Standardisierungsansätze in Leitlinienmanagement und Entscheidungsunterstützung

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1 Standardisierungsansätze in Leitlinienmanagement und Entscheidungsunterstützung Dr. Martin Sedlmayr Lehrstuhl für Medizinische Informatik Universität Erlangen

2 Agenda Motivation Leitlinienmanagement Einzelbetrachtung Umgebung Governance, ITIL BPMN Zusammenfassung

3 Motivation Ein niedergelassener Allgemeinarzt in Großbritannien hatte im Jahr 2000 mehr als 850 Richtlinien zu beachten, die auf dem Schreibtisch einen Stapel von 68cm oder 28kg ergeben. Jeden Monat kommen weitere 2kg dazu, mit explodierender Geschwindigkeit. (Hall & Walton, 2004)

4 Anforderungen an Leitlinien Management Adäquates Modell medizinischen Entscheidungswissens verständlich für den Arzt berücksichtigt Behandlungsziele spezifiziert Entscheidungen und Aktivitäten berücksichtigt Automatisierung Automatische Ausführung flexibel, anpassungsfähig basierend auf elektronischen Patientendaten Integration in die vorhandenen Werkzeuge und Informationssysteme in die Arbeitsabläufe des Personals (Shiffman et al, 2000), (Shahar, 2002), (Sedlmayr, 2008)

5 Anwendungszyklus Konsensfindung Leitlinie Adaption Formalisierung extern intern Pfad SOP Checkliste Formular Flowchart Ausführung (manuell) Ausführung (maschinell) Workflows DSS Evaluation

6 Konsensfindung Unterstützungsportal der TMF Collaborationsplattform Forum, Umfragen, Dokumentenmanagement

7 COPD Leitlinie der Deutschen Atemwegsliga (Vogelmeier et al., 2007)

8 ADAPTE v2 i n.net/activities/adaptation Standardisierter Prozess zur Auswahl und Anpassung von Guidelines an lokale Gegebenheiten user s sense of ownership of the adapted guidelines

9 Papierbasierte SOP

10 Digitale Umsetzung 1: unabhängige Formulare Enterprise Data Dictionary?

11 Transparente Integration Online Guideline Assist

12 Computergestützte Leitliniensprachen Methodik: Regelbasiert, logikbasiert, workfloworientiert, Rollen: Unterstützung, Kritik, Evaluation, Lehre, Schwerpunkt: Modellierung Digitale Bibliothek Automatisierung Visualisierung Informationsextraktion (Bury et al., 2001), Peleg et al., 2003) Grafik aus (Kaiser, 2005)

13 GELLO (HL7 Standard, Arden Syntax 3.0)

14 D3/D3Web Puppe, Würzburg Semantisches Wiki mit Reasoning

15 BPMN 2.0 Seit Januar 2011 verabschiedet Der neue Gral der Prozessmodellierung Fachlich Technisch Ausführbar

16 OpenEHR, Archetypes ISO/EN Sharing, Communication

17 Onetorulethemall? ISO, HL7, DICOM, IHE, IEC, IEEE, ITU, ETSI, OASIS, W3C, IETF, OMG, ICH, CDISC, SNOMED, ANSI, FDA, WHO, ASTM, CEN, Harmonisierung der Gesundheitsinformatik Standardisierung unter Führung von ISO TC 215 Roadmap HL7 RIM (ISO HL :2006) HL7 V2.5 (ISO HL ) HL7 CDA R2 (ISO 27932) EN/ISO (EHR Communication)

18 IEC Usability Risk Management ISO MPBetreibV MPSV MPG MDD ISO Additional Requirements QMS IEC IEC X Lifecycleprocesses

19 Risikomanagement

20 Zusammenfassung Digitale Infrastrukturen sind vorhanden Zunehmende Harmonisierung durch Nachfrage (z.b. Single Source) Keine echte Standardisierung der Leitlinien/Pfad/SOP Definition erkennbar Zunehmender Einsatz und zunehmende Professionalisierung Anforderungen aus dem Umfeld Interoperabilität (Orchestrierung) Betreiberpflichten (Customizing) IT Governance (z.b. ITIL)? Medizinprodukt Ausführungsumgebung vs. Wissen Leitlinien Management als gemanagter Prozess doi: /j.ijmedinf

21 Sind Standards unser Problem?

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