6 Das Mundell Fleming Modell

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1 6 Das Mundell Fleming Modell Literatur: Gandolfo [2003, Chapter II.10, II.11] Caves et al. [2002, Chapter 18 (bedingt),19.1, 22] Krugman & Obstfeld [2004, Kapitel 16, 17] Heijdra & van der Ploeg [2002, Chapter 11.2] Jarchow & Rühmann [2000, Kap. VII, VIII.1] 81

2 6.1 Einführung Erweiterung des bisher betrachteten Gütermarktmodells um folgende Aspekte: Wechselkurssysteme: Konsequenzen fixer bzw. flexibler Wechselkurse Kapitalmobilität: Kapitalimporte und -exporte (Kapitalbilanz) zurück zur Zahlungsbilanz 82

3 6.2 Zahlungsbilanzgleichgewicht, Reserven und Devisenmarkt Zahlungsbilanz: LBS + KBS DBS = 0 Sofern KBS = 0 (keine Kapitalmobilität): LBS > 0 impliziert DBS > 0 : Forderungserwerb durch die Zentralbank Zwei Möglichkeiten für Zahlungsbilanzausgleich: 83

4 Zahlungsbilanzgleichgewicht, Reserven und Devisenmarkt A) Zahlungsbilanzausgleich (I): Zentralbankbilanz NAF C F I R NAF = Nettoauslandsforderungen, F I = inländische Forderungen, M = C + R: Geldbasis Es gilt DBS = NAF M = DBS > 0. Anstieg der inländischen Geldmenge mit entsprechenden makroökonomischen Konsequenzen im Inland (Einkommensänderung) Zahlungsbilanzausgleich durch den reserve flow mechanism. 84

5 Zahlungsbilanzgleichgewicht, Reserven und Devisenmarkt B) Zahlungsbilanzausgleich (II): Konstanz des Wechselkurses impliziert Intervention der Zentralbank: LBS > 0 impliziert Angebotsüberschuss auf dem Devisenmarkt Zentralbank erwirbt Angebotsüberschuss ( NAF > 0) im Austausch gegen inländische Währung ( M > 0), so dass Wechselkurs konstant bleibt (Einkommensänderung). Devisenbilanzüberschuss sinkt aufgrund der Intervention (Kauf von Devisen, bzw. genauer: Reserven) 85

6 Flexible Wechselkurse, fixe Wechselkurse und Sterilisation flexible Wechselkurse: Keine Intervention bei Angebotsbzw. Nachfrageüberschüssen auf Devisenmarkt DBS = 0 Wechselkursbewegung führt Zahlungsbilanzgleichgewicht (LBS + KBS = DBS) herbei. fixe Wechselkurse: Intervention bei Angebots- bzw. Nachfrageüberschüssen auf dem Devisenmarkt DBS = LBS + KBS Änderung der Devisenbilanz führt Zahlungsbilanzgleichgewicht (LBS + KBS = DBS) herbei. Sterilisation der mit der Intervention verbundenen Geldmengenänderung: Zentralbank kompensiert die mit der Intervention verbundene Änderung der Geldmenge (zumindest kurzfristig). LBS > 0 M > 0 restriktive Offenmarktpolitik, so dass M = 0 86

7 6.3 Analyse im IS LM Modell Erweiterung des Modells um die ZZ Kurve geometrischer Ort der Zahlungsbilanzgleichgewichte (zunächst ohne Kapitalmobilität). Konsequenzen eines expansiven Impulses (z.b. Staatsnachfrage) bei fixen Wechselkursen unter der Sterilisationsannahme: 87

8 6.3 Analyse im IS LM Modell Erweiterung des Modells um die ZZ Kurve geometrischer Ort der Zahlungsbilanzgleichgewichte (zunächst ohne Kapitalmobilität). Konsequenzen eines expansiven Impulses (z.b. Staatsnachfrage) bei fixen Wechselkursen unter der Sterilisationsannahme: i internes GG: Gleichgewicht auf Güter- und Geldmarkt LM IS i 0 A 0 87

9 6.3 Analyse im IS LM Modell Erweiterung des Modells um die ZZ Kurve geometrischer Ort der Zahlungsbilanzgleichgewichte (zunächst ohne Kapitalmobilität). Konsequenzen eines expansiven Impulses (z.b. Staatsnachfrage) bei fixen Wechselkursen unter der Sterilisationsannahme: i ZZ internes GG: Gleichgewicht auf Güter- und Geldmarkt IS LM externes GG: Zahlungsbilanzgleichgewicht i 0 A 0 87

10 6.3 Analyse im IS LM Modell Erweiterung des Modells um die ZZ Kurve geometrischer Ort der Zahlungsbilanzgleichgewichte (zunächst ohne Kapitalmobilität). Konsequenzen eines expansiven Impulses (z.b. Staatsnachfrage) bei fixen Wechselkursen unter der Sterilisationsannahme: i IS ZZ internes GG: Gleichgewicht auf Güter- und Geldmarkt externes GG: Zahlungsbilanzgleichgewicht Einkommensanstieg geht mit Leistungsbilanzdefizit einher Punkt B impliziert LBS < 0. i 1 i 0 IS A B LM

11 Fixe Wechselkurse ohne Sterilisation ( reserve flow mechanism ) Konsequenzen eines expansiven Impulses (z.b. Staatsnachfrage) bei fixen Wechselkursen ohne Sterilisation: LBS < 0 impliziert Nachfrageüberschuss auf Devisenmarkt Zentralbank veräußert Devisen ( NAF < 0) Geldmenge im Inland sinkt ( M < 0). 88

12 Fixe Wechselkurse ohne Sterilisation ( reserve flow mechanism ) Konsequenzen eines expansiven Impulses (z.b. Staatsnachfrage) bei fixen Wechselkursen ohne Sterilisation: LBS < 0 impliziert Nachfrageüberschuss auf Devisenmarkt Zentralbank veräußert Devisen ( NAF < 0) Geldmenge im Inland sinkt ( M < 0). internes und externes Gleichgewicht i ZZ LM IS i 0 A 0 88

13 Fixe Wechselkurse ohne Sterilisation ( reserve flow mechanism ) Konsequenzen eines expansiven Impulses (z.b. Staatsnachfrage) bei fixen Wechselkursen ohne Sterilisation: LBS < 0 impliziert Nachfrageüberschuss auf Devisenmarkt Zentralbank veräußert Devisen ( NAF < 0) Geldmenge im Inland sinkt ( M < 0). internes und externes Gleichgewicht i IS ZZ LM IS Nachfrageimpuls i 1 B i 0 A

14 Fixe Wechselkurse ohne Sterilisation ( reserve flow mechanism ) Konsequenzen eines expansiven Impulses (z.b. Staatsnachfrage) bei fixen Wechselkursen ohne Sterilisation: LBS < 0 impliziert Nachfrageüberschuss auf Devisenmarkt Zentralbank veräußert Devisen ( NAF < 0) Geldmenge im Inland sinkt ( M < 0). internes und externes Gleichgewicht Nachfrageimpuls Einkommensanstieg wird durch Zinseffekte (Keynes Effekt) kompensiert Punkt C impliziert LBS = 0. i i 2 i 1 i 0 IS ZZ LM LM IS C B A

15 Flexible Wechselkurse Konsequenzen eines expansiven Impulses (z.b. Staatsnachfrage) bei flexiblen Wechselkursen: LBS < 0 impliziert Nachfrageüberschuss auf Devisenmarkt e > 0. Normalreaktion der Leistungsbilanz und Verschiebung der ZZ Kurve. 89

16 Flexible Wechselkurse Konsequenzen eines expansiven Impulses (z.b. Staatsnachfrage) bei flexiblen Wechselkursen: LBS < 0 impliziert Nachfrageüberschuss auf Devisenmarkt e > 0. Normalreaktion der Leistungsbilanz und Verschiebung der ZZ Kurve. internes und externes Gleichgewicht IS i ZZ LM i 0 A 0 89

17 Flexible Wechselkurse Konsequenzen eines expansiven Impulses (z.b. Staatsnachfrage) bei flexiblen Wechselkursen: LBS < 0 impliziert Nachfrageüberschuss auf Devisenmarkt e > 0. Normalreaktion der Leistungsbilanz und Verschiebung der ZZ Kurve. internes und externes Gleichgewicht IS i ZZ IS LM Nachfrageimpuls i 1 B i 0 A

18 Flexible Wechselkurse Konsequenzen eines expansiven Impulses (z.b. Staatsnachfrage) bei flexiblen Wechselkursen: LBS < 0 impliziert Nachfrageüberschuss auf Devisenmarkt e > 0. Normalreaktion der Leistungsbilanz und Verschiebung der ZZ Kurve. internes und externes Gleichgewicht Nachfrageimpuls Einkommensanstieg wird durch Abwertung verstärkt. i i 2 i 1 i 0 IS IS IS ZZ ZZ C B A LM

19 6.4 Berücksichtigung des Kapitalverkehrs Bisherige Analyse vernachlässigt Kapitalimporte bzw. Kapitalexporte nur gerechtfertigt, wenn Kapital vollständig immobil ist. Vernachlässigung des Einflusses der erwarteten Wechselkursänderung ẽ e e Anlageentscheidung nur Zinsdifferential i i A als Determinante des Kapitalbilanzsaldos: KBS = KIm KEx = KBS(i i A ), mit: KBS > 0 auf die Kapitalmobilität und perfekte Substituierbarkeit der Anlagen: Gleichgewicht (Arbitrage) erfordert i = i A ( Law of one price ) Zahlungsbilanzgleichgewicht: ZZ Kurve ist zinsabhängig. LBS(,e) + KBS(i i A ) = 0 90

20 6.5 ZZ Kurve bei Kapitalmobilität Totales Differential der Bedingung für Zahlungsbilanzgleichgewicht (LBS(e,) + KBS(i) = 0): LBS d + LBS e de + KBS i di = 0 Bei unverändertem Wechselkurs (de = 0) und keiner perfekten Substituierbarkeit folgt für die Steigung der ZZ Kurve: di d = LBS KBS i > 0 91

21 ZZ Kurve bei Kapitalmobilität ZZ Kurve im Zins Einkommensdiagramm: i LBS + KBS > 0 A ZZ i 0 D P B C LBS + KBS <

22 ZZ Kurve bei alternativen Annahmen über die Kapitalmobilität perfekte Substituierbarkeit und Kapitalmobilität: inländische und ausländische Wertpapiere sind völlig identisch Arbitrage bedingt i = i A. wird häufig als Fall vollständiger Kapitalmobilität bezeichnet. i Kapital ist immobil LBS + KBS > 0 ZZ i = i A perfekte Substitute LBS + KBS < 0 93

23 6.6 Das Mundell Fleming Modell Das Modell: IS Kurve: IS(,i,e) = C() I(i) G LBS(,e)= 0 LM Kurve: LM(,i) = M P L(,i) = 0 ZZ Kurve: ZZ(,i,e) = LBS(,e) + KBS(i i A ) = 0 3 Gleichungen und 3 endogene Variablen:, i, e im Fall eines fixierten Wechselkurses (e = ē) wird M zur endogenen Variablen ( reserve flow mechanism ). Impossible trilogy : Fixe Wechselkurse, vollständige Kapitalmobilität und die Unabhängigkeit der Geldpolitik sind unvereinbar. 94

24 6.7 Mundell Fleming Modell mit fixem Wechselkurs ZZ Kurve verläuft flacher als die LM Kurve: LBS KBS i < L Li. 95

25 6.7 Mundell Fleming Modell mit fixem Wechselkurs ZZ Kurve verläuft flacher als die LM Kurve: LBS KBS i < L Li. Exogener Anstieg der i IS 0 IS 1 LM 0 Güternachfrage: IS 0 IS 1 ZZ 0 i

26 6.7 Mundell Fleming Modell mit fixem Wechselkurs ZZ Kurve verläuft flacher als die LM Kurve: LBS KBS i < L Li. Exogener Anstieg der i IS 0 IS 1 LM 0 Güternachfrage: IS 0 IS 1 Internes GG im Punkt P impliziert LBS + KBS > 0: DBS > 0 (ZB kauft Angebots- i 0 P ZZ 0 überschuss auf Devisenmarkt) 0 95

27 6.7 Mundell Fleming Modell mit fixem Wechselkurs ZZ Kurve verläuft flacher als die LM Kurve: LBS KBS i < L Li. Exogener Anstieg der i IS 0 IS 1 LM 0LM1 Güternachfrage: IS 0 IS 1 Internes GG im Punkt P impliziert LBS + KBS > 0: DBS > 0 (ZB kauft Angebots- i 0 P Q ZZ 0 überschuss auf Devisenmarkt) Geldmengenanstieg LM 0 LM 1. Neues GG mit Sterilisierung: P Neues internes und externes GG (ohne Sterilisierung): Q 0 95

28 Wirtschaftspolitik bei fixem Wechselkurs Fiskalpolitik Fiskalpolitik ist bei fixen Wechselkursen grundsätzlich wirksam. Zusätzlicher expansiver Effekt, wenn die ZB keine Neutralisierung vornimmt. 96

29 Wirtschaftspolitik bei fixem Wechselkurs Fiskalpolitik Fiskalpolitik ist bei fixen Wechselkursen grundsätzlich wirksam. Zusätzlicher expansiver Effekt, wenn die ZB keine Neutralisierung vornimmt. Fiskalpolitischer Impuls i IS 0 IS 1 LM 0 ZZ

30 Wirtschaftspolitik bei fixem Wechselkurs Fiskalpolitik Fiskalpolitik ist bei fixen Wechselkursen grundsätzlich wirksam. Zusätzlicher expansiver Effekt, wenn die ZB keine Neutralisierung vornimmt. Fiskalpolitischer Impuls i IS 0 IS 1 LM 0 P: Angebotsüberschuß auf Devisenmarkt P ZZ

31 Wirtschaftspolitik bei fixem Wechselkurs Fiskalpolitik Fiskalpolitik ist bei fixen Wechselkursen grundsätzlich wirksam. Zusätzlicher expansiver Effekt, wenn die ZB keine Neutralisierung vornimmt. Fiskalpolitischer Impuls i IS 0 IS 1 LM 0LM1 P: Angebotsüberschuß auf Devisenmarkt Geldmengeneffekt P Q ZZ

32 Wirtschaftspolitik bei fixem Wechselkurs Geldpolitik Geldpolitik ist bei fixen Wechselkursen unwirksam. Expansiver Effekt, wenn die ZB keine Neutralisierung vornimmt (nur kurzfristig möglich.) 97

33 Wirtschaftspolitik bei fixem Wechselkurs Geldpolitik Geldpolitik ist bei fixen Wechselkursen unwirksam. Expansiver Effekt, wenn die ZB keine Neutralisierung vornimmt (nur kurzfristig möglich.) Expansive Geldpolitik i IS 0 LM 0 LM 1 ZZ

34 98

35 Wirtschaftspolitik bei fixem Wechselkurs Geldpolitik Geldpolitik ist bei fixen Wechselkursen unwirksam. Expansiver Effekt, wenn die ZB keine Neutralisierung vornimmt (nur kurzfristig möglich.) Expansive Geldpolitik i IS 0 LM 0 LM 1 P: Nachfrageüberschuß auf Devisenmarkt ZZ 0 P 0 97

36 98

37 Wirtschaftspolitik bei fixem Wechselkurs Geldpolitik Geldpolitik ist bei fixen Wechselkursen unwirksam. Expansiver Effekt, wenn die ZB keine Neutralisierung vornimmt (nur kurzfristig möglich.) Expansive Geldpolitik i IS 0 LM 0 LM 1 P: Nachfrageüberschuß auf Devisenmarkt Geldmengeneffekt ZZ 0 P 97 0

38 Konsequenzen einer Abwertung Änderung der Parität Neufestlegung des Wechselkurses e. Abwertung der inländischen Währung Wechselkurs e (Preisnotierung). 98

39 Konsequenzen einer Abwertung Änderung der Parität Neufestlegung des Wechselkurses e. Abwertung der inländischen Währung Wechselkurs e (Preisnotierung). Abwertung und i ZZ 0 ZZ 1 i IS 0 LM 0 ZZ Kurve i 0 A B i 0 ZZ 0 ZZ

40 Konsequenzen einer Abwertung Änderung der Parität Neufestlegung des Wechselkurses e. Abwertung der inländischen Währung Wechselkurs e (Preisnotierung). i IS 0 IS 1 LM 0 Abwertung und ZZ Kurve Normalreaktion i 0 P ZZ 0 ZZ

41 Konsequenzen einer Abwertung Änderung der Parität Neufestlegung des Wechselkurses e. Abwertung der inländischen Währung Wechselkurs e (Preisnotierung). i IS 0 IS 1 LM 0 LM 1 Abwertung und ZZ Kurve P ZZ 0 Normalreaktion i 0 Q ZZ 1 internes und externes GG (Q bzw. P)

42 Konsequenzen einer Zinsänderung im Ausland 99

43 Konsequenzen einer Zinsänderung im Ausland Zinsanstieg im Ausland: C.p. muss i IS 0 LM 0 inländisches Zinsniveau ansteigen ZZ 0 ZZ 1. ZZ 1 ZZ 0 i

44 Konsequenzen einer Zinsänderung im Ausland Zinsanstieg im Ausland: C.p. muss i IS 0 LM 0 inländisches Zinsniveau ansteigen ZZ 0 ZZ 1. ZZ 1 (i 0, 0 ): Nachfrageüberschuß auf ZZ 0 Devisenmarkt i

45 Konsequenzen einer Zinsänderung im Ausland LM 1 Zinsanstieg im Ausland: C.p. muss i IS 0 LM 0 inländisches Zinsniveau ansteigen ZZ 0 ZZ 1. (i 0, 0 ): Nachfrageüberschuß auf P ZZ 1 ZZ 0 Devisenmarkt i 0 Geldmengeneffekt: internes und externes GG im Punkt P (LM 0 LM 1 )

46 6.8 Das Mundell Fleming Modell bei flexiblem Wechselkurs 100

47 6.8 Das Mundell Fleming Modell bei flexiblem Wechselkurs Exogener Anstieg der i IS 0 IS 1 LM 0 Güternachfrage: IS 0 IS 1 Internes GG (P): LBS + KBS > 0 Angebotsüberschuss auf P ZZ 0 Devisenmarkt (e, Aufwertung). i

48 6.8 Das Mundell Fleming Modell bei flexiblem Wechselkurs Exogener Anstieg der i IS IS 2 IS 1 0 LM 0 Güternachfrage: IS 0 IS 1 Internes GG (P): LBS + KBS > 0 Angebotsüberschuss auf P ZZ 1 ZZ 0 Devisenmarkt (e, Aufwertung). i 0 Normalreaktion der Leistungsbilanz: IS 1 IS 2 und ZZ 0 ZZ

49 6.8 Das Mundell Fleming Modell bei flexiblem Wechselkurs Exogener Anstieg der i IS IS 2 IS 1 0 LM 0 Güternachfrage: IS 0 IS 1 Internes GG (P): LBS + KBS > 0 Angebotsüberschuss auf P ZZ 1 Q ZZ 0 Devisenmarkt (e, Aufwertung). i 0 Normalreaktion der Leistungsbilanz: IS 1 IS 2 und ZZ 0 ZZ 1. Internes und externes GG (Q): Abschwächung des expansiven Impulses durch Aufwertung

50 Wirtschaftspolitik bei flexiblem Wechselkurs Fiskalpolitik Fiskalpolitik ist bei flexiblen Wechselkursen nur wirksam, wenn keine vollständige Kapitalmobilität vorliegt. Verringerter expansiver Effekt durch Aufwertung der inländischen Währung. 101

51 Wirtschaftspolitik bei flexiblem Wechselkurs Fiskalpolitik Fiskalpolitik ist bei flexiblen Wechselkursen nur wirksam, wenn keine vollständige Kapitalmobilität vorliegt. Verringerter expansiver Effekt durch Aufwertung der inländischen Währung. Fiskalpolitischer Impuls i IS 0 IS 1 LM 0 P ZZ 0 i

52 Wirtschaftspolitik bei flexiblem Wechselkurs Fiskalpolitik Fiskalpolitik ist bei flexiblen Wechselkursen nur wirksam, wenn keine vollständige Kapitalmobilität vorliegt. Verringerter expansiver Effekt durch Aufwertung der inländischen Währung. Fiskalpolitischer Impuls i IS IS 2 IS 1 0 LM 0 Aufwertungseffekt. P ZZ 1 ZZ 0 i

53 Wirtschaftspolitik bei flexiblem Wechselkurs Fiskalpolitik Fiskalpolitik ist bei flexiblen Wechselkursen nur wirksam, wenn keine vollständige Kapitalmobilität vorliegt. Verringerter expansiver Effekt durch Aufwertung der inländischen Währung. Fiskalpolitischer Impuls i IS IS 2 IS 1 0 LM 0 Aufwertungseffekt. Internes und externes GG (Q): Abschwächung des expansiven Impulses durch Aufwertung. i 0 Q P ZZ 1 ZZ

54 Wirtschaftspolitik bei flexiblem Wechselkurs Geldpolitik Wirksam bei flexiblen Wechselkursen. Verstärkung es expansiven Impulses durch Abwertung. 102

55 Wirtschaftspolitik bei flexiblem Wechselkurs Geldpolitik Wirksam bei flexiblen Wechselkursen. Verstärkung es expansiven Impulses durch Abwertung. Expansive Geldpolitik i IS 0 LM 0 LM 1 ZZ 0 i

56 Wirtschaftspolitik bei flexiblem Wechselkurs Geldpolitik Wirksam bei flexiblen Wechselkursen. Verstärkung es expansiven Impulses durch Abwertung. Expansive Geldpolitik i IS 0 LM 0 LM 1 Q internes GG mit ZB Defizit ( Abwertung) ZZ 0 i 0 Q 0 102

57 Wirtschaftspolitik bei flexiblem Wechselkurs Geldpolitik Wirksam bei flexiblen Wechselkursen. Verstärkung es expansiven Impulses durch Abwertung. Expansive Geldpolitik i IS 0 IS 2 LM 0 LM 1 Q internes GG mit ZB Defizit ( Abwertung) Internes und externes GG (P): Normalreaktion i 0 P ZZ 0 ZZ 1 Q

58 Konsequenzen einer Zinsänderung im Ausland 103

59 Konsequenzen einer Zinsänderung im Ausland Zinsanstieg im Ausland: C.p. muss i IS 0 LM 0 inländisches Zinsniveau ansteigen ZZ 1 ZZ 0 ZZ 1 ZZ 0 i

60 Konsequenzen einer Zinsänderung im Ausland Zinsanstieg im Ausland: C.p. muss i IS 0 IS 1 LM 0 inländisches Zinsniveau ansteigen ZZ 1 ZZ 0 ZZ 1 ZZ 2 Internes GG mit ZB Defizit: Abwertung e Normalreaktion der i 0 ZZ 0 Leistungsbilanz: IS 0 IS 1 und ZZ 1 ZZ

61 Konsequenzen einer Zinsänderung im Ausland Zinsanstieg im Ausland: C.p. muss i IS 0 IS 1 LM 0 inländisches Zinsniveau ansteigen ZZ 1 ZZ 0 ZZ 1 Internes GG mit ZB Defizit: Abwertung e Normalreaktion der i 0 Q ZZ 2 ZZ 0 Leistungsbilanz: IS 0 IS 1 und ZZ 1 ZZ 2 Neues internes und externes Gleichgewicht: Q

62 6.9 Komparativ statische Analyse des Mundell Fleming Modells Modellgleichungen IS Kurve: IS(,i,e) = C() I(i) G LBS(,e)= 0 LM Kurve: LM(,i) = M P L(,i) = 0 ZZ Kurve: ZZ(,i,e) = LBS(,e) + KBS(i i A ) = 0 104

63 Komparativ statische Analyse des Mundell Fleming Modells IS Kurve: IS(,i,e) = C( ) I(i) G LBS(,e)= 0 LM Kurve: LM(,i) = M P L(,i) = 0 ZZ Kurve: ZZ(,i,e) = LBS(,e) + KBS(i i A ) = 0 Totales Differential bei flexiblem Wechselkurs: d (1 c LBS ) dii (i) delbs e = dg d L + dil i = 1 P dm d LBS + delbs e + dikbs i = di A KBS i 105

64 Komparativ statische Analyse des Mundell Fleming Modells IS Kurve: IS(,i,e) = C( ) I(i) G LBS(,e)= 0 LM Kurve: LM(,i) = M P L(,i) = 0 ZZ Kurve: ZZ(,i,e) = LBS(,e) + KBS(i i A ) = 0 Totales Differential bei fixiertem Wechselkurs ē: d (1 c LBS ) dii (i) = dg + dēlbs e d L + dil i 1 P dm = 0 d LBS + dikbs i = di A KBS i dēlbs e 106

65 Ableitung der Multiplikatoren Fomulierung als lineare Gleichungssysteme (A y = b): Flexible Wechselkurse: 1 c LBS I (i) LBS e L L i 0 LBS KBS i LBS e d di = 0 dg+ 1 P dm+ 0 di A de 0 0 KBS i Fixe Wechselkurse: 1 c LBS I (i) 0 L L i 1 P LBS KBS i 0 d 1 LBS e 0 di = 0 dg+ 0 dē+ 0 di A dm 0 LBS e KBS i 107

66 Ableitung der Multiplikatoren Lösung des linearen Gleichungssystems (y = A 1 b) im Fall flexibler Wechselkurse (LBS = m): A 1 f lex = 1 L i (1 c) + L (I (i) KBS i ) }{{} <0 L i I (i) KBS i L i L (1 c) L L KBS i +L i m LBS e I (i)m KBS i (1 c+m) LBS e (1 c+m)l i +I (i)l LBS e 108

67 Ableitung der Multiplikatoren Lösung des linearen Gleichungssystems (y = A 1 b) im Fall fixer Wechselkurse (LBS = m): A 1 f ix = 1 I (i)m + KBS i (1 c + m) }{{} <0 KBS i 0 I (i) LBS 0 (1 c + m) P( ml i KBS i L ) P( I (i)m + KBS i (1 c + m)) P((1 c + m)l i I (i)l ) 109

68 Ableitung der Multiplikatoren Lösung im Fall flexibler Wechselkurse (LBS = m): d ( di = de A 1 f lex ) 1 ( 0 dg + 0 A 1 f lex ) 0 ( 1 P dm + 0 A 1 f lex ) 0 0 di A KBS i Lösung im Fall fixer Wechselkurse (LBS = m): d ( di = dm A 1 fix ) 1 ( 0 dg + 0 A 1 fix ) LBS e ( 0 dē + LBS e A 1 fix ) 0 0 di A KBS i 110

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