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1 Unternehmensbewertung Worauf kommt es an? 04. Februar 2010 Seite 1

2 Inhaltsverzeichnis Unternehmensübertragung Was soll übertragen werden Unternehmensbewertung 1. Bewertungsverfahren 1.1. Ertragswertverfahren 1.2. Multiplikatorverfahren 1.3. DCF-Verfahren 2. Bewertungsfaktoren 2.1. Weiche Unternehmenswertfaktoren 2.2. Harte Unternehmenswertfaktoren Seite 2

3 Unternehmensübertragung Grundsätzliche Entscheidung darüber, was übertragen werden soll: Asset Deal: Erworben werden einzelne Vermögensgegenstände und / oder Rechtsverhältnisse eines Unternehmen, bzw. eines Unternehmensteils. Erwerbsgegenstand sind somit bewegliche Sachen und Rechtsverhältnisse. Share Deal: Erworben werden Anteilsrechte an Personen- oder Kapitalgesellschaften. Ereignisse: Verkauf, Kauf, Fusion, Spaltung Problem: Unternehmen stellen komplexe und individuelle Strukturen dar Seite 3

4 Unternehmensbewertung 1.1 Ertragswertverfahren 1. Bewertungsverfahren 1.2 Multiplikatorverfahren 1.3 DCF-Verfahren Unternehmensbewertung - worauf kommt es an - 2. Bewertungsfaktoren 2.1 Weiche Unternehmenswertfaktoren 2.2 Harte Unternehmenswertfaktoren Seite 4

5 1.1. Ertragswertverfahren Unternehmensbewertung durch Abzinsung der tatsächlichen (Bilanz/GuV) bzw. erwarteten (Planung) Jahresergebnisse Ertragswert = Bereinigtes Jahresergebnis * 100 Kapitalisierungszinssatz a) Bereinigtes Jahresergebnis: - keine Berücksichtigung außerordentlicher Geschäftsvorfälle - Eliminierung steuerlicher Gestaltungsspielräume b) Kapitalisierungszins (Risikobeurteilung): - Ergebnis aus vergleichbaren sicheren Kapitalanlagen und einem Zuschlag für das ermittelte unternehmerische Risiko. - In der Praxis für kleine und mittlere Unternehmen bei 9 14% Seite 5

6 1.2. Multiplikatorverfahren Unternehmensbewertung anhand von Ertrags- und operationalen Kennzahlen (Multiplikatoren) Ertragswert = EBIT x Multiplikator Multiplikatoren "Small-Cap" (kleine Unternehmen) Branche EBIT-Multiplikator* Umsatz-Multiplikator von bis von bis Elektrotechnik und Elektronik 5,9 8,4 0,46 0,85 Fahrzeugbau und -zubehör 5,4 7,9 0,44 0,78 Maschinen- und Anlagenbau 5,1 7,4 0,43 0,73 * Earnings Before Interest and Taxes (Gewinn vor Zinsen und Steuern) Seite 6

7 1.3. DCF-Verfahren Unternehmensbewertung anhand tatsächlicher (Bilanz/GuV) bzw. erwarteter (Planung) Cashflows Unternehmenswert = Cashflow * 100 erwartete Eigenkapitalverzinsung a) Cashflow: - Betrachtung der Zahlungszu- und -abflüsse - Eliminierung steuerlicher Gestaltungsspielräume b) Eigenkapitalverzinsung (Risikobeurteilung): - Ergebnis aus vergleichbaren sicheren Kapitalanlagen und einem Zuschlag für das ermittelte unternehmerische Risiko. - In der Praxis bei 6 12% Seite 7

8 2. Bewertungsfaktoren 2.1 Weiche Unternehmenswertfaktoren 2. Bewertungsfaktoren 2.2 Harte Unternehmenswertfaktoren Seite 8

9 2.1. Weiche Unternehmenswertfaktoren Planungsrechnung vs. Jahresabschluss zukunftsorientiert vs. vergangenheitsorientiert Branche / Markt Nieschenbranche, Wachstumsmarkt, gesättigter Markt Standortfrage / Mitarbeiter / Innovation Geografische Lage des Unternehmens, Qualifikation der Mitarbeiter, Investition in fortschrittliche Technologien Unternehmer selbst Unternehmer das Zentrum des Unternehmens Stabilität in der Unternehmensentwicklung lineare / volatile Entwicklung des Unternehmens Seite 9

10 2.2. Harte Unternehmenswertfaktoren Ertragsstrukturen 2.2 Harte Unternehmenswertfaktoren Bilanzstrukturen Vertragsstrukturen Seite 10

11 Ertragsstrukturen Umsatzwachstum / Deckungsbeiträge Entwicklung der Umsätze, Verhältnis Erträge und Aufwendungen Aufwendungen an nahestehende Personen Kosten der Familie, Pachtaufwendungen Unternehmerlohn kalkulatorisch vs. tatsächlich Investitionsstrukturen Bindung liquider Mittel, Abschreibungen Finanzierungsstrukturen Verhältnis Eigenkapital zu Fremdkapital Seite 11

12 Bilanzstrukturen Pensionszusagen Risiko der zukünftigen Belastung Nicht betriebsnotwendiges Vermögen Grundstücke, Finanzanlagen, Wertpapiere Nicht betriebsnotwendige Schulden Verlustfinanzierungen aus den Vorjahren Seite 12

13 Vertragliche Strukturen Vertragsverhältnisse insbesondere Pacht Unübliche Verträge, Drittvergleich, Betriebsaufspaltung Lizenzvereinbarungen Vertragsdauer, Kündigungsmodalitäten Seite 13

14 Ihr Referent Dipl. BW (FH) Klaus Bender Geschäftsführer der OT-Consult GmbH Hauptstraße 91 Mosbach Tel 06261/ Seite 14

15 Unternehmensbewertung worauf kommt es an? Unternehmenssicherung Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit! Seite 15

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