Coaching und Burnoutprävention auf Intensivstationen Ein ressourcenorientierter Ansatz

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1 Coaching und Burnoutprävention auf Intensivstationen Ein ressourcenorientierter Ansatz Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Lalouschek Medizinische Universität Wien MC Medical Coaching GmbH Projekt Nr: 1559 Jubiläumsfonds der Österreichischen Nationalbank; ProjektNr: Felix Mandl Fonds der Stadt Wien

2 Medizinische Berufe Lebens-wichtig! Berufung Arbeit mit Menschen

3 und ihre Kehrseiten - Morbidität/Mortalität/Suizidrisiko in Medizinberufen erhöht (Gundersen, Ann Intern Med 2001) - "high demand/low influence" - Deutliche Entmutigungserscheinungen bereits früh, Altersgipfel tlw. bei 30 Jahren (!) - Überlastung = Notwendigkeit für Beruf - Burnout-Häufigkeit in Medizinberufen (ÄrztInnen, Krankenschwestern/pfleger) mind. 20% (in westl. Ländern vergleichbar) Auswirkungen von Burnoutgefährdung auf medizinische Entscheidungen, Qualität und Effizienz!

4 Coaching und Burnoutprävention auf Intensivstationen - Ansatz Interdisziplinäres Forschungsprojekt mit angewandtem Nutzen für die TeilnehmerInnen Evaluation von Parametern zu - Arbeitsqualität - Fehlerkultur - Zufriedenheit - Burnoutgefährdung - Leadership - Gesundheitsverhalten Strukturierte Lösungs- und Ressourcenorientierte Beratung für Teams und Einzelpersonen Teams definieren lösungsorientierte Massnahmen/Projekte - im eigenen Einflussbereich - auf Teamebene und Einzelebene und führen diese unter Dokumentation der Veränderungn selbständig durch Medizinische Ergebnisqualität Wirtschaftliche Ergebnisqualität MC MC Medical Medical Coaching Coaching GmbH GmbH Humane Ergebnisqualität

5 Coaching und Burnoutprävention auf Intensivstationen - Ablauf PRE-PHASE Information, Klärung von Rahmen, Setting, Erwartungen PHASE I - EVALUATION Arbeitsqualität/abläufe, Motivation, Leadership, Burnoutrisiko PHASE II - COACHING PHASE III FOLGEEVALUATION Teamcoaching 6x á 4 h Einzelcoaching 1-2/Person wie Evaluation 1 } innerhalb von ca. 12 Monaten PRAXISTRANSFER PROJEKTBEGLEITUNG PHASE IV NACHHALTIGKEIT Weitere Umsetzung mittel/langfristig sinnvoller Maßnahmen

6 Coaching und Burnoutprävention auf Intensivstationen - TeilnehmerInnen 8 Intensiv- bzw. Akutmedizinische Abteilungen bzw. Stationen in Wiener Spitälern AKH Andere KAV-Spitäler Geistliches Spital 171 TeilnehmerInnen 35 ÄrztInnen, 136 Pflegekräfte

7 Coaching und Burnoutprävention auf Intensivstationen - Evaluation 6 Maslach Burnout Inventory ,4 2,7 4,4 4,4 2,9 2,5 Emotionale Erschöpfung Depersonalisation Persönliche Erfüllung Vergleichswerte: EE CY PE Hoch MC Medical > 2,8 Coaching > GmbH 2, > 3,0 (nach Stern, K. 1996) 1 ÄrztInnen Pflegepersonen p (Ärzte-Pflege) EE DP PE 0.806

8 Coaching und Burnoutprävention auf Intensivstationen - Evaluation Emotionale Erschöpfung nach Stationen P=0.705 P=0.002 MC MC Medical Medical Coaching Coaching GmbH GmbH

9 Coaching und Burnoutprävention auf Intensivstationen - Evaluation externe Kooperation eher schlecht/schlecht 45 hohe organisationale Stressoren 45 interne Kooperation eher schlecht/schlecht 23 Informationsdefizite 20 sehr geringe Partizipation 19 Aufträge wiedersprüchlich 29 sehr geringes Vorgesetzten Feedback 33 Qualitätseinbußen durch Belastungen Keine Qualitätseinbußen % %

10 Coaching und Burnoutprävention auf Intensivstationen - Coaching Themenbereiche Teamcoachings (interdisziplinäre) Zusammenarbeit gemeinsame Ziele Führungsverhalten Persönliche Motivation/Entwicklung Arbeitsorganisation/prozesse Arbeitsbelastung/aufteilung Fehlerkultur Kommunikation Wertschätzung Aufarbeitung alter Themen

11 Beispiel - Änderungsschritte im Team Gemeinsames Ziel definieren im Teamgespräch Vermehrte Standardisierung noch höhere Pflegequalität Med. Qualität/wichtige Aspekte Verweildauer Ausscheidung Liegedauer Verschreibung verspätet Arzt-Patient-Kommunikation Persönl. Nachkontrolle (z.b. nach Stent) BZ-Messung Wochenende: fehlende Visite Patienteninformation Abteilung Aufnahme/Entlassungsmanagement höhere Effizienz Bessere Zusammenarbeit Ambulanz- Stationen (z.b. geplante Aufnahmen) Auskunftszeiten Ärzte Exakte Kurvenführung (hat sich bewährt) Visiten: relevanter Informationsverlust, täglich+zeiten einhalten, mit Patienten reden Aufnahmen: vollständige Kurvenvorschreibung, Therapien bei nicht akuten Aufnahmen, Transparenz über geplantes Vorgehen MC MC Medical Medical Coaching Coaching GmbH GmbH

12 Coaching und Burnoutprävention auf Intensivstationen Follow Up Follow Up Burnoutparameter 10 +7% 5 0 % % -8% Emotionale Erschöpfung Depersonalisation Persönliche Erfüllung p=

13 Coaching und Burnoutprävention auf Intensivstationen Follow Up Follow Up Arbeitsqualität +14%* +7%* %** -17%** *p<0.01 **p<0.001

14 Coaching und Burnoutprävention auf Intensivstationen Follow Up 4 3,5 3 Follow Up Leadership (MLQ Transformational Leadership) 2,5 2 T1 T2 p= <0.001 <0.001

15 Fazit Veränderungen sind realisierbar Mit schlanken Maßnahmen Unter Einbeziehung von vorhandenem Know-How, Eingehen auf die individuelle Situation und der Motivation zur Verbesserung in Teams bzw. Abteilungen Veränderungen zeigen sich auf allen Ebenen: persönlich: Zufriedenheit, Motivation organisational: Effizienz, Qualität, Prozesse Führung

16 Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!

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