Neue GAP - Was bedeutet das Greening für uns?

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1 Neue GAP - Stand der Regelungen und der Diskussion zum Änderungen möglich FB 3.1, Folie Nr. 1

2 FB 3.1, Folie Nr. 2

3 Entwicklung der Zahlungsansprüche (ab 2015 Basisprämie) / ZA 306 / ZA 190 / ZA* 175 / ZA* abzgl. Modulation/ Haushaltsdisziplin zzgl. Förderung der ersten Hektar zzgl. Zuschläge zzgl. Zuschläge * unter Berücksichtigung der Umschichtung von 4,5 % Quelle: ML Nds FB 3.1, Folie Nr. 3

4 Entwicklung der Greeningkomponente => Greening erst ab / ha* 87 / ha* 86 / ha* 85 / ha* 85 / ha* * Unter Berücksichtigung der 4,5% Umverteilung FB 3.1, Folie Nr. 4

5 Zusätzliche Prämienkomponenten Umverteilungsprämie (Förderung der ersten Hektare) Förderung der ersten 46 Hektar 50 / ha für die ersten 30 ha 30 / ha für die nächsten 16ha => Keine Degression oder Kappung in Deutschland Quelle: Art. 41 der EU-VO 1307/2013, Ergebnisse der Sonder-AMK vom FB 3.1, Folie Nr. 5

6 Umverteilungsprämie Vorsicht bei Betriebsteilung etc. Art. 41 Abs. 7 EU-VO 1307/2013 Die Mitgliedstaaten stellen sicher, dass Betriebsinhabern, bezüglich derer erwiesen ist, dass sie ihren Betrieb nach dem 18. Oktober 2011 einzig zu dem Zweck aufgespalten haben, um in den Genuss der Umverteilungsprämie zu kommen, kein in diesem Kapitel vorgesehener Vorteil gewährt wird. Dies gilt auch für Betriebsinhaber, deren Betriebe aus einer solchen Aufspaltung hervorgehen.. FB 3.1, Folie Nr. 6

7 Zusätzliche Prämienkomponenten Junglandwirtezuschlag nach Art. 50 EU-VO 1307/2013 Zuschlag zur Betriebsprämie in Höhe von ca. 44 / ha für die ersten 90 Hektar (Soll auch für Junglandwirte im Nebenerwerb gelten) Im Jahr der Antragstellung nicht älter als 40 Jahre (Stichtag ??) Erstmalige Niederlassung als Betriebsleiter (nicht länger als fünf Jahre) Bundesländer unterstützen die Vorlage von Qualifikationsmaßnahmen (bspw. Abschlussprüfung im Ausbildungsberuf Landwirt) Alle GbR-Mitglieder müssen die Junglandwirtekriterien erfüllen! Zum jetzigen Diskussionsstand zählen also auch keine Vater-Sohn-GbRs. Quelle: o.g. Rechtsvorschrift, Konzept BMELV FB 3.1, Folie Nr. 7

8 Zusätzliche Prämienkomponenten Greening 30% des Direktzahlungsbudgets wird in diese Prämie überführt. Obligatorisch für alle Direktzahlungsempfänger, außer Ökobetriebe Diese Prämie ist an die Einhaltung von drei zusätzlichen Maßnahmen gekoppelt: (Art. 44, 45 und 46 der EU-VO 1307/2013) Anbaudiversifizierung + Dauergrünlanderhalt + Ökologische Vorrangfläche keine Doppelförderung Quelle: Art. 43 ff. der EU-VO 1307/2013 FB 3.1, Folie Nr. 8

9 Anbaudiversifizierung Betriebe zwischen ha Ackerfläche Betriebe über 30 ha Ackerfläche Quelle: Art. 44 (1) der EU-VO 1307/2013 FB 3.1, Folie Nr. 9

10 Anbaudiversifizierung Art. 44 (3b) der EU-VO 1307/2013 (Ausnahme): - Die ersten beiden genannten Regelungen gelten nicht, wenn mehr als 75% der beihilfefähigen landwirtschaftlichen Fläche Dauergrünland ist, für die Erzeugung von Gras oder anderen Grünfutterpflanzen genutzt wird (oder in Kombination) und die restliche Ackerfläche eine Fläche von 30 ha nicht überschreitet. - Beispiel: 100 ha beihilfefähige Fläche 76 ha Ackergras und Dauergrünland => 76 % 24 ha verbleibende Ackerfläche => max. 24 ha z.b. Mais FB 3.1, Folie Nr. 10

11 Anbaudiversifizierung Art. 44 (3c) der EU-VO 1307/2013 (weitere Ausnahme): - Die ersten beiden genannten Regelungen gelten nicht, wenn mehr als 50% der als Ackerland angemeldeten Flächen von dem Betriebsinhaber in dem Beihilfeantrag des vorangegangenen Jahres nicht angemeldet wurden und auf dem gesamten Ackerland des Betriebes eine andere landwirtschaftliche Kulturpflanze als im vorangegangenen Kalenderjahr angebaut wird. Beispiel: 100 ha Ackerland 51 ha Tauschfläche => auf der gesamten Ackerfläche wird eine andere Kultur angebaut FB 3.1, Folie Nr. 11

12 Dauergrünlanderhalt FB 3.1, Folie Nr. 12

13 Dauergrünlanderhalt Erhalt des bestehenden Dauergrünlandes im Rahmen der Cross-Compliance- Vorschriften (Art. 93 (3) EU-VO 1306/2013) für die Jahre 2015 und 2016 => Fortführung der bisherigen Regelungen für 2015 und 2016 (Umbruchverbot mit Tauschmöglichkeit in Niedersachsen) einzelbetriebliches Umwandlungs- und Pflugverbot in umweltsensiblen Gebieten (z.b. FFH-Gebiet, Vogelschutzgebiet) => D: Verbot in Natura2000-Gebieten gemäß Art. 45 der EU-VO 1307/2013 ab 2015 FB 3.1, Folie Nr. 13

14 Flächennutzung im Umweltinteresse (Art. 46 VO 1307/2013) FB 3.1, Folie Nr. 14

15 Flächennutzung im Umweltinteresse Art. 46 (1) EU-VO 1307/2013) Auf 5% der betrieblichen Ackerfläche einschließlich der Flächen nach den Buchstaben c), d), g) und h) (bei Betrieben größer 15 ha Ackerfläche) ist ökologische Vorrangfläche (ÖVF) zu schaffen. Diese können sein: a) Brachliegende Flächen b) Terrassen c) Landschaftselemente (nur mit Verfügungsgewalt) d) Pufferstreifen e) Agroforstflächen (in der 2. Säule - ELER - gefördert) f) Streifen entlang von Waldrändern g) Niederwald mit Kurzumtrieb ohne min. Düngung und/oder Pflanzenschutz h) Aufforstungsflächen nach der ELER-VO i) Zwischenfruchtanbau j) Stickstoffbindende Pflanzen Auswahlkatalog der VO MS können mögliche Elemente auswählen FB 3.1, Folie Nr. 15

16 Delegierter Rechtsakt der EU-KOM nur als Mischsaat auszubringen Mitgliedsstaaten treffen Regelungen bezüglich der Saatmischungen Winterkulturen (ausgesät im Herbst, wachsend über den Winter) zählen nicht als Zwischenfrucht (engl.: not include are areas under winter crops which are sown in autumn normally for harvesting or for grazing) spätester Aussaattermin für Zwischenfrüchte vor dem eines Jahres Flächennutzung im Umweltinteresse => Zwischenfrüchte FB 3.1, Folie Nr. 16

17 Von den Auflagen zur ökologischen Vorrangfläche sind freigestellt (Art. 46 (4) EU VO 1307/2013): Betriebe, bei denen mehr als 75% der beihilfefähigen landwirtschaftlichen Fläche Dauergrünland ist, für die Erzeugung von Gras oder Grünfutterpflanzen genutzt wird genutzt wird oder einer Kombination dieser Nutzungsmöglichkeiten dient, sofern das nicht diesen Nutzungen dienende Ackerland nicht mehr als 30 ha beträgt. Beispiele: 100 ha beihilfefähige landwirtschaftliche Fläche davon: 76 ha Dauergrünland und Ackergras => 76% 24 ha Silomais und/oder andere Kulturen => keine ÖVF 200 ha beihilfefähige landwirtschaftliche Fläche davon: 152 ha Dauergrünland und Ackergras =>76% 48 ha Silomais und/oder andere Kulturen => Verpflichtung zu ÖVF FB 3.1, Folie Nr. 17

18 2014 Übergangsregelungen für 2014 Verordnung (EU) Nr. 1310/2013 des EP und des Rates vom D: Entwurf eines Gesetzes zur Gewährung einer Umverteilungsprämie 2014 (UmvertPrämG 2014) Start des Konvergenzprozesses: Mit dem Haushaltsjahr 2020 sollen in jedem Mitgliedsstaat die Betriebsprämien mindestens 196 / ha betragen (Angleichung in 3 Schritten). Keine Umverteilung von 4,5 % in die zweite Säule ab 2014: Förderung der ersten Hektare In 2014 => kein Greening Zahlungsanspruch 2014: 306 / ha (bei zusätzlicher Förderung der ersten Hektare) Quelle: o.g. VO, Ergebnisse der Sonder-AMK FB 3.1, Folie Nr. 18

19 2015 GAP-Reform 2015: eigentlicher Beginn Einführung Greening Umschichtung von 4,5% der Fördermittel aus der 1. in die 2. Säule Einführung der übrigen Prämienkomponenten Quelle: Beschlüsse der Sonder-AMK FB 3.1, Folie Nr. 19

20 Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit! Fachbereich 3.1 Betriebswirtschaft, Unternehmensberatung, Markt, Familie und Betrieb Landwirtschaftskammer Niedersachsen in Oldenburg Telefon: 0441/ Fax: 0441/ FB 3.1, Folie Nr. 20

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