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1 netzwerk aktiv besser leben mit demenz Integrierte Versorgung für Demenzpatientinnen/-patienten sowie deren Angehörige Mag. a Martina Rossa Wiener Gebietskrankenkasse Competence Center Integrierte Versorgung 03. Mai 2012 CCIV

2 Agenda 1. Das Competence Center Integrierte Versorgung (CCIV) 2. Ausgangslage/Demenzbericht 3. Entwicklung von netzwerk aktiv besser leben mit demenz 2 CCIV

3 Agenda 1. Das Competence Center Integrierte Versorgung (CCIV) 2. Ausgangslage/Demenzbericht 3. Entwicklung von netzwerk aktiv besser leben mit demenz 3 CCIV

4 Das CompetenceCenter Integrierte Versorgung (CCIV) Netzwerkorganisation in der österreichischen Sozialversicherung Betreiber des CCIV: WGKK Partnerträger: STGKK, NÖGKK Seit im Regelbetrieb Nahtstelle für Versicherte, Vertragspartner, Sozialversicherungsträger und Gebietskörperschaften Aufbau und Bündelung von Wissen und Expertise zur integrierten Versorgung 4 CCIV

5 Definition Integrierte Versorgung des CCIV Integrierte Versorgung ist eine patientenorientierte kontinuierliche sektorenübergreifende und/oder interdisziplinäre und standardisierten Behandlungskonzepten folgende Gesundheitsversorgung. Ziele der integrierten Versorgung: Steigerung der Versorgungsqualität (z.b. durch Erhöhung der Transparenz und des Informationsflusses, Koordination oder den Einsatz von Leitlinien) Verbesserung der Nahtstellenprozesse (z.b. Übergang zwischen den Versorgungsebenen, Vermeidung von Doppeluntersuchungen) Effizientere Mittelverwendung 5 CCIV

6 Agenda 1. Das Competence Center Integrierte Versorgung (CCIV) 2. Ausgangslage/Demenzbericht 3. Entwicklung von netzwerk aktiv besser leben mit demenz 6 CCIV

7 Warum integrierte Versorgung für Demenzerkrankte? Priorisierung von Krankheitsbildern: Identifikation von Krankheitsbildern mit Verbesserungspotential durch integrierte Versorgung Strukturierter, qualitätsgesicherter Prozess Basierend auf definierten Kriterien wurden von Expertinnen/Experten Krankheitsbilder bewertet Level 1 Level 2 Level 3 Demenz, Osteoporose, Herzinsuffizienz, (Hypertonie) Brustkrebs, Dickdarmkrebs Depression Prioritising integrated care initiatives on a national level. Experiences from Austria 7 CCIV

8 Das Projekt im Überblick Priorisierungsprozess Datenauswertungen, Erhebungen, Experteninterviews und Workshops Erster Österreichischer Demenzbericht Literaturrecherche und Modellauswahl Expertenkonsens und Literaturrecherche zu Modellkomponenten Ergebnis: Konzept netzwerk aktiv besser leben mit demenz 8 CCIV

9 Demenz in Österreich In Österreich: Anstieg von derzeit rund Demenzpatientinnen und patienten bis 2050 auf rund Erkrankte Grund: demographische Veränderung, größerer Anteil an 65+ Jährigen Prognose Demenzprävalenz CCIV

10 Derzeitige Versorgung Im Jahr der Erstverordnung Aufenthaltsdauer in Krankenhäusern von Tage Antidementiva: teilweise Fehl- oder Unterversorgung Durchschnittliche Arztkosten bei Demenzerkrankten liegen deutlich über jenen der nicht an Demenz erkrankten Personen der gleichen Altersgruppe Multimorbidität und zahlreiche beteiligte Versorger auf verschiedenen Systemebenen Koordination liegt großteils bei Patientinnen und Patienten sowie deren Angehörigen 10 CCIV

11 Übersicht Kosten vorsichtige Hochrechnung Gesamtkosten Gesundheit und Pflege für Demenzkranke 60+ Mrd. 5 4,5 4 3,5 3 2,5 2 1,5 1 0,5 0 4,6 3,6 2,8 2,2 1, Kalenderjahr 11 CCIV

12 Ausgangslage Problembereiche 12 CCIV

13 Agenda 1. Das Competence Center Integrierte Versorgung (CCIV) 2. Ausgangslage/Demenzbericht 3. Entwicklung von netzwerk aktiv besser leben mit demenz 13 CCIV

14 Methode Partizipativer Ansatz Problembereiche Modellentscheidung Alle Ebenen und zahlreiche Gruppen an Versorgung beteiligt Partizipativer Entwicklungsansatz Expertenkonsens netzwerk aktiv besser leben mit demenz Berufsstandsvertretungen und Interessensvertretungen Ärztekammer, medizinische Fachgesellschaften, Gesundheits und Krankenpflegeverband, Dachverband der medizinisch technischen Dienste, Gesellschaft für Case und Care Management Vertreter/innen von Sozialhilfeträgern Mobilen Diensten, Pflege und Sozialeinrichtungen, Case Management Selbsthilfegruppen und Servicestellen Forschungseinrichtungen, Universitäten und Fachhochschulen (Fachbereiche: Gesundheit, Pflege, Non Profit) Krankenanstalten Sozialversicherung BMASK BMG 14 CCIV

15 netzwerk aktiv besser leben mit demenz Konzept für eine integrierte Versorgung für Demenzerkrankte und ihre Angehörigen liegt in Form eines Abschlussberichtes vor Anpassung an regionale Gegebenheiten muss erfolgen Umsetzung erfolgt in einer Netzwerkstruktur, in der sich die verschiedensten Gesundheitsdienstleisteraus der Demenzversorgung vernetzen, um ihre Patientinnen und Patienten koordinierter und strukturierter versorgen zu können 15 CCIV

16 netzwerk aktiv besser leben mit demenz Ziel Ziel des Projekts netzwerkaktiv besser leben mit demenz ist es, die Versorgung im niedergelassenen Bereich zu optimieren, sowie die Prozesse an den Nahtstellen zu den angrenzenden Bereichen zu definieren, um sowohl eine effiziente und bedarfsgerechte Versorgung als auch einen längeren Verbleib in häuslicher Pflege sicherstellen zu können. 16 CCIV

17 netzwerk aktiv besser leben mit demenz Aufbau und Komponenten netzwerk aktiv besser leben mit demenz Zentrale Netzwerkebene Dezentrale Netzwerkebene Inhaltliche Netzwerkebene Netzwerkmanagement Care Management Patientenführende Ärztinnen/Ärzte Case Management Fachärztinnen/Fachärzte Mobile Dienste Beratungsstellen Therapeutinnen/ Therapeuten Krankenanstalten Ambulanzen Medizinische Leitlinie/ Versorgungspfad Schulung/Fortbildung Kurzzeitpflegeeinrichtungen Patientinnen-/Patientenund Angehörigenempowerment Qualitätsmanagement und Evaluierung Informations- und Datenmanagement 17 CCIV

18 Netzwerkorganisation Netzwerk Auf Bundeslandebene Untergliedert in Teilregionen Akteure aus dem Gesundheits- und Sozialbereich Basisschulung Beitritt Netzwerktreffen, Qualitätszirkel, Feedbackberichte für die Teilregionen Patientinnen/Patienten Einschreibung Versorgung bis Austritt oder dauerhafter Überführung in stationäre Pflege 18 CCIV

19 Eckpunkte der Netzwerkversorgung Diagnose Demenz Bei Wunsch Einschreibung Aufnahme und Dokumentation durch patientenführende Ärztin/Arzt Case Management/Beratung Stadiengerechte Versorgung bis zur dauerhaften Institutionalisierung Evidenzbasierte medizinische Versorgung Case Management anhand des Regelkreises Bedarfsgerechte Beratung falls kein Case Management nötig oder gewünscht Datenmanagement (elektronisch oder Patientenmappe) Evaluation: Bewertung der Versorgung, ggf. Weiterentwicklung des Programms 19 CCIV

20 Abschließende Bewertung Erwartete Effekte Verringerung der Schnittstellenproblematik Vermeidung von Informations und Datenverlust Vermeidung der Überforderung von pflegenden Angehörigen Steigerung der Versorgungsqualität Effizientere und bedarfsgerechtere Versorgung Koordinierte Versorgung und Inanspruchnahme der Leistungen Weniger Über /Unter oder Fehlversorgung bzw. Doppeluntersuchungen Angehörige werden entlastet positive Auswirkungen auf Gesundheit der Angehörigen wird erwartet Dadurch verzögerte Heimeinweisungen und weniger KH-Aufenthalte durch Überlastung der Angehörigen 20 CCIV

21 Ausblick Umsetzung ist in zwei Pilotregionen geplant Aufnahme von Verhandlungen mit der Stadt Wien für die Initiierung eines Reformpoolprojektes Anpassung des Projektkonzeptes an regionale Gegebenheiten der umsetzenden Bundesländer unter Berücksichtigung bestehender Strukturen (z.b. etablierte Case-Management-Strukturen) 21 CCIV

22 Ankündigung 7. Symposium Integrierte Versorgung des CCIV Brustkrebsfrüherkennung und integrierte Versorgung Knoten oder Schleife? In einem umfangreichen wissenschaftlichen Programm präsentieren Expertinnen und Experten ihre Erkenntnisse, Erfahrungen und Visionen. Neben einer Fülle an Informationen soll die Tagung auch die Möglichkeit zu angeregten Diskussionen bieten. Dienstag, 13. November 2012 Ort: Festsaal des Bundesministeriums für Gesundheit 22 CCIV

23 Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit. WGKK, Competence Center Integrierte Versorgung Wienerbergstraße 15 19, 1100 Wien Mag. Martina Rossa Tel: CCIV

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