HR Communication & Media Management

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1 HR Communication & Media Management Lisa Grotefend & Miriam Halbeisen Sommersemester 2018

2 orgatv 2

3 Literatur 3

4 Definition (HCR) = Berichterstattung über die Ressource Personal Once we have generated information about human capital and its contribution to the business we must also be able to communicate this in a way that will have both relevance and value to a variety of stakeholders. (Baron/Armstrong 2012, 81) 4

5 Treiber der Berichterstattung Druck von außen: Aktienmarkt/Kreditgeber (Investoren) Rating-Agenturen (Analysten) Aktive Informationsfunktion Druck von innen: War for Talents Retention-Management Motivations-Funktion Bisher noch kein einheitlicher Standard des HCR vorhanden! Große Qualitätsunterschiede in der Berichterstattung! 5

6 Ignoranz beim HC Reporting Das HC Reporting ist in vielen Unternehmen......im Geschäftsbericht zu knapp dargestellt...im HR Bericht zu narrativ...zufällig und ohne Kontinuität...auf der Prämisse Vorsicht aufgebaut...oft widersprüchlich und ohne strategischen Bezug 6

7 Entwicklung des HCR10 als Standard Unser Ziel: Transparenz durch Standarisierung im HC Reporting Vorgabe eines Mindeststandards an Kennzahlen zur HC- Berichterstattung Wir bewerten NICHT die Qualität der Kennzahlen! 7

8 Grundverständnis HCR 10 Ausrichtung: Primär extern, aber auch intern Ansprache: Berichten, nicht werben (faktenbasiert!) Information: Weniger, dafür verbindlicher Bezugsbasis: HR Strategie Selbstverpflichtung: Freiwilligkeit Medien: Nicht nur Web, sondern traditionelle Formate Positionierung: Information + Emotion Sachlichkeit: Verzicht auf strahlende Gesichter 8

9 HCR10: Grundsätze 1 Offensiv statt defensiv! 2 Standarisieren statt individualisieren! 3 Quantifizieren statt erzählen! 4 Berichten statt bewerten! 5 Erklären statt vernebeln! 9

10 Zwei zentrale Elemente des HCR10 1 Reporting-Bereiche (Worüber ist zu berichten) 2 Reporting-Stufen (Wie tief geht die Information) 10

11 1 Reporting-Bereiche Mengengerüst Personalkosten Personalstruktur Aus- und Weiterbildung Personalertrag Motivation Arbeitsumfeld Input Potenzial Output 11

12 Quelle: Scholz, Christian, Der Aufsichtsrat und die Rubrik Mitarbeiter im Geschäftsbericht, in: Der Aufsichtsrat (06/2013),

13 HCR10: Das Bewertungstableau 13

14 2 Reporting-Stufen Stufe 1: Wert = Zahl (Kennzahl ohne Zeitoder Gruppenbezug Durchschnittsalter im Jahr ,8 Jahre Stufe 2: Zeitverlauf = Vektor (impliziert Zeitoder Gruppenbezug) Stufe 3: Zeitverlauf plus Gruppenaufschlüsselung = Matrix Durchschnittsalter 38,9 Jahre 39,1 Jahre 39,8 Jahre Durchschnittsalter gesamt 38,9 Jahre 39,1 Jahre 39,8 Jahre männlich 40,0 Jahre 41,1 Jahre 41,2 Jahre weiblich 37,9 Jahre 38,8 Jahre 38,9 Jahre Maximalwert für Geschäftsbericht = 13 Kennzahlen x 3 Punkte bei Stufe 3 = 39 Maximalwert für Personal-/Nachhaltigkeitsbericht = 32 Kennzahlen x 3 Punkte bei Stufe 3 = 96 14

15 2 Reporting-Stufen Eine Zahl Gruppenbezug Zeitbezug 2 Jahre 3 Jahre Reportingstufe , ,5 3 15

16 HCR10: Personalkosten PERSONALAUFWAND UND PERSONALAUFWANDSQUOTE (in Mrd. ) Personakaufwand im Konzern (gesamt) 15,1 14,8 14,7 15,1 14,7 davon Deutschland 9,2 9,2 9,2 9,4 9,1 Sondereinflüsse 1,0 1,2 1,2 1,4 0,9 Personalaufwand im Konzern, bereinigt um Sondereinflüsse ,6 13,5 13,7 13,8 Konzernumsatz* 62,4 58,7 58,2 60,1 62,7 davon Deutschland 28,1 27,2 26,7 26,3 25,7 Bereinigte Personalaufwandsquote Konzern (gesamt, in %) 22,5 23,1 23,2 22,7 22,0 Bereinigte Personalaufwandsquote Deutschland (in %) 30,4 30,6 31,1 32,3 32,9 *Die Zuordnung des Umsatzes zur Aufteilung Deutschland/ international erfolgt aus HR-Sicht und damit nach Standort der Mitarbeiter (FTE). Im Geschäftsbericht wird Umsatz entsprechend des Landes zugeordnet, in dem der Umsatz generiert wurde. 16

17 HCR10: Mengengerüst Entwicklung der Mitarbeiterzahl nach Bereichen Vollzeitkräfte, in Tsd Corporate Banking & Securities 8,2 8,4 8,5 9,9 10,4 Global Transaction Banking 4,1 4,1 4,3 4,3 4,4 Deutsche Asset & Wealth Management 6,0 6,1 6,5 7,0 7,1 Private & Business Clients 38,1 37,9 37,9 38,9 40,3 Non-Core Operations Unit 0,3 1,5 1,6 2,0 2,2 Infrastructure / Regional Management 41,5 40,2 39,4 38,9 37,6 Insgesamt 98,1 98,3 98,2 101,0 102,1 Zeitarbeitskräfte (Contractors und Agency/Temps, ohne Postbank) Dez. 2014: 7,8 Tsd 17

18 HCR10: Personalstruktur Weibliche Mitarbeiter Abgeleitet aus globalen Corporate Titles, Vollzeitkräfte Weibliche Managing Director und Director Anteil in % 19,4% 18,7% 18,0% 17,1% 16,2% Weibliche Officer Anteil in % 31,7% 31,1% 30,8% 29,7% 29,3% Weibliche Non-Officer Anteil in % 55,4% 55,8% 56,0% 55,6% 55,0% Weibliche Mitarbeiter insgesamt Anteil in % 41,7% 41,7% 41,7% 41,2% 41,4% Ohne Gesellschaften außerhalb des Deutsche Bank Corporate Title Systems: insbesondere Postbank, Sal. Oppenheim, BHF-Bank (veräußert in 2014) und DB Investment Services. 18

19 HCR10: Aus- und Weiterbildung Besonderheiten: 4.8 Nachfolgemanagement, 4.10 Weiterbildungskonzept, 4.17 Ausbildungskonzept und 4.18 Wissensmanagement. Grundidee/ Philosophie Warum? Was steckt dahinter? 1 Punkt Zielgruppe Für Wen/Wie? 1 Punkt Methoden Alle Zielgruppen und mind. 3 Methoden 1 Punkt 19

20 HCR10: Aus- und Weiterbildung Kennzahl: Nachfolgemanagement Nachfolgemanagement Teilnehmerzahlen Akademie E- Learning Sprachkurse Gesamt potentielle Aufsichtsräte potentielle Führungskräfte potentielle Führungskräfte internationale Ebene Ziel ist es, einen Pool von potentiellen Kandidatinnen und Kandidaten für Führungspositionen zu schaffen. Neben Informationen zu den klassischen Aufgaben einer Führungskraft sollen vor allem Praxisinputs vermittelt werden. 20

21 HCR10: Aus- und Weiterbildung Kennzahl: Weiterbildungskonzept Weiterbildungskonzept Akademie E- Learning Seminare Gesamt Ingenieure Sachbearbeiter Young Professionals Unsere umfangreichen Weiterbildungsprogramme in nahezu allen Arbeitsbereichen zeichnen sich durch praxisnahes und geschäftsorientiertes Lernen aus und ermöglichen es unseren Mitarbeitern, ihre Fähigkeiten auszubauen. 21

22 HCR10: Aus- und Weiterbildung Kennzahl: Ausbildungskonzept Auszubildende Trainees duale Studenten jähriges Ausbildungsprogramm mit Stationen in verschiedenen Abteilungen - Berufe: Fachkraft für Lagerlogistik, Elektroniker, Fachinformatiker, Industriekaufmann - Ziel: Sammeln von beruflichen und praktischen Erfahrungen Schulungen - 18-monatiges Programm für Hochschulabsolventen mit internationalem Profil - Unterstützung bei der persönlichen Weiterentwicklung und Kompetenzaufbau in verschiedenen Geschäftsfeldern weltweit - Ziel: Vorbereitung auf Führungsaufgaben Akademie - 3-jähriges Ausbildungsprogramm (6 Semester) in Kooperation mit Hochschulen - Bachelorstudiengänge: Wirtschaftsinformatik, Digitale Medien - Ziel: Verknüpfung der Theorie mit Praxisansätzen Seminare 22

23 HCR10: Aus- und Weiterbildung Kennzahl: Wissensmanagement 360-Grad-Feedback Intranet Plattform Entwicklungsgespräch - Zielgruppe: Führungskräfte, Mitarbeiter, Kunden und Lieferanten - Methode: Durch ein Feedbacksystem kann jedes Mitglied der Zielgruppe Rückmeldung zur Arbeit von Mitarbeitern und Führungskräften geben und Mitarbeiter und Führungskräfte können sich gleichzeitig auch selbst Feedback einholen - Ziel: Mitarbeiterpotenziale entwickeln - Zielgruppe: alle Mitarbeiter des Unternehmens - Methode: Über das Intranet können sich Mitarbeiter in Gruppen zum Austausch und zur Zusammenarbeit zusammenfinden - Ziel: Wissensaustausch fördern - Zielgruppe: alle Mitarbeiter - Methode: jährliche Bewertungs- und Entwicklungsgespräche sollen ein offenes und faires Feedback ermöglichen, neben Rückmeldung zu Leistung und Potenzial diskutieren Führungskräfte mit den Mitarbeitern Entwicklungsmaßnahmen und mögliche Karriereschritte - Ziel: Mitarbeiterpotenziale ausbauen 23

24 HCR10: Motivation Fluktuationsrate in % Konzern (weltweit) 4,9 4,4 4,9 Deutschland 3,4 2,1 2,7 USA 7,2 9,5 5,8 Übrige Welt 7,3 7,5 9,3 Frauen (weltweit) 5,3 5,2 5,7 24

25 HCR10: Arbeitsumfeld Arbeits- und Dienstwegunfälle je 1 Million geleistete Arbeitsstunden (LTIF) ¹ Konventionelle Stromerzeugung 8,8 7,0 4,7 4,2 3,3 3,1 2,1 2,7 Vertrieb/Verteilnetze Deutschland² 6,8 6,2 7,6 4,9 4,0 3,9 3,1 3,1 Vertrieb Niederlande/Belgien - - 1,4 0,2 0,5 0,8 0,0 0,2 Vertrieb Großbritannien 2,1 4,2 2,2 3,8 3,2 1,8 1,8 1,5 Zentralost-/Südosteuropa³ - - 2,8 2,4 1,5 2,3 2,3 1,5 Erneuerbare Energien⁴ - 7,5 4,5 4,5 3,5 2,4 1,6 3,2 Trading/Gas Midstream 0,0 0,9 0,6 0,0 0,0 0,0 0,8 0,0 Sonstige 3,2 2,6 3,5 1,9 0,9 0,8 1,4 0,8 RWE-Konzern 6,1 5,3 4,3 3,5 2,8 2,6 2,1 2,3 ¹LTIF = Lost Time Incident Frequency Rate (ab 2014 eigene Mitarbeiter und Partner, vor 2014 nur eigene Mitarbeiter berücksichtigt) ²vor 2009 einschließlich der Unternehmensbereiche Niederlande/Belgien und Zentralost-/Südosteuropa ³ab 2009 als selbstständige Unternehmensbereiche geführt ⁴ab 2008 neuer Unternehmensbereich 25

26 HCR10: Bewertung - Beispiel 26

27 HCR10: Bewertung - Beispiel X = Geschäftsbericht des Konzerns X.U = Umschlagseiten im PDF-Geschäftsbericht N = Nachhaltigkeitsbericht P = Personalbericht 27

28 HCR10: Bewertung Kennzahlentyp 13 Muss- Kennzahlen (Geschäftsbericht) 45 Muss- Kennzahlen (Zusatzbericht) 73 Breitenindex- Kann-Kennzahlen Traditionelle Berichterstattung (expliziter Zusatzbericht) im gesamten Geschäftsbericht im expliziten Nachhaltigkeits-/ Personalbericht im gesamten Geschäfts- sowie Nachhaltigkeits-/ Personalbericht Neue Formen der Berichterstattung (explizit und implizit) im Lagebericht und Konzernabschluss des explizit/implizit integrierten Jahresberichts im gesamten explizit/implizit integrierten Jahresbericht im gesamten explizit/implizit integrierten Jahresbericht 28

29 HCR10: Eichhörnchenpunkte UPDATE I Bitte bewerten Sie Ihr Unternehmen nach dem HCR10! Bewerten Sie alle 73 Kennzahlen nach dem HCR10- Standard in den Berichten Ihres Unternehmens (Geschäftsbericht (GB) und Zusatzbericht (ZB), also Personal- (P) und Nachhaltigkeitsbericht (N)). Weisen Sie bitte die Erfüllungsquoten für GB, ZB und Breite aus (Excel-Sheet). Tragen Sie die Informationen und Punktzahlen hierzu bitte in das Excel-Sheet ein (auch die entsprechenden Seitenzahlen der Angaben in den Berichten). Abgabe bis spätestens Montag, den , per an unter Angabe Ihres Unternehmens im Excel-Sheet, allen Namen und Matrikelnummern. - 29

30 HCR10: Eichhörnchenpunkte UPDATE II Fragen richten Sie bitte an: zur Bewertung nach HCR10 bis zum Kirsten Brackertz für alles andere zur Veranstaltung. Punkteverteilung Eichhörnchen: 3 Punkte CUBE Z: 7 Punkte HCR10-Bewertung: 15 Punkte Insgesamt sind also bis zu 25 Punkte möglich, die auf die bestandene Klausur angerechnet werden. - 30

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