Die Eurokrise - Aktuelle Entwicklungen

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1 Die Eurokrise - Aktuelle Entwicklungen 08. November 2011, Frankfurt a.m. Volkswirtschaft, Makroökonomie

2 Der Eurogipfel: die wichtigsten Resultate Wichtige Fortschritte, aber Herausforderungen bleiben groß: Muddling through geht weiter. 1. Griechenland:. Schuldenschnitt für private Anleger (50%) Aufstockung des Rettungspakets von 109 Mrd. EUR auf 130 Mrd. EUR 2. Banken: Anhebung der Kernkapitalquote auf 9 % (Core Tier 1) bis Ende Juni EFSF: Ausleihkapazität des EFSF soll auf rd. 1 Bill. Euro gehebelt werden (Anleiheversicherung, SPV) 2

3 Der Eurogipfel: die Defizite 1. Griechenland: Haircut mit hoher Wahrscheinlichkeit unzureichend. 2. Banken: Anhebung der Kernkapitalquoten sinnvoll, aber Lösung für Refinanzierungsprobleme der Banken steht noch aus. 3. EFSF: Erfolgsaussichten für Hebelmodelle begrenzt. Anleiheversicherungsmodell: Glaubwürdigkeit und Effektivität fraglich, Übernahme des First-Loss-Piece kann Rating der garantierenden Staaten negativ beeinflussen. SPV-Modell: Interesse externer Investoren fraglich, Gefahr unerwünschter pol. Folgen. 3

4 Politische Krise in Griechenland Folgen für das Krisenmanagement Strukturbruch: Erstmals sprechen maßgebliche EU-Politiker offen über einen Eurozonenaustritt. Risiko für eine ungeordnete Insolvenz und Austritt Griechenlands aus dem Euro ist markant gestiegen. Die Ansteckung Italiens hat sich erneut verschärft Krisenmanagement muss nun dringlich die Möglichkeit eines Exits/Insolvenz einkalkulieren und Vorbereitungen für den Verlust des Marktzugangs Italiens treffen. 1. Ansteckung des Bankensektors eingrenzen. Refinanzierung und ggf. höhere Kapitalisierung des Bankensektors sicherstellen durch nationale und ggf. europäische Maßnahmen. 2. Ansteckung der Staaten eingrenzen. Nationalstaaten müssen dringend knapper werdende Zeit nutzen, um glaubwürdige Pläne zur mittel- bis langfristigen Konsolidierung und Strukturverbesserung vorzulegen. Im akuten Krisenfall: EZB muss Staatsanleihen kaufen, um Anleihemarkt zu stabilisieren. 4

5 Weitergehende Elemente einer Krisenlösung 1. Nationale und/oder EU-weite Programme mit dem Ziel, Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Zwei Gründe: Unhaltbaren Leistungsbilanzungleichgewichte müssen verkleinert werden. Konsolidierungsanstrengungen treffen auf zunehmend eingetrübte Wirtschaftslage. Hohe Wahrscheinlichkeit für Rezessionen in einigen Euroländern. Abwärtsspirale droht. 2. Disziplinierung der nationalen Haushalte sollte weiterhin primär über den Markt geregelt werden. 3. Zusätzlich müssen die kürzlich verabschiedeten EU-Maßnahmen ( six-pack ) zur Verbesserung der Stabilität der Währungsunion konsequent gelebt werden. 4. Die EU-Staaten müssen die Regulierung von Banken und Finanzmärkten weiter verbessern: Rasche Implementierung von Basel III in europäisches Recht durch die Annahme der CRD IV. Verbesserung und Ausweitung der Bankenaufsicht auf europäischer Ebene. 5. Weiterentwicklung des EFSF zu einem Europäischen Währungsfonds und Entwicklung einer europäischen Insolvenzordnung EFSF sollte im Rahmen einer Insolvenzordnung für Staaten die zentrale Plattform sein, um verbindliche Arrangements zwischen Gläubigern und Schuldnern zu verhandeln. Refinanzierung des EFSF durch die EZB sollte weiterhin eine Option sein. Alternative: Direkte Käufe. Moral hazard sollte durch die Maßnahmen zur Verbesserung der Institutionen der Währungsunion begrenzt werden können. 5

6 Marktreaktion [ Mrd. EUR ] Nutzung der EZB-Einlagenfazilität 400 Einlagenfazilität [ Basispunkte ] Risikoaufschlag Geldmarkt Spread: 3M-Euribor vs. 3M-EONIA-Swapsatz Deutscher Aktienmarkt Risikoaufschläge 10j.europäischer Staatsschuldtitel ggü. Bundesanleihen [Indexpunkte] DAX Index 6113 [Basispunkte] Italien Spanien Frankreich

7 Situation in Italien im Vergleich Defizitquote Schuldenstandsquote Leistungsbilanzsaldo / BIP Wachstum Griechenland -10,4-8,0-6,9 142,8 165,6 189,1-10,5-8,4-6,7-4,4-5,0-2,0 Irland -32,0-10,3-8,6 95,0 109,3 115,4 0,5 1,8 1,9-0,4 0,4 1,5 Portugal -9,1-5,9-4,5 93,0 106,0 111,8-9,9-8,6-6,4 1,3-2,2-1,8 Spanien -9,2-6,1-5,2 60,1 67,4 70,2-4,6-3,8-3,1-0,1 0,8 1,1 Italien -4,5-4,0-2,4 119,0 121,1 121,4-3,3-3,5-3,0 1,3 0,6 0,3 Deutschland -4,3-1,7-1,1 83,2 81,1 80,4 5,7 5,0 4,9 3,6 2,7 1,3 Frankreich -7,1-5,9-4,6 82,3 86,8 89,4-1,7-2,7-2,5 1,4 1,7 1,4 EWU -6,0-4,2-3,1 85,8 88,6 90,0 0,3 0,1 0,4 1,8 1,6 1,1 USA -10,3-9,6-7,9 94,4 100,0 105,0-3,2-3,1-2,1 3,0 1,5 1,8 UK -10,2-8,5-7,0 75,5 80,7 84,8-3,2-2,7-2,3 1,4 1,1 1,6 Quellen: IWF (September 2011), für Schuldenstand Deutschland Bundesregierung und eigene Projektion. 7

8 BACKUP: Eurokrise: Ansteckungsgefahren für wirtschaftlich starke Länder Hohe finanzielle und realwirtschaftliche Verflechtung Konsolidierte Auslandsforderungen von Banken ausgewählter Länder ggü. EWU- Peripherie, % des BIP [in % BIP] 35,0 30,0 25,0 20,0 15,0 10,0 5,0 0,0 20,3 33,1 19,7 GR IRE PT ES IT 21,1 6,7 4,6 5,9 6,7 7,4 1,3 1,6 5,2 1,2 8,5 4,4 2,3 2,1 0,8 2,5 0,7 0,8 1,7 0,4 0,3 D F UK USA * Beinhalten auch Exposure ggü. Zweckgesellschaften ohne eigenes Exposure im jeweiligen Land. Inklusive Derivate- und Garantieexposure. Quelle: BIZ, Juni 2011, IMF. 8

9 BACKUP: Eurokrise: Ansteckungsgefahren für wirtschaftlich starke Länder Hohe finanzielle und realwirtschaftliche Verflechtung Konsolidierte Auslandsforderungen von Banken ausgewählter Länder ggü. EWU- Peripherie, Mrd. Euro [ in Mrd. Euro ] GR IRE PT ES IT D F UK USA * Beinhalten auch Exposure ggü. Zweckgesellschaften ohne eigenes Exposure im jeweiligen Land. Inklusive Derivate- und Garantieexposure. Quelle: BIZ, Juni 2011, IMF. 9

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