Petra Geipel, Coaching + Beratung, Tübingen

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1 Petra Geipel, Coaching + Beratung, Tübingen

2 Überblick 1. Wahrnehmung und Wirklichkeit 2. Persönliche Bewertungen und Stress 3. Kommunikation 4. Technische Kommunikation 5. Persönliche Kommunikation 2

3 1. Wahrnehmung und Wirklichkeit è Das, was Menschen erleben, nehmen sie für WAHR. è Jeder Mensch erlebt die Wirklichkeit individuell, aus seiner eigenen Perspektive. è In den Köpfen der Menschen spiegeln sich lediglich Abbilder der Wirklichkeit, sie konstruieren ihre eigenen Wirklichkeiten. 3

4 Das Erleben derselben Situation ist unterschiedlich: 4

5 Wahrnehmungsfilter è Erziehung, Sozialisation, Umfeld è Ausbildung, Bildung è Interessen è Kulturelle Hintergründe è Erfahrung è Wünsche, Erwartungen è Persönliches Befinden è Sympathie, Antipathie è... 5

6 Persönliche Bewertungen Es sind mehrere Sichtweisen möglich. Was sehen Sie? 6

7 Matthäus Merian d. Ä. (zugeschrieben): Anthropomorphe Landschaft. Ölgemälde, 17. Jh. Abbildung in: L' homme-paysage 7

8 Alles ist vergänglich. Totenkopf mit einem Harlekin-Paar beim Sektgelage. Österreichische Nationalbibliothek 8

9 Persönliche Bewertungen Auswirkungen auf unser Handeln Es sind nicht die Dinge oder Ereignisse an sich, die uns beunruhigen, sondern die Einstellungen und Meinungen, die wir zu den Dingen haben. (Epiktet, griechischer Philosoph der Stoa, n. Chr.) Die letzte der menschlichen Freiheiten besteht in der Wahl der Einstellungen zu den Dingen. (Viktor Frankl, österrreichischer Psychotherapeut, Begründer der Logotherapie, ) è Die Bewertung von Ereignissen und die inneren Einstellungen spielen eine entscheidende Rolle im Umgang mit Menschen und ob wir Situationen gelassen oder gestresst erleben. 9

10 Wahrnehmung und Wirklichkeit è Niemand kennt die Wahrheit. è Jeder hat Recht. Paul Watzlawick ( , Kommunikationswissenschaftler, Soziologe, Philosoph) 10

11 2. Persönlicher Bewertungen und Stress Stress ist das Ergebnis von persönlichen Bewertungen. Ein Beispiel: Zusätzlich zu Ihrer Arbeit bekommen Sie vom Chef eine zusätzliche Aufgabe mitgeteilt mit der Bemerkung, dass er dafür eine fähige Mitarbeiterin brauche. Was läuft nun ab? 1. Einschätzen der Situation: Irrelevant (reine Routine), stressbezogen (...hoffentlich mach ich nichts falsch...) oder positiv (...endlich mal was Neues, interessant...) 2. Einschätzen eigener Kompetenzen...Wie soll ich das bloß schaffen?...jetzt zeige ich, was ich kann!...? Stress-Reaktion Quelle: nach Kaluza, GKM, Trainingsmanual

12 Stressverschärfender Denkstil Das-gibt s-doch-nicht-denken Blick auf das Negative: Selektive Wahrnehmung und Verallgemeinerung von negativen Aspekten Defizit-Denken: Selektive Wahrnehmung eigener Schwächen und Misserfolge Negatives Konsequenzen-Denken Personalisieren, alles auf sich beziehen 12

13 Förderlicher Denkstil Annehmen der Realität Blick auf das Positive: Orientieren auf Chancen, Sinn Realitätstestung, Konkretisieren Kompetenz-Denken: Orientieren auf eigene Stärken, Erfolge, Ressourcen Positives Konsequenzen-Denken Distanzieren, Relativieren ( Teflon-Denken ) 13

14 3. Kommunikation 14

15 Kommunikation è Mann kann nicht nicht kommunizieren Paul Watzlawick ( , Kommunikationswissenschaftler, Soziologe, Philosoph Kommunikation Verbaler Anteil Nonverbaler Anteil Sprache Mimik Gestik Körpersprache Klang der Stimme 15

16 Kommunikationsmodell nach Watzlawick/Bateson è Glaubwürdigkeit einer Aussage verbaler / nonverbaler Anteil der Kommunikation: 7% Sprache Ton der Stimme 38% 55% Körpersprache Gestik Mimik 16

17 Kommunikation heute? 17

18 Kommunikation heute? è Menschen verlassen sich immer mehr auf technische Hilfsmittel und erwarten weniger voneinander. è Die Folge: Menschen sind zwar vernetzt, aber nicht im echten Kontakt miteinander. Im täglichen Leben balancieren sie häufig allein durch den Alltag. 18

19 Kommunikation heute 19

20 4. Technische Kommunikation und ihre Folgen Vorteile è Informationen fließen extrem schnell. è Informationen sind immer und überall verfügbar. è Wir sind permanent erreichbar über Mobil, Internet, Social Media. è Wir schaffen mit mehr Menschen gleichzeitig im Kontakt zu sein und können so schneller handeln. 20

21 Facebook-To-Facebook-Kommunikation Status: In einer Beziehung mit meinem ipad. 21

22 Technische Kommunikation und ihre Folgen Status: In virtuellem Kampf mit meinem friend 22

23 Technische Kommunikation und ihre Folgen Nachteile: è Virtuelle Kommunikation läuft zeitversetzt ab, nicht in Echtzeit. è Kommunikation wird oberflächlich. è Menschen umgehen die Komplexität des persönlichen Umgangs. è Es gibt viele friends, ohne dass diese einander wirklich kennen. 23

24 Technische Kommunikation und ihre Folgen Nachteile: è Echte zwischenmenschliche Beziehungen werden zu oberflächlichen virtuellen Beziehungen. è Es fließen wenig bis keine Informationen auf der Beziehungsebene. è Massive Auswirkung auf den Umgang miteinander: veränderte Wahrnehmung, distanziertes Verhalten. è Entstehende Missverständnisse = geschäftliches Risiko und erhöhter Stress 24

25 5. Persönliche Kommunikation?

26 Gute Kommunikation ist (fast) alles! Persönliche Kommunikation schon besser? Status: In einer Beziehung mit meinem Kunden... Patienten... Klienten... Kollegen... Lieferanten... 26

27 Persönlich kommunizieren Beziehung bewusst gestalten 27

28 Persönlich kommunizieren Beziehung bewusst gestalten = Gut zusammenarbeiten 28

29 Persönlich kommunizieren Auf den/die Andere(n) verständlich eingehen 29

30 Persönlich kommunizieren Guten Stil pflegen, auch virtuell 30

31 Persönlich kommunizieren Guten Kommunikationsstil pflegen am besten persönlich 31

32 Persönlich kommunizieren Ziele auf der Beziehungsebene è Gegenseitige Achtung leben. è Gegenseitiges Vertrauen unterstützen. è Beiderseitigen Nutzen fördern. è Empathie zeigen: sich in die Person einfühlen können 32

33 Persönlich kommunizieren Kennzeichen è Echtes Interesse an der Person haben. è Professionelles Networking: Persönlichen Kontakt regelmäßig pflegen. è Interaktion mit vollem Einsatz: Mein Gegenüber hat meine volle Aufmerksamkeit. è Persönliche Zusammenarbeit pflegen und ausbauen. 33

34 Empathisch kommunizieren wirkt! è Empathische Kommunikation fördert durch mehr Verständnis für einander den geschäftlichen Nutzen. è Empathische Kommunikation erhöht die Flexibilität im Umgang mit verschiedenen Situationen. è Sie können durch empathische Kommunikation gelassener auf verschiedenste Situationen reagieren. è Sie haben mehr Spaß und weniger Stress. J 34

35 Persönlich kommunizieren nützt ein Fazit è Sie bauen Ihre Patienten-Beziehungen besser aus und stärken die Patientenbindung. è Sie verstehen einander besser und können Probleme besser identifizieren und schneller lösen. è Sie räumen Missverständnisse und Konflikte schneller aus. è Sie können die Patientenbeziehung intensivieren. è Sie wissen, was der Andere jeweils benötigt und kommen so über Wünsche und Erwartungen in den Austausch. 35

36 Gute Kommunikation ist (fast) alles! Zum guten Schluss Achte auf Deine Gedanken, denn sie werden zu Worten. Achte auf Deine Worte, denn sie werden zu Handlungen. Achte auf Deine Handlungen, denn sie werden zu Gewohnheiten. Achte auf Deine Gewohnheiten, denn sie werden Dein Charakter Achte auf Deinen Charakter, denn er wird Dein Schicksal. Aus China 36

37 Viel Erfolg, Freude und Glück für Sie! J Vielen Dank für Ihre Zeit und Ihre Aufmerksamkeit! 37

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