Euroland: Von der Geldwertstabilität zur Deflation

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1 Euroland: Von der Geldwertstabilität zur Deflation Ein kurzer Beitrag zum langen Abschied Vortrag beim Kocheler Kreis für Wirtschaftspolitik der Friedrich Ebert Stiftung auf der Tagung Euroland in der Krise die Zukunft des Euro vom von Heiner Flassbeck und Friederike Spiecker

2 Preisstabilität in der EWU nur aggregiert Preisentwicklung 1) in der EWU Preisindex 1999 = EWU ohne 2 EWU 3) Inflationsziel der EZB 4) ) Deflator des Bruttoinlandsprodukts, 1999 =. 2) 11 EWU-Länder, gewichtet mit realem BIP. 3) 12 EWU-Länder. 4) Preisanstieg von 2%. Quelle: AMECO Datenbank (Stand: November 2010), eigene Berechnungen.

3 verstößt stärker gegen Preisstabilität als Südeuropa 135 Preisentwicklung 1) in und Südeuropa 130 Preisindex 1999 = Südeuropa 2) Inflationsziel der EZB 3) ) Deflator des Bruttoinlandsprodukts, 1999 =. 2) Griechenland, Portugal, Spanien und Italien; gewichtet mit realem BIP. 3) Preisanstieg von 2%. Quelle: AMECO Datenbank (Stand: November 2010), eigene Berechnungen.

4 Löhne sind die wichtigsten Kosten EWU-Länder: Lohnstückkosten bestimmen Preise 20 jährliche Veränderungsrate in vh Lohnstückkosten 2) Zielrate der EZB von 2% Preise 1) R 2 = 0, ) Deflator des Bruttoinlandsprodukts. 2) Bruttoeinkommen in ECU bzw. Euro aus unselbständiger Arbeit je Beschäftigten dividiert durch reales BIP je Erwerbstätigen. Quelle: AMECO Datenbank (Stand: November 2010); eigene Berechnungen.

5 Divergenz der Kosten Lohnstückkosten 1) in der EWU Index 1999 = Inflationsziel der EZB 4) EWU ohne 2 EWU 3) ) Index der gesamtwirtschaftlichen Lohnstückkosten 1999 =. 2) 11 EWU-Länder. 3) 12 EWU-Länder. 4) Preisanstieg von 2%. Quelle: AMECO Datenbank (Stand: November 2010), eigene Berechnungen.

6 unterbietet nicht nur Südeuropa Lohnstückkosten 1) in und Südeuropa Südeuropa 2) Index 1999 = Inflationsziel der EZB 3) ) Index der gesamtwirtschaftlichen Lohnstückkosten 1999 =. 2) Griechenland, Portugal, Spanien und Italien. 3) Preisanstieg von 2%. Quelle: AMECO Datenbank (Stand: November 2010), eigene Berechnungen.

7 Passend zur Kostendivergenz: Handelsungleichgewichte in der letzten Dekade Handelsungleichgewichte 1) in der EWU 8 Salden in vh des BIP EWU 2) -2-4 EWU ohne ) Saldo der Leistungsbilanz in Prozent des Bruttoinlandsprodukts; negative Werte: Defizit. 2) 12 EWU-Länder. Quelle: AMECO Datenbank (Stand November 2010); eigene Berechnungen.

8 Nicht nur Südeuropa verliert beim Handel Handelsungleichgewichte 1) in der EWU 10 8 Salden in vh des BIP Südeuropa 2) ) Saldo der Leistungsbilanz in Prozent des Bruttoinlandsprodukts; negative Werte: Defizit. 2) Griechenland, Portugal, Spanien und Italien. Quelle: AMECO Datenbank (Stand: November 2010); eigene Berechnungen.

9 gewinnt dauernd Marktanteile Exporte 1) Index 2000 = EWU ohne Welt ) Index des realen Exportvolumens 2000 =. Quelle: Berechnungen des UNCTAD Sekretariats auf Basis von Daten der UN und des IWF.

10 Handel im Gleichgewicht vor dem Euro Handelsungleichgewichte 1) in der EWU 8 Salden in vh des BIP Einführung des Euro EWU ohne EWU 2) ) Saldo der Leistungsbilanz in Prozent des Bruttoinlandsprodukts; negative Werte: Defizit. 2) 12 EWU-Länder. Quelle: AMECO Datenbank (Stand November 2010); eigene Berechnungen.

11 Handelsungleichgewichte in der EWU auch historisch hoch internationaler Handel 1) Salden in vh des BIP ) Südeuropa 3) ) Saldo der Leistungsbilanz in Prozent des BIP; negative Werte: Defizit. 2) Bis 1990 Westdeutschland. 3) Griechenland, Portugal, Spanien und Italien. Quelle: AMECO Datenbank (Stand: November 2010); eigene Berechnungen.

12 Seit dem Euro läuft der Handel aus dem Ruder Handelsungleichgewichte 1) in der EWU 8 Salden in vh des BIP Einführung des Euro Südeuropa 2) ) Saldo der Leistungsbilanz in Prozent des Bruttoinlandsprodukts; negative Werte: Defizit. 2) Griechenland, Portugal, Spanien und Italien. Quelle: AMECO Datenbank (Stand: November 2010); eigene Berechnungen.

13 Wechselkurse auf dem Weg zum Euro Wechselkurse 1) vor der EWU 1,4 nationale Währung zum Eur 1,2 1 0,8 0,6 0,4 0,2 Portugal Spanien Italien Griechanland ) Nationale Währung im Verhältnis zum Umstellungskurs auf den Euro bei Eintritt in die EWU. Quelle: AMECO Datenbank (Stand: November 2010).

14 Inflationsraten auf dem Weg zum Euro Inflationsraten 1) in Europa Portugal Griechanland Italien Spanien 1) Jährliche Veränderungsrate des BIP-Deflators. Quelle: AMECO Datenbank (Stand: November 2010). in vh geg. Vorja

15 Vom Chaos zur Ordnung und zurück zum Chaos Langfristige Zinsen 1) Irland Spanien Italien Griechenland Portugal ) 10-jährige Staatsanleihen. Quelle: OECD. Stand: Dezember 2010 Zinssätze in % (Monatswerte)

16 : Exporte auf Kosten der Binnennachfrage Inlands 1) - und Auslandsnachfrage 2) deutsche Exporte Index 1991 = Exporte EWU ohne D Binnennachfrage EWU ohne D deutsche Binnennachfrage 1) Index des realen Konsums und der realen Investitionen 1991=. 2) Index des realen Exports 1991 =. Quelle: AMECO Datenbank (Stand: November 2010), eigene Berechnungen.

17 Finanzkrise stoppt Wachstum Wachstum 1) im internationalen Vergleich BIP-Index 1999 = Griechenland Spanien USA Japan ) Index des realen Bruttoinlandsprodukts 1999=. Quelle: AMECO Datenbank (Stand: November 2010); eigene Berechnungen.

18 Konsolidierung setzt Wachstum voraus und nicht umgekehrt Wachstum 1) und Staatsverschuldung 2) in der EWU BIP-Index 1999 = Südeuropa 3) Staatsschulden in vh des BIP ) Index des realen Bruttoinlandsprodukts 1999= (linke Skala, durchgezogene Linien). 2) Staatsverschuldung in Prozent des Bruttoinlandsprodukts (rechte Skala, gestrichelte Linien). 3) Griechenland, Portugal, Spanien und Italien. Quelle: AMECO Datenbank (Stand: November 2010); eigene Berechnungen.

19 Deutsche Nominallöhne müssen stärker steigen als im Rest der EWU 160 Vorschlag zur Lohnstückkostenentwicklung 1) in der EWU zur Lösung der Euro-Krise Index 1999 = Südeuropa 2) Inflationsziel der EZB 3) + 1% (= Nominallöhne zwischen +1% und +3,5%) + 2% (= Nominallöhne ca. + 3%) + 3% (= Nominallöhne ca. + 4,5%) 90 fiktive Entwicklung ) Index der gesamtwirtschaftlichen Lohnstückkosten 1999 =, ab 2012 fiktiv für +3%, für Südeuropa +1%, für +2% jährlich. 2) Griechenland, Portugal, Spanien und Italien. 3) Preisanstieg von 2%. Quelle: AMECO Datenbank, Werte für 2010 und 2011 Schätzungen und Prognosen der EU-Kommission, Stand: November 2010; eigene Berechnungen.

20 als Vorbild bedeutet das Ende der Geldwertstabilität in der EWU 160 Deflationsszenario in der EUW: Lohnstückkostenentwicklung 1) nach deutschem Muster Index 1999 = Südeuropa 2) Inflationsziel der EZB 3) + 1% (= Nominallöhne zwischen +1% und +3,5%) + 1% (= Nominallöhne ca. + 2%) + 1% (= Nominallöhne ca. + 2,5%) "realistische" Entwicklung ) Index der gesamtwirtschaftlichen Lohnstückkosten 1999 =, ab 2012 fiktiv für, Südeuropa und +1% jährlich. 2) Griechenland, Portugal, Spanien und Italien. 3) Preisanstieg von 2%. Quelle: AMECO Datenbank, Werte für 2010 und 2011 Schätzungen und Prognosen der EU-Kommission, Stand: November 2010; eigene Berechnungen.

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