Ringvorlesung Praxis der Unternehmensgründung

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1 Ringvorlesung Praxis der Unternehmensgründung Eine Veranstaltung von BUILD! Akademisches Gründerzentrum Kärnten

2 Liscon Active Photonics

3 Der Business Plan in Theorie und Praxis Entrepreneurship Ansatz Personen/ Akteure Ressourcen Opportunity Strategie

4 An Entrepreneur s Guide to the Big Issues Are my goals well defined? Personal aspirations Business sustainability and size Tolerance for risk If the answer is yes... Do I have the right strategy? Clear definition Profitability and potential for growth Durability Rate of growth If the answer is no... Can I I execute my the strategy? Resources Organizational infrastructure The founder s role Harvard Business Review Nov.-Dec. 1996, S. 122 Bestandteile des Business Plans Executive Summary Verbale Darstellung des Vorhabens Unternehmenskonzept: Unternehmensphilosophie, -kultur, -werte, - ziele, Unternehmensinhalt, Idee und Branche, strategische Ausrichtung, Rechtsform sowie generelle und besondere Rechtslage, Stand des Vorhabens, Art der Gründung, (geplanter) Zeitpunkt der Aufnahme der Geschäftstätigkeit Management/Gründer(team) (qualitative) Outputplanung - Marketing (qualitative) Inputplanung - Produktion und Produktionsfaktoren zeitorientierte Darstellung des Projektes Unternehmensgründung : Aktivitäten und Meilensteine Quantitative, zeitlich differenzierte Darstellung des Vorhabens Umsatz-, Investitions-/Abschreibungs-, Material- und Personalplan Liquiditätsplan, Finanzplan (Finanzbedarf und -quellen) Planbilanzen, Plan-GuV Sensitivitäts-/Risikoanalyse, Szenariorechnung (Mindestumsatzrechnung, Break-Even-Analyse, etc.) Anhang in Anlehnung an Klandt, H., 1999; Leining, M., 1999; Kuratko, D. / Welsch, H., 1994

5 Gliederungsvorschlag 1. Inhaltsangabe 2. Zusammenfassung 3. Allgemeine Beschreibung des Unternehmens - Unternehmenskonzept 4. Schlüsselpersonen / Management und Unternehmensorganisation 5. Produkt(e) und/oder Dienstleistung(en) 6. Marktanalyse und Umsatzprognose 7. Absatz 8. Produktion 9. Zeitplanung 10. Finanzplanung 11. Finanzierung 12. Anhang Allgemeine Anforderungen Zielgruppenorientierung: mehrere Versionen mit veränderter Schwerpunktsetzung, Übersetzung in andere Sprachen Verständlichkeit: Darstellung von Zusammenhängen, klare Aufbau, nicht zu lange Sätze, Wesentliches auf nicht mehr als Seiten darstellen, ausführliche Beschreibungen in Anhang Äußere Form: sauberes Schriftbild, Korrekturlesen, Gliederung und Verzeichnisse, in gebundener Form Glaubwürdigkeit: Schwachstellen aufzeigen, keine exakten Aussagen treffen, wenn dies nicht möglich ist Zeithorizont: abhängig von Vorhaben, 3 bis 5 bzw. 10 Jahre Vollständigkeit:Checklisten verwenden, Zusammenfassen aller Teilplanungen und Teilaspekte Qualität von Informationen: Auswahl und bewußte Bewertung der Quellen Vorsichtige Schätzungen Unterscheidung der Betrachtungsperspektive: Liquiditäts- und Erfolgsaspekt Potential: langfristige Perspektiven Flexibilität: Aufzeigen der Prämissen und der möglichen Umweltdynamik

6 Wert der Vorbereitungsaktivitäten Nach 4-5 Jahren abgemeldete Betriebe 50% 40% 30% 20% 10% 0% 46% 40% 28% 22% oder 3 4 oder mehr Zahl der Ansprechpartner in der Gründungsphase Quelle: Jungbauer-Gans/Preisendörfer (1991) Wert der Vorbereitungsaktivitäten Nach 4-5 Jahren abgemeldete Betriebe 50% 40% 30% 20% 10% 0% 41% 25% bis 3 4 oder mehr Dauer der Vorbereitung in Monaten Quelle: Jungbauer-Gans/Preisendörfer (1991)

7 Aufgaben des Unternehmensplans Orientierung in der Planungsphase Ziele fixieren, abstimmen Entwicklung von Alternativen Machbarkeitsprüfung Schwachstellen interne Konsistenz Steuerung bei Realisierung Zeitliche Koordination Delegation Kontrolle Soll-Ist-Abweichung Zielmodifikation I N T E R N E E X T E R N E Kommunikation Vertrauensbildung Kapitalbeschaffung in Anlehnung an Klandt, H., 1999 Zielgruppen I N T E R N E Gründer tätige Partner Mitarbeiter potenzielle Partner U n t e r n e h m e n s p l a n E X T E R N E Kunden Lieferanten Medien Kapitalgeber Teilhaber, Angels VC-Gesellschaften Öffentliche Hand Banken in Anlehnung an Klandt, H., 1999

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