Burnout Prophylaxe: Aufmerksamkeit für sich selbst - Eigene Ressourcen entdecken und nutzen

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1 Burnout Prophylaxe: Aufmerksamkeit für sich selbst - Eigene Ressourcen entdecken und nutzen Kurz-Workshop im Rahmen des Gesundheitstages an der TU Darmstadt am 03. März 2010 Dr. Mada Mevissen Sozial- und Konfliktberatung an der TU Darmstadt 2. März 2010 Dr. Mada Mevissen Sozial- und Konfliktberatung TU Darmstadt 1

2 1. Vorstellung der Sozial- und Konfliktberatung an der TU Darmstadt 2. Einführung in das Thema Was ist Burnout? 3. Was kann ich verändern? 2. März 2010 Dr. Mada Mevissen Sozial- und Konfliktberatung TU Darmstadt 2

3 Sozial- und Konfliktberatung an der TU Darmstadt Die Angebote Einzelberatung, Coaching Moderation von Teamprozessen Konfliktberatung und Mediation Begleitung bei psychischen Erkrankungen Krisenintervention Suchtberatung und Prävention (Suchtbeauftragte) Hilfestellung bei der beruflichen Neuorientierung Beratung und Intervention bei Bedrohung und Stalking Unterstützung beim Wiedereinstieg nach längerer Erkrankung Informationen über externe Unterstützungsangebote Beratungsgrundsätze vertraulich, unabhängig, lösungs- und ressourcenorientiert 2. März 2010 Dr. Mada Mevissen Sozial- und Konfliktberatung TU Darmstadt 3

4 Aspekte der Work-Life-Balance Körper: körperliche Gesundheit und Fitness, Ernährung, Bewegung, Entspannung, Erholung, Lebenserwartung etc. Kontakt: Partnerschaft, Familie, Freundeskreis, Kommunikation, Zuwendung Sinn: Philosophie, Religion, Erfüllung, Zukunftsfragen, Selbstverwirklichung, Lebenssinn Arbeit und Leistung: Anerkennung, Erfolg, Beruf, Karriere, Geld, Vermögen 2. März 2010 Dr. Mada Mevissen Sozial- und Konfliktberatung TU Darmstadt 4

5 Burnout-Syndrom fehlende Ausgeglichenheit zwischen den vier Bereichen der Work-Life-Balance Gilt als ein Leiden ohne typische eigene Merkmale, nicht als eigenständige Krankheit Anzeichen für ein Burnout-Syndrom zeigen sich als seelische Symptome körperliche Symptome Verhaltenssymptome kognitive Symptome 2. März 2010 Dr. Mada Mevissen Sozial- und Konfliktberatung TU Darmstadt 5

6 Burnout-Symptome 1 Seelische Symptome, z.b. psychische Erschöpfung Niedergeschlagenheit Schuldgefühle Ängste Nervosität Körperliche Symptome, z.b. Körperliche Erschöpfung Große Müdigkeit (nach der Arbeit) Anspannung Schlafstörungen Erhöhter Blutdruck Häufige Kopfschmerzen 2. März 2010 Dr. Mada Mevissen Sozial- und Konfliktberatung TU Darmstadt 6

7 Burnout-Symptome 2 Verhaltenssymptome, z.b. Hinausschieben Erhöhte Aggressivität Sozialer Rückzug Exzessiver Genuss von Tabak, Alkohol, Kaffee oder Drogen Vernachlässigung von Freizeitbeschäftigungen Kognitive Symptome, z.b. Selbstzweifel Konzentrationsstörungen Entscheidungsunfähigkeit Gefühl der inneren Leere Motivationsverlust Langeweile 2. März 2010 Dr. Mada Mevissen Sozial- und Konfliktberatung TU Darmstadt 7

8 Burnout-Fallen konkret Stressoren am Arbeitsplatz zu große oder zu kleine Arbeitsmenge (Überlastung oder fehlende Auslastung) zu komplizierte oder zu wenig anspruchsvolle Aufgaben (Überforderung oder Unterforderung) unklare Erwartungen der Vorgesetzten unklare Verantwortungsbereiche geringer Handlungsspielraum Angst vor Arbeitsplatzverlust Konkurrenzdruck im Team keine oder häufige negative Rückmeldungen ungelöste Konflikte mit Kolleg/inn/en und Vorgesetzten zu lange Arbeitszeiten / zu viele Überstunden zu wenig Urlaub 2. März 2010 Dr. Mada Mevissen Sozial- und Konfliktberatung TU Darmstadt 8

9 Wer ist für Burnout besonders gefährdet? Vor allem sehr engagierte Mitarbeiter/innen mit großer Verantwortungsbereitschaft mit besonders großem Engagement, hoher Motivation und Leistungsbereitschaft mit besonders großen kommunikativen Fähigkeiten, engagiert im täglichen Umgang mit anderen Menschen mit großer Sensibilität für Kolleg/inn/en mit besonderer Kreativität in komplexen Situationen mit hohem Anspruch an sich selbst ( Das packe ich auch noch ) mit geringer Fähigkeit, sich selbst abzugrenzen 2. März 2010 Dr. Mada Mevissen Sozial- und Konfliktberatung TU Darmstadt 9

10 Wege aus der Burnout-Falle Die Resilienz stärken Resilienz (die Fähigkeit, schwierige Lebenssituationen unbeschadet zu überstehen) Optimismus: der Glaube an die gute Lösung Akzeptanz für das Geschehene Lösungsorientierung: aktiv für die Veränderung die Opferrolle aufgeben, die Passivität verlassen Verantwortung übernehmen und Aktivität wagen Netzwerkorientierung und soziale Unterstützung pflegen Zukunftsplanung: Krisen vorbeugen und Visionen entwerfen (Nach Micheline Rampe: Der R-Faktor) 2. März 2010 Dr. Mada Mevissen Sozial- und Konfliktberatung TU Darmstadt 10

11 Wege aus der Burnout-Falle Verantwortung für sich übernehmen gut für sich selbst sorgen sich selbst wertschätzen und die eigenen Bedürfnisse ernst nehmen die eigenen Grenzen wahrnehmen den eigenen Verstand nutzen Zweifel zulassen Konflikte wagen Auseinandersetzungen nicht ausweichen schlechte Kompromisse ablehnen Entscheidungen treffen, wenn sie anstehen Verzicht um der eigenen Achtung wegen - die eigene Würde schützen eigene Erfahrungen nicht außer Acht lassen Bewährtes schätzen und (trotzdem) Neues wagen professionelle Unterstützung suchen (Beratung, Coaching, Psychotherapie, medizinische Rehabilitation etc.) März 2010 Dr. Mada Mevissen Sozial- und Konfliktberatung TU Darmstadt 11

12 Die Notbremse ziehen: Erste Hilfe bei Überbelastung offen mit Vorgesetzten über die hohe Belastung sprechen andere Aufgabenverteilung verhandeln Aufgaben abgeben/ delegieren Termine absagen nicht am Wochenende arbeiten keine Arbeit mit nach Hause nehmen früher Feierabend machen sich Zeit zum Reflektieren zu nehmen zwischenmenschliche Beziehungen wieder aktivieren für Körper und Seele sorgen: Sport, Meditation alles, was gut tut professionelle Hilfe in Anspruch nehmen Je unwahrscheinlicher Ihnen solch banale Hinweise erscheinen, desto größer ist Ihr Burnout-Risiko! Um eine Veränderung herbeizuführen muss man eine Veränderung herbeiführen. 2. März 2010 Dr. Mada Mevissen Sozial- und Konfliktberatung TU Darmstadt 12

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