EXENDIN. Diabetes-Tag 2006 Diabetes-Tag Wir kommen der natürlichen Insulinausschüttung immer näher. Einführung Behandlung

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1 EXENDIN Wir kommen der natürlichen Insulinausschüttung immer näher Stephanie Rupprecht 1

2 Diabetes mellitus Typ 1: Echter Insulinmangeldiabetes durch Zerstörung der β-zellen in der Bauchspeicheldrüse nur durch Insulingabe therapierbar Diabetes mellitus Typ 2: Insulinresistenz des Körpers und Insulinmangel bzw. vorübergehend sogar Insulinüberproduktion führen zu erhöhten BZ-Werten Stephanie Rupprecht 2

3 Entwicklung des Typ-1-Diabetes Prädiabetes manifester Diabetes Manifestation Remission Insulinproduktion Blutzucker Insulinresistenz Lebensdauer Polyneuropathie Mikroangiopathie Makroangiopathie Stephanie Rupprecht 3

4 Entwicklung des Typ-2-Diabetes Prädiabetes Blutzucker Insulinresistenz Insulinproduktion pathologische Glucosebelastung manifester Diabetes Polyneuropathie Mikroangiopathie Lebensdauer Makroangiopathie Stephanie Rupprecht 4

5 Blutzuckerverlauf / Insulinbedarf Stephanie Rupprecht 5

6 Normale Regulierung des Blutzuckers Kohlehydrate werden gegessen die Aufnahme in das Blut wird durch Hormone geregelt (, GIP) die Verteilung im Körper wird durch Hormone geregelt (Insulin, Glucagon) die Mobilisierung aus den Depots wird ebenfalls durch Hormone geregelt (Insulin, Glucagon) Stephanie Rupprecht 6

7 Bisherige medikamentöse Ansatzpunkte Insulinresistenz Insulin Metformin (z.b. Glucophage) Glitazone (z.b. Avandia, Actos) Insulinproduktion Insulin Sulfonylharnstoffe (z.b. Euglucon, Amaryl) Glinide (Novonorm) Stephanie Rupprecht 7

8 Peptid, welches im Darm gebildet wird steigert mahlzeitenstimulierte Insulinsekretion vermindert Glucagonsekretion stimuliert Wachstum und Neubildung von Betazellen in der Bauchspeicheldrüse Stephanie Rupprecht 8

9 39-Aminosäure-Peptid gebildet von Heloderma suspectum (Gilamonster) hat ähnliche Aminosäuresequenz wie (Glucagon-like-Peptid) zeigt ähnliche Bindung am pankreatischen GLP-Rezeptor Stephanie Rupprecht 9

10 Antidiabetische Effekte von beruhen auf: Steigerung der Insulinsekretion Verminderung der Glucagonsekretion Verlangsamung der Magenentleerung Appetitreduktion und somit Gewichtsabnahme Steigerung der β-zellmasse der Bauchspeicheldrüse Stephanie Rupprecht 10

11 Bei Ratten ist nach sc-gabe bis zu sechs Stunden im Plasma nachweisbar Beim Menschen deshalb zweimalige Gabe jeweils vor dem Frühstück und Abendessen in einer festen Dosis von 10 µg, BZ-unabhängig NW: Übelkeit, Erbrechen, Diarrhoen In USA seit Ende April 2005 in Kombination mit Metformin oder Sulfonylharnstoffen zugelassen und seit Juli auf dem Markt Stephanie Rupprecht 11

12 In den letzten elf Monaten seit Markteinführung in den USA gute Erfolge mit HBA1C-Senkungen um 1,1 % Gewichtsabnahme zwischen 2,2 und 4,5 kg Hauptnebenwirkungen: 20 bis 40 % Übelkeit Forschungen zur einmaligen Verabreichung pro Woche Stephanie Rupprecht 12

13 Zulassung in Deutschland bereits erfolgt Markteinführung ca. Ende Enzym, das den Abbau von beschleunigt, heißt DPP-IV Aktuelle Forschungen entwickeln einen DPP-IV-Inhibitor Stephanie Rupprecht 13

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