicht nur der Großbergbau in den Bereichen Kupfer, Gold und Silber. Angaben der Comisión Chilena del Cobre zufolge haben mittelgroße Firmen wie Volcán, Inca de Oro und El Espino bis 2020 Investitionspläne von 2,9 Mrd. US$ im Metallbergbau. Im Bereich der Nicht-Metalle will der chilenische Konzern SQM die Produktion von Jod und Nitraten erhöhen. Allein für das Projekt Pampa Hermosa veranschlagt SQM Investitionen von 1 Mrd. US$. Copec und Ultramar planen, im entlegenen Süden für 350 Mio. US$ die Kohlereserven von geschätzten 200 Mio. t zu erschließen. An Bedeutung gewinnt der Untertagebau - zumindest was den Staatskonzern CODELCO betrifft. Gegenwärtig entfallen rund 40% seiner Produktion auf die Förderung unter Tage, künftig sollen es circa 60% sein. Maßgeblich dafür ist das riesige Kupfer- und Molybdänvorhaben Chuquicamata Subterranea (3,9 Mrd. US$), dessen Vorbereitungen 2012 begannen. Land- und Fischwirtschaft Chiles Ernährungswirtschaft bietet zahlreiche Lieferchancen. Um die Foto: Sandoval Mandujano - istockphoto.com aus wird der Bau einer Brücke über die Meeresenge Chacao zwischen dem Festland und der Insel Chiloé wahrscheinlicher (0,7 Mrd. US$). In Eigenregie will das Ministerium bis 2014 die Carretera Austral von Puerto Montt bis Puerto Yungay ausbauen (350 Mio. US$).

19 internationale Wettbewerbsfähigkeit weiter zu steigern und den Dürreperioden entgegenzuwirken, investiert die Branche in Stauvorrichtungen, die Verbreitung von Bewässerungssystemen und die digitale Vernetzung. Angaben des MOP zufolge ist längerfristig der Bau von 35 Staubecken für 1,6 Mrd. US$ nötig. Die hohen Weltmarktpreise begünstigen die Steigerung der Weizen-, Mais-, Soja- und Rapserzeugung. Neben traditionellen Landmaschinen kommen auch Hightechprodukte, wie Drohnen, Photovoltaikanlagen und Biotechnologie, zum Einsatz. In der Viehwirtschaft gewinnt die tierfreundliche Haltung an Bedeutung, darunter in der Schweine- und Geflügelzucht. Während die Fänge der Fischerei insgesamt rückläufig sind, ist die Lachszucht im Aufschwung. Die chilenischen Lachszüchter hoffen, ihre jährlichen Exporte von circa 2,9 Mrd. US$ (2012) langfristig auf 5 Mrd. US$ zu erhöhen. Für 2013 rechnen Branchenkenner mit einem Fang von bis zu 0,9 Mio. t an Lachs und Forellen. Nach Expertenmeinung hat Chile mittlerweile alle Auslandsmärkte im Lachsgeschäft zurückerobert, nachdem ein Virusbefall den Ausstoß deutlich reduziert hatte. Auf Expansionskurs befinden sich auch die Winzer, die bis spätestens 2020 jährlich Wein im Wert von rund 3 Mrd. US$ exportieren möchten. Das Jahr 2012 schloss die Branche mit Ausfuhren von 1,8 Mrd. US$ ab. Einen Weltmarktanteil von rund 7% streben die chilenischen Trüffelproduzenten bis 2025 an. Von 2011 bis 2015 soll die lokale Produktion von 1,2 auf fast 400 kg pro Jahr steigen. Im Olivenanbau rechnen die Erzeuger bis 2015 mit einer Verdreifachung der Produktionsmenge betrug die Ernte t. Nahrungsmittelindustrie Parallel zur Landwirtschaft wächst auch die Nahrungsmittelverarbeitung weiter. So baut Consorcio Industrial de Alimentos in der Nähe von Santiago für 100 Mio. US$ eine Wurstwarenfabrik mit dazugehörigem Distributionszentrum. Die Compañía Pesquera Camanchaca erhöht im Rahmen ihres Investitionsplans 2011 bis 2014 mit 170 Mio. US$ die Kapazitäten in der Lachszucht und -verarbeitung. Ähnliches plant Konkurrent Salmones Río Coihue (74 Mio. US$). Die französische Danone führt von 2011 bis 2015 ein Erweiterungsprogramm ihrer bestehenden Anlagen durch (70 Mio. US$). Ihr chilenischer Wettbewerber Soprole baut voraussichtlich für 60 Mio. US$ ein Vertriebszentrum auf. Daminvest errichtet in den Weinbaugebieten zusätzliche Lagerstätten (70 Mio. US$). Hinzu kommen zahlreiche weitere Investitionspläne in der Fischereibranche inklusive der Lachsverarbeitung. Das angestrebte Exportwachstum der Ernährungswirtschaft kann aber nur erreicht werden, wenn die Verpackungsindustrie und das logistische Angebot mitwachsen. Die Schifffahrtslinie Maersk hat Anfang Februar 2013 die Zustimmung der chilenischen Umweltbehörden für den Bau eines Werks zur Herstellung von Kühlcontainern erhalten (170 Mio. US$). Dies würde den Vertrieb von Obst, Fleisch und Fisch erheblich erleichtern. Dem Indus- trieverband Sofofa zufolge wollen mehrere Unternehmen ihre Produktion von Glas- und Kunststoffverpackungen ausbauen. Bauwirtschaft Die Baubranche profitiert von dem Investitionsboom im Bergbau. Zudem entstehen landesweit zahlreiche Büro- und Geschäftsgebäude, Verkaufsstätten im Einzelhandel sowie Krankenhäuser. Um den Ansprüchen des zunehmenden Lebensstandards gerecht zu werden, müssten laut Fachverband Cámara Chilena de la Construcción (CChC) von 2012 bis 2016 zudem bis zu 65 Mrd. US$ in die öffentlich zugängliche Infrastruktur investiert werden. Der Betrag beinhaltet Arbeiten im Verkehrsbereich (inklusive Stadtplanung und Flughafenkonzessionen), der Wasserversorgung, der Elektrizitätswirtschaft sowie der Gesundheitsfürsorge. Für 2013 rechnet die CChC mit einem Wachstum der Bauinvestitionen von 5,4%. Im Vorjahr belief sich der Anstieg noch auf circa 8,8%. Die Zeichen für einen weiteren Aufschwung im Wohnungsbau stehen ebenfalls gut: Die steigenden Einkommen führen zu einer Nachfrage nach größeren und anspruchsvolleren Wohnungen sowie Ferien- und Wochenendunterkünften. Jedoch fällt das Wachstum der Investitionen in diesem Segment laut CChC 2013 mit 3,9% relativ gering aus. Autor: Siegfried Ellermann, Germany Trade & Invest, Santiago de Chile Germany Trade & Invest 19

20 Wachstumsmärkte Kolumbien Kolumbien bleibt auf Wachstumskurs Bonn (gtai) - Nach dem Boomjahr 2011 wuchs die kolumbianische Wirtschaft 2012 etwas moderater. Mit einem Anstieg des BIPs um 3,9% von Januar bis September 2012 blieb das Land leicht hinter den Erwartungen zurück. Für das Gesamtjahr 2012 wird das Wachstum auf gut 4% geschätzt. Dabei entwickelten sich der Bergbau (+7,2%) und der Erdölsektor (+6,0%) weiterhin stark. Allerdings führten die hohen Ausfuhren von Rohstoffen zu einer Aufwertung des kolumbianischen Peso. Infolge verlor vor allem die Industrie an Wettbewerbsfähigkeit. Sie stagnierte in den ersten neun Monaten 2012, auch der Bausektor wuchs nur um 0,6%. Experten gehen davon aus, dass die kolumbianische Wirtschaft 2013 wieder deutlich über 4% wachsen wird. Große Infrastrukturvorhaben der Regierung sollen das Wachstum beschleunigen. Zudem versucht die Zentralbank, durch Zinssenkungen und US-Dollaraufkäufe einer weiteren Aufwertung des Peso entgegenzuwirken. Davon dürften vor allem die exportorientierten Industrien profitieren. Die Arbeitslosenrate war 2012 mit 10,4% so niedrig wie noch nie. Ein Gesetz zur Senkung der Lohnnebenkosten soll den Anteil der Beschäftigten im formellen Sektor weiter erhöhen. Zusammen mit Steuersenkungen könnte dies den Konsum anregen. Friedensverhandlungen mit der FARC-Guerilla stimmen optimistisch, den langjährigen bewaffneten Konflikt zu beenden. Wirtschaftliche Entwicklung 2011 bis 2013 (reale Veränderung gegenüber dem Vorjahr in %) *) 2013 *) BIP 5,9 4,3 4,4 Einfuhr 21,5 8,6 7,0 Bruttoanlageinvestitionen 16,7 10,5 7,9 Privater Verbrauch 6,5 4,1 4,5 *) Schätzungen bzw. Prognosen Quellen: Statistikamt DANE, Fedesarrollo, BBVA, IMF Ausländische Direktinvestitionen nach Kolumbien haben 2012 nach vorläufigen Berechnungen mit 15,3 Mrd. US$ einen neuen Rekord erreicht. Den weitaus größten Anteil hatten der Bergbau- und Erdölsektor mit Zuflüssen von 13,1 Mrd. US$. Die Importe wuchsen dank des hohen Außenwerts des Peso nach Angaben des nationalen Statistikamts DANE von Januar bis November 2012 um 7,9%. Die deutschen Ausfuhren nach Kolumbien erhöhten sich in diesem Zeitraum um 4,2%. Mit 2,1 Mrd. US$ belegte Deutschland Platz sechs der Hauptlieferländer und hatte einen Anteil von 3,9% an den gesamten Einfuhren Kolumbiens. Das Freihandelsabkommen zwischen der EU und Kolumbien tritt voraussichtlich Mitte 2013 in Kraft. Bergbau Der Bergbau gilt als das Zugpferd der kolumbianischen Wirtschaft. Das Potenzial ist riesig, auch wenn es bisher nicht systematisch erforscht worden ist. Die Regierung plant, eine Fläche von Quadratkilometer auf ihr Abbaupo- tenzial hin zu erkunden. Das Land verfügt über reichhaltige Lagerstätten an Kohle, Gold, Ferronickel, Platin und Smaragden. Die starke Rohstoffnachfrage weltweit und eine verbesserte Sicherheitslage in Kolumbien haben die Exploration und Förderung vorangetrieben. Kolumbianische Kohle gilt wegen ihres niedrigen Schwefelgehalts als besonders geeignet für die Energieerzeugung und die Stahlproduktion. Die größten Vorkommen Lateinamerikas und die zehntgrößten weltweit stellen den Abbau für mehr als 100 Jahre sicher. Internationale Bergbauunternehmen, wie Drummond und Xstrata, sind schon vor Ort und haben Kolumbien zum viertgrößten Kohleexporteur der Welt gemacht. Schätzungen zufolge wurden im Gesamtjahr 2012 fast 92 Mio. t Kohle gefördert - ein neuer Rekord. Bis 2020 soll die Förderung auf 152 Mio. t ausgeweitet werden. Der Sektor will nach Angaben des Verbands der großen Minenbetreiber SMGE in den kommenden Jahren rund 7 Mrd. US$ in den Braunkohletagebau im Norden des Landes investieren, der 95% der Kohleproduktion auf sich vereint. 20 Lateinamerika-Konferenz 2013

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