Rohrzuckerinversion (Polarimetrie)

Save this PDF as:
 WORD  PNG  TXT  JPG

Größe: px
Ab Seite anzeigen:

Download "Rohrzuckerinversion (Polarimetrie)"

Transkript

1 Stand: 1/212 1 Rohrzuckerinversion (Polarimetrie) Theoretische Grundlagen Informieren Sie sich über die Stereochemie der Glucose und Fructose, über ihre Ketten- und Ringstrukturen, über die Mutarotation und über Pyranosen und Furanosen sowie über die Struktur des Rohrzuckers (Saccharose)! Rohrzucker () ist in wässriger Lösung instabil und zerfällt hydrolytisch in D(-)-Fructose (F) und D(+)-Glucose (G) Dabei stellt sich ein Gleichgewicht ein, 6 2 O 2 O 6 O 2 O O O O O O O 6 O + 2 O O 2 O O 2 O O O 4 3 O 1 2 O O O O O -D-Glucopyranose -D-Fructofuranose -D-Glucopyranose -D-Fructopyranose Rohrzucker (Saccharose) das aber praktisch ganz auf der rechten Seite liegt, so dass die Reaktion als einseitig verlaufend behandelt werden kann: O G + F Obwohl F in als Furanose vorliegt, entsteht bei der ydrolyse Fructopyranose; sowohl für F als auch für G stellt sich das Gleichgewicht zwischen der α- und der ß-Form ein dreht die Ebene des polarisierten Lichts nach rechts Die entstehende Glucose dreht zwar ebenfalls nach rechts, da die Fructose jedoch stärker nach links dreht, ist nach Ablauf der Reaktion die Lösung linksdrehend Die Reaktion wird als "Inversion" und das äquimolare System F + G als "Invertzucker" bezeichnet Die Inversion ist in neutraler Lösung gehemmt, wird jedoch durch Wasserstoffionen katalysiert Der Mechanismus ist folgender: + + +, ( * : protonisierter ) (1) * + 2 O F + G + + (2) ( + bezeichnet gelöste Protonen, die, wie alle in 2 O gelösten Ionenarten, hydratisiert sind Die häufig benutzte Schreibweise 3 O + wird hier vermieden, da sie eine Reihe von Komplikationen mit sich bringt) Das Gleichgewicht (1) stellt sich rasch ein; geschwindigkeitsbestimmend ist die langsame Teilreaktion (2) (spezifische Säurekatalyse): d r k O dt 2 2 Die Konzentration des protonisierten ergibt sich aus dem aus dem Gleichgewicht (1) zu: K ; damit wird

2 Stand: 1/212 2 r k2k 2 O Die Reaktion verläuft also an sich nach einem Zeitgesetz 3Ordnung Nun ist aber [ + ] const, da + in der Bruttogleichung nicht auftritt und [ + ] << [ + ] ist In wässriger Lösung ist auch [ 2 O] const Deshalb beobachtet man experimentell ein Zeitgesetz pseudo-erster Ordnung r k ; k k2k 2O, dessen Geschwindigkeitskonstante der Wasserstoffionenkonzentration proportional ist Bei hoher Säurekonzentration ist [ + ] = [l], da dann der Anteil der Wasserstoffionen, der in + gebunden ist, vernachlässigt werden kann Die Geschwindigkeitskonstante sollte deshalb bei hoher l-konzentration zur Ausgangskonzentration der Salzsäure proportional sein Die Gültigkeit dieser Annahme ist im Versuch zu prüfen, indem k als Funktion der + -Konzentration gemessen wird Messprinzip Licht ist eine transversale (elektromagnetische) Welle, dh, die Schwingungen des Lichtvektors erfolgen senkrecht zur Fortpflanzungsrichtung, und zwar im allgemeinen in allen möglichen Schwingungsebenen Mit Polarisationsfiltern kann man linear polarisiertes Licht herstellen, in dem nur eine einzige Schwingungsebene vorhanden ist Durch optisch aktive Substanzen (rein oder in Lösung) wird die Schwingungsrichtung eines hindurchgehenden linear polarisierten Lichtstrahls gedreht, so dass dieser beim Austritt eine andere Schwingungsebene besitzt als beim Eintritt Bringt man eine solche Substanz zwischen zwei gekreuzte Polarisatoren, so wird das ursprünglich dunkle Gesichtsfeld aufgehellt Wenn man nun den zweiten Polarisator, den "Analysator", um denselben Winkel nach rechts (im Uhrzeigersinn, positiv) oder links (gegen den Uhrzeigersinn, negativ) dreht, um den die optisch aktive Substanz die Schwingungsrichtung gedreht hat, wird das Gesichtsfeld wieder verdunkelt Auf diese Weise kann man den Drehwinkel im Prinzip messen (Im Versuch wird eine andere Methode benutzt: Laurentsche Platte) Voraussetzung für die optische Aktivität ist bei flüssigen und gelösten Stoffen Asymmetrie der Moleküle, dh, diese dürfen keine Drehachsen, keine Spiegelebenen, kein Symmetriezentrum und keine Kombinationen dieser Elemente besitzen inreichend (aber nicht notwendig) dafür ist das Vorhandensein eines asymmetrischen Kohlenstoffatoms im Molekül Der Drehwinkel α von Lösungen optisch aktiver Stoffe ist proportional der Konzentration c oder Massenkonzentration ρ = cm und der Länge l des Lichtwegs in der Lösung: α = [α]ρl Der Proportionalitätsfaktor [α] wird als "spezifische Drehung" bezeichnet und gewöhnlich in der Einheit /(dm g cm -3 ) angegeben, dh, der Zahlenwert von [α] ist gleich dem von α, wenn l = 1 dm und ρ = 1 g cm -3 ist [α] hängt von der Temperatur und der Wellenlänge ab; Messungen von Drehwinkeln müssen deshalb bei konstanter Temperatur und mit monochromatischem Licht durchgeführt werden Da sowohl als auch F + G optisch aktiv sind, kann die -Inversion bequem durch Messung des Drehwinkels verfolgt werden Zwischen den Konzentrationen der Reaktionsteilnehmer und dem Drehwinkel der Lösung bestehen folgende Zusammenhänge: Zeit [] [F + G] Drehwinkel [] o α o = [] (3) t [] o x x α = ([] o - x] + F+G x (4) [] o α = F+G [] o ()

3 Stand: 1/212 3 (Die Drehwinkel sind der jeweiligen Konzentration proportional, wobei = [α ] M l und F+G = [α F+G ] M F+G l ist Im allgemeinen müssen die von und F + G herrührenden Anteile addiert werden) Um die Konzentration durch die Drehwinkel auszudrücken, müssen die Konstanten und F+G aus den Gln (3) bis () eliminiert werden Aus (4) ergibt sich nach Einsetzen von (3) F G x und aus (3) und () F G Infolge der Gleichheit der beiden rechten Seiten wird nun x 1 x 1, so dass das integrierte Zeitgesetz auf die Form ln k t oder linearisiert ln / ln / k t (6) gebracht werden kann Wird die Messung bei verschiedenen Temperaturen durchgeführt, ist nach Arrhenius folgende Temperaturabhängigkeit der Geschwindigkeitskonstanten zu erwarten: E A RT k A e (7) prä Aus Anstieg und Ordinatenabschnitt der Darstellung ln k min ln min 1 1 A prä A E R 1 T können die Aktivitätsenergie E A und der präexponentielle Faktor A prä bestimmt werden Aufgaben 1) Für 4 verschiedene l-konzentrationen (1,; 1,2; 1,; 1,7 mol l -1 ) ist bei 2 der Drehwinkel α als Funktion der Zeit und α nach vollständigem Ablauf der Reaktion zu messen; (t) ist graphisch darzustellen 2) Für jede l-konzentration ist (durch Ausgleichsrechnung) die Geschwindigkeitskonstante der Reaktion pseudo-erster Ordnung und die albwertszeit zu berechnen; die linearisierten Messreihen sind zusammen mit den Ausgleichsgeraden graphisch darzustellen

4 Stand: 1/ ) Zur Kontrolle der Konsistenz der Messreihen sind die 4 (gemessenen) α -Werte und die 4 (aus den Parametern A der Ausgleichsgeraden erhältlichen) α o -Werte jeweils unter sich zu vergleichen Sowohl die α als auch die α o müssen annähernd gleich sein 4) Zur Überprüfung der Proportionalität k ~ [ + ] ist aus den gemessenen Geschwindigkeitskonstanten eine Ausgleichsgerade k = A + B [ + ] zu berechnen ) (Alternativ zu 1) bis 4)) Für eine l-konzentration (1 mol/l) ist die Geschwindigkeitskonstante k als Funktion der Temperatur zu ermitteln (T = 2, 3 und 3 ) Dazu ist der Drehwinkel α als Funktion der Zeit zu messen und graphisch darzustellen α, α, die Aktivierungsenergie und der präexponentionelle Faktor sind anzugeben Durchführung 1) Für jede Gruppe wird ein Thermostat auf 2, eingestellt und die Küvette angeschlossen Der dritte Thermostat wird (für beide Gruppen gemeinsam) auf eingestellt 2) Es wird eine Ausgangslösung von 21 g Raffinadezucker (Präzisionswaage) in 14 ml 2 O (Messzylinder) hergestellt (die Lösung muss klar durchsichtig sein) und bei 2, temperiert Bei Aufgabe ist die jeweilige Messtemperatur einzustellen 3) Für jede Messreihe werden außerdem 2 ml l in ein Reagenzglas pipettiert und bei 2 temperiert Es sind der Reihe nach die l-konzentrationen 2,; 2,; 3,; 3, mol l -1 zu verwenden 4) Die Messung erfolgt mit digitalanzeigenden Polarimetern, bei denen der Winkelabgleich photoelektrisch durchgeführt wird Die Bedienung der Geräte ist vor Beginn der Messungen zu üben (Arbeitsplatzanweisung beachten!) ) Zum Start einer Messreihe werden 2, ml der Ausgangs--Lösung (Pipette) unter Umschütteln mit der l vermischt (Zeit notieren!) ierdurch wird die l-konzentration halbiert; in den Reaktionslösungen hat [l] der Reihe nach die in Aufgabe 1) angegebenen Werte Ein Teil dieser Lösung wird in die Küvette gefüllt Luftblasen werden durch Schräghalten der Küvette entfernt Der Rest der Reaktionslösung wird sofort bei temperiert 6) Der Drehwinkel wird sofort nach dem Einfüllen der Reaktionslösung (dabei Stoppuhr starten!!) und dann in Minutenabständen gemessen (insgesamt ca 3 Wertepaare; α ist zuerst positiv und wird mit der Zeit kleiner) 7) Nach Beendigung jeder Messreihe wird der bei temperierte Teil der Reaktionslösung, in dem die Reaktion jetzt praktisch vollständig abgelaufen ist, mit Leitungswasser abgekühlt und dann bei 2 temperiert Nach Erreichen der Temperaturkonstanz wird diese Lösung in die Küvette gefüllt und α (< ) gemessen 8) Die Küvette und die benutzten Reagenzgläser sind nach jedem Gebrauch gründlich auszuspülen

5 Stand: 1/212 Auswertung Für jede Messreihe wird nach (6) eine Ausgleichsgerade berechnet Dazu sind folgende Transformationsgleichungen zu benutzen ln / y, ln / A Aus A und s(a) ergibt sich s / e s A / s A A Aus dem Parameter B und seinem mittleren Fehler s(b) sind die Geschwindigkeitskonstante k und ihr mittlerer Fehler s(k) erhältlich; die albwertszeit kann nach t 1/2 = ln 2 / k berechnet werden Anzugebende Werte a) m ; v 2O b) 4 Messwertetabellen t in min α in α - α ln (α-α ) t α c) Graphische Darstellung α = f(t) (alle Kurven auf ein Blatt!) d) Graphische Darstellung ln[(α - α )/ ] = f(t) (alle Geraden auf ein Blatt) e) Parameter der Ausgleichsgeraden f) k, s(k); t 1/2 ; α o ; s(α ) g) Graphische Darstellung k = f([l]) und Diskussion h) (alternativ) Darstellung ln k = f (1/T), E A, s(e A ), A prä und s(a prä )

2. Bestimmen Sie die Geschwindigkeitskonstante k der Rohrzuckerinversion in s -1.

2. Bestimmen Sie die Geschwindigkeitskonstante k der Rohrzuckerinversion in s -1. Versuchsanleitungen zum Praktikum Physikalische Chemie für Anfänger 1 A 33 Spezifische Drehung von gelöstem Rohrzucker - Rohrzuckerinversion Aufgabe: 1. Bestimmen Sie den Drehwinkel α für Rohrzucker für

Mehr

Fragen zum Versuch 11a Kinetik Rohrzuckerinversion:

Fragen zum Versuch 11a Kinetik Rohrzuckerinversion: Fragen zum Versuch 11a Kinetik Rohrzuckerinversion: 1. Die Inversion von Rohrzucker ist: a. Die Umwandlung von Rohrzucker in Saccharose b. Die katalytische Spaltung in Glucose und Fructose c. Das Auflösen

Mehr

INVERSION DES ROHRZUCKERS

INVERSION DES ROHRZUCKERS INVERSION DES ROHRZUCKERS. Versuchsplatz Komponenten: - Thermostat - Polarimeter - zerlegbare Küvette - Thermometer 2. Allgemeines zum Versuch Im Rahmen der Reaktionskinetik wird der zeitliche Ablauf von

Mehr

Optische Aktivität und Spiegelbildisomerie

Optische Aktivität und Spiegelbildisomerie Optische Aktivität und Spiegelbildisomerie Die optische Aktivität gibt Aufschluß über die chemische Struktur Zusammenfassung Dieses Script ist eine Einführung in die Spiegelbildisomerie von Molekülen.

Mehr

Polarisationsapparat

Polarisationsapparat 1 Polarisationsapparat Licht ist eine transversale elektromagnetische Welle, d.h. es verändert die Länge der Vektoren des elektrischen und magnetischen Feldes. Das elektrische und magnetische Feld ist

Mehr

Grundlagen: Die Zersetzung von Ameisensäure in konzentrierter Schwefelsäure verläuft nach folgendem Mechanismus:

Grundlagen: Die Zersetzung von Ameisensäure in konzentrierter Schwefelsäure verläuft nach folgendem Mechanismus: A 35: Zersetzung von Ameisensäure Aufgabe: Für die Zersetzung von Ameisensäure in konzentrierter Schwefelsäure sind die Geschwindigkeitskonstante bei 30 und 40 C sowie der präexponentielle Faktor und die

Mehr

Hydrolyse von Saccharose

Hydrolyse von Saccharose Hydrolyse von Saccharose Christopher Bronner, Frank Essenberger Freie Universität Berlin Tutorin: Fr. Spreine 11. Juli 2008 Versuchsdurchführung am 8. Juli 2008 Inhaltsverzeichnis 1 Vorbereitung 3 1.1

Mehr

Versuchsanleitungen zum Praktikum Physikalische Chemie für Anfänger 1. Lambert Beer sches Gesetz - Zerfall des Manganoxalations

Versuchsanleitungen zum Praktikum Physikalische Chemie für Anfänger 1. Lambert Beer sches Gesetz - Zerfall des Manganoxalations Versuchsanleitungen zum Praktikum Physikalische Chemie für Anfänger 1 A 34 Lambert Beer sches Gesetz - Zerfall des Manganoxalations Aufgabe: 1. Bestimmen Sie die Wellenlänge maximaler Absorbanz λ max eines

Mehr

Polarimetrie - Deutschlands nationales Metrologieinstitut

Polarimetrie - Deutschlands nationales Metrologieinstitut Polarimetrie - Deutschlands nationales Metrologieinstitut - 1 - Anwendungen der Polarimetrie In vielen Bereichen wird Polarimetrie eingesetzt, um optisch aktive Substanzen nachzuweisen und deren Konzentration

Mehr

Aufgabe: Untersuchung der Kinetik der Zersetzung von Harnstoff durch Urease.

Aufgabe: Untersuchung der Kinetik der Zersetzung von Harnstoff durch Urease. A 36 Michaelis-Menten-Kinetik: Hydrolyse von Harnstoff Aufgabe: Untersuchung der Kinetik der Zersetzung von Harnstoff durch Urease. Grundlagen: a) Michaelis-Menten-Kinetik Im Bereich der Biochemie spielen

Mehr

Theoretische Grundlagen Physikalisches Praktikum. Versuch 12: Fotometrie und Polarimetrie

Theoretische Grundlagen Physikalisches Praktikum. Versuch 12: Fotometrie und Polarimetrie Theoretische Grundlagen Physikalisches Praktikum Versuch 12: Fotometrie und Polarimetrie Licht als elektromagnetische Welle sichtbares Licht ist eine elektromagnetische Welle andere elektromagnetische

Mehr

Praktikum SC Optische Aktivität und Saccharimetrie

Praktikum SC Optische Aktivität und Saccharimetrie Praktikum SC Optische Aktivität und Saccharimetrie Hanno Rein, Florian Jessen betreut durch Gunnar Ritt 19. Januar 2004 1 Vorwort In den meiste Fällen setzt man bei verschiedensten Rechnungen stillschweigend

Mehr

Bestimmung der Geschwindigkeitskonstanten einer Esterverseifung

Bestimmung der Geschwindigkeitskonstanten einer Esterverseifung Versuchsprotokoll: Bestimmung der Geschwindigkeitskonstanten einer Esterverseifung Gruppe 10 29.06.2013 Patrik Wolfram TId:20 Alina Heidbüchel TId:19 1 Inhaltsverzeichnis 1 Einleitung... 3 2 Theorie...

Mehr

Herstellung von Kunsthonig

Herstellung von Kunsthonig V8 erstellung von Kunsthonig Fach Klasse Überthema Feinthema Zeit Chemie Q2 Kohlenhydrate Mono- und Disaccharide 90 Minuten Zusammenfassung Bei dem Versuch wird Saccharose durch Säurehydrolyse in seine

Mehr

Versuchsprotokoll: Mutarotation von Glucose

Versuchsprotokoll: Mutarotation von Glucose Versuchsprotokoll: Mutarotation von Glucose Zeitaufwand: Aufbau: 10 Minuten Durchführung: 24 Stunden Entsorgung: 5 Minuten Chemikalien: Chemikalie Menge R-Sätze S-Sätze Gefahrensymbol Schuleinsatz Glucose

Mehr

11 KINETIK. Hinweis: Der Versuch 'Kinetik' besteht aus den Teilversuchen 11a und 11b, die zweckmäßigerweise

11 KINETIK. Hinweis: Der Versuch 'Kinetik' besteht aus den Teilversuchen 11a und 11b, die zweckmäßigerweise 1 11 KINETIK Vorbereitung und Eingangskolloquium Bereiten Sie folgende Themengebiete vor: Grundbegriffe der Kinetik Die Geschwindigkeitsgleichung Zusammenhang Reaktionsmechanismus / Geschwindigkeitsgleichung

Mehr

K2: Acetonjodierung. Theoretische Grundlagen. Absorptionsspektroskopie. Physikalische Chemie für Pharmazeuten

K2: Acetonjodierung. Theoretische Grundlagen. Absorptionsspektroskopie. Physikalische Chemie für Pharmazeuten In diesem Versuch wird die Konzentrationsänderung von Iod während einer Reaktion erster Ordnung (Acetonjodierung) mittels quantitativer Absorptionsspektroskopie untersucht. Die Geschwindigkeitskonstanten

Mehr

Molekülsymmetrie und Kristallographie

Molekülsymmetrie und Kristallographie Optische Aktivität Wie schon im Skriptum 5 erwähnt ist es nicht einfach, aus experimentellen Daten auf die Absolutkonfiguration einer chiralen Verbindung zu schließen. In den meisten Fällen verwendet man

Mehr

1.2 Drehung der Polarisationsebene, Faradayeffekt, Doppelbrechung

1.2 Drehung der Polarisationsebene, Faradayeffekt, Doppelbrechung Physikalisches Praktikum für Anfänger - Teil 1 Gruppe 1 - Optik 1.2 Drehung der Polarisationsebene, Faradayeffekt, Doppelbrechung 1 Drehung der Polarisationsebene Durch einige Kristalle, z.b. Quarz wird

Mehr

Physikalische Chemie: Kinetik

Physikalische Chemie: Kinetik Physikalische Chemie: Kinetik Prof. Thiemann 22 Protokoll Versuch «Die Bestimmung der ktivierungsenergie der Inversionsreaktion von Rohrzucker» Praktikumtermin: 6.5.2 Gruppe 2 ndrea Vöge Dominique chobes

Mehr

Polarisation durch Reflexion

Polarisation durch Reflexion Version: 27. Juli 2004 Polarisation durch Reflexion Stichworte Erzeugung von polarisiertem Licht, linear, zirkular und elliptisch polarisiertes Licht, Polarisator, Analysator, Polarisationsebene, optische

Mehr

12 Naturstoffe. 1 Elemente Chemie Oberstufe NRW Ernst Klett Verlag GmbH, Stuttgart Lösungen zu den Durchblick-Seiten

12 Naturstoffe. 1 Elemente Chemie Oberstufe NRW Ernst Klett Verlag GmbH, Stuttgart Lösungen zu den Durchblick-Seiten Lösungen zu den Durchblick-Seiten 12.27 Durchblick Zusammenfassung und Übung Zu den Aufgaben A1 a) Fette dienen im Körper als Speicherstoff ( Brennstoff ), Wärmeisolator, Stoßdämpfer, Baustoff und Stoffwechselbaustein.

Mehr

Physikalisches Praktikum O 1 Polarisation und optische Aktivität

Physikalisches Praktikum O 1 Polarisation und optische Aktivität Versuchsziel Physikalisches Praktikum O 1 Polarisation und optische Aktivität Es soll das Malussche Gesetz überprüft und Wellenlängenabhängigkeit des spezifischen Drehvermögens einer Zuckerlösung untersucht

Mehr

α- und β- Glucose können sich ineinander umwandeln

α- und β- Glucose können sich ineinander umwandeln Die Reaktionen der Zucker Zuckermoleküle können in verschiedenen Formen auftreten Zuckermoleküle zeigen, da sie in verschiedenen Formen auftreten können, ungewöhnliche Eigenschaften. Da diese auch für

Mehr

5 Teilchen treffen Teilchen: Reaktionskinetik

5 Teilchen treffen Teilchen: Reaktionskinetik 5 Teilchen treffen Teilchen: Reaktionskinetik 5.1 Elementarreaktionen und Mehrschritt-Reaktionen Wassergasreaktion: H 2 O + CO CO 2 + H 2 Dies ist lediglich der makroskopisch sichtbare Ablauf der Reaktion.

Mehr

Identifizierung des Farbstoffes in blauen M&Ms durch Dünnschichtchromatographie

Identifizierung des Farbstoffes in blauen M&Ms durch Dünnschichtchromatographie Name Datum Identifizierung des Farbstoffes in blauen M&Ms durch Dünnschichtchromatographie Material: DC-Karten (Kieselgel), Glas mit Deckel(DC-Kammer), Kapillare, Messzylinder Chemikalien: Blaue M&Ms,

Mehr

E3 Aktivitätskoeffizient

E3 Aktivitätskoeffizient Physikalisch-Chemische Praktika E3 Aktivitätskoeffizient Stichworte zur Vorbereitung: Den Kontext der folgenden Stichworte sollten Sie zur Vorbesprechung und während der Durchführung des Praktikumstermins

Mehr

Michaelis-Menten-Gleichung

Michaelis-Menten-Gleichung Physikalisch-Chemische Praktika Michaelis-Menten-Gleichung Versuch K4 1 Aufgabe Experimentelle Bestimmung der Kinetik der Zersetzung von Harnsto durch Urease. 2 Grundlagen Im Bereich der Biochemie spielen

Mehr

K1: Lambert-Beer`sches Gesetz

K1: Lambert-Beer`sches Gesetz K1: Lambert-Beer`sches Gesetz Einleitung In diesem Versuch soll die Entfärbung von Kristallviolett durch atronlauge mittels der Absorptionsspektroskopie untersucht werden. Sowohl die Reaktionskinetik als

Mehr

Versuch Polarisiertes Licht

Versuch Polarisiertes Licht Versuch Polarisiertes Licht Vorbereitung: Eigenschaften und Erzeugung von polarisiertem Licht, Gesetz von Malus, Fresnelsche Formeln, Brewstersches Gesetz, Doppelbrechung, Optische Aktivität, Funktionsweise

Mehr

Material zur Vorbereitung der Prüfung im Fach Chemie

Material zur Vorbereitung der Prüfung im Fach Chemie Material zur Vorbereitung der Prüfung im Fach Chemie 1 Empfohlene Literatur Duden Basiswissen Schule: Abitur Chemie Schulbücher für die Sekundarstufe II: - Chemie im Kontext, CVK Verlag - Elemente Chemie

Mehr

SC Saccharimetrie. Inhaltsverzeichnis. Konstantin Sering, Moritz Stoll, Marcel Schmittfull. 25. April 2007. 1 Einführung 2

SC Saccharimetrie. Inhaltsverzeichnis. Konstantin Sering, Moritz Stoll, Marcel Schmittfull. 25. April 2007. 1 Einführung 2 SC Saccharimetrie Blockpraktikum Frühjahr 2007 25. April 2007 Inhaltsverzeichnis 1 Einführung 2 2 Theoretische Grundlagen 2 2.1 Geometrische Optik und Wellenoptik.......... 2 2.2 Linear polarisiertes Licht.................

Mehr

Rohrzuckerinversion. Reaktionsgeschwindigkeitskonstante und Aktivierungsengergie -Kinetik-

Rohrzuckerinversion. Reaktionsgeschwindigkeitskonstante und Aktivierungsengergie -Kinetik- - 1 - V 6 Rohrzuckerinversion Reaktionsgeschwindigkeitskonstante und Aktivierungsengergie -Kinetik- - 2 - VERSUC 6 Untersuchung der Reaktionskinetik der Saccharose-Inversion durch Polarimetrie 1)Aufgabenstellung:

Mehr

Chemische Oszillationen

Chemische Oszillationen Ludwig Pohlmann Thermodynamik offener Systeme und Selbstorganisationsphänomene SS 007 Chemische Oszillationen. Chemische (Formal-)Kinetik Die chemische Kinetik untersucht die Geschwindigkeit und den Mechanismus

Mehr

Tutorium Physik 2. Optik

Tutorium Physik 2. Optik 1 Tutorium Physik 2. Optik SS 15 2.Semester BSc. Oec. und BSc. CH 2 Themen 7. Fluide 8. Rotation 9. Schwingungen 10. Elektrizität 11. Optik 12. Radioaktivität 3 11. OPTIK - REFLEXION 11.1 Einführung Optik:

Mehr

Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald / Institut für Physik Physikalisches Grundpraktikum

Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald / Institut für Physik Physikalisches Grundpraktikum Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald / Institut für Physik Physikalisches Grundpraktikum Praktikum für Physiker Versuch O6: Konzentrationsbestimmung mit dem ZEISS-Polarimeter Name: Versuchsgruppe:

Mehr

Versuch 1: Extraktion von ß-Carotin aus Lebensmitteln

Versuch 1: Extraktion von ß-Carotin aus Lebensmitteln Name Datum Versuch 1: Extraktion von aus Lebensmitteln Geräte: 4 Reagenzgläser, 4 Gummistopfen, Reagenzglasständer, 1 Erlenmeyerkolben mit Stopfen, Messer, Mörser, Spatel, Messpipette, 1 kleine Petrischale,

Mehr

1 Halbwertszeit einer allgemeinen Reaktion m-ter Ordnung

1 Halbwertszeit einer allgemeinen Reaktion m-ter Ordnung Physikalische Chemie II Lösung 5 6. Oktober 25 Halbwertszeit einer allgemeinen Reaktion m-ter Ordnung Für c = c B =... = c gilt c (t) = c B (t) =... = c(t) und das Geschwindigkeitsgesetz lautet dc(t) =

Mehr

Spektroskopie. im IR- und UV/VIS-Bereich. Optische Rotationsdispersion (ORD) und Circulardichroismus (CD) http://www.analytik.ethz.

Spektroskopie. im IR- und UV/VIS-Bereich. Optische Rotationsdispersion (ORD) und Circulardichroismus (CD) http://www.analytik.ethz. Spektroskopie im IR- und UV/VIS-Bereich Optische Rotationsdispersion (ORD) und Circulardichroismus (CD) Dr. Thomas Schmid HCI D323 schmid@org.chem.ethz.ch http://www.analytik.ethz.ch Enantiomere sind Stereoisomere,

Mehr

1 Lambert-Beersches Gesetz

1 Lambert-Beersches Gesetz Physikalische Chemie II Lösung 6 23. Oktober 205 Lambert-Beersches Gesetz Anhand des idealen Gasgesetzes lässt sich die Teilchenkonzentration C wie folgt ausrechnen: C = N V = n N A V pv =nrt = N A p R

Mehr

Praktikum Physik Radioaktivität 13GE RADIOAKTIVITÄT VERSUCHSAUSWERTUNG

Praktikum Physik Radioaktivität 13GE RADIOAKTIVITÄT VERSUCHSAUSWERTUNG RADIOAKIVIÄ VERSUCHSAUSWERUNG I. VERSUCHSZIEL Die Zerfallskurve einer radioaktiven Substanz soll aufgenommen werden. Aus dieser Zerfallskurve soll das Gesetz des radioaktiven Zerfalls hergeleitet werden.

Mehr

PO Doppelbrechung und elliptisch polarisiertes Licht

PO Doppelbrechung und elliptisch polarisiertes Licht PO Doppelbrechung und elliptisch polarisiertes Licht Blockpraktikum Herbst 27 (Gruppe 2b) 24. Oktober 27 Inhaltsverzeichnis 1 Grundlagen 2 1.1 Polarisation.................................. 2 1.2 Brechung...................................

Mehr

Gitterherstellung und Polarisation

Gitterherstellung und Polarisation Versuch 1: Gitterherstellung und Polarisation Bei diesem Versuch wollen wir untersuchen wie man durch Überlagerung von zwei ebenen Wellen Gttterstrukturen erzeugen kann. Im zweiten Teil wird die Sichtbarkeit

Mehr

C Säure-Base-Reaktionen

C Säure-Base-Reaktionen -V.C1- C Säure-Base-Reaktionen 1 Autoprotolyse des Wassers und ph-wert 1.1 Stoffmengenkonzentration Die Stoffmengenkonzentration eines gelösten Stoffes ist der Quotient aus der Stoffmenge und dem Volumen

Mehr

Grundlagen der Kinetik

Grundlagen der Kinetik Kapitel 1 Grundlagen der Kinetik In diesem Kapitel werden die folgenden Themen kurz wiederholt: Die differenziellen und integralen Geschwindigkeitsgesetze von irreversiblen Reaktionen., 1., und. Ordnung

Mehr

Weitere Wellenmerkmale des Lichtes

Weitere Wellenmerkmale des Lichtes Weitere Wellenmerkmale des Lichtes Farben an einer CD/DVD: Oberflächenstruktur: Die Erhöhungen und Vertiefungen (Pits/Lands) auf einer CD-Oberfläche wirkt als Reflexionsgitter. d Zwischen den reflektierten

Mehr

Tropfenkonturanalyse

Tropfenkonturanalyse Phasen und Grenzflächen Tropfenkonturanalyse Abstract Mit Hilfe der Tropfenkonturanalyse kann die Oberflächenspannung einer Flüssigkeit ermittelt werden. Wird die Oberflächenspannung von Tensidlösungen

Mehr

Polarisation des Lichts

Polarisation des Lichts PeP Vom Kerzenlicht zum Laser Versuchsanleitung Versuch 4: Polarisation des Lichts Polarisation des Lichts Themenkomplex I: Polarisation und Reflexion Theoretische Grundlagen 1.Polarisation und Reflexion

Mehr

Übungen zur Experimentalphysik 3

Übungen zur Experimentalphysik 3 Übungen zur Experimentalphysik 3 Prof. Dr. L. Oberauer Wintersemester 2010/2011 11. Übungsblatt - 17. Januar 2011 Musterlösung Franziska Konitzer (franziska.konitzer@tum.de) Aufgabe 1 ( ) (7 Punkte) a)

Mehr

Labor für Technische Akustik

Labor für Technische Akustik Labor für Technische Akustik Kraus Abbildung 1: Experimenteller Aufbau zur optischen Ermittlung der Schallgeschwindigkeit. 1. Versuchsziel In einer mit einer Flüssigkeit gefüllten Küvette ist eine stehende

Mehr

O + H H 3 C OH O CH 3 HO CH 3 H. Grundlagen. Versuch 6: Rohrzuckerinversion

O + H H 3 C OH O CH 3 HO CH 3 H. Grundlagen. Versuch 6: Rohrzuckerinversion 71 Grundlagen Glucose, Fructose, Saccharose Das wichtigste Monosaccharid Glucose C 6 H 12 O 6 ist eine Aldohexose, ein Zucker mit 6 C-Atomen, wobei eines in der Kettenform als Aldehydgruppe vorliegt. Chemisch

Mehr

Versuch 412. Spezifische Drehung von Zucker. 1. Aufgaben. 2. Grundlagen

Versuch 412. Spezifische Drehung von Zucker. 1. Aufgaben. 2. Grundlagen 1 Versuch 412 Spezifische Drehung von Zucker 1. Aufgaben 1.1 Messen Sie den Drehwinkel ϕ der Polarisationsebene für eine Zuckerlösung in Abhängigkeit von der Küvettenlänge d sowie von der Konzentration

Mehr

Übungsaufgaben Chemie Nr. 3

Übungsaufgaben Chemie Nr. 3 Übungsaufgaben Chemie Nr. 3 22) Wie hoch ist die Molarität der jeweiligen Lösungen, wenn die angegebene Substanzmenge in Wasser gelöst und auf 200 ml aufgefüllt wurde? a) 58.44g NaCl (Kochsalz) b) 100

Mehr

Lösungen zu den Übungen zur Einführung in die Spektroskopie für Studenten der Biologie (SS 2011)

Lösungen zu den Übungen zur Einführung in die Spektroskopie für Studenten der Biologie (SS 2011) Universität Konstanz Fachbereich Biologie Priv.-Doz. Dr. Jörg H. Kleinschmidt http://www.biologie.uni-konstanz.de/folding/home.html Datum: 26.5.211 Lösungen zu den Übungen zur Einführung in die Spektroskopie

Mehr

Polarisation des Lichtes

Polarisation des Lichtes Polarisation des Lichtes Licht = transversal schwingende el.-magn. Welle Polarisationsrichtung: Richtung des el. Feldvektors Polarisationsarten: unpolarisiert: keine Raumrichtung bevorzugt (z.b. Glühbirne)

Mehr

C. Nachbereitungsteil (NACH der Versuchsdurchführung lesen!)

C. Nachbereitungsteil (NACH der Versuchsdurchführung lesen!) C. Nachbereitungsteil (NACH der Versuchsdurchführung lesen!) 4. Physikalische Grundlagen Licht ist als elektromagnetische Welle eine Transversalwelle, d.h. der elektrische Feldvektor schwingt in einer

Mehr

Versuch Nr.53. Messung kalorischer Größen (Spezifische Wärmen)

Versuch Nr.53. Messung kalorischer Größen (Spezifische Wärmen) Versuch Nr.53 Messung kalorischer Größen (Spezifische Wärmen) Stichworte: Wärme, innere Energie und Enthalpie als Zustandsfunktion, Wärmekapazität, spezifische Wärme, Molwärme, Regel von Dulong-Petit,

Mehr

Klausur Bachelorstudiengang / Diplomstudiengang, Prüfung Modul Physikalische Chemie und Thermodynamik. Teil 1: Physikalische Chemie

Klausur Bachelorstudiengang / Diplomstudiengang, Prüfung Modul Physikalische Chemie und Thermodynamik. Teil 1: Physikalische Chemie Bachelorstudiengang / Diplomstudiengang CBI - Teil Physikalische Chemie - SS07 - Blatt 1 / 16 Klausur Bachelorstudiengang / Diplomstudiengang, Prüfung Modul Physikalische Chemie und Thermodynamik Teil

Mehr

Phasengleichgewicht. 1. Experimentelle Bestimmung des Dampfdrucks von Methanol als Funktion der Temperatur. A fl. A g

Phasengleichgewicht. 1. Experimentelle Bestimmung des Dampfdrucks von Methanol als Funktion der Temperatur. A fl. A g Physikalisch-Chemische Praktika Phasengleichgewicht Versuch T-2 Aufgaben 1. Experimentelle Bestimmung des Dampfdrucks von Methanol als Funktion der Temperatur. 2. Ermittlung der Phasenumwandlungsenthalpie

Mehr

Reaktion von Marmor mit Salzsäure (Reaktionskinetik)

Reaktion von Marmor mit Salzsäure (Reaktionskinetik) Prinzip Marmor reagiert mit Salzsäure. Das dabei entweichende Kohlenstoffdioxid führt zu einem Massenverlust, der über eine bestimmte Zeit verfolgt und unter reaktionskinetischen Aspekten ausgewertet wird.

Mehr

Homogenes Gleichgewicht

Homogenes Gleichgewicht Knoch, Anastasiya Datum der Durchführung: Petri, Guido 08.12.2015 (Gruppe 11) Datum der Korrektur: 02.02.2016 Praktikum Physikalische Chemie I. Thermodynamik Homogenes Gleichgewicht 1. Aufgabenstellung

Mehr

Physikalisches Praktikum II Bachelor Physikalische Technik: Lasertechnik Prof. Dr. H.-Ch. Mertins, MSc. M. Gilbert

Physikalisches Praktikum II Bachelor Physikalische Technik: Lasertechnik Prof. Dr. H.-Ch. Mertins, MSc. M. Gilbert Bachelor Physikalische Technik: Lasertechnik Prof. Dr. H.-Ch. Mertins, MSc. M. Gilbert O08 Polarisation (Pr_PhII_O08_Polarisation_7, 25.10.2015) 1. 2. Name Matr. Nr. Gruppe Team Protokoll ist ok O Datum

Mehr

4. Stereochemie. Das wichtigste Kriterium für Chiralität ist, dass sich Objekt und Spiegelbild nicht zur Deckung bringen lassen.

4. Stereochemie. Das wichtigste Kriterium für Chiralität ist, dass sich Objekt und Spiegelbild nicht zur Deckung bringen lassen. 4. Stereochemie Auch die cis-trans-isomerie zählt zur Stereoisomerie: 4.1 Chirale Moleküle Chirale Moleküle besitzen ein asymmetrisches C- Atom = Chiralitätszentrum. Das wichtigste Kriterium für Chiralität

Mehr

Vorlesung Messtechnik 2. Hälfte des Semesters Dr. H. Chaves

Vorlesung Messtechnik 2. Hälfte des Semesters Dr. H. Chaves Vorlesung Messtechnik 2. Hälfte des Semesters Dr. H. Chaves 1. Einleitung 2. Optische Grundbegriffe 3. Optische Meßverfahren 3.1 Grundlagen dρ 3.2 Interferometrie, ρ(x,y), dx (x,y) 3.3 Laser-Doppler-Velozimetrie

Mehr

Extraktionen von Naturstoffen in Bildern: Lactose

Extraktionen von Naturstoffen in Bildern: Lactose Extraktionen von Naturstoffen in Bildern: Lactose Hier wird die Extraktion von Lactose (Milchzucker) aus Milch dokumentiert. Genaue Extraktionsvorschrift: http://www.bio.unifrankfurt.de/biofachschaft/seiten/allgemeines/dateien/praktikumsversuche%202009.pdf

Mehr

Klausur Bachelorstudiengang CBI / LSE. Physikalische Chemie

Klausur Bachelorstudiengang CBI / LSE. Physikalische Chemie Bachelorstudiengang CBI / LSE - Teil Physikalische Chemie SS10 - Blatt 1 / 15 Klausur Bachelorstudiengang CBI / LSE Physikalische Chemie 27.09.2010 Name: Vorname: geb. am: in: Studienfach: Matrikelnummer:

Mehr

Versuchsprotokoll K1-1 Reduktiver Zerfall von Kaliumtrioxalatomanganat(III)

Versuchsprotokoll K1-1 Reduktiver Zerfall von Kaliumtrioxalatomanganat(III) Dieses Werk steht unter der Creative-Commons-Lizenz CC BY-NC 3.0 1 Physikalische Chemie I Versuchsprotokoll K1-1 Reduktiver Zerfall von Kaliumtrioxalatomanganat(III) Inhaltsverzeichnis 1 Ziel 3 2 Grundlagen

Mehr

Essigsäure und Co Stationenlernen Carbonsäuren

Essigsäure und Co Stationenlernen Carbonsäuren 8. arbonsäuren 8.1 Essigsäure und o Stationenlernen arbonsäuren arbonsäuren Der erste Vertreter der arbonsäuren, den wir im Unterricht hergestellt haben ist die Benzoesäure. Strukturell einfachere Vertreter

Mehr

POLARISATION. Von Carla, Pascal & Max

POLARISATION. Von Carla, Pascal & Max POLARISATION Von Carla, Pascal & Max Die Entdeckung durch MALUS 1808 durch ÉTIENNE LOUIS MALUS entdeckt Blick durch einen Kalkspat auf die an einem Fenster reflektierten Sonnenstrahlen, durch Drehen wurde

Mehr

W2 Gasthermometer. 1. Grundlagen: 1.1 Gasthermometer und Temperaturmessung

W2 Gasthermometer. 1. Grundlagen: 1.1 Gasthermometer und Temperaturmessung W2 Gasthermometer Stoffgebiet: Versuchsziel: Literatur: emperaturmessung, Gasthermometer, Gasgesetze Mit Hilfe eines Gasthermometers ist der Ausdehnungs- und Druckkoeffizient von Luft zu bestimmen. Beschäftigung

Mehr

Seminar: Photometrie

Seminar: Photometrie Seminar: Photometrie G. Reibnegger und W. Windischhofer (Teil II zum Thema Hauptgruppenelemente) Ziel des Seminars: Theoretische Basis der Photometrie Lambert-Beer sches Gesetz Rechenbeispiele Literatur:

Mehr

AnC I Protokoll: 6.1 Extraktionsphotometrische Bestimmung von Cobalt mit HDEHP! SS Analytische Chemie I. Versuchsprotokoll

AnC I Protokoll: 6.1 Extraktionsphotometrische Bestimmung von Cobalt mit HDEHP! SS Analytische Chemie I. Versuchsprotokoll Analytische Chemie I Versuchsprotokoll 6.1 Extraktionsphotometrische Bestimmung von Mikromengen an Cobalt mit Phosphorsäure-bis- (2-ethylhexylester) (HDEHP) 1.! Theoretischer Hintergrund Zur Analyse wird

Mehr

PP Physikalisches Pendel

PP Physikalisches Pendel PP Physikalisches Pendel Blockpraktikum Frühjahr 2007 (Gruppe 2) 25. April 2007 Inhaltsverzeichnis 1 Einführung 2 2 Theoretische Grundlagen 2 2.1 Ungedämpftes physikalisches Pendel.......... 2 2.2 Dämpfung

Mehr

Physikalische Chemie: Kinetik

Physikalische Chemie: Kinetik Physikalische Chemie: Kinetik Prof. Thiemann SS 2002 Protokoll Versuch 2 «Die ph-abhängigkeit der Solvolysegeschwindigkeit von Malachitgrün» 1 Inhalt: 1. Theorie 2. Zusatzfragen Bau eines UV-Spektralphotometers

Mehr

Versuch 03: Enzyme. Bestimmung der Serum-Acetylcholinesterase Aktivität: 1. Bestimmung der Acetylcholinesterase-Aktivität

Versuch 03: Enzyme. Bestimmung der Serum-Acetylcholinesterase Aktivität: 1. Bestimmung der Acetylcholinesterase-Aktivität Versuch 03: Enzyme Lactatdehydrogenase I. Der optische Test: Bestimmung von Pyruvat Acetylcholinesterase II. Bestimmung der Serum-Acetylcholinesterase Aktivität: 1. Bestimmung der Acetylcholinesterase-Aktivität

Mehr

Versuch 2. Hydrolyse eines Esters

Versuch 2. Hydrolyse eines Esters Grundpraktikum Physikalische Chemie Versuch 2 Hydrolyse eines Esters Reaktionskinetik Überarbeitetes Versuchsskript, 27.11.2014 Kolloquiumsthemen Reaktionskinetik der Hydrolyse von Essigsäureethylester

Mehr

1) Brillouin-Streuung zur Ermittlung der Schallgeschwindigkeit

1) Brillouin-Streuung zur Ermittlung der Schallgeschwindigkeit Übungen zu Materialwissenschaften II Prof. Alexander Holleitner Übungsleiter: Eric Parzinger / Jens Repp Kontakt: eric.parzinger@wsi.tum.de / jens.repp@wsi.tum.de Blatt 3, Besprechung: 7. und 14.5.214

Mehr

Versuch P6: Polarimetrie

Versuch P6: Polarimetrie Physikalisch-chemisches Praktikum für Pharmazeuten Gruppennummer Name Vortestat Endtestat Vorname Versuch A. Vorbereitungsteil (VOR der Versuchsdurchführung lesen!) 1. Kurzbeschreibung In diesem Versuch

Mehr

Potenziometrische Verfolgung der Hydrolyse von 2-Chlor-2-methylpropan. evtl. pneumatische. Wanne

Potenziometrische Verfolgung der Hydrolyse von 2-Chlor-2-methylpropan. evtl. pneumatische. Wanne Prinzip Die Hydrolyse von tert. Butylchlorid in wässriger Lösung kann mit Hilfe der ph-wert-messung verfolgt werden, da dabei Oxoniumionen entstehen. Der Versuch wird über einen bestimmten Zeitraum vermessen

Mehr

Aufgabensammlung zum Üben Blatt 1

Aufgabensammlung zum Üben Blatt 1 Aufgabensammlung zum Üben Blatt 1 Seite 1 Lineare Funktionen ohne Parameter: 1. Die Gerade g ist durch die Punkte A ( 3 4 ) und B( 2 1 ) festgelegt, die Gerade h durch die Punkte C ( 5 3 ) und D ( -2-2

Mehr

B Chemisch Wissenwertes. Arrhénius gab 1887 Definitionen für Säuren und Laugen an, die seither öfter erneuert wurden.

B Chemisch Wissenwertes. Arrhénius gab 1887 Definitionen für Säuren und Laugen an, die seither öfter erneuert wurden. -I B.1- B C H E M I S C H W ISSENWERTES 1 Säuren, Laugen und Salze 1.1 Definitionen von Arrhénius Arrhénius gab 1887 Definitionen für Säuren und Laugen an, die seither öfter erneuert wurden. Eine Säure

Mehr

Aufgabe: Es sind die kryoskopischen Konstante von Wasser und die Molmassen von darin löslichen Substanzen zu bestimmen.

Aufgabe: Es sind die kryoskopischen Konstante von Wasser und die Molmassen von darin löslichen Substanzen zu bestimmen. Versuchsanleitungen zum Praktikum Physikalische Chemie für nfänger 1 4 Kryoskopie ufgabe: Es sind die kryoskopischen Konstante von Wasser und die Molmassen von darin löslichen Substanzen zu bestimmen.

Mehr

α = tan Absorption & Reflexion

α = tan Absorption & Reflexion Absorption & Reflexion Licht wird von Materie absorbiert, und zwar meist frequenzabhängig. Bestrahlt man z.b. eine orange Oberfläche mit weißem Tageslicht, so wird nur jener Farbteil absorbiert, der nicht

Mehr

Physikalisches Praktikum I

Physikalisches Praktikum I Fachbereich Physik Physikalisches Praktikum I W21 Name: Verdampfungswärme von Wasser Matrikelnummer: Fachrichtung: Mitarbeiter/in: Assistent/in: Versuchsdatum: Gruppennummer: Endtestat: Folgende Fragen

Mehr

Ferienkurs Experimentalphysik 3

Ferienkurs Experimentalphysik 3 Ferienkurs Experimentalphysik 3 Musterlösung Montag 14. März 2011 1 Maxwell Wir bilden die Rotation der Magnetischen Wirbelbleichung mit j = 0: ( B) = +µµ 0 ɛɛ 0 ( E) t und verwenden wieder die Vektoridenditäet

Mehr

Fakultät Maschinenbau, Verfahrens- und Energietechnik Institut für Mechanik und Fluiddynamik Praktikum Messmethoden der Mechanik

Fakultät Maschinenbau, Verfahrens- und Energietechnik Institut für Mechanik und Fluiddynamik Praktikum Messmethoden der Mechanik Fakultät Maschinenbau, Verfahrens- und Energietechnik Institut für Mechanik und Fluiddynamik Praktikum Messmethoden der Mechanik Versuch: Spannungsoptik 1. Spannungsoptik eine Einleitung Spannungsoptik

Mehr

Elektrolytische Leitfähigkeit

Elektrolytische Leitfähigkeit Elektrolytische Leitfähigkeit 1 Elektrolytische Leitfähigkeit Gegenstand dieses Versuches ist der Zusammenhang der elektrolytischen Leitfähigkeit starker und schwacher Elektrolyten mit deren Konzentration.

Mehr

Aufgabe 1: Geben Sie die korrespondierenden Basen zu folgenden Verbindungen an: a) H 3 PO 4 b) H 2 PO 4

Aufgabe 1: Geben Sie die korrespondierenden Basen zu folgenden Verbindungen an: a) H 3 PO 4 b) H 2 PO 4 Übungsaufgaben zum Thema Säuren, Basen und Puffer Säure/Base Definition nach Brǿnsted: Säuren sind Stoffe, die Protonen abgeben können (Protonendonatoren). Basen sind Stoffe, die Protonen aufnehmen können

Mehr

Fachhochschule Flensburg. Die spezifische Wärmekapazität fester Körper

Fachhochschule Flensburg. Die spezifische Wärmekapazität fester Körper Name : Fachhochschule Flensburg Fachbereich Technik Institut für Physik und Werkstoffe Name: Versuch-Nr: W4 Die spezifische Wärmekapazität fester Körper Gliederung: Seite Einleitung 1 Berechnung 1 Versuchsbeschreibung

Mehr

Pockels-Effekt und optische Aktivität

Pockels-Effekt und optische Aktivität Praktikumsversuch zur Wahlpflicht-Vorlesung Atom- und Quantenoptik (WS 2009) Dr. Robert Löw, Dr. Sven M. Ulrich, Jochen Kunath Pockels-Effekt und optische Aktivität Einleitung Dieser Versuch besteht aus

Mehr

Praktikum II PO: Doppelbrechung und eliptisch polatisiertes Licht

Praktikum II PO: Doppelbrechung und eliptisch polatisiertes Licht Praktikum II PO: Doppelbrechung und eliptisch polatisiertes Licht Betreuer: Norbert Lages Hanno Rein praktikum2@hanno-rein.de Florian Jessen florian.jessen@student.uni-tuebingen.de 26. April 2004 Made

Mehr

Chemie der Kohlenhydrate

Chemie der Kohlenhydrate Chemie der Kohlenhydrate Grundlegendes Der Begriff Kohlenhydrate: Wurde ursprünglich aus der Formel für Glukose abgeleitet. C 6 H 12 O 6 = C 6 (H 2 O) 6 Bzw. allgemein: C n (H 2 O) m Diese missleitende

Mehr

Mischen von Flüssigkeiten mit verschiedener Temperatur

Mischen von Flüssigkeiten mit verschiedener Temperatur V13 Thema: Wärme 1. Einleitung Ob bei der Regelung der Körpertemperatur, dem Heizen des Zimmers oder zahlreichen technischen Prozessen: Der Austausch von Wärme spielt eine wichtige Rolle. In diesem Versuch

Mehr

Protokoll Dampfdruck. Punkte: /10

Protokoll Dampfdruck. Punkte: /10 Protokoll Dampfdruck Gruppe Biologie Assistent: Olivier Evelyn Jähne, Eva Eickmeier, Claudia Keller Kontakt: claudiakeller@teleport.ch Sommersemester 2006 6. Juni 2006 Punkte: /0 . Einleitung Wenn eine

Mehr

Einführung in die Chemische Kinetik (Formale Reaktionskinetik)

Einführung in die Chemische Kinetik (Formale Reaktionskinetik) Einführung in die Chemische Kinetik (Formale Reaktionskinetik) 1 Einführung 2 Formale Reaktionskinetik einfacher Reaktionen 2.1 Reaktionsgeschwindigkeit einfacher Reaktionen 2.2 Bestimmung des Geschwindigkeitsgesetzes

Mehr

Interferenzrefraktor von Jamin

Interferenzrefraktor von Jamin Technische Universität Darmstadt Fachbereich Physik Institut für Angewandte Physik Versuch 4.1: Interferenzrefraktor von Jamin Praktikum für Fortgeschrittene Von Daniel Rieländer (1206706) & Mischa Hildebrand

Mehr

Kohlenhydrate und ihre Funktionen

Kohlenhydrate und ihre Funktionen Kohlenhydrate und ihre Funktionen Gliederung Monosaccharide Aufbau Nomenklatur Stereoisomerie/Konfiguration Zyklisierung O-glykosidische Bindung N-glykosidische Bindung Disaccharide Kohlenhydrate im Überblick

Mehr

Technische Universität Berlin. Grundpraktikum Physikalische Chemie. Reaktion 2. Ordnung (Esterverseifung)

Technische Universität Berlin. Grundpraktikum Physikalische Chemie. Reaktion 2. Ordnung (Esterverseifung) Technische Universität Berlin Grundpraktikum Physikalische Chemie Reaktion 2. Ordnung (Esterverseifung) -Korrekturvon Daniel Brüggemann (355873) und Sophie Hund (356570) Versuchsdatum: 18.11.2014 Inhaltsverzeichnis

Mehr

Polarimetrie. I p I u. teilweise polarisiert. Polarimetrie

Polarimetrie. I p I u. teilweise polarisiert. Polarimetrie E B z I I p I u I I p 2 I u teilweise polarisiert unpolarisiertes Licht: Licht transversale, elektromagnetische Welle Schwingung senkrecht zur Ausbreitungsrichtung elektr. Feldstärke E und magnet. Feldstärke

Mehr

-Reaktionsordnung- Referat zur Vorlesung Reaktionsdynamik. 31. Oktober 2012 Nils Wilharm Reaktionsordnung Seite 1

-Reaktionsordnung- Referat zur Vorlesung Reaktionsdynamik. 31. Oktober 2012 Nils Wilharm Reaktionsordnung Seite 1 -Reaktionsordnung- Referat zur Vorlesung Reaktionsdynamik 31. Oktober 2012 Nils Wilharm Reaktionsordnung Seite 1 Reaktionsordnung Allgemeines Reaktionsgeschwindigkeit/-ordnung 0. Ordnung 1. Ordnung 2.

Mehr