9 Codes. Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg FACHBEREICH ELEKTROTECHNIK UND INFORMATIK DIGITALTECHNIK 9-1

Größe: px
Ab Seite anzeigen:

Download "9 Codes. Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg FACHBEREICH ELEKTROTECHNIK UND INFORMATIK DIGITALTECHNIK 9-1"

Transkript

1 9 Codes 9.1 Charakterisierung und Klassifizierung Definition: Das Ergebnis einer eindeutigen Zuordnung zweier Zeichen- bzw. Zahlenmengen wird Code genannt. Die Zuordnung erfolgt über eine arithmetische Regel oder wird einfach durch eine Tabelle definiert. Eine Gruppe von m Zeichen wird Codewort genannt. Beispiel: Ein spezieller Code zur Umsetzung zweier Codeworte: BCD FGH In digitalen Systemen müssen Daten erfasst, gespeichert, übertragen und bearbeitet werden. Die Decodierung von Dezimalzahlen ermöglicht Darstellungen, die für spezielle Anwendungen besonders geeignet sind. Beispiele: - Zur effizienten Datenspeicherung werden Codes benötigt, die nur wenige Speicherzellen benötigen (kurze Strings) - Bei der Signalübertragung kommt es darauf an, die Daten möglichst sicher zu übertragen. Die Fehlererkennung und ggf. korrektur steht im Vordergrund (längere Strings durch Redundanz) - In Meßsystemen sollten Codes verwendet werden, die ein Minimum an Datenerfassungsfehlern ermöglichen (spezielle Anordnung der Codelemente in einem Codewort) - Die digitale Signalverarbeitung erfordert Codes, die einfache und demnach schnelle Digitalschaltungen ermöglichen DIGITALTECHNIK 9-1

2 Numerische Codes Wort Codes Binäre Codes für Dezimalzahlen Dateneingabe, arithmetische und Übertragungsanwendungen Normaler Binärcode Arithmetische und Speicheranwendungen (Bin, Oct, Hex) Gray Code Elektromechanische Anwendungen: Messung von Winkeln und Abständen Gewichtete Codes BCD ( ) m-aus-n Aiken( ) Zuordnungs- Codes Excess-3 Libaw-Craig O Brien Wortcodes: Jede Dezimalzahl wird durch eine binäre Zeichenkette dargestellt. z.b. : = Binäre Codes: Jede Stelle einer Zahl wird durch eine eigene Zeichenkette dargestellt. z.b. : = DIGITALTECHNIK 9-2

3 Kenngrößen von Codes Ein Code ist gewichtet, wenn jede Stelle des Codes einem speziellen Wert (Codegewicht) entspricht. Die zum Codewort gehörige Dezimalzahl ist die Summe der Gewichte, für die das Codewort eine 1 besitzt. Mit einer m-bit langen Zeichenkette können 2 m Codeworte realisiert werden. Wenn nicht alle Möglichkeiten genutzt werden, so besitzt der Code eine Redundanz Rd > 0. Die Redundanz berechnet sich aus: Rd = ld 2 (N max ) ld 2 (N code ) > 0 mit N max = 2 m, ld = Logarithmus zur Basis 2 Rd = ld 2 (N max ) 3.32 log 10 (N code ) (N Code = Anzahl der Codeworte ; N max -N Code = Anzahl der nicht als Code verwendeten Worte) Damit eine Fehlererkennung durchgeführt werden kann, ist eine Redundanz Rd > 0 erforderlich. Die Anzahl unterschiedlicher Stellen zweier benachbarter Codes wird als Hamming-Distanz bezeichnet. Ein Code ist stetig, wenn die Hamming-Distanz aller Codeworte gleich ist. Ein Code, bei dem die Hamming-Distanz aller Codeworte H=1 ist, ist nach der Strategie des minimum-bit-change aufgebaut. DIGITALTECHNIK 9-3

4 9.2 Binärcodes für Dezimalzahlen BCD = Binary Coded Decimal Binärdarstellung der Dezimalziffern. Jede Dezimalstelle wird einzeln codiert. Sechs der 16 möglichen Binärcodes werden nicht benötigt. Beispiel: = BCD Zahlen erfordern in µps eine spezielle Arithmetik: Wenn das Ergebnis der stellenweisen Addition größer als 9 ist, so muss zusätzlich eine 6 addiert werden: Dezimal: (Carry) BCD: (+6 2 ) (Carry) DIGITALTECHNIK 9-4

5 Verschiedene BCD-Codes Code (8421)-BCD 1 out of 10 Aiken Excess-3 Libaw-Craig O Brien Gewicht Dezimalzahl = 1024 Codeworte, von denen nur 10 verwendet werden Hohe Redundanz DIGITALTECHNIK 9-5

6 Code Anwendungen und Vorteile Hamming- Distanz (8421)-BCD Hilfreich bei der Bearbeitung dezimaler Daten z.b. bei Messungen und Anzeigen. BCD Arithmetik erfordert keine Konversion vom Dezimal- ins Binärformat. Viele Prozessoren besitzen einen begrenzten BCD-Befehlssatz. 1 aus 10 Datenübertragung mit sicherer Bitfehlererkennung. Bausteinselektion durch Steuereinheiten. Jedes Bit eines 1-aus-10 Codes steuert den Freigabeeingang eines angeschlossenen Bausteins. Excess-3 Libaw- Craig O Brien Bei Datenübertragung und 1111 sind keine Codeworte, dadurch können Störungen wie z.b. Unterbrechungen und Spannungsabfälle erkannt werden. Gleitende Zeichenkette mit minimum-bit-change. Realisierung spezieller Johnson-Zähler mit 2*m Zuständen: Ein einfaches kreuzgekoppeltes Schieberegister mit invertierter Rückkopplung des MSB. Zustandscodierung mit minimum-bit-change für Zustandsautomaten (System Controller). Mit diesem Code können Hazards in angeschlossener kombinatorischer Logik vermieden werden und der Hardwareaufwand minimiert werden. 1 to 4 nicht stetig 2 stetig 1 to 4 nicht stetig 1 stetig 1 stetig Redundanz Bitfehler- Erkennung Nein 1 Bit Nein Nein Nein DIGITALTECHNIK 9-6

7 9.3 Gray-Code Dezimal Der Gray-Code dient an der Schnittstelle zwischen elektrischen und mechanischen Systemen zur präzisen Längen- und Winkelbestimmung. Der Gray-Code wird durch rekursive Reflexion gebildet: a) Der 1-Bit Gray-Code besitzt 2 Codeworte: 0 und 1. b) Die ersten 2 n Codeworte eines (n+1)-bit Gray-Codes sind gleich den Codeworten eines n-bit Codes mit vorangestellter 0. c) Die letzten 2 n Codeworte eines (n+1)-bit Gray-Codes sind gleich den Codeworten eines n-bit Codes, aber in umgekehrter Reihenfolge und mit vorangestellter 1. Auf einem Code-Lineal, bzw. einer Code-Scheibe ist der Gray- Code in Form von Streifen bzw. konzentrischen Kreisen mit absorbierenden und lichtdurchlässigen Flächen abgebildet. Bei der Positionsänderung des Code-Lineals ändert sich jeweils immer nur 1 Bit (minimum bit change). Dadurch ist die Positionserkennung an den Übergangsstellen immer sicher. Hamming-Distanz: 1, stetig, ungewichtet, Redundanz: 0 Zahl Gray-Code mit Reflexionszeilen DIGITALTECHNIK 9-7

8 Optischer Schalter (1von 4): Leuchtdiode (LED) D1 Hell-Dunkel Erkennung durch Phototransistor Q1 Schmitt-Trigger erzeugt digitales Rechtecksignal: 0 oder 1 Gray-Code Lineal LSB MSB Dez. Binär Code Lineal Bewegung LSB MSB Dez. DIGITALTECHNIK 9-8

9 Prof. Dr. J. Reichardt Methoden der Fehler Erkennung und Korrektur Cube Cube m-bit lange Codeworte können visualisiert werden, indem sie an den Ecken (vertex) eines mehrdimensionalen Würfels (m-cube) platziert werden. Jede Ecke besitzt genau m Nachbarecken. Zwei Codeworte sind benachbart, wenn man nur entlang einer Kante (edge) gehen muss, um von einem Codewort zum benachbarten Codewort zu gelangen. Dann ändert sich genau eine Bitstelle, d.h. die Hamming-Distanz ist H=1. DIGITALTECHNIK 9-9

10 Paritätsbit in 4-Cubes Den 3-Bit Codeworten werden (z.b. als LSB) zusätzliche Bits hinzugefügt, die nach fest definiertem Schema aus den Codeworten erzeugt werden und eine zusätzliche Redundanz erzeugen (Paritätsbit). Wenn das Paritätsbit nicht zum Codewort passt, wird ein Übertragungsfehler gemeldet. Das Paritätsbit ergänzt das Codewort zu insgesamt gerader (even) bzw. ungerader (odd) Parität aller Bitstellen: Wenn die gesamte Anzahl von Einsen ungerade ist Ungerade Parität P o Wenn die gesamte Anzahl von Einsen gerade ist Gerade Parität P e Für die erlaubten Codeworte im 4-Cube gilt, dass zwei Codeworte niemals benachbart sind. Die Hamming-Distanz ist H = 2. Demnach gilt: Wenn auf einer Übertragungsstrecke EIN Bit fehlerhaft übertragen wurde, so ist dies kein erlaubtes Codewort. Dez.# C B A P o P e Wahrheitstabelle zur Erzeugung eines ungeraden und geraden Paritätsbits DIGITALTECHNIK 9-10

11 Fehler erkennende Codes mit gerader und ungerader Parität (Paritätsbit als LSB) Ungerade Parität Die nicht markierten Knoten sind keine erlaubten Codeworte Gerade Parität DIGITALTECHNIK 9-11

12 Fehler korrigierende Codes Zur Erkennung von 1-Bit Fehlern waren Codes mit H 2 erforderlich. Zur Korrektur von 1-Bit Fehlern werden Codes mit H 3 benötigt. Beispiel: In einem 3-Cube kann ein 1-Bit Code so konstruiert werden, dass er 1-Bit Fehler korrigierend ist: Das Informationsbit mit dem Wert 0 oder 1 wird um zwei redundante Bits zu den erlaubten Codeworten 000 und 111 ergänzt. Die fehlerhaft übertragenen, jeweils in der gleichen Farbe markierten, benachbarten Codeworte können auf das richtige Codewort korrigiert werden da das fehlerhaft übertragene Bit in der Minderheit ist cube R. Hamming beschrieb 1950 eine Methode zur Erzeugung von Fehler korrigierenden Codes. Demnach müssen z.b. 4 Informationsbits durch 3 Paritätsbits ergänzt werden, die an bestimmten Stellen innerhalb des Codewortes stehen müssen. DIGITALTECHNIK 9-12

Grundlagen Digitaler Systeme (GDS)

Grundlagen Digitaler Systeme (GDS) Grundlagen Digitaler Systeme (GDS) Prof. Dr. Sven-Hendrik Voß Sommersemester 2015 Technische Informatik (Bachelor), Semester 1 Termin 10, Donnerstag, 18.06.2015 Seite 2 Binär-Codes Grundlagen digitaler

Mehr

3 Codierung ... 3.3 Code-Sicherung. 3.3.1 Stellendistanz und Hamming-Distanz. 60 3 Codierung

3 Codierung ... 3.3 Code-Sicherung. 3.3.1 Stellendistanz und Hamming-Distanz. 60 3 Codierung 60 3 Codierung 3 Codierung... 3.3 Code-Sicherung Oft wählt man absichtlich eine redundante Codierung, so dass sich die Code-Wörter zweier Zeichen (Nutzwörter) durch möglichst viele binäre Stellen von allen

Mehr

Rechnergrundlagen SS Vorlesung

Rechnergrundlagen SS Vorlesung Rechnergrundlagen SS 27 4. Vorlesung Inhalt Binäre Darstellung von Integer-Zahlen Vorzeichen-Betrag 2er-Komplement BCD Addition und Subtraktion binär dargestellter Zahlen Carry und Overflow Little Endian

Mehr

Grundlagen der Technischen Informatik. 2. Übung

Grundlagen der Technischen Informatik. 2. Übung Grundlagen der Technischen Informatik 2. Übung Christian Knell Keine Garantie für Korrekt-/Vollständigkeit Organisatorisches Übungsblätter zuhause vorbereiten! In der Übung an der Tafel vorrechnen! Bei

Mehr

Grundlagen der Technischen Informatik. Hamming-Codes. Kapitel 4.3

Grundlagen der Technischen Informatik. Hamming-Codes. Kapitel 4.3 Hamming-Codes Kapitel 4.3 Prof. Dr.-Ing. Jürgen Teich Lehrstuhl für Hardware-Software-Co-Design Inhalt Welche Eigenschaften müssen Codes haben, um Mehrfachfehler erkennen und sogar korrigieren zu können?

Mehr

(Prüfungs-)Aufgaben zur Codierungstheorie

(Prüfungs-)Aufgaben zur Codierungstheorie (Prüfungs-)Aufgaben zur Codierungstheorie 1) Gegeben sei die folgende CCITT2-Codierung der Dezimalziffern: Dezimal CCITT2 0 0 1 1 0 1 1 1 1 1 0 1 2 1 1 0 0 1 3 1 0 0 0 0 4 0 1 0 1 0 5 0 0 0 0 1 6 1 0 1

Mehr

Formelsammlung. Wahrscheinlichkeit und Information

Formelsammlung. Wahrscheinlichkeit und Information Formelsammlung Wahrscheinlichkeit und Information Ein Ereignis x trete mit der Wahrscheinlichkeit p(x) auf, dann ist das Auftreten dieses Ereignisses verbunden mit der Information I( x): mit log 2 (z)

Mehr

Grundlagen der Technischen Informatik. Codierung und Fehlerkorrektur. Kapitel 4.2

Grundlagen der Technischen Informatik. Codierung und Fehlerkorrektur. Kapitel 4.2 Codierung und Fehlerkorrektur Kapitel 4.2 Prof. Dr.-Ing. Jürgen Teich Lehrstuhl für Hardware-Software-Co-Design Technische Informatik - Meilensteine Informationstheorie Claude Elwood Shannon (geb. 1916)

Mehr

Zahlendarstellungen und Rechnerarithmetik*

Zahlendarstellungen und Rechnerarithmetik* Zahlendarstellungen und Rechnerarithmetik* 1. Darstellung positiver ganzer Zahlen 2. Darstellung negativer ganzer Zahlen 3. Brüche und Festkommazahlen 4. binäre Addition 5. binäre Subtraktion *Die Folien

Mehr

Zahlensysteme. Digitale Rechner speichern Daten im Dualsystem 435 dez = 1100110011 binär

Zahlensysteme. Digitale Rechner speichern Daten im Dualsystem 435 dez = 1100110011 binär Zahlensysteme Menschen nutzen zur Angabe von Werten und zum Rechnen vorzugsweise das Dezimalsystem Beispiel 435 Fische aus dem Teich gefischt, d.h. 4 10 2 + 3 10 1 +5 10 0 Digitale Rechner speichern Daten

Mehr

Binär Codierte Dezimalzahlen (BCD-Code)

Binär Codierte Dezimalzahlen (BCD-Code) http://www.reiner-tolksdorf.de/tab/bcd_code.html Hier geht es zur Startseite der Homepage Binär Codierte Dezimalzahlen (BCD-) zum 8-4-2-1- zum Aiken- zum Exeß-3- zum Gray- zum 2-4-2-1- 57 zum 2-4-2-1-

Mehr

0 Im folgenden sei die Wortlänge gleich 8 (d. h.: es wird mit Bytes gearbeitet).

0 Im folgenden sei die Wortlänge gleich 8 (d. h.: es wird mit Bytes gearbeitet). Aufgabe 0 Im folgenden sei die Wortlänge gleich 8 (d. h.: es wird mit Bytes gearbeitet). 1. i) Wie ist die Darstellung von 50 im Zweier =Komplement? ii) Wie ist die Darstellung von 62 im Einer =Komplement?

Mehr

Rechnergrundlagen SS Vorlesung

Rechnergrundlagen SS Vorlesung Rechnergrundlagen SS 27 5. Vorlesung Inhalt Interpretation hexadezimal dargestellter Integer-Zahlen Little Endian / Big Endian Umrechnung in eine binäre Darstellung Ausführung von Additionen Optimierte

Mehr

BinärCode. Codealphabet: 0 ; 1 Codeworte : Dualzahlen

BinärCode. Codealphabet: 0 ; 1 Codeworte : Dualzahlen Codes Vorschrift für die eindeutige Zuordnung (= Codierung) der Zeichen eine Zeichenvorrats (Objektmenge) zu den Zeichen eines anderen Zeichenvorrats (Bildmenge). Zweck der Codierung: Anpassung der Nachricht

Mehr

Modul 114. Zahlensysteme

Modul 114. Zahlensysteme Modul 114 Modulbezeichnung: Modul 114 Kompetenzfeld: Codierungs-, Kompressions- und Verschlüsselungsverfahren einsetzen 1. Codierungen von Daten situationsbezogen auswählen und einsetzen. Aufzeigen, welche

Mehr

Lösungsvorschlag 3. Übung Technische Grundlagen der Informatik II Sommersemester 2009

Lösungsvorschlag 3. Übung Technische Grundlagen der Informatik II Sommersemester 2009 Fachgebiet Rechnerarchitektur Fachbereich Informatik Lösungsvorschlag 3. Übung Technische Grundlagen der Informatik II Sommersemester 2009 Aufgabe 3.1: Codierungen a) Vervollständigen Sie folge Tabelle,

Mehr

Theoretische Grundlagen der Informatik WS 09/10

Theoretische Grundlagen der Informatik WS 09/10 Theoretische Grundlagen der Informatik WS 09/10 - Tutorium 6 - Michael Kirsten und Kai Wallisch Sitzung 13 02.02.2010 Inhaltsverzeichnis 1 Formeln zur Berechnung Aufgabe 1 2 Hamming-Distanz Aufgabe 2 3

Mehr

Technische Fachhochschule Berlin Fachbereich VIII

Technische Fachhochschule Berlin Fachbereich VIII Technische Fachhochschule Berlin Fachbereich VIII Ergänzungen Seite von LOGIKPEGEL Logik-Familien sind elektronische Schaltkreise, die binäre Zustände verarbeiten und als logische Verknüpfungen aufgebaut

Mehr

Grundlagen der Informatik 2 Grundlagen der Digitaltechnik. 1. Zahlensysteme

Grundlagen der Informatik 2 Grundlagen der Digitaltechnik. 1. Zahlensysteme Grundlagen der Informatik 2 Grundlagen der Digitaltechnik 1. Zahlensysteme Prof. Dr.-Ing. Jürgen Teich Dr.-Ing. Christian Haubelt Lehrstuhl für Hardware-Software Software-Co-Design Grundlagen der Digitaltechnik

Mehr

Angewandte Informationstechnik

Angewandte Informationstechnik Angewandte Informationstechnik im Bachelorstudiengang Angewandte Medienwissenschaft (AMW) Fehlererkennung und -korrektur Dr.-Ing. Alexander Ihlow Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik FG

Mehr

Empfänger. Sender. Fehlererkennung und ggf. Fehlerkorrektur durch redundante Informationen. Längssicherung durch Paritätsbildung (Blockweise)

Empfänger. Sender. Fehlererkennung und ggf. Fehlerkorrektur durch redundante Informationen. Längssicherung durch Paritätsbildung (Blockweise) Datensicherung Bei der digitalen Signalübertragung kann es durch verschiedene Einflüsse, wie induktive und kapazitive Einkopplung oder wechselnde Potentialdifferenzen zwischen Sender und Empfänger zu einer

Mehr

(Prüfungs-)Aufgaben zu Schaltnetzen

(Prüfungs-)Aufgaben zu Schaltnetzen (Prüfungs-)Aufgaben zu Schaltnetzen 1) Gegeben sei die binäre Funktion f(a,b,c,d) durch folgende Wertetabelle: a b c d f(a,b,c,d) 0 1 0 0 0 0 1 1 1 1 1 1 0 0 1 1 a) Geben Sie die disjunktive Normalform

Mehr

Übungen zur Vorlesung Grundlagen der Rechnernetze. Zusätzliche Übungen

Übungen zur Vorlesung Grundlagen der Rechnernetze. Zusätzliche Übungen Übungen zur Vorlesung Grundlagen der Rechnernetze Zusätzliche Übungen Hamming-Abstand d Der Hamming-Abstand d zwischen zwei Codewörtern c1 und c2 ist die Anzahl der Bits, in denen sich die beiden Codewörter

Mehr

1. Grundlagen der Informatik Zahlensysteme und interne Informationsdarstellung

1. Grundlagen der Informatik Zahlensysteme und interne Informationsdarstellung 1. Grundlagen der Informatik Zahlensysteme und interne Informationsdarstellung Inhalt Grundlagen digitaler Systeme Boolesche Algebra / Aussagenlogik Organisation und Architektur von Rechnern Algorithmen,

Mehr

Anzahl Pseudotedraden: Redundanz: Weitere Eigenschaften?

Anzahl Pseudotedraden: Redundanz: Weitere Eigenschaften? 1. Aufgabe: Aiken-Code Erstellen Sie die Codetabelle für einen Aiken-Code. Dieser Code hat die Wertigkeit 2-4-2-1. Tipp:Es gibt hier mehrere Lösungen, wenn nicht die Bedingung Aiken-Code gegeben wäre.

Mehr

Frank Weinhold Professur VSR Fakultät für Informatik TU Chemnitz Mai 2011

Frank Weinhold Professur VSR Fakultät für Informatik TU Chemnitz Mai 2011 Rechnernetze Übung 5 Frank Weinhold Professur VSR Fakultät für Informatik TU Chemnitz Mai 2011 Ziel: Nachrichten fehlerfrei übertragen und ökonomisch (wenig Redundanz) übertragen Was ist der Hamming-Abstand?

Mehr

N Bit binäre Zahlen (signed)

N Bit binäre Zahlen (signed) N Bit binäre Zahlen (signed) n Bit Darstellung ist ein Fenster auf die ersten n Stellen der Binär Zahl 0000000000000000000000000000000000000000000000000110 = 6 1111111111111111111111111111111111111111111111111101

Mehr

Single Parity check Codes (1)

Single Parity check Codes (1) Single Parity check Codes (1) Der Single Parity check Code (SPC) fügt zu dem Informationsblock u = (u 1, u 2,..., u k ) ein Prüfbit (englisch: Parity) p hinzu: Die Grafik zeigt drei Beispiele solcher Codes

Mehr

Grundlagen der Technischen Informatik. Codierung und Fehlerkorrektur. Kapitel 4.2. Codewörter. Codewörter. Strukturierte Codes

Grundlagen der Technischen Informatik. Codierung und Fehlerkorrektur. Kapitel 4.2. Codewörter. Codewörter. Strukturierte Codes Codewörter Grundlagen der Technischen Informatik Codierung und Fehlerkorrektur Kapitel 4.2 Allgemein: Code ist Vorschrift für eindeutige Zuordnung (Codierung) Die Zuordnung muss nicht umkehrbar eindeutig

Mehr

Organisation. Was kommt zum Test? Buch Informatik Grundlagen bis inkl. Kapitel 7.4 Wissensfragen und Rechenbeispiele

Organisation. Was kommt zum Test? Buch Informatik Grundlagen bis inkl. Kapitel 7.4 Wissensfragen und Rechenbeispiele Organisation Was kommt zum Test? Buch Informatik Grundlagen bis inkl Kapitel 74 Wissensfragen und Rechenbeispiele 3 Vorträge zur Übung Informationstheorie, Huffman-Codierung und trennzeichenfreie Codierung

Mehr

Rechnergrundlagen SS Vorlesung

Rechnergrundlagen SS Vorlesung Rechnergrundlagen SS 2007 3. Vorlesung Inhalt Zahlensysteme Binäre Darstellung von Integer-Zahlen Vorzeichen-Betrag Binary Offset 1er-Komplement 2er-Komplement Addition und Subtraktion binär dargestellter

Mehr

Zahlensysteme Seite -1- Zahlensysteme

Zahlensysteme Seite -1- Zahlensysteme Zahlensysteme Seite -- Zahlensysteme Inhaltsverzeichnis Dezimalsystem... Binärsystem... Umrechnen Bin Dez...2 Umrechnung Dez Bin...2 Rechnen im Binärsystem Addition...3 Die negativen ganzen Zahlen im Binärsystem...4

Mehr

Code-Arten und Code-Sicherung. Literatur: Blieberger et.al.: Informatik (Kap. 3 und 4), Springer-Verlag R.-H. Schulz: Codierungstheorie, Vieweg

Code-Arten und Code-Sicherung. Literatur: Blieberger et.al.: Informatik (Kap. 3 und 4), Springer-Verlag R.-H. Schulz: Codierungstheorie, Vieweg Codierungstheorie Code-Arten und Code-Sicherung Inhaltsübersicht und Literatur Informationstheorie Was ist eine Codierung? Arten von Codes Informationsgehalt und Entropie Shannon'sches Codierungstheorem

Mehr

Praktikum Grundlagen der Elektronik

Praktikum Grundlagen der Elektronik Praktikum Grundlagen der Elektronik Versuch EP 7 Digitale Grundschaltungen Institut für Festkörperelektronik Kirchhoff - Bau K1084 Die Versuchsanleitung umfasst 7 Seiten Stand 2006 Versuchsziele: Festigung

Mehr

Binärcode. Glossar Binärcode

Binärcode. Glossar Binärcode Binärcode Glossar Binärcode 1 Index Binärcode Aiken-Code BCD-Code BCDIC-Code Binär Binärcode Binärsystem Biquinärcode Bit, binary digit Byte Code Dibit Dualsystem Exzess-3-Code Gray-Code Halbbyte Hexadezimalsystem

Mehr

Übungsaufgaben für "Grundlagen der Informationsverarbeitung" (mit Lösungen)

Übungsaufgaben für Grundlagen der Informationsverarbeitung (mit Lösungen) Übungsaufgaben für "Grundlagen der Informationsverarbeitung" (mit Lösungen). Erläutern Sie die Begriffe Bit, Byte und Wort bezogen auf einen 6 Bit Digitalrechner. Bit: Ein Bit ist die kleinste, atomare,

Mehr

Informationsdarstellung im Rechner

Informationsdarstellung im Rechner 1 Informationsdarstellung im Rechner Wintersemester 12/13 1 Informationsdarstellung 2 Was muss dargestellt werden? Zeichen (Buchstaben, Zahlen, Interpunktionszeichen, Steuerzeichen, grafische Symbole,

Mehr

Informatikgrundlagen I Grundlagen der Informatik I

Informatikgrundlagen I Grundlagen der Informatik I Informatikgrundlagen I Grundlagen der Informatik I Dipl.-Inf. Michael Wilhelm Hochschule Harz FB Automatisierung und Informatik mwilhelm@hs-harz.de Raum 2.202 Tel. 03943 / 659 338 Fachbereich Automatisierung

Mehr

6 Fehlerkorrigierende Codes

6 Fehlerkorrigierende Codes R. Reischuk, ITCS 35 6 Fehlerkorrigierende Codes Wir betrachten im folgenden nur Blockcodes, da sich bei diesen das Decodieren und auch die Analyse der Fehlertoleranz-Eigenschaften einfacher gestaltet.

Mehr

Die Umwandlung einer Dualzahl in eine Dezimalzahl ist ein sehr einfacher Vorgang.

Die Umwandlung einer Dualzahl in eine Dezimalzahl ist ein sehr einfacher Vorgang. 2. Zahlensysteme und Codes 2.1 Dualzahlen Bereits in den Anfängen der Datenverarbeitung hat es sich gezeigt, daß das im Alltagsleben verwendete Zahlensystem auf der Basis der Zahl 10 (Dezimalsystem) für

Mehr

Daten, Informationen, Kodierung. Binärkodierung

Daten, Informationen, Kodierung. Binärkodierung Binärkodierung Besondere Bedeutung der Binärkodierung in der Informatik Abbildung auf Alphabet mit zwei Zeichen, in der Regel B = {0, 1} Entspricht den zwei möglichen Schaltzuständen in der Elektronik:

Mehr

DuE-Tutorien 16 und 17

DuE-Tutorien 16 und 17 Tutorien zur Vorlesung Digitaltechnik und Entwurfsverfahren Tutorienwoche 2 am 12.11.2010 1 Christian A. Mandery: KIT Universität des Landes Baden-Württemberg und nationales Grossforschungszentrum in der

Mehr

Leseprobe. Taschenbuch Mikroprozessortechnik. Herausgegeben von Thomas Beierlein, Olaf Hagenbruch ISBN: 978-3-446-42331-2

Leseprobe. Taschenbuch Mikroprozessortechnik. Herausgegeben von Thomas Beierlein, Olaf Hagenbruch ISBN: 978-3-446-42331-2 Leseprobe Taschenbuch Mikroprozessortechnik Herausgegeben von Thomas Beierlein, Olaf Hagenbruch ISBN: 978-3-446-4331- Weitere Informationen oder Bestellungen unter http://www.hanser.de/978-3-446-4331-

Mehr

4. Woche Decodierung; Maximale, Perfekte und Optimale Codes. 4. Woche: Decodierung; Maximale, Perfekte und Optimale Codes 69/ 140

4. Woche Decodierung; Maximale, Perfekte und Optimale Codes. 4. Woche: Decodierung; Maximale, Perfekte und Optimale Codes 69/ 140 4 Woche Decodierung; Maximale, Perfekte und Optimale Codes 4 Woche: Decodierung; Maximale, Perfekte und Optimale Codes 69/ 140 Szenario für fehlerkorrigierende Codes Definition (n, M)-Code Sei C {0, 1}

Mehr

Binär-Codes. Informationen zu Grundlagen digitaler Systeme (GDS) 1 Codes. 2 Binärcodes 2.1 1-Bit-Codes. 2.2 4-Bit-Codes (Tetradencodes)

Binär-Codes. Informationen zu Grundlagen digitaler Systeme (GDS) 1 Codes. 2 Binärcodes 2.1 1-Bit-Codes. 2.2 4-Bit-Codes (Tetradencodes) (GDS) Lothar Müller Beuth Hochschule Berlin Codes Als Code bezeichnet man allgemein die Zuordnung der Zeichen eines Zeichenvorrats zu Werten eines Wertebereichs oder -vorrats. Beispiele für Codes sind

Mehr

Einführung in die Kodierungstheorie

Einführung in die Kodierungstheorie Einführung in die Kodierungstheorie Einführung Vorgehen Beispiele Definitionen (Code, Codewort, Alphabet, Länge) Hamming-Distanz Definitionen (Äquivalenz, Coderate, ) Singleton-Schranke Lineare Codes Hamming-Gewicht

Mehr

Information in einem Computer ist ein

Information in einem Computer ist ein 4 Arithmetik Die in den vorhergehenden Kapiteln vorgestellten Schaltungen haben ausschließlich einfache, Boole sche Signale verarbeitet. In diesem Kapitel wird nun erklärt, wie Prozessoren mit Zahlen umgehen.

Mehr

Vertiefungsstoff zum Thema Darstellung von Zahlen

Vertiefungsstoff zum Thema Darstellung von Zahlen Vertiefungsstoff zum Thema Darstellung von Zahlen Addition von Zahlen in BCD-Kodierung Einerkomplementdarstellung von ganzen Zahlen Gleitpunktdarstellung nach dem IEEE-754-Standard 1 Rechnen mit BCD-codierten

Mehr

Rechnernetze Übung 5. Frank Weinhold Professur VSR Fakultät für Informatik TU Chemnitz Mai Wo sind wir?

Rechnernetze Übung 5. Frank Weinhold Professur VSR Fakultät für Informatik TU Chemnitz Mai Wo sind wir? Rechnernetze Übung 5 Frank Weinhold Professur VSR Fakultät für Informatik TU Chemnitz Mai 2012 Wo sind wir? Quelle Nachricht Senke Sender Signal Übertragungsmedium Empfänger Quelle Nachricht Senke Primäres

Mehr

1. Das dekadische Ziffernsystem (Dezimalsystem) Eine ganze Zahl z kann man als Summe von Potenzen zur Basis 10 darstellen:

1. Das dekadische Ziffernsystem (Dezimalsystem) Eine ganze Zahl z kann man als Summe von Potenzen zur Basis 10 darstellen: Zahlensysteme. Das dekadische Ziffernsystem (Dezimalsystem) Eine ganze Zahl z kann man als Summe von Potenzen zur Basis darstellen: n n n n z a a... a a a Dabei sind die Koeffizienten a, a, a,... aus der

Mehr

Codes (1) Beispiele für die Bedeutung eines n-bit-wortes:

Codes (1) Beispiele für die Bedeutung eines n-bit-wortes: Codes () Beispiele für die Bedeutung eines n-bit-wortes: Befehl (instruction) Zahl (number) Zeichen (character) Bildelement (pixel) Vorlesung Rechnerarchitektur und Rechnertechnik SS 24 Codes (2) ASCII

Mehr

Übung Praktische Informatik II

Übung Praktische Informatik II Übung Praktische Informatik II FSS 2009 Benjamin Guthier Lehrstuhl für Praktische Informatik IV Universität Mannheim guthier@pi4.informatik.uni-mannheim.de 06.03.09 2-1 Heutige große Übung Allgemeines

Mehr

Anmerkungen zur Übergangsprüfung

Anmerkungen zur Übergangsprüfung DM11 Slide 1 Anmerkungen zur Übergangsprüfung Aufgabeneingrenzung Aufgaben des folgenden Typs werden wegen ihres Schwierigkeitsgrads oder wegen eines ungeeigneten fachlichen Schwerpunkts in der Übergangsprüfung

Mehr

Grundlagen der Datenverarbeitung

Grundlagen der Datenverarbeitung Grundlagen der Datenverarbeitung Zeichendarstellung Christian Gürtler MultiAugustinum 9. November 2014 Christian Gürtler (MultiAugustinum) Grundlagen der Datenverarbeitung 9. November 2014 1 / 16 Inhaltsverzeichnis

Mehr

Zyklische Codes Rechnernetze Übung SS2010

Zyklische Codes Rechnernetze Übung SS2010 Zyklische Codes Binärcodes Blockcodes Lineare Codes Nichtlineare Codes Zyklische Codes Systematische Codes Binärcodes Blockcodes Lineare Codes Nichtlineare Codes Zyklische Codes Systematische Codes Durch

Mehr

FH Darmstadt FB Informatik Klausurensammlung Rechnergrundlagen Prof. Komar

FH Darmstadt FB Informatik Klausurensammlung Rechnergrundlagen Prof. Komar Matr.Nr.: Name: Leistungsnachweis Rechnergrundlagen SS 2006 Skripte, Umdrucke, Kopien, handschriftliche Aufzeichnungen und Taschenrechner sind zugelassen. Die Lösungs-Ergebnisse sind ausschließlich auf

Mehr

Die Mathematik in der CD

Die Mathematik in der CD Lehrstuhl D für Mathematik RWTH Aachen Lehrstuhl D für Mathematik RWTH Aachen St.-Michael-Gymnasium Monschau 14. 09. 2006 Codes: Definition und Aufgaben Ein Code ist eine künstliche Sprache zum Speichern

Mehr

Technische Informatik - Eine Einführung

Technische Informatik - Eine Einführung Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg Fachbereich Mathematik und Informatik Lehrstuhl für Technische Informatik Prof. P. Molitor Ausgabe: 2005-02-21 Abgabe: 2005-02-21 Technische Informatik - Eine

Mehr

Algorithmen zur Integer-Multiplikation

Algorithmen zur Integer-Multiplikation Algorithmen zur Integer-Multiplikation Multiplikation zweier n-bit Zahlen ist zurückführbar auf wiederholte bedingte Additionen und Schiebeoperationen (in einfachen Prozessoren wird daher oft auf Multiplizierwerke

Mehr

Lösungsvorschlag 4. Übung Technische Grundlagen der Informatik II Sommersemester 2009

Lösungsvorschlag 4. Übung Technische Grundlagen der Informatik II Sommersemester 2009 Fachgebiet Rechnerarchitektur Fachbereich Informatik Lösungsvorschlag 4. Übung Technische Grundlagen der Informatik II Sommersemester 2009 Aufgabe 4.1: Zahlensysteme a) Bitte füllen Sie die leeren Zellen

Mehr

Kapitel 4 Leitungscodierung

Kapitel 4 Leitungscodierung Kapitel 4 Leitungscodierung Prof. Dr. Dirk W. Hoffmann Hochschule Karlsruhe w University of Applied Sciences w Fakultät für Informatik Übersicht Quelle Senke Kompression Huffman-, Arithmetische-, Lempel-Ziv

Mehr

Daten verarbeiten. Binärzahlen

Daten verarbeiten. Binärzahlen Daten verarbeiten Binärzahlen In Digitalrechnern werden (fast) ausschließlich nur Binärzahlen eingesetzt. Das Binärzahlensystem ist das Stellenwertsystem mit der geringsten Anzahl von Ziffern. Es kennt

Mehr

Computerarithmetik (1)

Computerarithmetik (1) Computerarithmetik () Fragen: Wie werden Zahlen repräsentiert und konvertiert? Wie werden negative Zahlen und Brüche repräsentiert? Wie werden die Grundrechenarten ausgeführt? Was ist, wenn das Ergebnis

Mehr

1. Tutorium Digitaltechnik und Entwurfsverfahren

1. Tutorium Digitaltechnik und Entwurfsverfahren 1. Tutorium Digitaltechnik und Entwurfsverfahren Tutorium Nr. 25 Alexis Tobias Bernhard Fakultät für Informatik, KIT Universität des Landes Baden-Württemberg und nationales Forschungszentrum in der Helmholtz-Gemeinschaft

Mehr

KNX TP1 Telegramm. KNX Association

KNX TP1 Telegramm. KNX Association KNX TP1 Telegramm Inhaltsverzeichnis 1 TP1 Telegramm allgemein...3 2 TP1 Telegramm Aufbau...3 3 TP1 Telegramm Zeitbedarf...4 4 TP1 Telegramm Quittung...5 5 Kapitel Telegramm: Informativer Anhang...6 5.1

Mehr

9 Multiplexer und Code-Umsetzer

9 Multiplexer und Code-Umsetzer 9 9 Multiplexer und Code-Umsetzer In diesem Kapitel werden zwei Standard-Bauelemente, nämlich Multiplexer und Code- Umsetzer, vorgestellt. Diese Bausteine sind für eine Reihe von Anwendungen, wie zum Beispiel

Mehr

Die Begriffe analog und digital stammen aus der Rechentechnik:

Die Begriffe analog und digital stammen aus der Rechentechnik: November 968 I. Einführung in die Digitalelektronik Grundbegriffe, Wahrheitstabellen: Die Begriffe analog und digital stammen aus der Rechentechnik: Analog-Rechner benötigt zur Darstellung von Zahlenwerten

Mehr

Grundstrukturen: Speicherorganisation und Zahlenmengen

Grundstrukturen: Speicherorganisation und Zahlenmengen Zahlendarstellung Zahlen und ihre Darstellung in Digitalrechnern Grundstrukturen: Speicherorganisation und Zahlenmengen Linear organisierter Speicher zu einer Adresse gehört ein Speicher mit 3 Bit-Zellen

Mehr

1.) Zahlensysteme (10 Punkte)

1.) Zahlensysteme (10 Punkte) 1.) Zahlensysteme (10 Punkte) (a) Stellen Sie die folgenden zur Basis 8 (oktal) angegebenen Ganzzahlen als vorzeichenbehaftete Binärzahlen in 7 Bit dar. Negative Binärzahlen sollen im Zweierkomplement

Mehr

Grundlagen der Informatik I Informationsdarstellung

Grundlagen der Informatik I Informationsdarstellung Grundlagen der Informatik I Informationsdarstellung Einführung in die Informatik, Gumm, H.-P./Sommer, M. Themen der heutigen Veranstaltung. ASCIi Code 2. Zeichenketten 3. Logische Operationen 4. Zahlendarstellung

Mehr

Zahlensysteme. Zahl 0 0 0 0 0 5 5. Stellenwert Zahl 0 0 0 0 0 50 5. Zahl = 55 +50 +5

Zahlensysteme. Zahl 0 0 0 0 0 5 5. Stellenwert Zahl 0 0 0 0 0 50 5. Zahl = 55 +50 +5 Personal Computer in Betrieb nehmen 1/6 Weltweit setzen die Menschen alltäglich das Zehnersystem für Zählen und Rechnen ein. Die ursprüngliche Orientierung stammt vom Zählen mit unseren 10 Fingern. Für

Mehr

Codierung zur Fehlerkorrektur und Fehlererkennung

Codierung zur Fehlerkorrektur und Fehlererkennung Codierung zur Fehlerkorrektur und Fehlererkennung von Dr.-techn. Joachim Swoboda Mit 39 Bildern und 24 Tafeln R. OLDENBOURG VERLAG MÜNCHEN WIEN 1973 Inhalt Vorwort 9 1. Einführung 11 1.1 Redundante Codierung

Mehr

Projekt Nr. 15: Einen elektronischen Würfel erstellen

Projekt Nr. 15: Einen elektronischen Würfel erstellen Nun wissen Sie, wie Sie Zufallszahlen erzeugen können. Als Nächstes wollen wir diese neuen Kenntnisse gleich in die Tat umsetzen, indem wir einen elektronischen Würfel konstruieren. Projekt Nr. 15: Einen

Mehr

Praktikumsanleitung. IGP Technische Informatik 1 Versuch 1: Digitale Grundschaltungen (Studiengänge BT,EIT,FZT,II,LA,MB,MT,MTR,OTR,WSW)

Praktikumsanleitung. IGP Technische Informatik 1 Versuch 1: Digitale Grundschaltungen (Studiengänge BT,EIT,FZT,II,LA,MB,MT,MTR,OTR,WSW) Technische Universität Ilmenau Fakultät für Informatik und Automatisierung Institut für Theoretische und Technische Informatik Fachgebiet Integrierte Hard- und Softwaresysteme Praktikumsanleitung IGP Technische

Mehr

5 Verarbeitungsschaltungen

5 Verarbeitungsschaltungen 5 Verarbeitungsschaltungen Folie 1 5 Verarbeitungsschaltungen Häufig genutzte Funktionen gibt es als fertige Bausteine zu kaufen. 5.1 Addierer logische Schaltungen zur Addition zweier Dualzahlen Alle Grundrechenarten

Mehr

Ein (7,4)-Code-Beispiel

Ein (7,4)-Code-Beispiel Ein (7,4)-Code-Beispiel Generator-Polynom: P(X) = X 3 + X 2 + 1 Bemerkung: Es ist 7 = 2^3-1, also nach voriger Überlegung sind alle 1-Bit-Fehler korrigierbar Beachte auch d min der Codewörter ist 3, also

Mehr

Übung RA, Kapitel 1.2

Übung RA, Kapitel 1.2 Übung RA, Kapitel 1.2 Teil 1: Zahlen und Logik A) Aufgaben zu den ganzen Zahlen 1. Konvertieren Sie die folgenden Zahlen in die Binärform: 1984 Immer durch 2 teilen, der Rest ergibt das Bit. Jeweils mit

Mehr

Arbeitsblatt Logische Verknüpfungen Schaltnetzsynthese

Arbeitsblatt Logische Verknüpfungen Schaltnetzsynthese Einleitung Zur Aktivitätsanzeige der 3 Gehäuselüfter (Signale a - c) eines PC-Systems soll eine Logikschaltung entwickelt werden, die über drei Signalleuchten (LEDs) anzeigt, ob ein beliebiger (LED1 x),

Mehr

Ein polyadisches Zahlensystem mit der Basis B ist ein Zahlensystem, in dem eine Zahl x nach Potenzen von B zerlegt wird.

Ein polyadisches Zahlensystem mit der Basis B ist ein Zahlensystem, in dem eine Zahl x nach Potenzen von B zerlegt wird. Zahlensysteme Definition: Ein polyadisches Zahlensystem mit der Basis B ist ein Zahlensystem, in dem eine Zahl x nach Potenzen von B zerlegt wird. In der Informatik spricht man auch von Stellenwertsystem,

Mehr

Computer Graphik II Tesselierung impliziter Kurven und Flächen

Computer Graphik II Tesselierung impliziter Kurven und Flächen Computer Graphik II impliziter Kurven und Flächen 1 impliziter Flächen Problem: Nullstellenmenge kann nicht explizit berechnet werden! Lösung: ApproximaCon der Fläche auf Zellen Beispiel 2D: f p ( )

Mehr

KLAUSUR DIGITALTECHNIK SS 00

KLAUSUR DIGITALTECHNIK SS 00 Aufgabe 1 (20P) KLAUSUR DIGITALTECHNIK SS 00 Entwerfen Sie ein Flipflop unter ausschließlicher Verwendung eines Dreifach-UND und dreier Zweifach-ODER. Beschreiben Sie das Verhalten ( Zustandsdiagramm,

Mehr

Einführung in die Programmierung

Einführung in die Programmierung Technische Universität Carolo Wilhelmina zu Brauschweig Institut für rechnergestützte Modellierung im Bauingenierwesen Prof. Dr.-Ing. habil. Manfred Krafczyk Pockelsstraße 3, 38106 Braunschweig http://www.irmb.tu-bs.de

Mehr

TOTAL DIGITAL - Wie Computer Daten darstellen

TOTAL DIGITAL - Wie Computer Daten darstellen TOTAL DIGITAL - Wie Computer Daten darstellen Computer verarbeiten Daten unter der Steuerung eines Programmes, das aus einzelnen Befehlen besteht. Diese Daten stellen Informationen dar und können sein:

Mehr

Signalverarbeitung 1

Signalverarbeitung 1 TiEl-F000 Sommersemester 2008 Signalverarbeitung 1 (Vorlesungsnummer 260215) 2003-10-10-0000 TiEl-F035 Digitaltechnik 2.1 Logikpegel in der Digitaltechnik In binären Schaltungen repräsentieren zwei definierte

Mehr

Lineare Codes. Dipl.-Inform. Wolfgang Globke. Institut für Algebra und Geometrie Arbeitsgruppe Differentialgeometrie Universität Karlsruhe 1 / 19

Lineare Codes. Dipl.-Inform. Wolfgang Globke. Institut für Algebra und Geometrie Arbeitsgruppe Differentialgeometrie Universität Karlsruhe 1 / 19 Lineare Codes Dipl.-Inform. Wolfgang Globke Institut für Algebra und Geometrie Arbeitsgruppe Differentialgeometrie Universität Karlsruhe 1 / 19 Codes Ein Code ist eine eindeutige Zuordnung von Zeichen

Mehr

11/2/05. Darstellung von Text. ASCII-Code. American Standard Code for Information Interchange. Parity-Bit. 7 Bit pro Zeichen genügen (2 7 = 128)

11/2/05. Darstellung von Text. ASCII-Code. American Standard Code for Information Interchange. Parity-Bit. 7 Bit pro Zeichen genügen (2 7 = 128) Darstellung von Text ASCII-Code 7 Bit pro Zeichen genügen (2 7 = 128) 26 Kleinbuchstaben 26 Großbuchstaben 10 Ziffern Sonderzeichen wie '&', '!', ''' nicht druckbare Steuerzeichen, z.b. - CR (carriage

Mehr

11/2/05. Darstellung von Text. ASCII-Code. American Standard Code for Information Interchange. ASCII-Tabelle. Parity-Bit. Länderspezifische Zeichen

11/2/05. Darstellung von Text. ASCII-Code. American Standard Code for Information Interchange. ASCII-Tabelle. Parity-Bit. Länderspezifische Zeichen Darstellung von Text ASCII-Code 7 Bit pro Zeichen genügen ( 7 = 18) 6 Kleinbuchstaben 6 Großbuchstaben 10 Ziffern Sonderzeichen wie '&', '!', ''' nicht druckbare Steuerzeichen, z.b. - CR (carriage return

Mehr

3 Zahlensysteme in der Digitaltechnik

3 Zahlensysteme in der Digitaltechnik 3 Zahlensysteme in der Digitaltechnik System Dezimal Hexadezimal Binär Oktal Basis, Radix 10 16 2 8 Zahlenwerte 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 A B C D E F 10 0 1 10 11 100

Mehr

Grundbegrie der Codierungstheorie

Grundbegrie der Codierungstheorie Grundbegrie der Codierungstheorie Pia Lackamp 12. Juni 2017 Inhaltsverzeichnis 1 Einleitung 2 2 Hauptteil 3 2.1 Blockcodes............................ 3 2.1.1 Beispiele.......................... 3 2.2

Mehr

Musterlösung 1. Mikroprozessortechnik und Eingebettete Systeme 1 WS2015/2016

Musterlösung 1. Mikroprozessortechnik und Eingebettete Systeme 1 WS2015/2016 Musterlösung 1 Mikroprozessortechnik und Eingebettete Systeme 1 WS2015/2016 Hinweis: Die folgenden Aufgaben erheben nicht den Anspruch, eine tiefergehende Kenntnis zu vermitteln; sie sollen lediglich den

Mehr

Kapitel 1. Zahlendarstellung. Prof. Dr. Dirk W. Hoffmann. Hochschule Karlsruhe w University of Applied Sciences w Fakultät für Informatik

Kapitel 1. Zahlendarstellung. Prof. Dr. Dirk W. Hoffmann. Hochschule Karlsruhe w University of Applied Sciences w Fakultät für Informatik Kapitel 1 Zahlendarstellung Prof. Dr. Dirk W. Hoffmann Hochschule Karlsruhe w University of Applied Sciences w Fakultät für Informatik Zahlensystemkonvertierung Motivation Jede nichtnegative Zahl z lässt

Mehr

3 Rechnen und Schaltnetze

3 Rechnen und Schaltnetze 3 Rechnen und Schaltnetze Arithmetik, Logik, Register Taschenrechner rste Prozessoren (z.b. Intel 4004) waren für reine Rechenaufgaben ausgelegt 4 4-Bit Register 4-Bit Datenbus 4 Kbyte Speicher 60000 Befehle/s

Mehr

Codierung. H.-G. Hopf

Codierung. H.-G. Hopf Codierung H.-G. Hopf Inhalt Informationsübermittlung Codierung von Zeichen GDI: Codierung / 2 Inhalt Informationsübermittlung Codierung von Zeichen GDI: Codierung / 3 Ideale Kommunikation Übertragungskanal

Mehr

1 Einführung. 1.1 Analog - Digital Unterscheidung

1 Einführung. 1.1 Analog - Digital Unterscheidung 1 Einführung Was ist eigentlich Digitaltechnik? Wird der Begriff Digitaltechnik getrennt, so ergeben sich die Worte DIGITAL und TECHNIK. Digital kommt von digitus (lat. der Finger) und deutet darauf hin,

Mehr