Körperverletzungsdelikte: Lösung Fall 1

Save this PDF as:
 WORD  PNG  TXT  JPG

Größe: px
Ab Seite anzeigen:

Download "Körperverletzungsdelikte: Lösung Fall 1"

Transkript

1 Strafbarkeit des A? Körperverletzungsdelikte: Lösung Fall 1 Strafbarkeit wegen 223, 224 I Nr.1, Alt.2, Nr. 5, II, 22, 23 I StGB I., Vorprüfung: - Erfolg nicht eingetreten, da keine Infektion - Versuch strafbar gemäß 223II, 224 II II., Tatbestand 1., Tatentschluss: -Vorsatz bezüglich objektiver Tatbestandsmerkmale des Grunddelikts - einen andere Person: (+) - Gesundheitsschädigung: Definition: ~ das Hervorrufen oder Steigern eines vom Normalzustand der körperlichen Funktionen nachteilig abweichenden krankhaften Zustandes körperlicher oder seelischer Art Problem Infektionskrankheiten: Inkubationszeit teilweise sehr lange und Ausbruch (wie bei HIV) teilweise ungewiss => Rspr./ h.m. schon Infektiosität stellt veränderten körperlichen Zustand dar (Ausbruch nicht erforderlich bei namentlich bekannten Krankheiten) => hier deshalb (+), da dolus eventualis - körperliche Misshandlung: Definition: ~ umfasst alle substanzverletzenden Einwirkungen, sowie jede üble unangemessene Behandlung, durch die das körperliche Wohlbefinden oder die körperliche Unversehrtheit nicht nur unerheblich beeinträchtigt wird => körperliche Misshandlung bei Aids (eher) (-), da Infektion selbst körperlich nicht bemerkbar und Ausbruch nicht sicher - Vorsatz bezüglich objektiver Tatbestandsmerkmale der Qualifikation - Nr. 1 Alt. 2: durch Beibringen von anderen gesundheitsschädlichen Stoffen gesundheitsschädigender Stoff = Viren / heiße Flüssigkeiten/ Bakterien / zerstoßenes Glas/ nicht Strahlungen (da kein Stoff) Beibringen = Einführen (oder Auftragen) des Stoffes, so dass dieser seine gesundheitsschädliche Wirkung entfalten kann => Vorsatz (+) da dolus eventualis - Nr. 5: Mittels einer das Leben gefährdenden Behandlung - HIV trotz unsicheren Ausbruchs lebensgefährlich => (+) - Vorsatz: e.a.: Ansteckung bei einmaligem Geschlechtsverkehr zwischen 0,01 und 0,1 %, weshalb eine lebensgefährdende Behandlung (-) Rspr: HIV nicht behandelbar, am Ende immer tödlich, nur eine Frage der Zeit, weshalb eine lebensgefährdende Behandlung (+) - ausreichend für Tatentschluss ist, dass Täter Kenntnis von den Umständen hat, aus denen sich lebensgefährdende Behandlung ergibt => hier (+) 2., unmittelbares Ansetzen: - hier wurde der Akt schon vollzogen => daher (+) III., Rechtswidrigkeit / Schuld: (+) IV., Ergebnis: A hat sich gemäß 223, 224 I Nr.1, Alt. 2, Nr. 5, II, 22, 23 I StGB strafbar gemacht.

2 Lösung Fall 1 Abwandlung Strafbarkeit des A? Strafbarkeit wegen 223, 224 I Nr.1, Alt. 2, Nr. 5, II, 22, 23 I StGB I., Vorprüfung: - Erfolg nicht eingetreten - Versuch strafbar gemäß 224 II II., Tatbestand: 1., Tatentschluss: - -Vorsatz bezüglich objektiver Tatbestandsmerkmale des Grunddelikts - eine andere Person: (+) - Vorsatz bezüglich Gesundheitsschädigung (+) Aber: eventuell Tatbestandsausschluss Problem: eigenverantwortliche Selbstgefährdung oder einverständliche Fremdgefährdung? - Anknüpfungspunkt zur Abgrenzung: Tatherrschaft - Tatherrschaft des Täters wäre für Fremdgefährdung erforderlich - hier: kein überlegenes Sachwissen / kein Druck / etc.; - bei einverständlichem Geschlechtsverkehr beide Tatherrschaft (steht Eigenverantwortlichkeit auch nicht entgegen) => eigenverantwortliche Selbstgefährdung => Wirkung: keine Erfolgszurechnung, da nur Fremdschädigung strafbar, nicht Hilfeleistung zur Selbstschädigung (= Tatbestandsauschluss) - auch Vorsatz bezog sich auf Selbstschädigung => kein Versuch - A hat sich nicht gemäß 223, 224 I Nr.1 Alt. 2, Nr. 5, II, 22, 23 I StGB strafbar gemacht. Strafbarkeit des S? Lösung - Fall 2 Strafbarkeit wegen 223, 224 I Nr.2 Alt.2, Nr.4, Nr.5 StGB gegenüber K I., Tatbestand: - andere Person (+), hier: K - Handlung, Kausalität (+) - Erfolg: Gesundheitsschädigung: (+), da Nierenquetschen körperliche Misshandlung: (+), da Schmerzen - Qualifikationsmerkmale: 1., ( 224 I Nr.2 Alt.2) mittels eines anderen gefährlichen Werkzeugs - Definition: gefährliches Werkzeug = jeder bewegliche (str.) Gegenstand, der nach seiner Beschaffenheit und der Art seiner konkreten Verwendung geeignet ist, erhebliche Verletzungen hervorzurufen -Armeestiefel (+), da damit geringere Hemmung zuzutreten, da durch Stiefel eigene Verletzungen weniger wahrscheinlich werden

3 2., ( 224 I Nr.3) mittels eines hinterlistigen Überfalls -Definition: hinterlistiger Überfall = ist der plötzliche, unerwartete Angriff auf einen Ahnungslosen, bei dem der Täter seine wahren Absichten planmäßig berechnend verdeckt -hier: (-), da im Sachverhalt keine Informationen, dass S sich versteckte 3., ( 224 I Nr.4) mittels einem anderen Beteiligten gemeinschaftlich - Voraussetzungen. Erhöhte Gefährlichkeit für das Opfer Mind. 2 Personen,die am Tatort zusammenwirken und dem Opfer gegenübertreten, Mittäterschaft nicht erforderlich Durch Anzahl der Angreifer Opfer eingeschüchtert und in Verteidigung gehemmt - hier problematisch, dass sich jeder der Angreifer um sein Opfer kümmert -aber: bei unmittelbarem zeitlichen und örtlichen Bezug ist Angriff nicht nur aus Sicht des einzelnen, sondern auch aus Sicht mehrerer zu bewerten (d.h. Gemeinschaftlichkeit (+), falls 10 Hooligans 12 andere Fußballfans angreifen und sich jeder Hooligan nur ein Opfer herauspickt ) => gemeinschaftlicher Angriff (+) 4., ( 224 I Nr.5) mittels einer das Leben gefährdenden Behandlung - bedarf einer objektiven Eignung der Handlung zur Lebensgefährdung (konkrete Lebensgefahr muss nicht eintreten (a.a. Teil der Literatur)) - hier: (+) 5., ( 226 I Nr.2) Verlust eines wichtigen Körpergliedes - hierzu gehören nur nach außen in Erscheinung tretende Körperglieder (Arm/Ohr/...) => hier: (-) 2., subjektiver Tatbestand: - Vorsatz bezüglich Körperverletzung / gefährlichem Werkzeug / Mitwirken des Beteiligten und Kenntnis von der allgemeinen Gefährlichkeit seiner Handlung (Lebensgefahr) => (+) II., Rechtswidrigkeit / Schuld: (+) - S hat sich gemäß 223, 224 I Nr.2 Alt.2, Nr.4, Nr.5 StGB strafbar gemacht Strafbarkeit des T? A., Strafbarkeit wegen 223, 224 I Nr.2 Alt.2, Nr.4, Nr.5, 25 II StGB gegenüber K I., Tatbestand: - Problem: Zurechnung der Tatbestandsverwirklichung - für Zurechnung notwendig: bewusstes und gewolltes Zusammenwirken, gemeinsamer Tatplan und Tatbestandsverwirklichung - T leistet für Tatbestandsverwirklichung bezüglich Opfer K keinerlei Tatbeitrag - kein exakter, gemeinschaftlicher Tatplan (Passanten verprügeln weder genaue Vorgehensweise noch geplant welcher Einsatz von Waffen ) => keine Zurechnung möglich II., Ergebnis: - T hat sich nicht gemäß 223, 224 I Nr.2 Alt.2, Nr.4, Nr.5, 25 II StGB strafbar gemacht

4 B., Strafbarkeit wegen 223, 224 I Nr.2 Alt.2, Nr.4, 226 I Nr.2 StGB gegenüber D I., Tatbestand -körperliche Misshandlung / Gesundheitsschädigung: (+) - Qualifikationsmerkmale: 1., ( 224 I Nr.2 Alt.2) mittels eines anderen gefährlichen Werkzeugs (+) 2., ( 224 I Nr.4) mittels einem anderen Beteiligten gemeinschaftlich (+) 2., subjektiver Tatbestand, RW, Schuld bezüglich 223, 224 (+) 3., Eintritt der schweren Folge i.s.v. 226 Nr.2: - Eingetreten, da D Finger im Rasenmäher verliert - Kausalität (+), falls keine Prügel, dann kein Rennen und kein Verlust des Fingers - jedoch mehr als nur reine Kausalität und Zurechenbarkeit gefordert (aufgrund hohem Strafrahmen), nämlich ein Unmittelbarkeitszusammenhang - Anknüpfungspunkt für Unmittelbarkeitszusammenhang problematisch und strittig: -e.a. : Anknüpfen an Körperverletzungserfolg: Gefahr und besondere Folge muss hier auf einer vollendeten Körperverletzung beruhen (Erfolgsqualifizierter Versuch daher hier nicht möglich) => hiernach: (-) - h.m. : Anknüpfen an Körperverletzungshandlung: Gefahr kann sich schon aus Handlung (Schlag, Stich) ergeben, da hierin hohes Gefährdungspotential => hiernach: (+) - Meinung 2 ist überzeugender, da Handlung selbst schon erhebliche Gefahr darstellen kann und ansonsten kein Erfolgsqualifizierter Versuch möglich wäre - Problem: das Verhalten des D (Wegrennen) könnte den Zurechnungszusammenhang unterbrochen haben -e.m: bei jedem Dazwischentreten durch das Opfer oder einen Dritten besteht kein unmittelbarer Zusammenhang mehr => hier dann : 226 (-) -h.m.: alle Reaktionen des Opfers, die dem elementarem Selbsterhaltungstrieb entspringen, führen nicht zur Unterbrechung des Unmittelbarkeitszusammenhangs => Zurechnungszusammenhang (+), sofern deliktstypische Reaktion (Flucht, Abwehr, etc.) elementare Selbsterhaltung => hier: (+) 4., subjektiver Tatbestand bezüglich 226: - wenigstens Fahrlässigkeit vorwerfbar? - Pflichtwidrigkeit: ergibt sich bereits aus Begehung des Grunddelikts -h.m./ Rspr.: verlangt nur noch: Vorhersehbarkeit der Opferreaktion / des Erfolgs => hier: Selbsterhaltungstrieb, riskante Flucht (+) -Teil der Literatur verlangt auch noch: Erkennbarkeit des tatbestandsspezifischen Gefahrenzusammenhangs (= Unmittelbarkeitszusammenhang) [aber: zusätzliches Abstellen auf Folgenzusammenhang eher terminologisch zu sehen; entspricht in der Regel der Vorhersehbarkeit] => Fahrlässigkeit (+) II., Rechtswidrigkeit / Schuld: (+) - T hat sich gemäß 223, 224 I Nr.2 Alt.2, Nr.4, 226 I Nr.2 StGB strafbar gemacht

5 Lösung Fall 3 Strafbarkeit des A? Strafbarkeit wegen 212 I (-), da aufgrund der Hemmschwellentheorie ein Tötungsvorsatz nicht angenommen werden kann => A ist nicht strafbar gemäß 212 I Strafbarkeit wegen 223, 224 I Nr.2 Alt.2, Nr. 5, 227 StGB I., Tatbestand: - körperliche Misshandlung, Gesundheitsschädigung (+) - Qualifikationsmerkmale: 1., ( 224 I Nr.2 Alt.2) mittels eines anderen gefährlichen Werkzeugs (+) 2., ( 224 I Nr.5) mittels einer das Leben gefährdenden Behandlung (+) 2., subjektiver Tatbestand bezüglich Grunddelikt: - Vorsatz bezüglich Körperverletzung, Nutzen des Werkzeuges (Steine) => daher (+) - bei der lebensgefährdenden Behandlung genügt Kenntnis der Umstände aus denen sich die allgemeine Gefährlichkeit für das Leben ergibt (nach Rspr/h.M. ist keine Bewertung des Täters als lebensgefährdend nötig; a.a.: dolus eventualis bezüglich der Lebensgefährdung nötig => dies ist jedoch zu eng; Abgrenzung zu Tötungsvorsatz schwierig) => Streit wäre hier zu entscheiden! 3., ( 227 I Nr.2) Körperverletzung mit Todesfolge; schwere Folge des 227 eingetreten? - Erfolgseintritt (+) - Kausalität (+) - Unmittelbarkeitszusammenhang: auch hier strittig welche Voraussetzungen erfüllt werden müssen (siehe Fall 2, Strafbarkeit des T unter B.,I.,3.) => Erfolgsverursachung (+), da hier sogar die Mindermeinung zu (+) kommt 4., wenigstens Fahrlässigkeit bezüglich schwere Folge? - 18 StGB: wenigstens Fahrlässigkeit (ABER: bei Vorsatz wäre 227 ausgeschlossen, da 212 I gegeben wäre) - Pflichtwidrigkeit: ergibt sich bereits aus Begehung des Grunddelikts -h.m./ Rspr.: verlangt nur noch: Vorhersehbarkeit der Opferreaktion / des Erfolgs => hier: Selbsterhaltungstrieb, riskante Flucht (+) -Teil der Literatur verlangt auch noch: Erkennbarkeit des tatbestandsspezifischen Gefahrenzusammenhangs (= Unmittelbarkeitszusammenhang) [aber: zusätzliches Abstellen auf Folgenzusammenhang eher terminologisch zu sehen; entspricht in der Regel der Vorhersehbarkeit] => Fahrlässigkeit (+) II., Rechtswidrigkeit / Schuld: (+) Konkurrenzen: Problem: Verhältnis von 224 I Nr.5 zu 227 auf Ebene der Konkurrenzen Todeserfolg schließt Lebensgefährdung mit ein (=> Gesetzeseinheit (Konsumtion)), es sei denn 224 I Nr.5 hätte Klarstellungsfunktion ( selbständiger Unrechtsgehalt ) => hier jedoch nur bei subjektiven Tatbestand denkbar: aber Vorhersehbarkeit beruht gerade auf allgemeiner Gefährlichkeit des Handelns und umfasst diese somit

6 => 224 I Nr.5 tritt generell hinter 227 zurück (und wird deswegen oft gar nicht geprüft) - T hat sich gemäß 223, 224 I Nr.2 Alt.2, 227 strafbar gemacht Strafbarkeit wegen 222 (+), aber tritt hinter 227 StGB i.r.d. Konsumtion zurück

Tötungs- und Körperverletzungsdelikte

Tötungs- und Körperverletzungsdelikte Tötungs- und Körperverletzungsdelikte Die Tatbestände des 16. und 17. Abschnitts schützen höchstpersönliche Rechtsgüter. Der 16. Abschnitt dient dem Schutz von Leben: Geborenes Leben wird in den 211 ff.

Mehr

BGH, Urteil vom 4. November 1988, BGHSt 36, 1 AIDS

BGH, Urteil vom 4. November 1988, BGHSt 36, 1 AIDS BGH, Urteil vom 4. November 1988, BGHSt 36, 1 AIDS Sachverhalt: Anton unterzieht sich freiwillig einem AIDS-Test, der ergibt, dass er HIV-infiziert ist. Bei der Eröffnung des Untersuchungsergebnisses informiert

Mehr

BayObLG, Urteil vom , NJW 1990, 131 Aids-Fall

BayObLG, Urteil vom , NJW 1990, 131 Aids-Fall BayObLG, Urteil vom 15.9.1989, NJW 1990, 131 Aids-Fall Sachverhalt: Anton hat von seinem Hausarzt erfahren, dass er mit Aids infiziert sei. Der Arzt klärt ihn dabei vollständig über die Folgen der Infizierung,

Mehr

Fall 6. A. Strafbarkeit der J wegen Körperverletzung gem. 223 Abs. 1 StGB durch Werfen der Coladose

Fall 6. A. Strafbarkeit der J wegen Körperverletzung gem. 223 Abs. 1 StGB durch Werfen der Coladose Lösungshinweise A. Strafbarkeit der J wegen Körperverletzung gem. 223 Abs. 1 StGB durch Werfen der Coladose I. Tatbestand 1. Objektiver Tatbestand - Handlung: Das Werfen der Coladose (+) - Tatbestandlicher

Mehr

Lösungsvorschläge und Materialien für die Fälle 14 bis 16

Lösungsvorschläge und Materialien für die Fälle 14 bis 16 Lösungsvorschläge und Materialien für die Fälle 14 bis 16 Zu Fall 14 A. Die Körperverletzungsdelikte ( 223 ff.) 1. Aufbau Tatbestand Objektiver Tatbestand Erfolg: körperliche Misshandlung/ Gesundheitsschädigung

Mehr

BGH, Urteil vom 11. Dezember 2003, BGHSt 49, 34 Heroin

BGH, Urteil vom 11. Dezember 2003, BGHSt 49, 34 Heroin BGH, Urteil vom 11. Dezember 2003, BGHSt 49, 34 Heroin Sachverhalt: Anton spritzt Bruno, welcher sich in einem schlechten körperlichen Zustand befindet, auf dessen ausdrückliche Bitte Heroin. Bruno weist,

Mehr

Lösungshinweise zu den Straftaten gegen die körperliche Unversehrtheit (4)

Lösungshinweise zu den Straftaten gegen die körperliche Unversehrtheit (4) Arbeitsgemeinschaft im Strafrecht (BT) SoS 2014 Rechtswissenschaftliche Fakultät der Universität Freiburg Institut für Kriminologie und Wirtschaftsstrafrecht Larissa Koch http://www.strafecht-online.org

Mehr

Lösungshinweise zu den Straftaten gegen die körperliche Unversehrtheit (4)

Lösungshinweise zu den Straftaten gegen die körperliche Unversehrtheit (4) Arbeitsgemeinschaft im Strafrecht (BT) SoSe 2012 Juristische Fakultät der Universität Freiburg Institut für Kriminologie und Wirtschaftsstrafrecht J. Allmendinger, Dr. C. Corell, D. Kohlmann, T. Müller,

Mehr

Gefährliche Körperverletzung (Definitionen)

Gefährliche Körperverletzung (Definitionen) Gefährliche Körperverletzung (Definitionen) Gift ist jeder organische oder anorganische Stoff, der unter bestimmten Bedingungen durch chemische oder chemischphysikalische Wirkung die Gesundheit zu schädigen

Mehr

Examensrepetitorium Strafrecht AT. Rechtfertigungsgründe NOTWEHR 32 StGB

Examensrepetitorium Strafrecht AT. Rechtfertigungsgründe NOTWEHR 32 StGB Examensrepetitorium Strafrecht AT Rechtfertigungsgründe NOTWEHR 32 StGB Fall 2: Strafbarkeit des H Erster TK: Beabsichtigter Niederschlag und Knieschuss I. 223 I, 224 I Nr. 2 2. Var., 3, 22, 23 StGB O

Mehr

Lösungshinweise zu den Straftaten gegen die körperliche Unversehrtheit (4)

Lösungshinweise zu den Straftaten gegen die körperliche Unversehrtheit (4) Lösungshinweise zu den Straftaten gegen die körperliche Unversehrtheit (4) Lösung zu Fall 13 Strafbarkeit des A A. 212, 22, 23 I (-), ein entsprechender Tatentschluss ist bei A, der O lediglich einen Denkzettel

Mehr

... jeder Fahrlässigkeitstat =

... jeder Fahrlässigkeitstat = Michael Jasch 1 ... jeder Fahrlässigkeitstat = objektive Sorgfaltspflichtverletzung und Vorhersehbarkeit bei subjektiver Sorgfaltspflichtverletzung und Vorhersehbarkeit. z.b.: 229 (fahrlässige KV), 222

Mehr

Konversatorium Strafrecht III Nichtvermögensdelikte

Konversatorium Strafrecht III Nichtvermögensdelikte Konversatorium Strafrecht III Nichtvermögensdelikte 7. Stunde: Körperverletzungsdelikte Daniel Müller Lehrstuhl Prof. Dr. Schuster Überblick über die prüfungsrelevantesten Körperverletzungsdelikte 223

Mehr

Lösungshinweise zur Hausarbeit

Lösungshinweise zur Hausarbeit Die folgenden Hinweise verstehen sich nicht als Musterlösung in dem Sinne, dass sie die allein und vollständig richtige Lösung abbilden würden. Maßgeblich für die Bewertung sind saubere juristische Arbeitstechnik,

Mehr

Universität Heidelberg Lösung 1. Klausur Sommersemester Lösungsskizze

Universität Heidelberg Lösung 1. Klausur Sommersemester Lösungsskizze Lösungsskizze 1. Abschnitt: Strafbarkeit des D A. Körperverletzung durch Unterlassen, 223 I, 13 I StGB 1 1. körperliche Misshandlung oder Gesundheitsschädigung 2. Handlung: Unterlassen 3. physisch-reale

Mehr

Konversatorium zum Grundkurs Strafrecht III

Konversatorium zum Grundkurs Strafrecht III Herzlich Willkommen Konversatorium zum Juristin (Univ.) Wissenschaftliche Mitarbeiterin am E-Mail: Barbara.kruell@uni-wuerzburg.de Internet: www.jura.uni-wurzburg.de/lehrstuehle/schuster Büro: Paradeplatz

Mehr

I. Versuchter schwerer Raub, 249 I, 250 II Nr. 1, 22, 23 I StGB

I. Versuchter schwerer Raub, 249 I, 250 II Nr. 1, 22, 23 I StGB Lösung Klausur Nr. 1497 Strafrecht Teil I: Strafbarkeit der Beteiligten A. Strafbarkeit des P I. Versuchter schwerer Raub, 249 I, 250 II Nr. 1, 22, 23 I StGB 1. Vorprüfung a. Nichtvollendung der Tat b.

Mehr

226, 227 StGB. schwere Tatfolgen. 223 StGB - Grundtatbestand

226, 227 StGB. schwere Tatfolgen. 223 StGB - Grundtatbestand StrafR BT 1: Straftaten gg die Person 4 Straftaten gg d. körperl. Unversehrtheit: 224 ff., 231 StGB 1 Gründe für die Qualifizierung der 224 StGB 225 StGB 226, 227 StGB 340 StGB gefährliche Begehungsweise

Mehr

2. Teil Gefährliche Körperverletzung, 224 StGB

2. Teil Gefährliche Körperverletzung, 224 StGB Gefährliche Körperverletzung, 224 StGB 2. Teil Gefährliche Körperverletzung, 224 StGB A. Einleitung 162 163 Die gefährliche Körperverletzung stellt einen qualifizierten Fall einer einfachen Körperverletzung

Mehr

Prof. Dr. Uwe Murmann Hausarbeit Strafrecht I, WS 2013/14. Lösungsskizze

Prof. Dr. Uwe Murmann Hausarbeit Strafrecht I, WS 2013/14. Lösungsskizze 1 Prof. Dr. Uwe Murmann Hausarbeit Strafrecht I, WS 2013/14 Lösungsskizze Der Aufbau der Arbeit folgt der Chronologie der Ereignisse. Innerhalb der Abschnitte ist mit den schwereren Delikten, also den

Mehr

Fall 4 I. Strafbarkeit des K 1. Tatbestand

Fall 4 I. Strafbarkeit des K 1. Tatbestand Fall 4 I. Strafbarkeit des K K könnte sich durch das Ohrfeigen wegen gefährlicher Körperverletzung gemäß 223, 224 I Nr. 2 Alt. 2 StGB strafbar gemacht haben. 1. Tatbestand a) objektiver Tatbestand aa)

Mehr

VIII. Gefährliche Körperverletzung ( 224 I StGB)

VIII. Gefährliche Körperverletzung ( 224 I StGB) VIII. Gefährliche Körperverletzung ( 224 I StGB) (1) Wer die Körperverletzung 1. durch Beibringung von Gift oder anderen gesundheitsschädlichen Stoffen, 2. mittels einer Waffe oder eines anderen gefährlichen

Mehr

Jura Online - Fall: Latino Liebe - Lösung

Jura Online - Fall: Latino Liebe - Lösung Jura Online - Fall: Latino Liebe - Lösung 1. Teil: Strafbarkeit des R A. Strafbarkeit gem. 223 I StGB durch die Hiebe R könnte sich gem. 223 I StGB wegen Körperverletzung strafbar gemacht haben, indem

Mehr

Erfolgsqualifikationen. 226 StGB schwere. Körperverletzung. 227 StGB. Körperverletzung. mit Todesfolge

Erfolgsqualifikationen. 226 StGB schwere. Körperverletzung. 227 StGB. Körperverletzung. mit Todesfolge StrafR BT 1: Straftaten gg die Person 3u4 Straftaten gg die körperl. Unversehrtheit: 1 Systematik der sdelikte Qualifikationen Grundtatbestand Erfolgsqualifikationen selbständige Abwandlungen 223 StGB

Mehr

Das versuchte Erfolgsdelikt 1

Das versuchte Erfolgsdelikt 1 Das versuchte Erfolgsdelikt 1 A. Aufbau OS: A könnte sich eines versuchten..., gemäß... StGB, strafbar gemacht haben, indem er... I. Tatbestand Der... kann nicht aus dem vollendetem Delikt bestraft werden.

Mehr

Definitionen TB-Merkmale

Definitionen TB-Merkmale 1 Definitionen TB-Merkmale Hinweis: Die fallrelevantesten Definitionen sind gelb hinterlegt. Die Definitionen von Kausalität, obj. Zurechnung, der Merkmale der Rechtfertigungsgründe sowie Entschuldigungsgründe

Mehr

Vorlesung Lehren des Strafrecht AT und Delikte gegen die Person

Vorlesung Lehren des Strafrecht AT und Delikte gegen die Person Vorlesung Lehren des Strafrecht AT und Delikte gegen die Person Professor Dr. Felix Herzog Sommersemester 2015 Gefährliche und schwere Körperverletzungsdelikte Prüfungsaufbau 224 Gefährliche Körperverletzung

Mehr

A vergiftet B mit 1/2 Dosis Gift (Handlung 1). B stirbt am Gift (Erfolg).

A vergiftet B mit 1/2 Dosis Gift (Handlung 1). B stirbt am Gift (Erfolg). Fall 4: A mischt B vorsätzlich die Hälfte der Dosis Gift ins Essen, die für eine Tötung notwendig wäre. Er glaubt, diese Dosis reiche zur Tötung. Unabhängig von A mischt C dem B ebenfalls vorsätzlich die

Mehr

Anwendungskurs Strafrecht Allgemeiner Teil II und Eigentumsdelikte - Mittelbare Täterschaft -

Anwendungskurs Strafrecht Allgemeiner Teil II und Eigentumsdelikte - Mittelbare Täterschaft - Anwendungskurs Strafrecht Allgemeiner Teil II und Eigentumsdelikte - Mittelbare Täterschaft - Fall 3 Gammelfleisch Lösungsskizze Ausgangsfall Prüfungsaufbau: mit dem Tatnächsten beginnen. Hier hat M die

Mehr

Erfolgsqualifikationen. 226 StGB schwere. Körperverletzung. 227 StGB. Körperverletzung. mit Todesfolge

Erfolgsqualifikationen. 226 StGB schwere. Körperverletzung. 227 StGB. Körperverletzung. mit Todesfolge StrafR BT 1: Straftaten gg die Person 3 Straftaten gg d. körperl. Unversehrtheit: 223 StGB 1 Systematik der sdelikte Qualifikationen Grundtatbestand Erfolgsqualifikationen selbständige Abwandlungen 223

Mehr

Universität Heidelberg Lösung 1. Klausur Sommersemester 2014 Prof. Dr. Gerhard Dannecker Übung im Strafrecht für Fortgeschrittene

Universität Heidelberg Lösung 1. Klausur Sommersemester 2014 Prof. Dr. Gerhard Dannecker Übung im Strafrecht für Fortgeschrittene Lösung A. Strafbarkeit des A I. 212 I, 211 StGB 1. Objektiver Tatbestand (-) a) Tathandlung (+) Eingriff in den Verteilungsprozess durch Eurotransplant (mittelbare Täterschaft) Eingriff in rettenden Kausalverlauf

Mehr

BGH, Urteil vom 25. März 1952, BGHSt 2, 246 Exbraut

BGH, Urteil vom 25. März 1952, BGHSt 2, 246 Exbraut BGH, Urteil vom 25. März 1952, BGHSt 2, 246 Exbraut Sachverhalt: Anton will nach der Trennung in die Wohnung seiner Exbraut Klara eindringen, dort ihren Schrank aufbrechen und ihre Wertsachen entnehmen.

Mehr

1. Tatkomplex Der riskante Schuss

1. Tatkomplex Der riskante Schuss Univ.-Prof. Dr. Henning Radtke Strafrecht, Allgemeiner Teil Wintersemester 2007/08 Wiederholungsklausur Lösungsskizze Hinweis: Der Sachverhalt legt eine Aufteilung des Gutachtens in zwei Tatkomplexe nahe.

Mehr

Examinatorium im Strafrecht I: AT Prof. Dr. Heinrich

Examinatorium im Strafrecht I: AT Prof. Dr. Heinrich Examinatorium im Strafrecht I: AT Prof. Dr. Heinrich BGH, Urteil vom 14. Februar 1984, BGHSt 32, 262 Heroin Sachverhalt: Der 16jährige Hans besucht gerne Diskotheken. Dort trifft er den ihm bekannten Rauschgiftdealer

Mehr

Lösungshinweise zu den Körperverletzungsdelikten (2)

Lösungshinweise zu den Körperverletzungsdelikten (2) Arbeitsgemeinschaft im Strafrecht (BT) SoS 2007 Juristische Fakultät der Universität Freiburg Institut für Kriminologie und Wirtschaftsstrafrecht Wiss. Ang. Rico Maatz rico.maatz@jura.uni-freiburg.de /

Mehr

AG zur Vorlesung Strafrecht Besonderer Teil Mai 2009 Sommersemester Pralinen-Fall

AG zur Vorlesung Strafrecht Besonderer Teil Mai 2009 Sommersemester Pralinen-Fall Prof. Dr. Klaus Marxen Lehrstuhl für Strafrecht, Strafprozessrecht und Rechtsphilosophie http://marxen.rewi.hu-berlin.de/ AG zur Vorlesung Strafrecht Besonderer Teil 2 28. Mai 2009 Sommersemester 2009

Mehr

Gewahrsamsbruch erst mit Verlassen der Räumlichkeit, vgl. BGH NStZ 2008, 624= JuS 2008, 1119 (betreffend die Wegnahme eines Laptops).

Gewahrsamsbruch erst mit Verlassen der Räumlichkeit, vgl. BGH NStZ 2008, 624= JuS 2008, 1119 (betreffend die Wegnahme eines Laptops). Lösung Fall 3 A. Strafbarkeit des A gem. 242 I StGB A könnte sich wegen Diebstahls nach 242 I StGB strafbar gemacht haben, indem er den Bildschirm aus dem Großlager entwendete. 1. Tatbestand a) objektiver

Mehr

4. Klausur / Halbherzige Hilfe

4. Klausur / Halbherzige Hilfe Prof. Dr. Wolfgang Mitsch Universität Potsdam Klausurenkurs zur Examensvorbereitung im Strafrecht Wintersemester 2004/2005 4. Klausur / 3.12. 2004 Halbherzige Hilfe Alfons (A) bedrängt seine Ehefrau Elsa

Mehr

1. Strafbarkeit wegen versuchter Körperverletzung gegenüber P, 223 I, II, 22, 23 I, 12 II

1. Strafbarkeit wegen versuchter Körperverletzung gegenüber P, 223 I, II, 22, 23 I, 12 II DR. BENJAMIN ROGER, MAÎTRE EN DROIT (PARIS II) ARBEITSGEMEINSCHAFT ZUM GRUNDKURS STRAFRECHT WINTERSEMESTER 2015/2016 Lösung Fall 1 Tatkomplex A: Der geplante Reizgasanschlag 1. Strafbarkeit wegen versuchter

Mehr

Lösung Fall 3: Wer wird Millionär?

Lösung Fall 3: Wer wird Millionär? Lösung Fall 3: Wer wird Millionär? D e f i n i t i o n e n u n d P r ü f u n g s s c h e m a t a I. 212 Abs. 1, 211, 22, 23 Abs. 1 StGB (versuchter Mord) 1. Vorprüfung Nichtvollendung der Tat Strafbarkeit

Mehr

2. Ergebnis A hat sich durch den Schuss auf X nicht wegen Totschlags nach 212 I StGB strafbar gemacht.

2. Ergebnis A hat sich durch den Schuss auf X nicht wegen Totschlags nach 212 I StGB strafbar gemacht. Lösung Fall 1 Strafbarkeit des A I. 212 I StGB (durch den Schuss) A könnte sich wegen Totschlags gem. 212 I StGB strafbar gemacht haben, indem er auf den X schoss. 1. Tatbestand a) objektiver Tatbestand

Mehr

Wiederholungs- und Vertiefungskurs Strafrecht II (BT)

Wiederholungs- und Vertiefungskurs Strafrecht II (BT) Wiederholungs- und Vertiefungskurs Strafrecht II (BT) Jens Puschke 1 Die Diebstahlsqualifikationen ( 244 f. StGB) Aufbauschema 242, 244 StGB I. Tatbestand 1. 242 StGB (obj. und subj.) 2. 244 StGB (Qualifikation)

Mehr

Körperverletzung mit Todesfolge

Körperverletzung mit Todesfolge Körperverletzung mit Todesfolge Lösungshinweise Fall 1 (vgl. BGHSt. 14, 110; 31, 96; 32, 25; BGH NJW 1971, 152; BGH StV 1993, 73; BGH NStZ 1994, 394; BGH StV 1998, 203) Ausgangsfall A. Strafbarkeit des

Mehr

Tötung auf Verlangen, 216 StGB

Tötung auf Verlangen, 216 StGB Arbeitsgemeinschaft im Strafrecht (BT) SoSe 2014 Rechtswissenschaftliche Fakultät der Universität Freiburg Institut für Kriminologie und Wirtschaftsstrafrecht Laura Diebold http://www.strafecht-online.org

Mehr

BGH, Urteil vom 16. März 2006, NJW 2006, 1822 Kochsalz

BGH, Urteil vom 16. März 2006, NJW 2006, 1822 Kochsalz BGH, Urteil vom 16. März 2006, NJW 2006, 1822 Kochsalz Sachverhalt: Antonia befindet sich allein mit der vierjährigen Tochter Tina und ihrem vier Monate alten Sohn Siegfried in ihrer Wohnung. Während sie

Mehr

Thematik: Unmittelbares Ansetzen beim Unterlassungsdelikt. Materialien: Arbeitsblatt Examinatorium AT Nr. 2

Thematik: Unmittelbares Ansetzen beim Unterlassungsdelikt. Materialien: Arbeitsblatt Examinatorium AT Nr. 2 Badespaß (kein BGH-Fall) Sachverhalt: Vater Viktor bemerkt, dass sein 6-jähriger Sohn Karl, der Nichtschwimmer ist, beim Baden im See zu weit vom Ufer abgekommen ist, um Hilfe schreit und zu ertrinken

Mehr

Jura Online - Fall: Liebesspiel - Lösung

Jura Online - Fall: Liebesspiel - Lösung Jura Online - Fall: Liebesspiel - Lösung Ausgangsfall 1. Teil: Strafbarkeit des Y A. Strafbarkeit gem. 212 I StGB durch Einstechen mit dem Jagdmesser auf G Y könnte sich gem. 212 I StGB wegen Totschlags

Mehr

Lösungsvorschlag Fall 1

Lösungsvorschlag Fall 1 Lösungsvorschlag Fall 1 Bierzeltrauferei und die Folgen I. Strafbarkeit des A wegen des Kinnhakens 1) Schwere Körperverletzung, 83 Abs 1, 84 Abs 1 OTB: KV/An sich schwere KV: Der Verlust aller 4 Schneidezähne

Mehr

Anwendungskurs: Strafrecht Allgemeiner Teil II und Eigentumsdelikte

Anwendungskurs: Strafrecht Allgemeiner Teil II und Eigentumsdelikte Anwendungskurs: Strafrecht Allgemeiner Teil II und Eigentumsdelikte Wiss. Mit. Julia Volkmann-Benkert/ Johannes Koranyi, Bo. 3, Raum 3316 Tel.: 030/ 838 547 15; email: julia.volkmann-benkert@fu-berlin.de;

Mehr

Fall 1. Einleitender Obersatz für das jeweilige zu prüfende Delikt (hier: 303 Abs. 1 StGB)

Fall 1. Einleitender Obersatz für das jeweilige zu prüfende Delikt (hier: 303 Abs. 1 StGB) Lösungshinweise - Gutachten (Schritt für Schritt): Einleitender Obersatz für das jeweilige zu prüfende Delikt (hier: 303 Abs. 1 StGB) Indem A den Fahrradreifen des B zerstochen hat, könnte er sich wegen

Mehr

Wiederholungs- und Vertiefungskurs Strafrecht II (BT)

Wiederholungs- und Vertiefungskurs Strafrecht II (BT) Wiederholungs- und Vertiefungskurs Strafrecht II (BT) Jens Puschke Aufbauschema Räuberischer Angriff auf Kraftfahrer ( 316a) I. Objektiver Tatbestand 1. Angriff auf Leib oder Leben oder die Entschlussfreiheit

Mehr

Fall 15. 1. Handlungskomplex: Die Alkoholfahrt des Al. Strafbarkeit des Al wegen fährlässiger Tötung gem. 222 StGB durch Erfassen des Mopeds

Fall 15. 1. Handlungskomplex: Die Alkoholfahrt des Al. Strafbarkeit des Al wegen fährlässiger Tötung gem. 222 StGB durch Erfassen des Mopeds Lösungshinweise 1. Handlungskomplex: Die Alkoholfahrt des Al Strafbarkeit des Al wegen fährlässiger Tötung gem. 222 StGB durch Erfassen des Mopeds 1. Erfolg (+), der Mopedfahrer ist tot. 2. Handlung (+),

Mehr

Lösungsskizze zur 3. Klausur

Lösungsskizze zur 3. Klausur Lösungsskizze zur 3. Klausur 1. Wie hat sich M am Unfalltag strafbar gemacht? Erster Tatkomplex: Fahrt bis zum Unfall (1) Vorsätzliche Gefährdung des Straßenverkehrs, 315c I Nr. 1a, III Nr. 1 StGB Objektiver

Mehr

Fall Tatkomplex: Der Bruch

Fall Tatkomplex: Der Bruch Lösungshinweise 1. Tatkomplex: Der Bruch A. Strafbarkeit der A wegen Einbruchsdiebstahls gem. 242 Abs. 1, 243 Abs. 1 S. 2 Nr. 1, Nr. 2 StGB durch Eindrücken des Fensters und Ansichnehmen der 1.000 Euro

Mehr

Lösungsskizze Fall Tatkomplex: Schlagen durch A auf die Brust des D. Strafbarkeit des A

Lösungsskizze Fall Tatkomplex: Schlagen durch A auf die Brust des D. Strafbarkeit des A Lösungsskizze Fall 5 1. Tatkomplex: Schlagen durch A auf die Brust des D Strafbarkeit des A A. 223 I, 224 I Nr. 2 StGB 1 A könnte sich wegen einer gefährlichen Körperverletzung nach 223 I, 224 I Nr. 2

Mehr

Schutzgut des Art bis 4 plstgb ist das menschliche Leben unter Berücksichtigung seines existenziellen (biologischen) Aspekts.

Schutzgut des Art bis 4 plstgb ist das menschliche Leben unter Berücksichtigung seines existenziellen (biologischen) Aspekts. Art. 148 1: Totschlag 1. Wer einen Menschen tötet, wird mit Freiheitsstrafe nicht unter acht Jahren, mit einer Freiheitsstrafe von fünfundzwanzig Jahren oder mit lebenslanger Freiheitsstrafe bestraft.

Mehr

Wintersemester 2010 / Klausurenkurs zur Examensvorbereitung im Strafrecht. 2. Klausur / Tritte auf die Unrechtsseite

Wintersemester 2010 / Klausurenkurs zur Examensvorbereitung im Strafrecht. 2. Klausur / Tritte auf die Unrechtsseite Prof. Dr. Wolfgang Mitsch Universität Potsdam Wintersemester 2010 / 2011 Klausurenkurs zur Examensvorbereitung im Strafrecht 2. Klausur / 5. 11. 2010 Tritte auf die Unrechtsseite Lösung des Falles A. Strafbarkeit

Mehr

Übungsfall: Untreue mit bitterem Ende

Übungsfall: Untreue mit bitterem Ende Von Wiss. Mitarbeiterin Annabell Blaue, Halle-Wittenberg* Schwerpunkte der Klausur sind vor allem: Kausalität, objektive Zurechnung, eigenverantwortliches Dazwischentreten eines Dritten, hinterlistiger

Mehr

250 StGB Schwerer Raub

250 StGB Schwerer Raub StrafR BT 3: Straftaten gg Vermögenswerte 26 1 Systematik des es gem. 249-251 StGB Grundtatbestand 249 StGB Qualifikation 250 StGB Schwerer Erfolgsqualifikation 251 StGB mit Todesfolge StrafR BT 3: Straftaten

Mehr

Einheit: 3: Klausurenmethodik, Körperverletzung, erfolgsqualifizierte Delikte. Lösungsvorschlag

Einheit: 3: Klausurenmethodik, Körperverletzung, erfolgsqualifizierte Delikte. Lösungsvorschlag TUTORIUM ZUR VORGERÜCKTENÜBUNG IM STRAFRECHT WINTERSEMESTER 2016/17 WACHSMANN/WERKMEISTER Einheit: 3: Klausurenmethodik, Körperverletzung, erfolgsqualifizierte Delikte Lösungsvorschlag Fall 1: Strafbarkeit

Mehr

Konversatorium Strafrecht III Nichtvermögensdelikte

Konversatorium Strafrecht III Nichtvermögensdelikte Konversatorium Strafrecht III Nichtvermögensdelikte 1. Stunde: Wiederholung AT (I.) Viviana Thompson Lehrstuhl Prof. Dr. Schuster Wiederholung Strafrecht AT (I.) Versuch und Rücktritt Prüfungsaufbau eines

Mehr

Lösungsvorschlag zu Teil I

Lösungsvorschlag zu Teil I Universität Regensburg Prof. Dr. Bernd von Heintschel-Heinegg Probeexamen Strafrecht Wintersemester 2012/13 Lösungsvorschlag zu Teil I A) Strafbarkeit des A I. Strafbarkeit gem. 223 I, 224 I Nr. 2, 5 durch

Mehr

Übung Strafrecht. Das wird ihm eine Lehre sein!

Übung Strafrecht. Das wird ihm eine Lehre sein! Übung Strafrecht Das wird ihm eine Lehre sein! WS 2014/15 3. November 2014 03.11.2014 Dr. Alois Birklbauer Folie 1 Problemübersicht 1. HA: Telefonanruf durch A Strafbarkeit des A wegen 107 StGB 2. HA:

Mehr

Probeexamen Wintersemester 2010/11. Klausur im Strafrecht ( ) Lösungsskizze Privatdozent Dr. Edward Schramm Universität Konstanz

Probeexamen Wintersemester 2010/11. Klausur im Strafrecht ( ) Lösungsskizze Privatdozent Dr. Edward Schramm Universität Konstanz Probeexamen Wintersemester 2010/11 Klausur im Strafrecht (7. 10. 2010) Lösungsskizze Privatdozent Dr. Edward Schramm Universität Konstanz 1 Notenverteilung 0 1 1 6 2 7 3 9 durchgefallen: 29 % 4 12 5 15

Mehr

1. Besprechungsstunde

1. Besprechungsstunde 1. Besprechungsstunde Albert-Ludwigs-Universität Freiburg Wiederholungs- und Vertiefungskurs AT Prof. Dr. Dres. h.c. Michael Pawlik, LL.M. Institut für Strafrecht und Strafprozessrecht, Abt. 1 Wintersemester

Mehr

Lösungshinweise Fall 11

Lösungshinweise Fall 11 Lösungshinweise Fall 11 A. Strafbarkeit des V wegen Hausfriedensbruchs gem. 123 Abs. 1 StGB durch Betreten und Verweilen in der Wohnung des M 1. Objektiver Tatbestand - Tatobjekt Wohnung eines anderen

Mehr

Lösungsskizze für die integrierte Hausarbeit im Strafrecht Sommersemester 2012

Lösungsskizze für die integrierte Hausarbeit im Strafrecht Sommersemester 2012 Lösungsskizze für die integrierte Hausarbeit im Strafrecht Sommersemester 2012 Strafbarkeit des H A. 212, 22, 23 I StGB I. Nichtvollendung der Haupttat (+) II. Strafbarkeit des Versuchs: 23 I, 12 I StGB

Mehr

Fälle zum Strafrecht für Anfänger

Fälle zum Strafrecht für Anfänger Juristische Fall-Lösungen Fälle zum Strafrecht für Anfänger Klausurenkurs I von Prof. Dr. Dr. Eric Hilgendorf 1. Auflage Fälle zum Strafrecht für Anfänger Hilgendorf ist ein Produkt von beck-shop.de Thematische

Mehr

Kausalität. Objektive Zurechenbarkeit

Kausalität. Objektive Zurechenbarkeit StrafR AT 5 Objektive Zurechenbarkeit / Pflichtwidrigkeitszusammenhang 1 Erste Prüfungsstufen bei einem Erfolgsdelikt Handlung Erfolg Kausalität Objektive Zurechenbarkeit StrafR AT 5 Objektive Zurechenbarkeit

Mehr

Fahrlässigkeit: objektive Pflichtverletzung nach seinen subjektiven Kenntnissen und Fähigkeiten vermeiden konnte

Fahrlässigkeit: objektive Pflichtverletzung nach seinen subjektiven Kenntnissen und Fähigkeiten vermeiden konnte Strafrecht Fahrlässigkeit: Fahrlässig handelt ein Täter, der eine objektive Pflichtverletzung begeht, sofern er sie nach seinen subjektiven Kenntnissen und Fähigkeiten vermeiden konnte und wenn gerade

Mehr

1 Ebenso könnte an eine Strafbarkeit wegen Mordes gedacht werden. Im Rahmen der dann anzusprechenden

1 Ebenso könnte an eine Strafbarkeit wegen Mordes gedacht werden. Im Rahmen der dann anzusprechenden Fall 1 Der Bratpfannenfall (BGH NJW 1966, S. 1823 ff.): O tyrannisiert seine Frau F und seine Stieftochter T seit Jahren. Eines Tages hat T genug von den Quälereien und schlägt dem verhassten O von hinten

Mehr

Lösungsvorschlag zur Übungsklausur

Lösungsvorschlag zur Übungsklausur Lösungsvorschlag zur Übungsklausur Kurzgutachten Strafbarkeit des A A. Der A könnte sich einer gefährlichen Körperverletzung, 223 I, 224 I Nr. 3, 4, 5 StGB schuldig gemacht haben, indem er auf den C zu

Mehr

Fall Tatkomplex: Das Geschehen rund um den Unfall. A. Strafbarkeit des U wegen Totschlags gem. 212 Abs. 1 StGB durch Anfahren des X

Fall Tatkomplex: Das Geschehen rund um den Unfall. A. Strafbarkeit des U wegen Totschlags gem. 212 Abs. 1 StGB durch Anfahren des X Lösungshinweise 1. Tatkomplex: Das Geschehen rund um den Unfall A. Strafbarkeit des U wegen Totschlags gem. 212 Abs. 1 StGB durch Anfahren des X Die Tötung des X kann U nicht objektiv zugerechnet werden,

Mehr

Examensrepetitorium Strafrecht AT. Der subjektive Tatbestand - Irrtümer

Examensrepetitorium Strafrecht AT. Der subjektive Tatbestand - Irrtümer Examensrepetitorium Strafrecht AT Der subjektive Tatbestand - Irrtümer Fall 2: Strafbarkeit der A I. aus 212 StGB zu Lasten des K 1. TB A) obj. Erfolg, Kausa, obj. ZR (+) B) subj. Vorsatz (P) A wollte

Mehr

Wiederholungs- und Vertiefungskurs Strafrecht II (BT)

Wiederholungs- und Vertiefungskurs Strafrecht II (BT) Wiederholungs- und Vertiefungskurs Strafrecht II (BT) Jens Puschke 1 Aufbauschema Brandstiftung ( 306 StGB) I. Objektiver Tatbestand 1. Fremde Sachen der Nr. 1-6 2. Inbrandsetzen oder durch Brandlegung

Mehr

Zeitpunkt der Arglosigkeit beim Heimtückemord

Zeitpunkt der Arglosigkeit beim Heimtückemord Entscheidung des Monats RÜ 3/2015 22, 23, 52, 211, 212, 223, 224, 240, 241 StGB Zeitpunkt der Arglosigkeit beim Heimtückemord BGH, Beschl. v. 06.11.2014 4 StR 416/14 Fall A wollte ein Gespräch mit seiner

Mehr

I. 212 I StGB T könnte sich gem. 212 I StGB des Totschlags an O strafbar gemacht haben, indem er auf diesen geschossen hat.

I. 212 I StGB T könnte sich gem. 212 I StGB des Totschlags an O strafbar gemacht haben, indem er auf diesen geschossen hat. Fall 1 I. 212 I StGB T könnte sich gem. 212 I StGB des Totschlags an O strafbar gemacht haben, indem er auf diesen geschossen hat. T müsste einen anderen Menschen getötet haben. O stellt ein taugliches

Mehr

I. Strafbarkeit wegen Totschlags B könnte sich durch das Werfen mit dem Messer des Totschlags an G gemäß 212 StGB strafbar gemacht haben.

I. Strafbarkeit wegen Totschlags B könnte sich durch das Werfen mit dem Messer des Totschlags an G gemäß 212 StGB strafbar gemacht haben. I. Strafbarkeit wegen Totschlags B könnte sich durch das Werfen mit dem Messer des Totschlags an G gemäß 212 StGB strafbar gemacht haben. 1. Tatbestand a) objektiver Tatbestand Zunächst müsste der Erfolg,

Mehr

Jura Online - Fall: Marathon-Läufer - Lösung

Jura Online - Fall: Marathon-Läufer - Lösung Jura Online - Fall: Marathon-Läufer - Lösung 1. Tatkomplex: Die Verfolgungsjagd A. Strafbarkeit des A nach 315b Abs. 1 Nr. 1, Nr. 3 StGB Durch die Schüsse auf den Geländewagen des W könnte sich A wegen

Mehr

Juristischer Gutachtenstil

Juristischer Gutachtenstil Tina Hildebrand Juristischer Gutachtenstil Ein Lehr- und Arbeitsbuch 2. Auflage Wie baue ich aus den einzelnen Schritten ein Gutachten? 7 3. Wie baue ich aus den einzelnen Schritten ein Gutachten? Wichtig

Mehr

Prof. Dr. Klaus Marxen 1. Februar 2008 PÜ Strafrecht Grundkurs I Wintersemester 2007/2008. Fall 10: Panik-Fall

Prof. Dr. Klaus Marxen 1. Februar 2008 PÜ Strafrecht Grundkurs I Wintersemester 2007/2008. Fall 10: Panik-Fall Fall 10: Panik-Fall Sachverhalt A befährt mit seinem Wagen eine abseits gelegene, schmale Landstraße. Ein quer auf dieser Straße stehender PKW versperrt ihm den Weg. Das Fahrzeug war zuvor gegen einen

Mehr

Lösungsvorschläge und Materialien für die Fälle 1 und 2

Lösungsvorschläge und Materialien für die Fälle 1 und 2 Lösungsvorschläge und Materialien für die Fälle 1 und 2 Ein Vorschlag zur Bildung von Tatkomplexen: 1. Tatkomplex: Bis zum Unfall Zu Fall 1 Beleidigung/ üble Nachrede = 185 ff. StGB? Verkehrsdelikte =

Mehr

Räuberische Erpressung. Raub. 249 StGB. 253, 255 StGB

Räuberische Erpressung. Raub. 249 StGB. 253, 255 StGB Raub 249 StGB Räuberische Erpressung 253, 255 StGB BGH: Raub ist ein spezieller Fall der räuberischen Erpressung, weshalb zwangsläufig beim Raub eine räuberische Erpressung mitverwirklicht ist. Eine Wegnahme

Mehr

227 Körperverletzung mit Todesfolge 1. Körperverletzung Grunddelikt: vollendete vorsätzliche Körperverletzung ( 223 bis 226), auch durch Unterlassen

227 Körperverletzung mit Todesfolge 1. Körperverletzung Grunddelikt: vollendete vorsätzliche Körperverletzung ( 223 bis 226), auch durch Unterlassen 227 Körperverletzung mit Todesfolge 1. Körperverletzung Grunddelikt: vollendete vorsätzliche Körperverletzung ( 223 bis 226), auch durch Unterlassen 2. Tod der verletzten Person 3. Wenigstens fahrlässige

Mehr

1. Welche Verwirklichungsstufen einer Tat sind zu unterscheiden? 2. Erstellen Sie ein Prüfungsschema für die Versuchsstrafbarkeit!

1. Welche Verwirklichungsstufen einer Tat sind zu unterscheiden? 2. Erstellen Sie ein Prüfungsschema für die Versuchsstrafbarkeit! Prüfungsschema Karte 80 Das Gesetz bestraft nicht nur den Täter, dessen Tat auch tatsächlich vollständig gelingt (d.h. bei verwirklichtem Erfolgsunrecht), sondern es stellt in 23 StGB auch den Versuch

Mehr

Vorlesung Strafrecht Allgemeiner Teil I Handlungsbegriff, Kausalität und objektive Zurechnung. Prof. Dr. Dr. Eric Hilgendorf

Vorlesung Strafrecht Allgemeiner Teil I Handlungsbegriff, Kausalität und objektive Zurechnung. Prof. Dr. Dr. Eric Hilgendorf Vorlesung Strafrecht Allgemeiner Teil I Handlungsbegriff, Kausalität und objektive Zurechnung Prof. Dr. Dr. Eric Hilgendorf I. Handlungslehren Jede Strafbarkeit setzt willensgesteuertes Verhalten voraus

Mehr

Fall 7 Kartenspiele. 1. Tatkomplex: Die ec-karte. A. Strafbarkeit des A gemäß 242 Abs. 1 StGB bzgl. der ec-karte I. Tatbestand

Fall 7 Kartenspiele. 1. Tatkomplex: Die ec-karte. A. Strafbarkeit des A gemäß 242 Abs. 1 StGB bzgl. der ec-karte I. Tatbestand Fall 7 Kartenspiele 1. Tatkomplex: Die ec-karte A. Strafbarkeit des A gemäß 242 Abs. 1 StGB bzgl. der ec-karte 1. Objektiver Tatbestand fremde bewegliche Sache (+), die ec-karte des O Wegnahme (+), durch

Mehr

Grundkurs Strafrecht II Prof. Dr. Luís Greco Teil 4: Straftaten gegen die persönliche Freiheit. Teil 4: Straftaten gegen die persönliche Freiheit

Grundkurs Strafrecht II Prof. Dr. Luís Greco Teil 4: Straftaten gegen die persönliche Freiheit. Teil 4: Straftaten gegen die persönliche Freiheit Teil 4: Straftaten gegen die persönliche Freiheit I. Freiheitsberaubung ( 239 StGB) II. Nötigung ( 240 StGB) III. Bedrohung ( 241 StGB) IV. Erpresserischer Menschenraub, Geiselnahme ( 239a, b StGB) V.

Mehr

Strafrecht und Ethik. Der Abschuss gekaperter Flugzeuge

Strafrecht und Ethik. Der Abschuss gekaperter Flugzeuge Strafrecht und Ethik Der Abschuss gekaperter Flugzeuge Fall: Der Kampfjetpilot A erkennt während eines Übungsfluges ein Passagierflugzeug, das sich einem Hochhaus nähert. Zutreffend geht er davon aus,

Mehr

Klausuren Was kommt auf Sie zu?

Klausuren Was kommt auf Sie zu? Praxis: Klausuren Was kommt auf Sie zu? Sachverhaltsfeststellung rechtliche Bewertung Regelungen hierzu - etwa Beweiserhebung und -verwertung finden Sie in den Verfahrensordnungen (z.b. StPO, ZPO, VwGO)

Mehr

C könnte sich durch das Töten der O des Totschlags gemäß 212 I StGB strafbar gemacht haben.

C könnte sich durch das Töten der O des Totschlags gemäß 212 I StGB strafbar gemacht haben. Fall 5 I. Strafbarkeit des C C könnte sich durch das Töten der O des Totschlags gemäß 212 I StGB strafbar gemacht haben. 1. Tatbestand a) objektiver Tatbestand C müsste den Tod einer anderen Person kausal

Mehr

Notwehr, Notstand und Körperverletzung

Notwehr, Notstand und Körperverletzung Notwehr, Notstand und Körperverletzung Was ist Notwehr? Niemand wird jemals in eine Situation kommen wollen, in der er sich selbst (oder einen Schwächeren) verteidigen muss. Findet man sich jedoch einmal

Mehr

Würzburger Woche an der April Dipl. Jur. Christopher Jones, Europajurist (Universität Würzburg)

Würzburger Woche an der April Dipl. Jur. Christopher Jones, Europajurist (Universität Würzburg) Würzburger Woche an der Bahçeşehir Üniversitesi 26. 30. April 2010 Strafrecht Dipl. Jur. Christopher Jones, Europajurist (Universität Würzburg) Gliederung: Teil 1 Allgemeiner Teil Allgemeines (Allg) Deliktsprüfung

Mehr

Einführung in das Strafrecht

Einführung in das Strafrecht Der Verbrechensaufbau - - i.d.r.: dreistufiger Aufbau I. Tatbestandsmäßigkeit 1. Objektiver Tatbestand 2. Subjektiver Tatbestand II. Rechtswidrigkeit III. Schuld 2 I. Tatbestandsmäßigkeit 1. Objektiver

Mehr

Fälle zur Kausalität und objektiven Zurechnung inkl. Lösungen

Fälle zur Kausalität und objektiven Zurechnung inkl. Lösungen Fälle zur Kausalität und objektiven Zurechnung inkl. Lösungen A. Der Stolpernde Patient I. Fall Lilly (L) kann ihren Freund Gerd (G) nicht mehr länger ertragen. Sie schüttet zu diesem Zwecke Pflanzengift

Mehr

Inhalt. Strafrecht BT 1 Vermögensdelikte -

Inhalt. Strafrecht BT 1 Vermögensdelikte - Inhalt Strafrecht BT 1 Vermögensdelikte - Lektion 1: Der Diebstahl, 242 7 A. Einordnung 7 B. Objektiver Tatbestand 7 Übersicht: Die Wegnahme 20 C. Subjektiver Tatbestand 21 Übersicht: Die Zueignungsabsicht

Mehr

Übersicht 242 ff. (2)

Übersicht 242 ff. (2) Arbeitsgemeinschaft im Strafrecht (BT) SoSe 2011 Juristische Fakultät der Universität Freiburg Institut für Kriminologie und Wirtschaftsstrafrecht J. Allmendinger, Dr. C. Corell, D. Kohlmann, T. Müller,

Mehr

BGH, Urteil vom 14. März 1995, BGHSt 41, 94 Detmol. Thema: Formen des Versuchs, Versuchsaufbau

BGH, Urteil vom 14. März 1995, BGHSt 41, 94 Detmol. Thema: Formen des Versuchs, Versuchsaufbau BGH, Urteil vom 14. März 1995, BGHSt 41, 94 Detmol Sachverhalt: Frieda möchte ihren Ehemann Bruno töten. Zu diesem Zweck sprüht sie ihm eines Tages das Insektengift Detmol aus einer Spraydose auf das Vesperbrot,

Mehr

Keine unmittelbare tatbestandsmässige Handlung durch P. [+] Erfüllung des objektiven Tatbestandes durch L. [+]

Keine unmittelbare tatbestandsmässige Handlung durch P. [+] Erfüllung des objektiven Tatbestandes durch L. [+] Rechtswissenschaftliche Fakultät Institut für Strafrecht und Kriminologie SCHRIFTLICHE FACHPRÜFUNG EINFÜHRUNGSSTUDIUM STRAFRECHT (10. JUNI 2016) KORREKTURHINWEISE Erster Sachverhaltsabschnitt Vorsätzliche

Mehr

Strafrecht BT Einführung Vermögensdelikte

Strafrecht BT Einführung Vermögensdelikte Strafrecht BT Einführung Vermögensdelikte 3. Fall Lösung: Überraschung am Wochenende Strafbarkeit von A und B I. Strafbarkeit A und B (nach 249 Abs. 1, 25 StGB, durch Schlagen, Fesseln und bedrohen des

Mehr