C Derivative Finanzinstrumente Futures und Optionen 8.1 Termingeschäfte: Futures und Optionen/ 8.2 Forwards/Futures: Terminkauf und -verkauf

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1 FINANZMATHEMATIK C Derivative Finanzinstrumente Futures und Optionen 8.1 Termingeschäfte: Futures und Optionen/ 8.2 Forwards/Futures: Terminkauf und -verkauf Julian Barth

2 Inhaltsverzeichnis 1 Exkurs: Derivative Finanzinstrumente Futures und Optionen Termingeschäfte: Futures und Optionen ein Überblick Derivative Finanzinstrumente Futures und Forwards Optionen Europäische und Amerikanische Optionen Die Grundgeschäftsarten von Futures/Forwards und Optionen 5 3 Forwards/Futures: Terminkauf und verkauf Beispiel: Forward auf Devisen Beispiel: Futures-Spezifikationen Beispiel: Kauf- und Verkaufspositionen in Aktien.8 4 Kauf- und Verkaufspositionen in Aktien unter Berücksichtigung eines risikolosen Zinssatzes 10 5 Übungsaufgaben Glossar 13 2

3 1 Exkurs: Derivative Finanzinstrumente Futures und Optionen Im Gegensatz zur klassischen finanzmathematischen Behandlung zukünftiger Zahlungsströme, bei der Anzahl, Höhe und Fristigkeit der in der Zukunft liegenden Aus- und Einzahlungen als sicher und konstant vorausgesetzt werden, wird bei der Bewertung der hier betrachteten derivativen Finanzinstrumente Futures und Optionen mit Unsicherheit kalkuliert. Zur Unsicherheiten- und Risikovermeidung stehen diverse Varianten von Termingeschäften, wie die hier beleuchteten Optionen und Futures zur Verfügung, mithilfe derer Verwendung zukünftige Erwartungen von Kurs- oder Preisentwicklungen berücksichtigt oder finanzielle Positionen im Zeitverlauf abgesichert sowie schlichtweg Spekulationszwecke oder die Erzielung eines Free Lunch, d. h. eines risikolosen Arbitrage-Gewinns, verfolgt werden können. 2 Termingeschäfte: Futures und Optionen ein Überblick 2.1 Derivative Finanzinstrumente Unter dem Begriff des derivativen Finanzinstrumentes, kurz Derivat, versteht man (künstliche) Finanzinstrumente, deren Wert vom Wert eines anderen Finanzinstrumentes, des sogenannten Basiswertes (engl.: Underlying) abhängt und somit an dessen Entwicklung gekoppelt ist. Die Vielfalt derivativer Finanzinstrumente als solche ist kaum überschaubar, sodass hier lediglich eine Betrachtung der wichtigsten Derivate, den Futures/Forwards und Optionen, stattfindet. Sowohl bei Futures/Forwards als auch bei Optionen handelt es sich mithin um sogenannte Termingeschäfte. Dies bedeutet, dass im Gegensatz zu Kassageschäften - zwischen dem Vertragsabschluss und der Vertragserfüllung eine evtl. gar längere Zeitspanne liegt. Auf derartige Termingeschäfte sind grundsätzlich beliebige standardmäßige Underlyings denkbar (z. B. Waren-, Devisen-, Edelmetall-, Wertpapiertermingeschäfte u. a.). Desgleichen sind exotische Termingeschäfte möglich, deren Ausgestaltungen bereits mit Wettgeschäften zu vergleichen sind (z. B. Termingeschäfte auf zukünftige Preise von Schlachtvieh oder solche auf die Schneemenge um Weihnachten in ausgesuchten Wintersportgebieten). Im vorliegenden Skriptum jedoch sollen in den folgenden Abschnitten ausschließlich Wertpapier-Termingeschäfte betrachtet werden. 3

4 2.2 Futures und Forwards Futures und Forwards sind unbedingte Termingeschäfte, d. h., dass Käufer und Verkäufer der Kontrakte die unbedingte Verpflichtung eingehen, an dem vertraglich vereinbarten, zukünftigen Fälligkeitstag den zugrunde liegenden Basiswert (z. B. eine Aktie oder eine Anleihe) zu kaufen/abzunehmen bzw. zu verkaufen/zu liefern und den im Voraus bei Vertragsabschluss festgelegten Kaufpreis (Basispreis oder exercise price) zu bezahlen bzw. den Verkaufspreis anzunehmen. Die Position des Käufers eines Futures bzw. Forwards wird als long position, die des Verkäufers als short position bezeichnet. Futures und Forwards unterscheiden sich dadurch, dass Futures im Gegensatz zu Forwards an der (Termin-)Börse, z. B. der EUREX, gehandelt werden (Fungibilität). Ein Future ist somit ein standardisierter Vertrag. Unter anderem werden genau definierte Basiswerte, spezifizierte Kontraktvolumina und eine definierte Preisermittlung festgehalten. Der Handel mit Futures wird über eine zwischengeschaltete Clearingstelle abgesichert. Dabei werden die aus den allfälligen Veränderungen der Basiswertkurse entstehenden Gewinne und Verluste der Vertragsparteien täglich abgerechnet und falls nötig eine Absicherung der Positionen von den Kontraktparteien in Gestalt von Ein-/Nachschussbeträgen eingefordert. Im Gegensatz zu Forwards führen Futures zumeist nicht zu Lieferung und Abnahme des Underlyings, sondern werden durch ein entsprechendes Gegengeschäft, das jederzeit über die Clearingstelle möglich ist, vorzeitig glattgestellt, was in hohem Maße zur Attraktivität der Futures beiträgt. Forwards hingegen werden individuell zwischen zwei Parteien geschlossen und sind keine standardisierten Verträge, was den Handel an einer Börse folglich ausschließt. Dem Vorteil der Individualität der Forwards stehen mithin Nachteile gegenüber, die sich in der eingeschränkten Liquidität und der höheren Kostenstruktur bei Vertragsanbahnung und -abschluss manifestieren. 2.3 Optionen Im Gegensatz zu Futures/Forwards handelt es sich bei einer (financial) Option um ein bedingtes Termingeschäft. Der Käufer einer Option erwirbt das Recht nicht die Pflicht den zugrunde liegenden Basiswert (z. B. eine Aktie oder eine Anleihe) zu einem oder gegebenenfalls bis zu einem Fälligkeitstermin zum vorher fixierten Preis, dem sogenannten Basispreis (auch strike price, exercise price oder Ausübungspreis), erwerben (sog. Long Call) oder verkaufen (sog. Long Put) zu können. Für dieses Recht ist der Käufer verpflichtet, dem Verkäufer einen Preis, die sog. Optionsprämie (syn. Optionspreis), zu zahlen. 4

5 Demgegenüber hat der Verkäufer (Stillhalter) der Option die Verpflichtung, im Falle der Ausübung der Option durch den Käufer, den zugrunde liegenden Basiswert (Underlying, z. B. eine Aktie oder eine Anleihe) zum vorher festgelegten Ausübungspreis zu liefern (sog. Short Call) bzw. anzukaufen (sog. Short Put). Wie bereits erwähnt erhält der Verkäufer der Option vom Käufer bei Ausübung der Option eine Optionsprämie als Gegenleistung. Festzuhalten bleibt: Der Käufer einer Option befindet sich in der Long-Position mit dem Recht, die von ihm erworbene Option auszuüben oder verfallen zu lassen. Der Verkäufer hingegen befindet sich in der Short-Position. Er verbleibt nach Vertragsabschluss ohne eigenen Gestaltungsspielraum und ist an der ausstehenden Entscheidung des Käufers gebunden. Der Verkäufer erhält eine Optionsprämie vom Käufer. 2.4 Europäische und Amerkanische Optionen Mithin existieren zwei Arten von Optionen. Das Merkmal einer Europäischen Option ist, dass diese nur zu einem fixierten zukünftigen Datum ausgeübt werden kann. Amerikanische Optionen hingegen können zu beliebigen Zeitpunkten innerhalb des Fälligkeitszeitraums ausgeübt werden. Aufgrund der einfacheren Handhabung bezüglich der Darstellung und Bewertung werden sich die folgenden Darstellungen auf Optionen europäischer Art beschränken. Jedoch zeigt sich bspw. Für einen amerikanischen Call unter der Prämisse, dass die Underlying-Aktie während der Optionslaufzeit dividendenlos bleibt - dass seine vorzeitige Ausübung stets unvorteilhaft ist und sein Wert mit dem der europäischen Call-Option übereinstimmt. 2.5 Die Grundgeschäftsarten von Futures/Forwards und Optionen Es soll ein kurzer Überblick über die zwei Grundgeschäftsarten von Futures/Forwards und die vier Grundgeschäftsarten von Optionen gegeben werden: Futures/Forwards: - Terminkauf von Aktien ( Aktie long ) - Terminverkauf von Aktien ( Aktie short ) 5

6 Optionen: - Kauf einer Kaufoption auf Aktien ( Long Call ) - Verkauf einer Kaufoption auf Aktien ( Short Call ) - Kauf einer Verkaufsoption auf Aktien ( Long Put ) - Verkauf einer Verkaufsoption auf Aktien ( Short Put ) Zur Erinnerung: Der Käufer einer Option befindet sich stets in der Long Position, der Verkäufer in der Short Position. In allen eben betrachteten Konstellationen ist der Erfolg einer Termin-Transaktion wesentlich von der Kurs-/Preis-Entwicklung des Underlyings (hier: dem Aktienkurs) abhängig. Damit die Grundelemente von möglichen auch kombinierten Anlagestrategien verdeutlicht werden können, ist ein Überblick über die wesentlichen Eigenschaften der sechs Grundgeschäfte unabdingbar. Auf etwaige Transaktionskosten beim Abschluss der Kontrakte wird bei der Darstellung zur Konzentration auf die wesentliche Struktur verzichtet. 3 Forwards/Futures: Terminkauf und verkauf In einem Forward-/Future-Kontrakt wird vertraglich vereinbart, eine genau spezifizierte Menge eines definierten Basiswertes (z. B. eine Aktie oder eine Devisenposition) zu einem definierten Zeitpunkt zu einem bei Vertragsabschluss festgelegten Preis zu kaufen (Long Position) oder zu verkaufen (Short Position). Das Eingehen eines Forward-/Future-Kontraktes ist abgesehen von Transaktionskosten, die hier vernachlässigt werden im Gegensatz zu Optionen für beide Parteien kostenfrei. 3.1 Beispiel: Forward auf Devisen (Devisentermingeschäft) Kassa- und Terminkurse (Forward-Kurse) für den US-Dollar in Relation zum Euro: Kassakurs: 1,4500 $/ 1 = 1,4500 $ 3-Monats-Terminkurs: 1,4000 $/ 1 = 1,4000 $ 6-Monats-Terminkurs: 1,3500 $/ 1 = 1,3500 $ Es wird bei diesem Bespiel davon ausgegangen, dass der Euro im Zeitverlauf im Verhältnis zum US-Dollar schwächer wird. 6

7 1. Beispiel: Amerikanisches Unternehmen muss in 3 Monaten 4 Mio. zahlen Das Unternehmen kann das Wechselkursrisiko eliminieren, indem es heute einen (kostenlosen) Forward-Kontrakt über den Kauf (Long Forward) von 4 Mio. $ in 3 Monaten eingeht. In 3 Monaten hat das amerikanische Unternehmen ,4000 = $ zu zahlen. 2. Beispiel: Amerikanisches Unternehmen erwartet in 6 Monaten einen Zahlungseingang von Hier hat das Unternehmen die Möglichkeit, das Wechselkursrisiko durch den Abschluss eines (kostenlosen) Forward-Kontraktes (Short Forward) zu eliminieren, indem es einen Verkauf von in 6 Monaten zu ,3500 = $ vereinbart. In 6 Monaten kann/muss das amerikanische Unternehmen abgeben und erhält dafür $. In beiden Fällen wurde das Wechselkursrisiko abgesichert. Man spricht in diesem Zusammenhang von einer Hedging -Strategie. Dies hat jedoch noch nicht zur Folge, dass das Endergebnis für das amerikanische Unternehmen günstiger ausfällt, als ohne Hedging, wie im 3. Beispiel ersichtlich wird. 3. Beispiel: Kassakurs in 3 Monaten beträgt 1,2500 $/ 1 = 1,2500 $ Mit Bezug auf das erste Beispiel, bei dem das amerikanische Unternehmen 4 Mio. in drei Monaten zahlen musste und einen Forward-Kontrakt zu 1,4000 $/ eingegangen ist, ist das Unternehmen bei der im dritten Beispiel unterstellten Entwicklung mit Hedging schlechter gestellt. Während das Unternehmen mit Hedging-Strategie $ zahlen muss, hätte es ohne Hedging-Strategie lediglich ,2500 = $ zahlen müssen. Die Mehrausgaben betragen $. 4. Beispiel: Kassakurs in 3 Monaten beträgt 1,4250 $/ 1 = 1,4250 $ Mit Bezug auf das erste Beispiel hätte sich die Hedging-Strategie ausbezahlt. Hier hätte das Unternehmen ,4250 = $ zahlen müssen, hat jedoch nur $ bezahlt. Die Minderausgaben betragen $. 7

8 3.2 Beispiel: Futures-Spezifikationen Wie bereits erwähnt, sind Futures fungibel und somit an der Börse handelbar. Als Beispiel für einen Future soll hier kurz über den Euro-BUND-Future, der an der EUREX gehandelt wird, betrachtet werden. Bei diesem handelt es sich um eine (fiktive) langfristige Schuldverschreibung des Bundes (Bundesanleihe) mit 8,5- bis 10,5-jähriger Laufzeit und einer nominellen Verzinsung von 6 % p.a. (6-Prozent- Koupon). Weitere Kontraktstandards sind: - Kontraktgröße nominell , - Lieferverpflichtungen aus Short-Positionen können durch Bundesanleihen mit ähnlichen Merkmalen erfüllt werden, - Kursnotierung in Prozent vom Nominalwert mit zwei dezimalen Nachkommastellen, z. B. 92,64 %, - Maximale Laufzeit 9 Monate sowie weitere Spezifikationen wie z. B. Handelsund Lieferzeitpunkte, Schlussabrechnungspreise, minimale Preisveränderung ( Tick ), Sicherheitsleistungen ( Margins ). Futures und ebenso Forwards eignen sich für drei Tatbestände: - Absichern von vorhandenen Positionen (Hedging), - Spekulation und - Ausnutzen unterschiedlicher Preise desselben Gutes an verschiedenen Märkten (Arbitrage). Aufgrund der Tatsache, dass die Clearingstelle sowohl anonyme Handelspartner zusammenbringt ( Matching ) als auch die offenen Positionen ständig überwacht und notfalls eigenmächtig glattstellt, entfällt für die am Futuresmarkt teilnehmenden Händler im Gegensatz zu Forward-Kontrakten praktisch das Erfüllungsrisiko. 3.3 Beispiel: Kauf- und Verkaufspositionen in Aktien Im vorliegenden Beispiel sollen die Positionen und möglichen Konsequenzen eines fixen Termingeschäfts verbal, mathematisch und grafisch dargestellt werden. - Aktien-Terminkauf (Long Position in Aktien) des Händlers Mr. Long - Aktien-Terminverkauf (Short Position in Aktien) des Händlers Mr. Short - Aktie zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses t 0 zum Kurs S 0 = 100 Mr. Long verpflichtet sich in t 0, die Aktie im späteren Zeitpunkt t 1 zum Basispreis (Kaufpreis) X = 110 zu kaufen/anzunehmen. Mr. Short hingegen verpflichtet sich in t 0, die Aktie in t 1 zum Basispreis (Verkaufspreis) X = 110 zu verkaufen/zu liefern. 8

9 Je nachdem, welcher Aktienkurs S (stock price) sich zum Zeitpunkt der Ausübung in t 1 ergibt, variiert das mögliche Ergebnis der Terminhändler, wie folgende Abbildungen zeigen: 1. Beispiel: S 1 = 50 an Ausübungstag t 1 Mr. Long muss laut Kontrakt die Aktie zum Preis von 110 kaufen, die am Kassamarkt für 50 zu haben ist. Für ihn stellt sich ein Verlust i. H. v. 60 ein. Mr. Short hingegen kann (muss) die Aktie zu 110 verkaufen, die am Kassamarkt lediglich zu 50 gehandelt wird. Für ihn stellt sich ein Gewinn i. H. v. 60 ein. 2. Beispiel: S 1 = 150 an Ausübungstag t 1 Mr. Long kann (muss) die Aktie zum Preis von 110 kaufen, die am Kassamarkt einen Wert von 150 aufweist. Er kann die Aktie unmittelbar nach der Erfüllung des Kontraktes zu 150 verkaufen und realisiert somit einen Gewinn von 40. Mr. Short hingegen muss die Aktie zu 110 liefern, die ihn am Kassamarkt 150 gekostet hat. Er muss einen Verlust von 40 hinnehmen. 9

10 Folgende Grafiken zeigen den soeben exemplarisch behandelten Fall allgemein: Festzuhalten bleibt: Jeder Aktienkurs S in t 1, der größer ist, als der vereinbarte Terminkurs X (z. B. t 2 ), führt in der Long Position zu einem Gewinn und in der Short Position zu einem (gleich hohen) Verlust. Jeder Aktienkurs S in t 1, der kleiner ist, als der vereinbarte Terminkur X (z. B. t 1 ), führt in der Long Position zu einem Verlust und in der Short Position zu einem (gleich hohen) Gewinn. 4 Kauf- und Verkaufspositionen in Aktien unter Berücksichtigung eines risikolosen Zinssatzes In den oben aufgeführten linken Abbildungen (Long Position in Aktien) wird zugleich die Situation eines Marktteilnehmers beschrieben, der im Zeitpunkt t 0 = 0 die Aktie zum abgezinsten Terminkurs (d. h. zu X. (1+i) -T ) mit dem risikolosen Zinssatz i bzw. zu X. e -rt mit dem stetigen risikolosen Zinssatz r kauft und in t 1 = T zum dann aktuellen Kurs S verkauft. Zur Veranschaulichung soll unterstellt werden, dass der Händler in t 0 = 0 über ein Barvermögen von 100 verfügt, das er entweder a) zum Erwerb der Aktie (Kurs in t 0 : 100 ) oder alternativ bei Unterlassung des Aktiengeschäfts b) zum risikolosen Perioden-Zinssatz von 10,0 %, bezogen auf die Periode zwischen Erwerb (t 0 = 0) und Erfüllung (t 1 = T), Periodendauer also T, anlegt. 10

11 Im Verkaufszeitpunkt t 1 ergeben sich somit folgende alternative Situationen: a) Erwirbt er die Aktie zu 100 in t 0, so hängt sein Endvermögen davon ab, welchen Kurs S die Aktie im Verkaufszeitpunkt t 1 besitzt: Wenn S > 110 (= X), erzielt er beim Verkauf der Aktie einen Gewinn von S X (>0), ansonsten bei (S X < 0) einen Verlust. b) Unterlässt er das Aktiengeschäft, so resultiert durch Anlage des Barvermögens zum risikolosen Zinssatz von 10,0 % ein sicheres Endvermögen in Höhe von 110 (entspricht X). Das alternative Aktiengeschäft muss sich also an diesem sicheren Endvermögen messen lassen. 11

12 5 Übungsaufgaben 1. Huber will heute die Moser-Aktie auf Termin (per Forward-Kontrakt) in 3 Monaten kaufen. Der Termin-Kaufpreis beträgt 129, der heutige Kurs der Moser-Aktie steht bei 120. Während der nächsten drei Monate fallen keine Dividenden an. Der 3- Monats-Marktzins beträgt 4,5 % p.a. (stetiger Zinssatz). a) Wie könnte Huber aus dieser Konstellation einen risikolosen Gewinn realisieren? Wie hoch müsste der Termin-Kaufpreis angesetzt sein, damit kein Free Lunch möglich ist? b) Man beantworte die Frage zu a), wenn der Terminkaufpreis 116 beträgt. 2. Kartoffelbauer Huber hat sich heute per Vertrag verpflichtet, in 3 Monaten kg Kartoffeln zu verkaufen, als Preis wurde der in 3 Monaten herrschende Kartoffelpreis vereinbart. Der heutige Kartoffelpreis beträgt 0,380 /kg, der heutige 3-Monats-Future-Preis für Kartoffeln beträgt 0,375 /kg. Bauer Huber möchte sich gegen fallende Kartoffelpreise absichern und agiert nun wie folgt (short-hedging-strategie): Er verkauft 3-Monats-Futures-Kontrakte im Gesamtumfang von kg Kartoffeln zum Futures-Preis von 0,375 /kg. Nach drei Monaten will er dann diese Futures- Position durch ein entsprechendes Gegengeschäft glattstellen, wobei unterstellt werden kann, dass der Futures-Preis in drei Monaten (d. h. im Zeitpunkt der Kontrakterfüllung, somit Restlaufzeit gleich null) identisch mit dem dann herrschenden Kartoffel-Kassapreis ist. a) Angenommen, nach drei Monaten liegt der Kartoffelpreis bei 0,200 /kg (also starker Preisverfall): Welchen resultierenden Preis pro kg Kartoffeln realisiert Huber durch die Kombination aus Vertragserfüllung und Glattstellung? b) Angenommen, der Kartoffelpreis sei stark gestiegen und betrage nach drei Monaten 0,500 /kg: Welchen resultierenden Preis pro kg Kartoffeln realisiert Huber jetzt? c) Beurteilen Sie jeweils die Vorteilhaftigkeit/Unvorteilhaftigkeit von Hubers Strategie! 12

13 6 Glossar A Amerikanische Option Option, die - im Gegensatz zur Europäischen Option - zu beliebigen Zeitpunkten innerhalb des Fälligkeitszeitraums ausgeübt werden kann. Arbitrage Ausnutzen unterschiedlicher Preise desselben Gutes an verschiedenen Märkten. B Basispreis Auch strike price, exercise price oder Ausübungspreis genannt. Definiert den bei Abschluss eines Optionsgeschäftes festgelegte Preis, zu dem der Käufer bzw. Verkäufer den zugrunde liegenden Basiswert bis zum bzw. am Fälligkeitstermin erwerben bzw. veräußern kann. Basiswert Auch Underlying genannt. Definiert das einem Derivat zugrunde liegende Finanzinstrument (z. B. eine Aktie). C Call Kauf einer Kauf- bzw. Verkaufsoption. Clearingstelle Institution an einer Terminbörse, die sich bei Vertragsabschluss zwischen Käufer und Verkäufer einschaltet und die Erfüllung des Geschäfts garantiert. 13

14 D Derivat (Künstliches) Finanzinstrument, deren Wert vom Wert eines anderen Finanzinstrumentes, des sogenannten Basiswertes (engl.: Underlying) abhängt und somit an dessen Entwicklung gekoppelt ist. E Europäische Option Option, die - im Gegensatz zur Amerikanischen Option - nur zu einem fixierten zukünftigen Datum ausgeübt werden kann. F Forward Unbedingtes Termingeschäft, das individuell zwischen zwei Parteien geschlossen wird. Es handelt sich nicht um einen standardisierten Vertrag, was den Handel an einer Börse folglich ausschließt. Dem Vorteil der Individualität der Forwards im Vergleich zum Future stehen mithin Nachteile gegenüber, die sich in der eingeschränkten Liquidität und der höheren Kostenstruktur bei Vertragsanbahnung und -abschluss manifestieren. Free Lunch Risikoloser Arbitrage-Gewinn. Future Unbedingtes Termingeschäft. Im Gegensatz zum Forward können Futures an der (Termin-)Börse, z. B. der EUREX, gehandelt werden (Fungibilität). Ein Future ist somit ein standardisierter Vertrag. Unter anderem werden genau definierte Basiswerte, spezifizierte Kontraktvolumina und eine definierte Preisermittlung festgehalten. Der Handel mit Futures wird über eine zwischengeschaltete 14

15 Clearingstelle abgesichert. Dabei werden die aus den allfälligen Veränderungen der Basiswertkurse entstehenden Gewinne und Verluste der Vertragsparteien täglich abgerechnet und falls nötig eine Absicherung der Positionen von den Kontraktparteien Ein-/Nachschussbeträge eingefordert. Im Gegensatz zu Forwards führen Futures zumeist nicht zu Lieferung und Abnahme des Underlyings, sondern werden durch ein entsprechendes Gegengeschäft, das jederzeit über die Clearingstelle möglich ist, vorzeitig glattgestellt. H Hedging Absichern von vorhandenen Positionen. L Long Position Position des Käufers eines Futures/Forwards oder einer Option. O Option Bedingtes Termingeschäft. Der Käufer einer Option erwirbt das Recht nicht die Pflicht den zugrunde liegenden Basiswert (z. B. eine Aktie oder eine Anleihe) zu einem oder gegebenenfalls bis zu einem Fälligkeitstermin zum vorher fixierten Preis, dem sogenannten Basispreis (auch strike price, exercise price oder Ausübungspreis), erwerben (sog. Long Call) oder verkaufen (sog. Long Put) zu können. Für dieses Recht ist der Käufer verpflichtet, dem Verkäufer einen Preis, die sog. Optionsprämie (syn. Optionspreis), zu zahlen. Demgegenüber hat der Verkäufer (Stillhalter) der Option die Verpflichtung, im Falle der Ausübung der Option durch den Käufer, den zugrunde liegenden Basiswert (Underlying, z. B. eine Aktie oder eine Anleihe) zum vorher festgelegten Ausübungspreis zu liefern (sog. Short Call) bzw. anzukaufen (sog. Short Put). 15

16 P Put Verkauf einer Kauf- bzw. Verkaufsoption. S Short Position Position des Verkäufers eines Futures/Forwards oder einer Option. T Termingeschäft Geschäft, bei dem zwischen dem Vertragsabschluss und der Vertragserfüllung eine (evtl. gar längere) Zeitspanne liegt. 16

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