Ressourcenschonende Herstellung von Feinchemikalien

Save this PDF as:
 WORD  PNG  TXT  JPG

Größe: px
Ab Seite anzeigen:

Download "Ressourcenschonende Herstellung von Feinchemikalien"

Transkript

1 Projektverbund Ressourcenschonende Biotechnologie in Bayern Projektpräsentation Ressourcenschonende Herstellung von Feinchemikalien Christoph Mähler, Dr. Kathrin Castiglione, Prof. Dr.-Ing. Dirk Weuster-Botz Technische Universität München Lehrstuhl für Bioverfahrenstechnik

2 Inhaltsverzeichnis Bedeutung chiraler Moleküle Asymmetrische Reduktion von Alkenen Ziele des Forschungsvorhabens Arbeitsprogramm 2

3 Inhaltsverzeichnis Bedeutung chiraler Moleküle Asymmetrische Reduktion von Alkenen Ziele des Forschungsvorhabens Arbeitsprogramm 3

4 Bedeutung chiraler Moleküle Chiralität Chirale Moleküle verhalten sich wie Bild und Spiegelbild zueinander. Die Spiegelbildisomere werden auch als Enantiomere bezeichnet. 4

5 Bedeutung chiraler Moleküle Biologische Effekte von Enantiomeren (R)-Enantiomere (S)-Enantiomere Orangenaroma Zitronenaroma süß bitter Limonen Asparagin Carvon Minzgeruch Kümmelgeruch 5

6 Bedeutung chiraler Verbindungen Anwendungsgebiete Chirale Verbindungen sind wichtige Ausgangsstoffe für die Synthese von Pharmazeutika Lebensmittelzusätzen Agrochemikalien Futtermittel Die Optimierung von Herstellungsprozessen für chirale Verbindungen ist daher von großem wirtschaftlichen Interesse 6

7 Inhaltsverzeichnis Bedeutung chiraler Moleküle Asymmetrische Reduktion von Alkenen Ziele des Forschungsvorhabens Arbeitsprogramm 7

8 Asymmetrische Reduktion von Alkenen Cis- und Trans-Hydrierung Sehr häufig angewendete katalytische Transformation Bis zu zwei Stereozentren können in einer Reaktion erzeugt werden * * trans In der Entwicklung * * cis Industrieller Standard Chemische Katalyse Biokatalyse 8

9 Asymmetrische Reduktion von Alkenen Biokatalyse oder chemische Katalyse? Kriterium Biologische Chemische Katalysatoren Katalysatoren Katalysatormenge Sehr gering Faktor mehr Umweltverträglichkeit Vollständig biologisch abbaubar Häufig Schwermetallkatalysatoren Reaktionsbedingungen Mild: wässriges Medium 20 C-40 C Atmosphärendruck neutraler ph Häufig harsch: Organische Lösemittel Hohe Temperatur Hoher Druck nicht-neutraler ph Selektivität Hoch, wenige Reaktionsschritte Gering, mehr Reaktionsschritte 9

10 Asymmetrische Reduktion von Alkenen Enreduktasen Klassifikation Flavoenzyme aus der Old Yellow Enzyme Familie Reaktion trans-spezifische Reduktion aktivierter Alkene Substrate Alkene mit elektronenziehender Gruppe (A) Cofaktoren Flavinmononukleotid NADPH oder NADH (kostengünstiger und stabiler) 10

11 Asymmetrische Reduktion von Alkenen Enreduktasen Enzyme aus strikt anaeroben Bakterien Problem: Sauerstoffempfindlichkeit Sauerstoffstabile Enreduktasen aus aeroben Organismen Probleme: Moderate Enzymaktivität Starke Präferenz für NADPH als Cofaktor Enges Substratspektrum Neuer Ansatz: Enreduktasen aus Cyanobakterien Vorteile: Außergewöhnlich hohe Aktivität mit NADH Exzellente Stereoselektivität Breites Substratspektrum 11

12 Asymmetrische Reduktion von Alkenen Substratspektrum von Enreduktasen aus Cyanobakterien Maleimid (derivate) Nitroalkene Zyklische Enone Ph Carbonsäureester Ketoisophoron Terpenoide Aldehyde (R)-Carvon (S)-Carvon 12

13 Inhaltsverzeichnis Bedeutung chiraler Moleküle Asymmetrische Reduktion von Alkenen Ziele des Forschungsvorhabens Arbeitsprogramm 13

14 Ziele des Forschungsvorhabens Optimierung der Cofaktorspezifität von Enreduktasen aus Cyanobakterien durch Protein Engineering Steigerung der spezifischen Aktivität mit NADH (stabiler / kostengünstiger als NADPH) Beibehaltung der exzellenten Stereoselektivität Entwicklung eines ökonomisch und ökologisch vorteilhaften Verfahrens für die Produktion von (2R,5R)-Dihydrocarvon 14

15 Ziele des Forschungsvorhabens Bausteine für biologisch aktive Wirk- und Naturstoffe (2R,5R)-Dihydrocarvon ist ein wichtiger Baustein für Antimalaria-Wirkstoffe Verschiedene Naturstoffe (1 (R)-Carvon, 2 (2R,5R)-Dihydrocarvon, ER Enreduktase, FDH Formiatdehydrogenase, HCOO- Formiat) 15

16 Inhaltsverzeichnis Bedeutung chiraler Moleküle Asymmetrische Reduktion von Alkenen Ziele des Forschungsvorhabens Arbeitsprogramm 16

17 Arbeitsprogramm Protein Engineering Pentaerythritol-Tetranitrat-Reduktase NADPH:NADH Aktivitätsverhältnis: 120 Cyanobakterielle Enreduktase NADPH:NADH Aktivitätsverhältnis: 1 Kristallstruktur im Komplex mit einem NADH-Derivat und Flavinmononukleotid Homologiemodell einer cyanobakteriellen Enreduktase 17

18 Zielsetzung Verfahrensentwicklung Vergleich von Verfahren mit isolierten Enzymen und rekombinanten Zellen Vergleich von einphasigen Reaktionssystemen mit Zweiphasensystemen aus Ionischer Flüssigkeit/Puffer oder Adsorberharz/Puffer Ionische Flüssigkeit oder Adsorberharz Ionische Flüssigkeit oder Adsorberharz Wässrige Pufferphase O O ER NADH (R)-Carvon CO2 NAD+ FDH Escherichia coli Formiat (2R,5R)-Dihydrocarvon

19 Zielsetzung Verfahrensentwicklung Bestes Verfahren (höchste Raum-Zeit-Ausbeute und höchste Produktreinheit): Reaktionskinetische Beschreibung Modellgestützte Optimierung Vergleich von Verfahrensvarianten (Satz-, Zulauf-, kontinuierliche Verfahren) Maßstabsvergrößerung (Litermaßstab) 1 ph-sonde 2 Rührer 3 Bioreaktor 4 Kontrollstation 19

20 Zielsetzung Verfahrensentwicklung Projektjahr Arbeitspaket Optimierung der Cofaktorspezifität durch Protein Engineering Vergleich von Verfahren mit isolierten Enzymen und ganzen Zellen Untersuchung verschiedener Zweiphasensysteme Reaktionskinetische Untersuchungen, Optimierung und Maßstabsvergrößerung 20

21 Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit Christoph Mähler, Dr. Kathrin Castiglione, Prof. Dr.-Ing. Dirk Weuster-Botz Technische Universität München, Lehrstuhl für Bioverfahrenstechnik 21

Moderne Aldol-Reaktionen

Moderne Aldol-Reaktionen Moderne Aldol-Reaktionen Katrina Brendle Institut für Organische Chemie Seminar zum Fortgeschrittenenpraktium KIT Universität des Landes Baden-Württemberg und nationales Großforschungszentrum in der Helmholtz-Gemeinschaft

Mehr

Enzyme in der organischen Synthese ausgewählte Beispiele

Enzyme in der organischen Synthese ausgewählte Beispiele Enzyme in der organischen Synthese ausgewählte Beispiele Jürgen Weippert Institut für Organische Chemie Seminar zum Fortgeschrittenenpraktikum KIT Universität des Landes Baden-Württemberg und nationales

Mehr

Prüfungsfragenkatalog für für Grundlagen der Gentechnik und Biotechnologie (Prof. Prof. Rudolf Bauer und Prof. Karin Ardjomand-Wölkart)

Prüfungsfragenkatalog für für Grundlagen der Gentechnik und Biotechnologie (Prof. Prof. Rudolf Bauer und Prof. Karin Ardjomand-Wölkart) Prüfungsfragenkatalog für für Grundlagen der Gentechnik und Biotechnologie (Prof. Prof. Rudolf Bauer und Prof. Karin Ardjomand-Wölkart) Stand: September 2014 Termin: 29.09.2014 1. Was ist Western Blot?

Mehr

Referat: Katalytische Hydrierungen

Referat: Katalytische Hydrierungen Referat: Katalytische Hydrierungen Inhalt 1.1 Allgemein über Hydrierungen (Anlagerung von Wasserstoff) Seite 3 Die chemische Reaktion, katalytische Hydrierung 1.2 Die Beeinflussung der Hydrierdauer Seite

Mehr

Technologien zur Optimierung von Mikroorganismen und Enzymen

Technologien zur Optimierung von Mikroorganismen und Enzymen TECHNOLOGIEN ZUR OPTIMIERUNG Designer Bugs 27 Technologien zur Optimierung von Mikroorganismen und Enzymen Die technologischen Durchbrüche auf den Gebieten der Enzymentwicklung, der Biokatalyse oder der

Mehr

Institut für Umweltbiotechnologie

Institut für Umweltbiotechnologie Institut für Umweltbiotechnologie HO HO OH O OH O C CH 2 OH H Univ.-Prof. Dipl.-Biol. Dr.rer.nat. Gabriele Berg Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Dr..techn. Georg Gübitz CH 2 OH Dr: Massimiliano Cardinale Dr. Henry

Mehr

Chemische Evolution. Biologie-GLF von Christian Neukirchen Februar 2007

Chemische Evolution. Biologie-GLF von Christian Neukirchen Februar 2007 Chemische Evolution Biologie-GLF von Christian Neukirchen Februar 2007 Aristoteles lehrte, aus Schlamm entstünden Würmer, und aus Würmern Aale. Omne vivum ex vivo. (Alles Leben entsteht aus Leben.) Pasteur

Mehr

Produktgruppen in der Biotechnologie

Produktgruppen in der Biotechnologie Produktgruppen in der Biotechnologie Biomasse / Zellen Stoffumwandlungen Biotransformationen Biokatalyse Fermentationsprodukte Biopolymers e.g. Xanthan Enzymes Proteins Enzymes Biopharmaceuticals Complex

Mehr

Verzeichnis der Abbildungen und Tabellen... VIII Verzeichnis der Abkürzungen und Trivialnamen... XI I Einleitung... 1

Verzeichnis der Abbildungen und Tabellen... VIII Verzeichnis der Abkürzungen und Trivialnamen... XI I Einleitung... 1 Verzeichnis der Abbildungen und Tabellen... VIII Verzeichnis der Abkürzungen und Trivialnamen... XI I Einleitung... 1 1 Extremophile Organismen... 1 2 Halophile Mikroorganismen... 2 2.1 Lebensräume und

Mehr

Biokatalyse in der industriellen Produktion

Biokatalyse in der industriellen Produktion 2020 2015 2010 Übersichtsstudie Biokatalyse in der industriellen Produktion Matthias Braun, Olav Teichert und Axel Zweck Zukünftige Technologien Consulting Im Auftrag des Übersichtsstudie Biokatalyse

Mehr

Wachstum und Expression rekombinanter Proteine mit E. coli in verschiedenen Batch- Kultivierungsmedien

Wachstum und Expression rekombinanter Proteine mit E. coli in verschiedenen Batch- Kultivierungsmedien 1 Wachstum und Expression rekombinanter Proteine mit E. coli in verschiedenen Batch- Kultivierungsmedien 2. Seminar Biotechnologie (30.01.2013) Natalia Putkaradze Master Biotechnologie (3. Semester) Matrikel-Nr.:

Mehr

Rekombinante Wirkstoffe. Prof. Dr. Theo Dingermann Institut für Pharmazeutische Biologie Goethe-Universität Frankfurt Dingermann@em.uni-frankfurt.

Rekombinante Wirkstoffe. Prof. Dr. Theo Dingermann Institut für Pharmazeutische Biologie Goethe-Universität Frankfurt Dingermann@em.uni-frankfurt. Rekombinante Wirkstoffe Prof. Dr. Theo Dingermann Institut für Pharmazeutische Biologie Goethe-Universität Frankfurt Dingermann@em.uni-frankfurt.de Praktische Definitionen Gentechnik Unmittelbare neukombination

Mehr

Industrielle Produktion

Industrielle Produktion INDUSTRIELLE PRODUKTION Technische Enzyme 35 Industrielle Produktion Die Bedeutung der Weißen Biotechnologie in der chemischen Industrie ist in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen. Als Produkte

Mehr

Praktische Einführung in die Chemie Integriertes Praktikum: Versuch 1-3 (RKE) Reaktionskinetik-Enzyme: Aktivität und Stabilität

Praktische Einführung in die Chemie Integriertes Praktikum: Versuch 1-3 (RKE) Reaktionskinetik-Enzyme: Aktivität und Stabilität Praktische Einführung in die Chemie Integriertes Praktikum: Versuch 1-3 (RKE) Reaktionskinetik-Enzyme: Aktivität und Stabilität Versuchs Datum: 18. April 2012 Gruppenummer: 8 Gruppenmitglieder: Domenico

Mehr

Klausur zur Vorlesung Biochemie III im WS 2000/01

Klausur zur Vorlesung Biochemie III im WS 2000/01 Klausur zur Vorlesung Biochemie III im WS 2000/01 am 15.02.2001 von 15.30 17.00 Uhr (insgesamt 100 Punkte, mindestens 40 erforderlich) Bitte Name, Matrikelnummer und Studienfach unbedingt angeben (3 1.

Mehr

Thema: Katalytische Oxidation. Name: Rebel, Marcel Firma: Enterprise Bau Technik Umwelt GmbH

Thema: Katalytische Oxidation. Name: Rebel, Marcel Firma: Enterprise Bau Technik Umwelt GmbH Thema: Katalytische Oxidation Name: Rebel, Marcel Firma: Enterprise Bau Technik Umwelt GmbH 0. Inhalt 1. Einleitung 2. Abgasreinigungsverfahren 3. Katalysator 4. Katalytische Nachverbrennung 5. Kat-Ox

Mehr

Seminar zum Organisch-Chemischen Praktikum für Biologen Sommersemester 2015

Seminar zum Organisch-Chemischen Praktikum für Biologen Sommersemester 2015 Seminar zum rganisch-chemischen Praktikum für Biologen Sommersemester 2015 Nachtrag Aromatische Substitution Sicherheitsbelehrung: Regeln für das Arbeiten im Labor Dr. Florian Achrainer AK Zipse September

Mehr

Wacker Biotech- und XL-protein-Studie zeigt: ESETEC ermöglicht hocheffiziente Produktion von PASylierten Biopharmazeutika

Wacker Biotech- und XL-protein-Studie zeigt: ESETEC ermöglicht hocheffiziente Produktion von PASylierten Biopharmazeutika Wacker Chemie AG Hanns-Seidel-Platz 4 81737 München, Germany www.wacker.com PRESSEINFORMATION Nummer 31 Wacker Biotech- und XL-protein-Studie zeigt: ESETEC ermöglicht hocheffiziente Produktion von PASylierten

Mehr

Erftgymnasium der Stadt Bergheim. Schulinternes Curriculum für das Fach Chemie in der Sekundarstufe II

Erftgymnasium der Stadt Bergheim. Schulinternes Curriculum für das Fach Chemie in der Sekundarstufe II Erftgymnasium der Stadt Bergheim Schulinternes Curriculum für das Fach Chemie in der Sekundarstufe II Als Fortführung des Unterrichts in der Sekundarstufe I wird Schülerinnen und Schülern ein anwendungs-

Mehr

Übung 11 Genregulation bei Prokaryoten

Übung 11 Genregulation bei Prokaryoten Übung 11 Genregulation bei Prokaryoten Konzepte: Differentielle Genexpression Positive Genregulation Negative Genregulation cis-/trans-regulation 1. Auf welchen Ebenen kann Genregulation stattfinden? Definition

Mehr

Präbiotische Chemische Evolution

Präbiotische Chemische Evolution Präbiotische Chemische Evolution Wo kamen die monomeren Grundbausteine komplexer organischer Moleküle her? Hypothesen: Die monomeren Grundbausteine (einfache Aminosäuren, organische Basen, einfachste Kohlenhydrate

Mehr

Algal Center for Renewable Energy

Algal Center for Renewable Energy Forschungsplattform g p für Algenreaktoren g in Brisbane Algal Center for Renewable Energy 4. B 4 Bundesalgenstammtisch d l t ti h Rosa Rosello, Clemens Posten, Olaf Kruse und Ben Hankamer Institut für

Mehr

Entwicklung von Ganzzellbiokatalysatoren zur Synthese von chiralen Alkoholen

Entwicklung von Ganzzellbiokatalysatoren zur Synthese von chiralen Alkoholen Entwicklung von Ganzzellbiokatalysatoren zur Synthese von chiralen Alkoholen Inaugural-Dissertation zur Erlangung des Doktorgrades der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät der Heinrich-Heine-Universität

Mehr

TECHNISCHE HERSTELLUNG VON AMINOSÄUREN

TECHNISCHE HERSTELLUNG VON AMINOSÄUREN TECHNISCHE HERSTELLUNG VON AMINOSÄUREN Anastasia Zinchenko Sarah Calcagno Betreuerin: Saskia Hähn OC 6 Vortrag 16.07.2009 GLIEDERUNG 1. Einleitung 2. Herstellungsmethoden 3. Zusammenfassung und Fazit 4.

Mehr

Expression der genetischen Information Skript: Kapitel 5

Expression der genetischen Information Skript: Kapitel 5 Prof. A. Sartori Medizin 1. Studienjahr Bachelor Molekulare Zellbiologie FS 2013 12. März 2013 Expression der genetischen Information Skript: Kapitel 5 5.1 Struktur der RNA 5.2 RNA-Synthese (Transkription)

Mehr

Vorstellung der Biochemie -Vorlesungen im Masterstudiengang Chemie. Prof. K.-H. van Pée Professur für Allgemeine Biochemie

Vorstellung der Biochemie -Vorlesungen im Masterstudiengang Chemie. Prof. K.-H. van Pée Professur für Allgemeine Biochemie Vorstellung der Biochemie -Vorlesungen im Masterstudiengang Chemie Prof. K.-. van Pée Professur für Allgemeine Biochemie Tryptophan 7-halogenase showing the binding of FAD and tryptophan -terminus FAD

Mehr

Schlaglicht aus der Forschung - Möglichkeiten und Grenzen der bakteriellen Synthese von L-Methionin

Schlaglicht aus der Forschung - Möglichkeiten und Grenzen der bakteriellen Synthese von L-Methionin Schlaglicht aus der Forschung - Möglichkeiten und Grenzen der bakteriellen Synthese von L-Methionin Fulda Überblick 1. Einleitung Problem 2. Biotechnische Herstellung von Methionin Grundlagen zum Verständnis

Mehr

Was ist Wirkstoffdesign?

Was ist Wirkstoffdesign? Was ist Wirkstoffdesign? Eine Einführung für Nicht-Fachleute Arzneimittel hat vermutlich schon jeder von uns eingenommen. Vielleicht hat sich der eine oder andere dabei gefragt, was passiert eigentlich

Mehr

Das ist Biotechnologie

Das ist Biotechnologie Das ist Biotechnologie Vorwort Biotechnologie ist heute in vieler Munde. Aus gutem Grund, wie allein ein Blick auf die Statistik zeigt. Derzeit stammen bereits 20% aller Arzneimittel aus biotechnologischer

Mehr

VO-5. Organische Chemie 2. Priv. Doz. DI Dr. Wolfgang Schoefberger Johannes Kepler Universität Linz Altenberger Str. 69, 4040 Linz, Austria.

VO-5. Organische Chemie 2. Priv. Doz. DI Dr. Wolfgang Schoefberger Johannes Kepler Universität Linz Altenberger Str. 69, 4040 Linz, Austria. VO-5 Organische Chemie 2 Priv. Doz. DI Dr. Wolfgang Schoefberger Johannes Kepler Universität Linz Altenberger Str. 69, 4040 Linz, Austria. wolfgang.schoefberger@jku.at 89 Mesomerer Effekt verringert die

Mehr

Chemische Gleichgewichte

Chemische Gleichgewichte Kompetenzen und Inhalte des Bildungsplans Unterrichtsinhalte Schulcurriculum und Hinweise Chemische Gleichgewichte An Beispielen die Bedingungen für die Einstellung eines chemischen Gleichgewichts erklären

Mehr

lierung zahlreicher hochaktiver Naturstoffe, die eine Cyclopropaneinheit aufweisen,

lierung zahlreicher hochaktiver Naturstoffe, die eine Cyclopropaneinheit aufweisen, A. EILEITUG Ist nicht die Chemie der Stein der Weisen, welcher die Bestandtheile des Erdkörpers in nützliche Produkte umformt, welche der andel in Gold verwandelt, ist sie nicht der Stein der Weisen, der

Mehr

Kontrolle der Genexpression auf mrna-ebene. Abb. aus Stryer (5th Ed.)

Kontrolle der Genexpression auf mrna-ebene. Abb. aus Stryer (5th Ed.) Kontrolle der Genexpression auf mrna-ebene Abb. aus Stryer (5th Ed.) RNA interference (RNAi) sirna (small interfering RNA) mirna (micro RNA) Abb. aus Stryer (5th Ed.) Transcriptional silencing Inhibition

Mehr

Ausarbeitung zum Seminar Post-production of industrial enzymes

Ausarbeitung zum Seminar Post-production of industrial enzymes Ausarbeitung zum Seminar Post-production of industrial enzymes 3. Folie Enzyme Enzyme sind umweltverträgliche Katalysatoren mit einem breiten Reaktionsspektrum. Industriell finden sie unteranderem Anwendung

Mehr

Enzyme Informationstext

Enzyme Informationstext Lehrerinformation 06 / Bakterien / Bakterien 1/10 Arbeitsauftrag Ziel Die Lehrperson verteilt die Arbeitsblätter und erarbeitet mit den Schülern die Inhalte (Präsentation/Wandtafel/Showcharts). In Gruppendiskussionen

Mehr

Die fluorige Phase. Organische Chemie mit teil- und perfluorierten Reagenzien. Von Adrian Komainda & Thimon Schwaebel

Die fluorige Phase. Organische Chemie mit teil- und perfluorierten Reagenzien. Von Adrian Komainda & Thimon Schwaebel Die fluorige Phase Organische Chemie mit teil- und perfluorierten Reagenzien Von Adrian Komainda & Thimon Schwaebel Gliederung 1. Einleitung 2. Eigenschaften & Herstellung 3. Solventien 4. Katalyse 5.

Mehr

Grundkurs Chemie 1und 11

Grundkurs Chemie 1und 11 Arnold Arni Grundkurs Chemie 1und 11 Allgemeine, Anorganische und Organische Chemie für Fachunterricht und Selbststudium unter Mitarbeit von Klaus Neuenschwander @ WILEY YCH WILEY-VCH Verlag GmbH & Co.

Mehr

Spektroskopie. im IR- und UV/VIS-Bereich. Optische Rotationsdispersion (ORD) und Circulardichroismus (CD) http://www.analytik.ethz.

Spektroskopie. im IR- und UV/VIS-Bereich. Optische Rotationsdispersion (ORD) und Circulardichroismus (CD) http://www.analytik.ethz. Spektroskopie im IR- und UV/VIS-Bereich Optische Rotationsdispersion (ORD) und Circulardichroismus (CD) Dr. Thomas Schmid HCI D323 schmid@org.chem.ethz.ch http://www.analytik.ethz.ch Enantiomere sind Stereoisomere,

Mehr

Unbekannte Probe- entweder D-Glu., L-Glu., beides oder H2O? Testergebnis o- Toluidin positiv, Glu-Oxidase-Peroxidase neg? Begründung!

Unbekannte Probe- entweder D-Glu., L-Glu., beides oder H2O? Testergebnis o- Toluidin positiv, Glu-Oxidase-Peroxidase neg? Begründung! TEST1 Schreiben sie 2 saure Aminosäuren an! Was sind essentielle As geben sie 3 Beispiele an! Was versteht man unter Glykopyranose? Unbekannte Probe- entweder D-Glu., L-Glu., beides oder H2O? Testergebnis

Mehr

Chemie der Kohlenhydrate

Chemie der Kohlenhydrate Chemie der Kohlenhydrate Grundlegendes Der Begriff Kohlenhydrate: Wurde ursprünglich aus der Formel für Glukose abgeleitet. C 6 H 12 O 6 = C 6 (H 2 O) 6 Bzw. allgemein: C n (H 2 O) m Diese missleitende

Mehr

Entwicklung der Bioverfahrenstechnik

Entwicklung der Bioverfahrenstechnik Entwicklung der Bioverfahrenstechnik Karl Bayer Bioverfahrenstechnik vereinigt ingenieurwissenschaftliche und naturwissenschaftliche Erkenntnisse in einem integrativen Ansatz zur vielfältigen Nutzung biologischer

Mehr

Mach-mit-Labor. Biochemie Prof. Rita Bernhardt

Mach-mit-Labor. Biochemie Prof. Rita Bernhardt Mach-mit-Labor Biochemie Prof. Rita Bernhardt Das Mach-mit-Labor Das Mach-mit-Labor (Betreiberin Prof. Dr. R. Bernhardt) bietet seit 2002 naturwissenschaftlich interessierten SchülerInnen die Möglichkeit,

Mehr

Studiengang Biowissenschaften Modulbegleitende Prüfung zum Praktikum in Organischer Chemie (gemäß MPO vom 12.09.2005) 21.07.2015

Studiengang Biowissenschaften Modulbegleitende Prüfung zum Praktikum in Organischer Chemie (gemäß MPO vom 12.09.2005) 21.07.2015 Studiengang Biowissenschaften Modulbegleitende Prüfung zum Praktikum in Organischer Chemie (gemäß MPO vom 12.09.2005) 21.07.2015 Name: Vorname: Matrikel-Nr.: geborenam: in: Wiederholer dieser Klausur:

Mehr

Mikrobiologisches Grundpraktikum: Ein Farbatlas

Mikrobiologisches Grundpraktikum: Ein Farbatlas Steve K. Alexander / Dennis Strete Mikrobiologisches Grundpraktikum: Ein Farbatlas Deutsche Bearbeitung von Erika Kothe Aus dem Amerikanischen von Hans W. Kothe und Erika Kothe Ein Imprint von Pearson

Mehr

4-Butyl-2,5-dimethylheptan 5-Ethyl-4,8-dimethylundecan

4-Butyl-2,5-dimethylheptan 5-Ethyl-4,8-dimethylundecan Übungsaufgaben zur Vorlesung Chemie für Biologen, WS 2005/2006 Themenbereich rganische Chemie 1. Warum ist der Kohlenstoff mehr als jedes andere Element dafür prädestiniert, komplexe Molekülverbindungen

Mehr

Wasserchemie Modul 7

Wasserchemie Modul 7 Wasserchemie Modul 7 Prinzip eines heterogenen Enzyme ELISA Enzyme Linked Immuno Sorbent Assay Was sind Antikörper Antikörper (Immunoglobuline) sind Eiweißstoffe stoffe,, die Tiere und Menschen zur Abwehr

Mehr

Grundideen der Gentechnik

Grundideen der Gentechnik Grundideen der Gentechnik Die Gentechnik kombiniert Biotechnik und Züchtung. Wie in der Züchtung wird die Erbinformation eines Lebewesen verändert. Dabei nutzte man in den Anfängen der Gentechnik vor allem

Mehr

Heterologe Expression einer funktionellen Domäne des nikotinischen Acetylcholinrezeptors

Heterologe Expression einer funktionellen Domäne des nikotinischen Acetylcholinrezeptors Heterologe Expression einer funktionellen Domäne des nikotinischen Acetylcholinrezeptors Inauguraldissertation zur Erlangung der Doktorwürde am Fachbereich Biologie/Chemie/Pharmazie der Freien Universität

Mehr

Eine Broschüre für interessierte Leser. Biosimilars. Chancen in der Therapie mit der neuen Generation von Arzneimitteln. Die mit dem Regenbogen

Eine Broschüre für interessierte Leser. Biosimilars. Chancen in der Therapie mit der neuen Generation von Arzneimitteln. Die mit dem Regenbogen Eine Broschüre für interessierte Leser Biosimilars Chancen in der Therapie mit der neuen Generation von Arzneimitteln Die mit dem Regenbogen 1 Inhalt Von der Brot-, Wein- und Bierherstellung zur Produktion

Mehr

Studienrichtung. Bio und Umwelttechnologie an der Fakultät Wirtschaftsingenieurwesen

Studienrichtung. Bio und Umwelttechnologie an der Fakultät Wirtschaftsingenieurwesen Studienrichtung Bio und Umwelttechnologie an der Fakultät Wirtschaftsingenieurwesen Viele Bio und Umwelttechnologien sind in den letzten Jahren so weit erforscht und entwickelt worden, dass sie in die

Mehr

Kurztitel. Präsentation Kathrin Schlüter. Vorstellung Grundlagen Ziele Versuchsaufbau Ergebnisse Zukünftige Arbeiten.

Kurztitel. Präsentation Kathrin Schlüter. Vorstellung Grundlagen Ziele Versuchsaufbau Ergebnisse Zukünftige Arbeiten. Angewandte Forschung in der Energie- & Umwelttechnik Präsentation Kathrin Schlüter Oktober 2013 [0] Vorstellung B.Eng. Lebensmitteltechnologie (HS Bremerhaven) Bachelor-Arbeit: Entwicklung einer Methode

Mehr

Chemie Kursstufe (2-stündig)

Chemie Kursstufe (2-stündig) Chemie Kursstufe (2-stündig) VORBEMERKUNG Die Chemie untersucht und beschreibt die stoffliche Welt. Sie liefert Prinzipien und Gesetzmäßigkeiten über die Eigenschaften, den Aufbau und die Umwandlungen

Mehr

Master Biotechnologie 1. Seminar

Master Biotechnologie 1. Seminar Master Biotechnologie 1. Seminar Patrick Pilak Biosynthesis of Sandalwood Oil Santalum album CYP76F Cytochromes P450 Produce Santalols and Bergamotol Bohlmann et al. 2013 1 Zielsetzung Die Zielsetzung

Mehr

Ergänzungsfach Chemie Kohlenhydrate, Fette, Proteine

Ergänzungsfach Chemie Kohlenhydrate, Fette, Proteine Gymnasium Oberwil Maturprüfung 2009 / ch2 Ergänzungsfach Chemie Kohlenhydrate, Fette, Proteine ilfsmittel Taschenrechner mit gelöschtem Speicher Tabellenheft Chemie Tabelle Monosaccharide inweise für das

Mehr

Mikrobiologisches Grundpraktikum: Ein Farbatlas

Mikrobiologisches Grundpraktikum: Ein Farbatlas Steve K. Alexander / Dennis Strete Mikrobiologisches Grundpraktikum: Ein Farbatlas Deutsche Bearbeitung von Erika Kothe Aus dem Amerikanischen von Hans W. Kothe und Erika Kothe PEARSON Studium Ein Imprint

Mehr

Biologie der Biogaserzeugung

Biologie der Biogaserzeugung Biologie der Biogaserzeugung Peter Institut für Technologie and Biosystemtechnik Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft (FAL) ZNR Biogastagung, Bad Sassendorf-Ostinghausen, 02.04. 2003 Biologie der

Mehr

Forschungszentrum Karlsruhe

Forschungszentrum Karlsruhe Forschungszentrum Karlsruhe in der Helmholtz-Gemelnschaft Wissenschaftliche Berichte FZKA7106 Biochemische Charakterisierung der Isoprensynthase aus der Graupappel (Populus x canescens (Ait.) Sm.) und

Mehr

Simulationstechnik I Einführung in die Simulationstechnik

Simulationstechnik I Einführung in die Simulationstechnik Simulationstechnik I Einführung in die Simulationstechnik Modellierung und Simulation in der Verfahrenstechnik Teil 1: Praktische Übung Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Marquardt Jürgen Hahn, Ph.D. Lehrstuhl für

Mehr

4 Chemische Gleichungen...3. 4.1.1 Anzahl der Atome...3. 4.1.2 Ladung...3. 4.1.3 Masse...4. 4.2 Redox-Formalismus...4. 4.3 Oxidationsstufe...

4 Chemische Gleichungen...3. 4.1.1 Anzahl der Atome...3. 4.1.2 Ladung...3. 4.1.3 Masse...4. 4.2 Redox-Formalismus...4. 4.3 Oxidationsstufe... 4 Chemische Gleichungen...3 4.1 Erhaltung von Masse, Teilchen, Teilchenart, Ladung...3 4.1.1 Anzahl der Atome...3 4.1.2 Ladung...3 4.1.3 Masse...4 4.2 Redox-Formalismus...4 4.3 Oxidationsstufe...5 4.4

Mehr

Zellbiologie: BSc Arbeiten 15/16

Zellbiologie: BSc Arbeiten 15/16 Zellbiologie: BSc Arbeiten 15/16 Lehrstuhl Zellbiologie: Arbeitsgruppen Prof. Benedikt Kost Prof. Georg Kreimer PD Michael Lebert Slot Zeitraum Anzahl Plätze Semester 1 24.08.15 09.10.15 4 Ferien 2 09.11.15

Mehr

Grundkurs (ch-2): Die Welt ist bunt Chemie am Menschen

Grundkurs (ch-2): Die Welt ist bunt Chemie am Menschen SCHULINTERNES CURRICULUM Chemie SEK II Grundkurs (ch-1): Von Atomen zu Makromolekülen Chemie im Menschen 1. Wiederholung der Stoffgruppen Alkanole, Alkanale, Alkansäuren und Ester 2. Polysaccharide Monosaccharide

Mehr

Übungsfragen Biochemie 1. Erklären Sie die Begriffe

Übungsfragen Biochemie 1. Erklären Sie die Begriffe Übungsfragen Biochemie 1 Erklären Sie die Begriffe Adsorption Diffusion Dialyse Enantiomere Diastereomere Verseifung Fett Lipid essentielle Fettsäure essentielle Aminosäure Kohlenhydrat Disaccharid Peptid

Mehr

Natur- und Wirkstoffchemie

Natur- und Wirkstoffchemie Konzept des Masterstudiengangs Natur- und Wirkstoffchemie an der Universität Bayreuth STUDIENZIEL, ZIELGRUPPEN UND BESCHÄFTIGUNGSFELDER Die Chemische Industrie ist mit mehr als 160 Milliarden Euro Jahresumsatz

Mehr

ENTWICKLUNG EINES BIOKATALYTISCHEN VERFAHRENS ZUR

ENTWICKLUNG EINES BIOKATALYTISCHEN VERFAHRENS ZUR Technische Universität Hamburg-Harburg ENTWICKLUNG EINES BIOKATALYTISCHEN VERFAHRENS ZUR ASYMMETRISCHEN PRODUKTION VON ALKOHOLEN Katja Goldberg 2010 urn:nbn:de:gbv:830 tubdok 8900 Entwicklung eines biokatalytischen

Mehr

Inhaltsverzeichnis... I. Ein Vorwort... VII. Synopse der Arbeit... IX. Synopsis of the thesis... XIII

Inhaltsverzeichnis... I. Ein Vorwort... VII. Synopse der Arbeit... IX. Synopsis of the thesis... XIII I INHALTSVERZEICHNIS Inhaltsverzeichnis... I Ein Vorwort... VII Synopse der Arbeit... IX Synopsis of the thesis... XIII A. Untersuchungen über die Stereoselektivität bakterieller, Pyruvat-abhängiger Aldolasen...

Mehr

Festphasenpeptidsynthese und kombinatorische Bibliotheken

Festphasenpeptidsynthese und kombinatorische Bibliotheken Festphasenpeptidsynthese und kombinatorische Bibliotheken Christoph Dräger 20.06.2011 Institut für Organische Chemie Seminar zum Fortgeschrittenenpraktikum KIT Universität des Landes Baden-Württemberg

Mehr

DBU Fachgespräch Stoffliche Nutzung von Abfallstoffen aus der Landwirtschaft. Verfahrenstechnische Herausforderungen

DBU Fachgespräch Stoffliche Nutzung von Abfallstoffen aus der Landwirtschaft. Verfahrenstechnische Herausforderungen DBU Fachgespräch Stoffliche Nutzung von Abfallstoffen aus der Landwirtschaft Verfahrenstechnische Herausforderungen Thomas Hirth Institut für Grenzflächenverfahrenstechnik, Universität Stuttgart Fraunhofer-Institut

Mehr

Bedeutung von Zellkulturen für f die industrielle Biotechnologie. Dr. Christine Rascher-Bang 06. Dezember 2011

Bedeutung von Zellkulturen für f die industrielle Biotechnologie. Dr. Christine Rascher-Bang 06. Dezember 2011 Bedeutung von Zellkulturen für f die industrielle Biotechnologie Der ABAS im Dialog mit der industriellen Biotechnologie Dr. Christine Rascher-Bang 06. Dezember 2011 Zellkulturen. sind in den letzten Jahrzehnten

Mehr

Versuch: Denaturierung von Eiweiß

Versuch: Denaturierung von Eiweiß Philipps-Universität Marburg 29.01.2008 rganisches Grundpraktikum (LA) Katrin Hohmann Assistent: Ralph Wieneke Leitung: Dr. Ph. Reiß WS 2007/08 Gruppe 10, Amine, Aminosäuren, Peptide Versuch: Denaturierung

Mehr

10. Jahrgang SIS - Schulinternes Curriculum Chemie SI

10. Jahrgang SIS - Schulinternes Curriculum Chemie SI Thema Unterrichtsvorhaben Standards und Kompetenzen aus Klasse 9 Kompetenzschwerpunkte Weiterführende Standards und Kompetenzen des Rahmenlehrplans aus Klasse 9 am Anfang der Jahrgangsstufe 10 aufgreifen,

Mehr

Abschlussbericht der Max-Buchner-Forschungsstiftung Kennziffer 2724:

Abschlussbericht der Max-Buchner-Forschungsstiftung Kennziffer 2724: Abschlussbericht zum Forschungsstipendium der Max-Buchner-Forschungsstiftung Kennziffer 2724: Entwicklung eines Enzym-Modul-Systems zur Synthese von UDP-Glucuronsäure aus Saccharose und UMP Stipendiatin:

Mehr

1. PCR Polymerase-Kettenreaktion

1. PCR Polymerase-Kettenreaktion entechnische Verfahren 1. PCR Polymerase-Kettenreaktion Die PCR (engl. Polymerase Chain Reaction) ist eine Methode, um die DNA zu vervielfältigen, ohne einen lebenden Organismus, wie z.b. Escherichia coli

Mehr

1. Einführung. Skript zur Vorlesung. Molekulare Biotechnologie der Prokaryoten

1. Einführung. Skript zur Vorlesung. Molekulare Biotechnologie der Prokaryoten 1. Einführung Skript zur Vorlesung Molekulare Biotechnologie der Prokaryoten Vorteile der Biotechnologie für die Chemieproduktion - Spezifität und Selektivität - Lieferung des gewünschten Endprodukts ohne

Mehr

Schulinterne Richtlinien. Fach: Chemie Fachbuch: Chemie 2000 + Sekundarstufe II

Schulinterne Richtlinien. Fach: Chemie Fachbuch: Chemie 2000 + Sekundarstufe II Schulinterne Richtlinien Fach: Chemie Fachbuch: Chemie 2000 + Sekundarstufe II Der Unterricht in der Oberstufe orientiert sich im Rahmen des Lehrplans an der für das Zentralabitur NRW vorgesehenen und

Mehr

Key-Words: Niedertemperatursynthese, Nanopartikel, Mikrowellen, Intermetallische Verbindungen

Key-Words: Niedertemperatursynthese, Nanopartikel, Mikrowellen, Intermetallische Verbindungen Metalle aus der Mikrowelle Eine leistungsstarke Methode Key-Words: Niedertemperatursynthese, Nanopartikel, Mikrowellen, Intermetallische Verbindungen Mit dem mikrowellenunterstützten Polyol-Prozess ist

Mehr

Bereich der 1 H-chemischen Verschiebung (Abb. nach: Friebolin)

Bereich der 1 H-chemischen Verschiebung (Abb. nach: Friebolin) Bereich der 1 -chemischen Verschiebung (Abb. nach: Friebolin) 1 -NM-Spektroskopie 1 Der esonanzbereich der Protonen in organischen Molekülen ist ca. 10 ppm breit. Nur saure Protonen (z.b. COO oder SO 3

Mehr

Hellwich Stereochemie Grundbegriffe

Hellwich Stereochemie Grundbegriffe Hellwich Stereochemie Grundbegriffe K.-H. Hellwich Stereochemie Grundbegriffe 2., erweiterte Auflage 123 Dr. Karl-Heinz Hellwich Postfach 10 07 31 63007 Offenbach E-Post: khellwich@web.de Bibliografische

Mehr

Thema Gentechnologie. Erwin R. Schmidt Institut für Molekulargenetik Gentechnologische Sicherheitsforschung & Beratung

Thema Gentechnologie. Erwin R. Schmidt Institut für Molekulargenetik Gentechnologische Sicherheitsforschung & Beratung Thema Gentechnologie Erwin R. Schmidt Institut für Molekulargenetik Gentechnologische Sicherheitsforschung & Beratung Die Genklonierung in Bakterien Vektor-DNA Spender-DNA Restriktionsenzym Rekombinante

Mehr

Autotrophe und heterotrophe Organismen

Autotrophe und heterotrophe Organismen Grundlagen der Umwelttechnik 5. Biomoleküle und Grundlagen des Stoffwechsels Vorlesung an der ochschule Augsburg Dr. Siegfried Kreibe 1 Autotrophe und heterotrophe rganismen Autotrophe rganismen: bauen

Mehr

Einführung Nukleinsäuren

Einführung Nukleinsäuren Einführung Nukleinsäuren Dr. Kristian M. Müller Institut für Biologie III Albert-Ludwigs-Universität Freiburg Einführung 1. Semester, WiSe 2007/2008 Historischer Überblick Literatur Bilder aus: Taschenatlas

Mehr

Nährstoffe sind energiereiche Stoffe, die von Lebewesen zur Energiegewinnung im Stoffwechsel verwendet werden.

Nährstoffe sind energiereiche Stoffe, die von Lebewesen zur Energiegewinnung im Stoffwechsel verwendet werden. Enzyme sind Biokatalysatoren, die in Organismen chemische Reaktionen beschleunigen, indem sie die Aktivierungsenergie herabsetzen. Enzym Definiere den Begriff Enzym! Erkläre die Begriffe Wirkungsspezifität

Mehr

Musterlösung - Übung 5 Vorlesung Bio-Engineering Sommersemester 2008

Musterlösung - Übung 5 Vorlesung Bio-Engineering Sommersemester 2008 Aufgabe 1: Prinzipieller Ablauf der Proteinbiosynthese a) Erklären Sie folgende Begriffe möglichst in Ihren eigenen Worten (1 kurzer Satz): Gen Nukleotid RNA-Polymerase Promotor Codon Anti-Codon Stop-Codon

Mehr

Klausur zum Modul Molekularbiologie ILS, SS 2010 Freitag 6. August 10:00 Uhr

Klausur zum Modul Molekularbiologie ILS, SS 2010 Freitag 6. August 10:00 Uhr Klausur zum Modul Molekularbiologie ILS, SS 2010 Freitag 6. August 10:00 Uhr Name: Matrikel-Nr.: Code Nummer: Bitte geben Sie Ihre Matrikel-Nr. und Ihren Namen an. Die Code-Nummer erhalten Sie zu Beginn

Mehr

Biokatalysen zur Darstellung enantiomerenreiner Wirkstoffvorstufen mit Hilfe kälteaktiver Enzyme

Biokatalysen zur Darstellung enantiomerenreiner Wirkstoffvorstufen mit Hilfe kälteaktiver Enzyme Abschlussbericht AZ: 13062 Wirkstoffvorstufen mit Hilfe kälteaktiver Enzyme Projektpartner: Dr. Rieks GmbH, Uetersen (Dr. Markus Kähler, Dr. André Rieks, Dr. Ulrike Kirchner, Kerstin Wiggenhorn, Mona Kinzer);

Mehr

Chemie. Leitthema: Ablauf und Steuerung chemischer Reaktionen in Natur und Technik. Ein technischer Prozess Stoffkreislauf in Natur und Umwelt

Chemie. Leitthema: Ablauf und Steuerung chemischer Reaktionen in Natur und Technik. Ein technischer Prozess Stoffkreislauf in Natur und Umwelt Chemie Jahrgangsstufe 11 Leitthema: Ablauf und Steuerung chemischer Reaktionen in Natur und Technik Themenfeld A Themenfeld B Themenfeld C Reaktionsfolge aus der organischen Ein technischer Prozess Stoffkreislauf

Mehr

Entwicklung und Anwendung von Methoden zur Differenzierung von Funktionen und Strukturen bakterieller Populationen des Bodens

Entwicklung und Anwendung von Methoden zur Differenzierung von Funktionen und Strukturen bakterieller Populationen des Bodens 6 Entwicklung und Anwendung von Methoden zur Differenzierung von Funktionen und Strukturen bakterieller Populationen des Bodens Von der Gemeinsamen Naturwissenschaftlichen Fakultät der Technischen Universität

Mehr

Nanotechnologie der Biomoleküle. Aminosäuren und Proteine: Bausteine der Biologie und der Bionanotechnologie. Aufbau Struktur Funktion

Nanotechnologie der Biomoleküle. Aminosäuren und Proteine: Bausteine der Biologie und der Bionanotechnologie. Aufbau Struktur Funktion anotechnologie der Biomoleküle Aminosäuren und Proteine: Bausteine der Biologie und der Bionanotechnologie Aufbau Struktur Funktion Zentrum für Mikro- und anotechnologien Das Miller-Urey-Experiment (auch

Mehr

Stereochemie. Allgemeines. Einteilung. Darstellung. Analytik. Was ist Chiralität Welche Relevanz hat sie

Stereochemie. Allgemeines. Einteilung. Darstellung. Analytik. Was ist Chiralität Welche Relevanz hat sie Stereochemie Allgemeines Was ist Chiralität Welche elevanz hat sie Einteilung Zentrale Chiralität Axiale Chiralität elicale Chiralität Darstellung Fischer-Projektion CIP-Konvention Analytik Instrumentelle

Mehr

Inhalt 1 Modellorganismen

Inhalt 1 Modellorganismen Inhalt 1 Modellorganismen....................................... 1 1.1 Escherichia coli....................................... 1 1.1.1 Historisches...................................... 3 1.1.2 Lebenszyklus.....................................

Mehr

Untersuchungen zum Einsatz technischer und mikrobiell hergestellter Enzymsysteme zur Hydrolyse der Lignocellulose in Maissilage

Untersuchungen zum Einsatz technischer und mikrobiell hergestellter Enzymsysteme zur Hydrolyse der Lignocellulose in Maissilage Untersuchungen zum Einsatz technischer und mikrobiell hergestellter Enzymsysteme zur ydrolyse der Lignocellulose in Maissilage Vortrag 22.04.08 Dipl.-Ing. Christina Schober Dipl.-Ing. Wolfgang Claassen

Mehr

Gliederung Thema Buch Heft 1. 1.1 1.2 1.3

Gliederung Thema Buch Heft 1. 1.1 1.2 1.3 Themenblock: 1 A. Differenzierte quantitative Betrachtung chemischer Reaktionen Baustein: 1 A. I. Betrachtungen zum Verlauf chemischer Reaktionen (8) 2 3 Der unterschiedliche Verlauf chemischer Reaktionen

Mehr

GRUNDLAGENFACH CHEMIE

GRUNDLAGENFACH CHEMIE CH 6210 SURSEE MATHEMATIK UND NATURWISSENSCHAFTEN CHEMIE 1/6 GRUNDLAGENFACH CHEMIE 1. STUNDENDOTATION 1. Klasse 2. Klasse 3. Klasse 4. Klasse 5. Klasse 6. Klasse 1. Semester 2 2 2* 2. Semester 2 2 2* *

Mehr

Optimality and evolutionary tuning of the expression level of a protein. Erez Dekel & Uri Alon Nature Vol 436, July 2005

Optimality and evolutionary tuning of the expression level of a protein. Erez Dekel & Uri Alon Nature Vol 436, July 2005 Optimality and evolutionary tuning of the expression level of a protein Erez Dekel & Uri Alon Nature Vol 436, July 2005 Wie Zellen Denken Übersicht Hintergrund Mathematische Formulierung (cost-benefit-theory)

Mehr

Aminosäuren - Proteine

Aminosäuren - Proteine Aminosäuren - Proteine ÜBERBLICK D.Pflumm KSR / MSE Aminosäuren Überblick Allgemeine Formel für das Grundgerüst einer Aminosäure Carboxylgruppe: R-COOH O Aminogruppe: R-NH 2 einzelnes C-Atom (α-c-atom)

Mehr

Die Companion Website (CWS) zum Buch... 16. Kapitel 1 Einleitung und chemische Begriffsbestimmung 17

Die Companion Website (CWS) zum Buch... 16. Kapitel 1 Einleitung und chemische Begriffsbestimmung 17 Vorwort 15 Die Companion Website (CWS) zum Buch......................... 16 Kapitel 1 Einleitung und chemische Begriffsbestimmung 17 1.1 Was ist Chemie und warum ist sie wichtig?.........................

Mehr

Chemieklausur. Erlmayer Regeln: Ein C- Atom trägt nur eine OH-Gruppe. OH OH Ethandiol analog Propantriol

Chemieklausur. Erlmayer Regeln: Ein C- Atom trägt nur eine OH-Gruppe. OH OH Ethandiol analog Propantriol www.schlurcher.de.vu 1 Edited by Schlurcher Chemieklausur Die Alkohole Gekennzeichnet durch eine oder mehrere ydroxylgruppen = funktionelle Gruppen. Die ydroxylgruppe wird am Stammkörper eingeführt = sie

Mehr

Biologicals Innovationen der besonderen Art. Prof. Dr. Theo Dingermann Institut für Pharmazeutische Biologie JWG-Universität Frankfurt.

Biologicals Innovationen der besonderen Art. Prof. Dr. Theo Dingermann Institut für Pharmazeutische Biologie JWG-Universität Frankfurt. Biologicals Innovationen der besonderen Art Prof. Dr. Theo Dingermann Institut für Pharmazeutische Biologie JWG-Universität Frankfurt Arzneimittel sind Stoffe oder Stoffgemische unterschiedlicher chemischer

Mehr

Chemische Nutzung heimischer Pflanzenöle

Chemische Nutzung heimischer Pflanzenöle Schriftenreihe Nachwachsende Rohstoffe" Band 12 Chemische Nutzung heimischer Pflanzenöle Abschlußkolloquium des BML-Forschungsverbunds Im Auftrage des Bundesministeriums für Ernährung Landwirtschaft und

Mehr

Referat : Aufbau v. Proteinen u. ihre Raumstruktur

Referat : Aufbau v. Proteinen u. ihre Raumstruktur Referat : Aufbau v. Proteinen u. ihre Raumstruktur 1. Einleitung Unsere Körperzellen enthalten einige Tausend verschiedene Proteine wobei man schätzt, das insgesamt über 50 000 verschiedene Eiweißstoffe

Mehr

Frage 1 A: Wieviele Codone des "Universellen genetisches Codes" kodieren:

Frage 1 A: Wieviele Codone des Universellen genetisches Codes kodieren: Frage 1 A: Wieviele Codone des "Universellen genetisches Codes" kodieren: Aminosäuren Translationsstart Translationsstop? B: Welche biochemische Reaktion wird von Aminoazyl-tRNA-Synthetasen katalysiert?

Mehr