Planung Robert Johnen 27.08.12 Seite 1/27
Was ist Planung? Planung ist die gedankliche Vorwegnahme von Arbeitsschritten unter Anwendung gegebener Ressourcen Material, Geld, Zeit, Arbeitskraft zum Erreichen eines Zieles Was erhalte ich durch Planung?... natürlich einen Plan... Robert Johnen 27.08.12 Seite 2/27
Planungsstufen Sammeln relevanter Informationen Ziele festlegen Erwartungen feststellen Methoden aussuchen Transformation von Informationen Methoden anwenden Lernen und Prozesse gestalten Kreative oder kooperative Informationsverarbeitung Instruieren Handlungsanweisungen geben Kommunizieren und Motivieren Handlungsspielraum definieren Robert Johnen 27.08.12 Seite 3/27
Prozesse Die Arbeitsschritte innerhalb des Plans bezeichnet man als Prozesse. Sie sind die Gesamtheit aller Vorgänge innerhalb eines Systems welche Materie Energie und/oder Informationen umformen transportieren oder speichern (DIN 19226/T1) Robert Johnen 27.08.12 Seite 4/27
Prozesse sind durch Einflüsse steuerbar Ursache liefern Ergebnisse Wirkung Die Einflüsse auf einen Prozess und sein Ergebnis sind als Ursache-Wirkungs-Diagramm darstellbar. Robert Johnen 27.08.12 Seite 5/27
Supply Chain (Wertschöpfungskette) Sie besteht aus den Kernprozessen Akquisition (Beschaffung) Produktion Distribution (Vertrieb) Supply Chain (Wertschöpfungskette) und den Unterstüzungsprozessen zb: Personalwesen EDV Buchhaltung... Robert Johnen 27.08.12 Seite 6/27
Problem lösen (Prozessanalyse) Formulieren Analysieren Inhaltliche und Begriffliche Analyse Lösungsvorschläge erarbeiten Modellierung / Modellanpassung Untersuchung am Modell Prozessoptimierung Entscheiden Lösen Anpassung an realen Prozess Kontrollieren Prozessführung / -steuerung Robert Johnen 27.08.12 Seite 7/27
Persönliche Arbeitsplaung Warum ich? Warum jetzt? Warum auf diese Art? Warum überhaupt? Robert Johnen 27.08.12 Seite 8/27
Zeitmanagement Wie sieht meine Leistungskurve aus? Biorythmus Verhältnis Arbeits- zu Pufferzeit ca 60 : 40 APLEN Aufgaben sammeln Länge ermitteln Puffer reservieren Entscheiden Nachkontrolle Robert Johnen 27.08.12 Seite 9/27
Drei-Körbe-Methode Eingangskorb Ausgangskorb Papierkorb Robert Johnen 27.08.12 Seite 10/27
Eisenhower-Methode A nicht wichtig sehr nicht B A D C dringlich sehr B C D Selbst & sofort Termin setzen Delegieren Wozu braucht man wohl den Papierkorb von vorher? Robert Johnen 27.08.12 Seite 11/27
Stärken-Schwächen-Diagramm Produktbeurteilung ++ + Ø - -- Qualität Preis Nutzen Service Personalbeurteilung ++ + Ø - -- Arbeitsqualität Arbeitsmenge Fachwissen Selbständigkeit Motivation Lernbereitschaft Entscheidungsfreude x x x x x x x x x x x Robert Johnen 27.08.12 Seite 12/27
SWOT-Analyse S-trengths Festellen der Stärken W-eaknesses Feststellen der Schwächen O-pportunities Feststellen der sich ergebenden Möglichkeiten T-hreats Festellen möglicher Bedrohungen Robert Johnen 27.08.12 Seite 13/27
Ursache-Wirkungs-Diagramm Fischgrätendiagramm oder Ishikawa-Diagramm ------------------------------ Ursache ---------------------------- --- Wirkung --- Mensch Maschine Umwelt P r o z e s s Ergebnis Material Methode Management Zurück zu Folie 6 Robert Johnen 27.08.12 Seite 14/27
Arbeitsschritte zum Ursache-Wirkungs-Diagramm 1. Diagramm zeichnen 2. Haupt- und Nebenursachen feststellen 3. Ursachen auf Vollständigkeit prüfen 4. Aussage finden 5. Aussage auf Richtigkeit prüfen Robert Johnen 27.08.12 Seite 15/27
Ishikawa-Diagramm Aufgabe Robert Johnen 27.08.12 Seite 16/27
ABC-Analyse A-Güter Hoher Wert Geringe Menge B-Güter Mittlerer Wert Mittlere Menge C-Güter Geringer Wert Hohe Menge Robert Johnen 27.08.12 Seite 17/27
ABC-Analyse Aufgabe Jahres- MatNr Stückpreis Verbrauch M01 11,50 650 M02 8,10 720 M03 66,85 520 M04 1,40 1900 M05 2,20 900 M06 10,70 630 M07 1,50 1400 M08 73,45 480 M09 1,30 1600 M10 0,93 1200 %-Anteil Mengenmäßig wertmäßiger Jahresverbrauch %-Anteil Wertmäßig Summe: Erstellen Sie eine ABC-Analyse, nach Mengen- bzw. Wert-Anteilen im Verhältnis 10/20/70 Kennzeichnen Sie die A, B und C Güter Robert Johnen 27.08.12 Seite 18/27
ABC-Analyse Lösung Jahres- %-Anteil %-Anteil, Menge wertmäßiger %-Anteil %-Anteil, Wert MatNr Stückpreis Verbrauch Mengenmäßig Kumul. Jahresverbrauch Wertmäßig Kumul M08 73,45 480 4,80% 4,80% 35.256,00 35,26% 35,26% M03 66,85 520 5,20% 10,00% 34.762,00 34,76% 70,02% M01 11,50 650 6,50% 16,50% 7.475,00 7,47% 77,49% M06 10,70 630 6,30% 22,80% 6.741,00 6,74% 84,23% M02 8,10 720 7,20% 30,00% 5.832,00 5,83% 90,06% M04 1,40 1900 19,00% 49,00% 2.660,00 2,66% 92,72% M07 1,50 1400 14,00% 63,00% 2.100,00 2,10% 94,82% M09 1,30 1600 16,00% 79,00% 2.080,00 2,08% 96,90% M05 2,20 900 9,00% 88,00% 1.980,00 1,98% 98,88% M10 0,93 1200 12,00% 100,00% 1.116,00 1,12% 100,00% Summe: 10000 100,00% 100.002,00 100,00% Robert Johnen 27.08.12 Seite 19/27
Wertanalyse Vorbereitung Produkte/Prozesse von hohem Wert kennen IST-Zustand Prozess-/Produkt-Funktionen/Eigenschaften ermitteln & prüfen Soll-Zustand Festlegen Gebrauchs- bzw. Hauptfunktionen/-eigenschaften Geltungs- bzw. Nebenfunktionen/-eigenschaften verzichtbare Funktionen/Eigenschaften Lösung entwickeln, prüfen, auswählen & umsetzen Robert Johnen 27.08.12 Seite 20/27
Nutzwertanalyse Kriterien festlegen Gewichtung ermitteln Punkte verteilen Produkt/Dienstleistung A B C Kriterium Wichtung Punkte gesamt Punkte gesamt Punkte gesamt Summe Summe Summe Platz Platz Platz Einzelwertungen ermitteln (Punkte * Wichtung) Werte summieren und Platzierung ermitteln Robert Johnen 27.08.12 Seite 21/27
Entscheidungsfindung normativ / rational wenn A dann B logische Folge berechenbar deskriptiv / empirisch ausprobieren Versuch und Irrtum (Trial & Error) beschreibend Robert Johnen 27.08.12 Seite 22/27
Planungsziele Flexibilität steigern Komplexität reduzieren Effektivität steigern Risiko vermeiden Robert Johnen 27.08.12 Seite 23/27
Zielvorgaben lösungsneutral qualitativ und quantitativ messbar (direkt oder indirekt) realistisch priorisiert Robert Johnen 27.08.12 Seite 24/27
Merkmale der Planung Zukunftsbezogenheit Unsicherheit Rationale Problemlösung Zukunft gestaltend Informationsbasis für Handlungen Prozess in mehreren Phasen Robert Johnen 27.08.12 Seite 25/27
Planungshorizont operativ taktisch strategisch Zeitachse Robert Johnen 27.08.12 Seite 26/27
Planungsmethode Top-Down Klare Struktur in Zuständigkeit und Ablauf Wenig Mitbestimmung guter Informationsfluss unabdingbar Bottom-Up Ungeordnetes Sammeln von Vorschlägen Schwer kanalisierbar, hoher Zeitaufwand Kreative Ideen aller Beteiligten Gegenstrom-Planung Verbindung der Vorteile von BottomUp und Top-Down Eliminieren der Nachteile beider Methoden Beginn mit Top-Down Zeit- & Informationsintensiv Betroffene zu Beteiligten machen! Robert Johnen 27.08.12 Seite 27/27