Europäische Staatsschuldenkrise

Größe: px
Ab Seite anzeigen:

Download "Europäische Staatsschuldenkrise"

Transkript

1 Europäische Staatsschuldenkrise Dr. Albrecht Sommer Leiter des Stabs des Präsidenten der Hauptverwaltung Berlin der Deutschen Bundesbank Vortrag an der Europäischen Akademie Berlin Im Rahmen der Veranstaltungsreihe des Europa-Clubs für Berliner Lehrerinnen und Lehrer am 10. Februar 2011

2 Europäische Staatsschuldenkrise I. Ungleichgewichte in der EWU II. Ursachen für die Fehlentwicklung III. Krisenmanagement der Eurogruppe IV. Staatsanleiheankaufprogramm der EZB V. Reformen des institutionellen Rahmens 10. Feb Deutsche Bundesbank HV Berlin 2

3 Europäische Staatsschuldenkrise I. Ungleichgewichte in der EWU II. Ursachen für die Fehlentwicklung III. Krisenmanagement der Eurogruppe IV. Staatsanleiheankaufprogramm der EZB V. Reformen des institutionellen Rahmens 10. Feb Deutsche Bundesbank HV Berlin 3

4 Steigende Zinsdifferenzen (Spreads) zwischen EWU- Staatsanleihen Basispunkte Zinsabstand EWU-Staatsanleihen gegen Bundesanleihen Italien Griechenland Spanien Irland Portugal Letzter Wert: EWU o. Deu Sorgen bezüglich hoher Budgetdefizite und der Tragbarkeit der öffentlichen Finanzen verursachen innerhalb des Eurowährungsraumes starken Anstieg der Spreads zwischen Staatsanleihen. Erwartete Herabstufung von Staatsanleihen auf oder unter BBB -Niveau lässt zunächst die Spreads auf griechische Staatsanleihen steigen. Ansteckungseffekte wegen ähnlicher Probleme in einer Reihen von EWU- Mitgliedsstaaten (Irland, Portugal, Spanien und Italien). Renditen auf Bundesanleihen sinken, aufgrund ihrer hohen Bonität und Liquidität (safe haven). 10. Feb Deutsche Bundesbank HV Berlin 4

5 Scharfer Anstieg der Haushaltsdefizite Haushaltsdefizit EWU % des BIP Griechenland Portugal Anstieg der Haushaltsdefizite in allen Mitgliedsstaaten der EWU im Zuge der weltweiten Finanzmarktkrise und Rezession (Konjunkturbedingte Defizite, Konjunkturprogramme, Bankenrettungspakete) Irland Spanien Italien Weit überproportionaler Anstieg der Budgetdefizite in Griechenland, Irland, Portugal und Spanien Demgegenüber nur moderate Zunahme in Italien. Erzwungener Verzicht auf ein Konjunkturprogramm infolge der bereits hohen staatlichen Verschuldung Feb Deutsche Bundesbank HV Berlin 5

6 Außenwirtschaftliche Ungleichgewichte Leistungsbilanzsaldo in % des BIP Zwillingsdefizite (Haushalts- und Leistungsbilanzdefizite) als Indikator für Fehlentwicklung. Trendmäßige Verschlechterung der Leistungsbilanz im Vorfeld der Finanzmarktkrise allen voran in Griechenland, Portugal und Spanien. Zunehmende Leistungsbilanzdefizite vor Ausbruch der Finanzmarktkrise auch in Irland und Italien, allerdings auf deutlich niedrigeren Niveau. -15 Portugal Italien Griechenland Spanien Deutschland Irland : Prognose der EU-Kommission; Spiegelbildlich: Steigender Leistungsbilanzüberschuss Deutschlands. 10. Feb Deutsche Bundesbank HV Berlin 6

7 Europäische Staatsschuldenkrise I. Ungleichgewichte in der EWU II. Ursachen für die Fehlentwicklung III. Krisenmanagement der Eurogruppe IV. Staatsanleiheankaufprogramm der EZB V. Reformen des institutionellen Rahmens 10. Feb Deutsche Bundesbank HV Berlin 7

8 Konvergenz der langfristigen Zinsen % p.a. 14,0 12,0 10,0 8,0 6,0 4,0 2,0 0,0 Konvergenz der Kapitalmarktzinsen in Europa Renditen 10-jähriger Staatsanleihen Deutschland Italien Griechenland Irland Spanien Portugal Bereits im Vorfeld der Gründung der EWU konvergierten die Zinsen für Staatsanleihen auf deutsches Niveau. Gründe: Wegfall des Wechselkursänderungsrisikos und fehlende Differenzierung nach länderspezifischen Besonderheiten bzw. unterschiedlichen Bonitäten von Regierungen. No-Bail-Out-Klausel (Art. 125 AEUV: Haftungsausschluss für Verbindlichkeiten von Mitgliedsstaaten) des EU-Vertrages mit geringer Glaubwürdigkeit. 10. Feb Deutsche Bundesbank HV Berlin 8

9 Auseinanderlaufende Realzinsen Dreimonatsmittel in % 7,0 Langfristige Realzinsen Deutschland 6,0 PIIGS 5,0 4,0 3,0 2,0 1,0 0,0 Unterschiedliche Inflationsraten in den einzelnen Mitgliedsstaaten der Eurogruppe bedingen bei Konvergenz der nominellen Zinsen auseinanderlaufende Realzinsen. Insbesondere südeuropäische Länder weisen niedrige Realzinsen auf, vergleichsweise hoher Realzins demgegenüber in Deutschland. Folge: boomende Inlandsnachfrage und abnehmende Ersparnis in Ländern mit niedrigen Realzinsen -1,0-2, Realzins in Deutschland angesichts stagnierendem Wirtschaftswachstum Mitte der 2000er zu hoch. 10. Feb Deutsche Bundesbank HV Berlin 9

10 Rückgang der Realzinsen speist Immobilienboom Euro / Einw Ausstehende Hypothekarkredite je Einwohner Deutschland EWU Spanien Irland Häuserpreise in ausgewählten Ländern index, 1996= Deutschland 400 EWU Spanien 350 Irland Sinkender Realzins führt in einer Reihe von Ländern zu Boomender Hypothekenkreditvergabe, Immobilienpreisblase, Überproduktion in der Bauwirtschaft. Platzen der Immobilienpreisblase mit negativer Auswirkung auf die Stabilität des Bankensektors. Reaktion der Regierungen: Übernahme toxischer Aktiva oder Verstaatlichung von Banken. Folge: Anstieg der Staatsverschuldung. 10. Feb Deutsche Bundesbank HV Berlin 10

11 Wettbewerbsfähigkeit von EWU Mitgliedsstaaten Lohnstückkosten relativ zu Deutschland 1999=100 Portugal Italien Griechenland Spanien Irland Hohes BIP-Wachstum und rückläufige Arbeitslosigkeit führen zu starken Lohnsteigerungen in einigen EWU-Mitgliedsstaaten. Konsequenz: Steigende Lohnstückkosten (Löhne steigen stärker als die Produktivität) Permanente höhere Inflation Verlust an Wettbewerbsfähigkeit Steigende Leistungsbilanzungleichgewichte Korrektur erfordert: Lohnsenkung in Defizitländern (Griechenland und Irland: Industrie -10%, öffentlicher Dienst -20%) Quelle: AMECO-Datenbank. Lohnsteigerungen in Überschussländern Stärkung der Binnennachfrage durch Strukturreformen in Deutschland. 10. Feb Deutsche Bundesbank HV Berlin 11

12 Finanzierungssalden in der EWU Deutschland Portugal Spanien Unterschiedliche Ursachen für Leistungsbilanzungleichgewichte: Griechenland und Portugal Steigende staatliche und private Finanzierungsdefizite führen zu Italien Griechenland Irland steigenden Leistungsbilanzdefiziten Italien: Ungleichgewicht bleibt wegen meist positiver privater Nettoersparnis moderat. Spanien und Irland: Zeitweise Private Nettoersparnis Überschüsse der öffentlichen Haushaltssaldo Leistungsbilanzsaldo Haushalte vor Ausbruch der Krise: Exzessive Verschuldung des privaten Quellen: Eurostat, OECD. Sektors bedingt Leistungsbilanzdefizit. 10. Feb Deutsche Bundesbank HV Berlin 12

13 Dynamik der Schuldenquote in der EWU % des BIP EWU Griechenland Spanien Laxe Haushaltspolitik führte im Fall von Griechenland und Portugal zu einem Anstieg der Schuldenquote, aber Haushaltsüberschüsse sowie hohe Wachstumsraten lassen Irland Portugal Italien Schuldenquoten Irlands und Spaniens im Vorfeld der Finanzkrise deutlich fallen Bail-Out von Banken trägt maßgeblich zum Anstieg der Verschuldung öffentlicher Haushalte bei. Quelle: Eurostat, EWU: 1999/2000 EWU-12, 2010: aktuelle Prognose der EU- Kommission. 10. Feb Deutsche Bundesbank HV Berlin 13

14 Schwachstellen in der EWU Griechenland: Keine tragfähigen öffentlichen Finanzen. Portugal: Hohe Verschuldung von Unternehmen und privaten Haushalten bei schwachem Wachstum. Spanien: Hohe Verschuldung im Privatsektor. Korrektur am Immobilienmarkt trifft angeschlagenen Finanzsektor. Irland: Instabiler Finanzsektor belastet öffentliche Haushalt. 10. Feb Deutsche Bundesbank HV Berlin 14

15 Ansteckungsgefahren in der EWU Auslandsforderungen von Banken gegenüber Euro-Ländern auf konsolidierter Basis (Ultimate Risk) in Mrd US-$, Stand per Gläubiger davon: Euro-Raum nachrichtlich: Alle berichtende n Länder alle berichtenden Länder Belgien Deutschland Frankreich Griechenland Irland Italien Niederlande Österreich Portugal Spanien USA UK Belgien Deutschland Estland Finnland Frankreich Griechenland Irland Italien Luxemburg Malta Niederlande Österreich Portugal Slovakei Slowenien Spanien Zypern Σ Euro-Raum Schuldner Quelle: BIZ. 1 Für Deutschland sind nur Daten auf Immediate-Risk-Basis verfügbar. Die Angaben zu den Auslandsforderungen gegenüber Irland sind durch Finanzplatz-Geschäfte verzerrt. Das Netto-Exposure deutscher Banken liegt bei rund 25 Mrd. DEUTSCHE BUNDESBANK Krisen in Finanzsystemen kleiner Ländern sorgen für Krise in der EWU! Wichtigster Ansteckungskanal: Auslandsforderungen von Banken gegenüber den Euroländern. Hohes Volumen zeigt enge Verflechtung in der EWU. Starke Zunahme seit Start der EWU wegen Wegfall des Währungsrisikos. Banken aus Deutschland und Frankreich wichtigste Gläubiger, insbesondere für die Peripherieländer. Kritisch auch: Hohes Exposure spanischer Banken gegenüber Portugal. 10. Feb Deutsche Bundesbank HV Berlin 15

16 Lehren für die makroökonomische Überwachung in der EWU % Bilanzsumme der Banken *) in Relation zum BIP Irland Deutschland Internationalisierung des Bankgeschäfts lässt Banken unabhängig von der Größe des Sitzlandes wachsen (siehe Graphik). Unterschiede zwischen öffentlicher und privater Verschuldung verschwimmen. Probleme in einem überdimensionierten Finanzsektor können Staaten in die Überschuldung führen. Verflechtung der nationalen Finanzsysteme sorgt für eine Europäisierung nationaler Probleme *) Monetäre Finanzinstitute. Zudem: Größere haushaltspolitische Disziplin hätte Krise in Griechenland und Portugal, aber nicht in Irland und Spanien verhindert. 10. Feb Deutsche Bundesbank HV Berlin 16

17 Europäische Staatsschuldenkrise I. Ungleichgewichte in der EWU II. Ursachen für die Fehlentwicklung III. Krisenmanagement der Eurogruppe IV. Staatsanleiheankaufprogramm der EZB V. Reformen des institutionellen Rahmens 10. Feb Deutsche Bundesbank HV Berlin 17

18 Beistandsmechanismus für Griechenland 21. Sept. 2009: Griechische Regierung korrigiert Haushaltsangaben der Vorgängerregierung. Feb. April 2010: Eurogruppe einigt sich auf einen Beistandsmechanismus, der bei Gefährdung der finanziellen Stabilität der Eurozone als Ultima Ratio zur Anwendung kommen soll. Ankündigung reicht nicht aus, Finanzmärkte zu beruhigen. 2. Mai 2010: Eurogruppe gewährt Griechenland bilaterale Finanzhilfen in Höhe von insgesamt 80 Mrd., zusammen mit 30 Mrd., die vom IWF zur Verfügung gestellt werden, beläuft sich das Hilfspaket auf insgesamt 110 Mrd.. Beistand ist an harte Auflagen für die Fiskal- und Wirtschaftspolitik geknüpft (Defizitverfahren zur Rückführung des übermäßigen Defizits verschärft, IWFbestimmtes wirtschaftspolitisches Anpassungsprogramm). Kreditvergabe zu Strafzinsen (über durchschnittlichen Zinsen von EWU-Anleihen): Laufzeit bis 3 Jahre: Aufschlag 3 Prozentpunkte über Interbankenkredit; Laufzeit darüber: Aufschlag 4 Prozentpunkte über Interbankenkredit. Strafzins heilsames Mittel oder Totengräber? IWF-Kredite ohne Strafkomponente. Notwendiges Anpassungsprogramm abschreckend genug? 10. Feb Deutsche Bundesbank HV Berlin 18

19 Europäischer Schutzschirm 9. Mai 2010: Eurogruppe schafft einen bis Mitte 2013 befristeten Stabilisierungsmechanismus: 60 Mrd. Euro an Direktkrediten der EU-Kommission (European Financial Stability Mechanism (EFSM)). 440 Mrd. Euro an zusätzlichen Finanzmitteln aufgebracht über eine Zweckgesellschaft, (European Financial Stability Facility (EFSF), die das erforderliche Kapital an den Märkten aufnimmt. Die Länder der Eurogruppe garantieren für die Mittel der EFSF in Höhe von 120% ihrer Kapitalanteile bei der EZB. Die Zinshöhe bestimmt sich nach dem gleichen Modus wie beim Beistandsmechanismus für Griechenland. Ergänzt wird der Stabilisierungsmechanismus durch 250 Mrd. Euro Kreditlinie des IWF, der bei der Aktivierung des Stabilisierungsmechanismus mit einem Zuschussvolumen von mindestens 50% der EU-Hilfen beteiligt wird. Wegen Überdeckung, Barreserve und zwecks Erhalt eines AAA-Ratings stehen aus dem EFSF faktisch nur ca. 250 Mrd. zur Verfügung. Damit reduziert sich IWF-Beteiligung auf ca. 125 Mrd. und das Gesamtpaket (inklusive Kommission) auf ca. 435 Mrd Feb Deutsche Bundesbank HV Berlin 19

20 Hilfsprogramm für Irland Dezember 2010: Irland nimmt als erstes Land der Eurogruppe den Stabilisierungsmechanismus in Anspruch. Gesamtes Kreditvolumen 85 Mrd. sich zusammensetzend aus 45 Mrd. Mittel von der EWU davon 22,5 Mrd. aus dem EFSM (EU-Kommission) 17,7 Mrd. aus dem EFSF und 4,8 Mrd. bilaterale Hilfen durch Großbritannien, Dänemark und Schweden 22,5 Mrd. bereitgestellt durch den IWF 17,5 Mrd. bringt Irland selbst zur Stabilisierung seines Bankensektors auf (durch Auflösung einer Barreserve sowie durch Rückgriff auf Pensionsrückstellungen). Kreditgewährung erfolgt nach Genehmigung des Anpassungsprogramms durch IWF und EU. 10. Feb Deutsche Bundesbank HV Berlin 20

21 Hilfsprogramme alternativlos? Alternative 1: Staatliche Insolvenz Gründe: Anpassungskosten eines Austeritätsprogramms höher als Kosten der Insolvenz (optimaler Anpassungspfad). Anpassungsprogramm politisch nicht dursetzbar (soziale Unruhen). Verteilungspolitische Aspekte (Beteiligung von risikoorientierten Finanzinvestoren an Verlusten). Austeritätsmaßnahmen verschärfen das Schuldenproblem aufgrund des Wachstumseinbruchs (Schuldenfalle bzw. Überschuldung). 10. Feb Deutsche Bundesbank HV Berlin 21

22 Hilfsprogramme alternativlos? Alternative 1: Staatliche Insolvenz Nachteile: Formelle Insolvenz: Langwieriges Insolvenzverfahren mit ungewissem Ausgang, da keine Umschuldungsklauseln existieren. Griechenland für Jahre vom internationalen Kapitalmarkt ausgeschlossen. Danach hohe Rendite erforderlich, um Investoren anzulocken. Hohe Verluste für nationale Banken (griechische Staatsschuld überwiegend in den Händen inländischer Banken und Privatpersonen), Gefahr von Insolvenzen und Kreditklemme. Aber auch andere europäische Banken von möglichen Verlusten betroffen. Gefahr von Ansteckungseffekten auf andere EWU-Mitgliedsstaaten. Zinsniveau in der EWU könnte steigen, was Wachstumsverluste impliziert. 10. Feb Deutsche Bundesbank HV Berlin 22

23 Griechenlandhilfe alternativlos? Alternative 1: Staatliche Insolvenz Elegantere Lösung: Rückkauf griechischer Anleihen von der EZB und privaten Gläubigern unter Nennwert mit Mitteln aus dem Stabilisierungsfonds (s.u.). Entlastungseffekt hängt allerdings vom Marktpreisniveau ab! Mögliches Umschuldungsszenario für Griechenland Euro-Stabilitätsfonds EFSF 1. EFSF beschafft Geld über Anleiheemission 2. vergibt zinsgünstige Kredite Anleihemarkt 3. kauft Anleihen vor Fälligkeit zurück: A) zum aktuellen Kurs über die Börse oder B) als öffentliches Angebot unterhalb des Nennwerts (100%), aber oberhalb des Marktwerts (z.zt. ~72%). Griechenland 4. löscht eigene Schuldtitel Zusätzlich soll die Laufzeit umlaufender Anleihen und 5 bis 10 Jahre verlängert und der Zinssatz günstiger gestaltet werden. Aber: Verfahren belohnt Baissespekulanten (Short Trader). Sie verkaufen Anleihen per Termin zu einem heute fixierten Preis. Die Anleihen kaufen sie zum Zeitpunkt der Erfüllung am Kassamarkt zu dem dann niedrigeren Preis und erzielen einen Gewinn. Alternative 2: Austritt aus der EWU siehe unten bei Bruch der Währungsunion. 10. Feb Deutsche Bundesbank HV Berlin 23

24 Europäische Staatsschuldenkrise I. Ungleichgewichte in der EWU II. Ursachen für die Fehlentwicklung III. Krisenmanagement der Eurogruppe IV. Staatsanleiheankaufprogramm der EZB V. Reformen des institutionellen Rahmens 10. Feb Deutsche Bundesbank HV Berlin 24

25 Geldpolitische Reaktion auf die Staatsschuldenkrise % 5,5 5,0 4,5 4,0 3,5 3,0 2,5 2,0 Euro- Zinskorridor Spitzenrefinanzierungssatz Euribor 3-Monate EONIA Einlagesatz 10. Mai 2010: Fortsetzung der expansiven Geldpolitik (enhanced credit support), die mit Beginn des Bankrotts von Lehman Brothers begonnen wurde: Vollständige Bedienung der Liquiditätsnachfrage der Kreditinstitute. Festzins (derzeit 1%) für die wöchentlichen Hauptrefinanzierungsgeschäfte. 1,5 Mindestbietungssatz 1,0 0,5 0, Akzeptanz von Wertpapieren als Kreditsicherheit, mit einem Rating von BBB- (zuvor A-) bei den Refinanzierungsoperationen der EZB. Generelle Akzeptanz griechischer Anleihen. 10. Feb Deutsche Bundesbank HV Berlin 25

26 Krisenmanagement: Ankäufe von Staatsanleihen auf den Sekundärmärkten durch EZB 10 Mai 2010: EZB beschließt Staatsanleihenankaufsprogramm, um Spannungen an Finanzmärkten im Zuge der Griechenlandkrise entgegenzuwirken, darunter: Interventionen an den Sekundärmärkten für öffentliche Schuldverschreibungen im Eurowährungsgebiet. Der Umfang der Interventionen wird vom EZB-Rat nach Lage an den Wertpapiermärkten festgelegt. Geldpolitik der EZB soll nicht beeinträchtigt werden, deshalb: Vollständige Neutralisierung (Sterilisierung) der zusätzlich geschaffenen Liquidität (durch Anbieten attraktiv verzinster Termineinlagen, die Kreditinstitute bei der Notenbank unterhalten (76,5 Mrd., Stand 04. Februar 2011). 10. Feb Deutsche Bundesbank HV Berlin 26

27 Krisenmanagement: Ankäufe von Staatsanleihen auf den Sekundärmärkten durch EZB Ziele des Staatsanleihenankaufsprogramms: EZB: Abbau von Spannungen und Gewährleistung von Markttiefe- und Liquidität in einem für die Geldpolitik wichtigen Marktsegment. Begrenzung des Renditeanstiegs bei bestimmten Staatsanleihen an den Sekundärmärkten. Zinskanal: Zinssätze für Staatsanleihen sind Basis für die Kalkulation der Finanzierungsbedingungen im privaten Sektor. Folge: Renditeanstieg von Staatsanleihen führt zu höheren Kreditzinsen und Wachstumsverlusten. Bilanzkanal: Ein Anstieg der Renditen impliziert Bewertungsverluste. Sofern Banken Staatsanleihen halten, verringern diese Verluste ihr bilanzielles Eigenkapital. Die kleinere Kapitalbasis verringert ihre Kapazität, Kredite zu vergeben und erschwert im Fall substanzieller Verluste die Refinanzierung. Folge: Starker Renditeanstieg könnte Kreditvergabe beeinträchtigen (Kreditklemme). 10. Feb Deutsche Bundesbank HV Berlin 27

28 Gründe für das EZB-Ankaufprogramm Weitere Ziele: Verhinderung eines Teufelskreises: Renditen Schuldendienst Insolvenzrisiko Anleiherating Notverkäufe Renditen Verluste der Banken Staatliche Hilfsprogramme... staatliche Insolvenz! Vermeidung von Ansteckungseffekten auf andere Euro-Mitgliedsstaaten. Probleme des EZB-Ankaufprogramms: Finanzielle Risiken für das ESZB bei Kursverfall (abhängig vom Ankaufskurs) bzw. Insolvenz. Kapitalbasis der Zentralbanken gering. Risiko einer Insolvenz! Kapital des ESZB ( ): 73 Mrd. Euro (4,1%). Darunter EZB: 5,8 Mrd. Euro. Kapitalerhöhung der EZB ( ): 10,8 Mrd. Euro. Somit ESZB ( ): 78 Mrd. Euro. Im Fall der Insolvenz müsste der Staat sein Kapital bei den nationalen Notenbanken erhöhen. Risiko politischer Einflussnahme. Unabhängigkeit von Geld- und Fiskalpolitik aufgeweicht: Zinserhöhung können zu Verlusten der Notenbanken führen. Alternative: Verkauf der Anleihen an EFSF. 10. Feb Deutsche Bundesbank HV Berlin 28

29 Refinanzierungsoperationen des Eurosystems Mrd EUR Ausbruch der Subprime-Krise Lehman-Brothers Kollaps Gesamtes Refi-Volumen (netto) Käufe von Staatsanleihen durch EZB Exit aus außergewöhnlich expansiver Geldpolitik wegen Staatsschuldenkrise zum Teil zwar verschoben. dennoch Normalisierung der Geldpolitik im Gang: Abnehmendes Refinanzierungsvolumen Definitive Ankäufe Liquidität zuführende Feinsteuerungsoperationen Spitzenrefinanzierungsfazilität Hauptrefinanzierungsgeschäfte Sonder-Längerfristige Refinanzierungsgeschäfte Längerfristige Refinanzierungsgeschäfte Liquidität absorbierende Geschäfte Einlagefazilität Rückläufige Bedeutung der längerfristigen Sonderrefinanzierungsgeschäfte. Zinsindexierung beim normalen längerfristigen Refinanzierungsgeschäft. Anm.: Tageswerte für Definitive Ankäufe aus den im Konsolidierten Wochenausweis des Eurosystems publizierten Angaben interpoliert. 10. Feb Deutsche Bundesbank HV Berlin 29

30 Inflationäre Risiken durch außergewöhnliche geldpolitische Maßnahmen? 2004= Geldbasis und Geldmenge M3 in der EWU Geldmenge M3 Geldbasis Buchkredite an Private Führt Expansion der Geldbasis zu inflationären Risiken? Hauptindikator der EZB für mittelfristige Inflationsrisiken ist das breite Geldmengenaggregats M3. M3-Wachstum verlangsamte sich während der Finanzmarktkrise substantiell. Ausgehend von Minuswachstum nun allmähliche Belebung (Dezember 2010:+1,7% gegenüber dem Vorjahr). Moderates Geldmengenwachstum aufgrund des gemäßigten Wachstums der Kredite an den privaten Nichtbankensektor (Dezember 2010: +1,6% gegenüber dem Vorjahr). 10. Feb Deutsche Bundesbank HV Berlin 30

31 Wechselkurs des Euro zum US-Dollar 1 Euro =... US-Dollar = , , , Mit dem Aufkommen der Europäischen Staatsschuldenkrise verlor der Euro rd. 20% zum US-Dollar. Mit der Gründung der Europäischen Stabilisierungsfazilität begann sich der Euro zu erholen. 1, Institutionelle Anpassungen (siehe Kapitel V) trugen zur weiteren Stärkung des Euro bei: 1, Europäische Bankenaufsichtsbehörde 1, Europäischer Systemrisikorat 1,238 1, Europäischer Stabilisierungsmechanismus (ESM) 1, Insolvenz Lehman-Brothers Schuldenkrise - Erste Bedenken EFSF, SMP 95 Ökonomische Überwachung (Europäisches Semester). Finanzmärkte halten einen Bruch der Währungsunion nicht mehr für realistisch. 10. Feb Deutsche Bundesbank HV Berlin 31

32 Konsequenzen für die Geldpolitik im ESZB Sowohl die Finanzkrise als auch die europäische Staatsschuldenkrise haben gezeigt, dass eine nur am Durchschnitt der EWU orientierte Geldpolitik zu kurz greift. Die Vernetzung der Finanzinstitute bedingt starke Ansteckungs- und Rückkopplungseffekte auf den Finanzmärkten (und den realen Produktionssektor). Zukünftig wird eine makroprudenzielle, d.h. eine systemische Effekte in den Mittelpunkt stellende Finanzmarktaufsicht eine bedeutende Aufgabe der Notenbanken sein. Die makroprudenzielle Analyse sollte finanzielle Ungleichgewichte und Schwachstellen in einzelnen Mitgliedsstaaten und ihre potenziellen Risiken für die Stabilität des gesamten Euroraums erfassen, z.b. durch Entwicklung von Frühwarnindikatoren. Ungelöste Probleme: Welches makroprudenzielle Instrument (z.b. ein antizyklischer maximaler Verschuldungsgrad für Banken) soll eingesetzt werden? Unabhängiger Instrumenteneinsatz oder nur in Kooperation mit den Regierungen? Ist eine Trennung von makroprudenzieller Aufsicht und Zinspolitik möglich? 10. Feb Deutsche Bundesbank HV Berlin 32

33 Europäische Staatsschuldenkrise I. Ungleichgewichte in der EWU II. Ursachen für die Fehlentwicklung III. Krisenmanagement der Eurogruppe IV. Staatsanleiheankaufprogramm der EZB V. Reformen des institutionellen Rahmens 10. Feb Deutsche Bundesbank HV Berlin 33

34 Reform der Europäischen Währungsunion Lissabon-Vertrag (Status Quo) AEUV, Art. 126 Die Mitgliedstaaten vermeiden übermäßige öffentliche Defizite. Die Kommission überwacht die Entwicklung der Haushaltslage und der Höhe des öffentlichen Schuldenstands in den Mitgliedstaaten anhand der in Protokollen zum Vertrag festgelegten Referenzwerte (Defizit max. 3% des BIP, Schuldenstand max. 60% des BIP). Im Fall der Verfehlung der Referenzwerte erstellt die EU-Kommission einen Bericht. Der Rat beschließt auf Vorschlag der Kommission, ob in einem Mitgliedsstaat ein übermäßiges Defizit besteht. Es werden Vorschläge zu deren Beseitigung gemacht. Bei Nichtbefolgung der Empfehlungen beschließt der Rat Sanktionen (Mittelkürzungen für Investitionen, unverzinsliche Einlagen bei der EZB, Geldbußen). Wegen dieser hohen Ermessensspielräume des Art 126 (Fristen, Höhe der Sanktionen) einigte sich der Ecofin-Rat 1997 auf die Verabschiedung des Stabilitäts- und Wachstumspakts. 10. Feb Deutsche Bundesbank HV Berlin 34

35 Reform der Europäischen Währungsunion Stabilitäts- und Wachstumspakt (Status Quo) Präventive Komponente Multilateralen Überwachung der Haushaltspolitik: 3jährige Stabilitätsprogramme. Rückführung struktureller (bereinigt um konjunkturelle Einflüsse) Defizite um i.d.r. 0,5 Prozentpunkte des BIP bis das Ziel eines ausgeglichenen Haushalts erreicht ist. Bewertungen durch EU-Kommission. Über Korrekturen entscheidet Ecofin-Rat. Keine Sanktionen Korrektive Komponente Feststellung eines übermäßigen Defizits Fristsetzung für das Ergreifen korrektiver Maßnahmen Sanktionen Entscheidungsprozedere bei Sanktionen Ecofin entscheidet auf Empfehlung der EU-Kommission mit qualifizierter (2/3)- Mehrheit aller Mitgliedsstaaten. 10. Feb Deutsche Bundesbank HV Berlin 35

36 Reform der Europäischen Währungsunion Reform des Stabilitäts- und Wachstumspakts (SWP) Vorschläge der van Rompoy-Gruppe (Mitglied auch W. Schäuble) Stärkung der präventive Komponente Erfordernis, einen übermäßigen Schuldenstands (<60% des BIP) abzubauen. Sanktionen, wenn Empfehlungen der EU-Kommission nicht umgesetzt werden. und der korrektive Komponente Verschärfung und engere Fristen für korrektive Maßnahmen zum Abbau eines übermäßigen Defizits, vor allem wenn Schuldenstand über 60%-Grenze liegt. Entscheidungsprozedere bei Sanktionen im Rahmen beider Komponenten Beschlussfassung mit umgekehrter Mehrheit: Empfehlungen der EU-Kommission über Sanktionen können nur mit qualifizierter Mehrheit im Ecofin abgelehnt werden. Aber: Kein Automatismus bei Entscheidungen! 10. Feb Deutsche Bundesbank HV Berlin 36

37 Reform der Europäischen Währungsunion Verbesserung der makroökonomischen Überwachung Vorschläge der van Rompoy-Gruppe Verbesserung nationaler Haushaltsregeln Einhaltung von Mindestanforderungen bei der statistische Erfassung, numerische Regeln, Prognoseverfahren und mittelfristigen Finanzplanung. Europäisches Semester (bereits seit Jahresbeginn 2011 eingeführt): Vorabkoordinierung der haushalts- und wirtschaftspolitischen Planung der Mitgliedsstaaten. Aber: Keine Sanktionen bei Nichtberücksichtigung von Empfehlungen. Überwachungsmechanismus Jährliche Bewertung des Risikos für das Entstehen makroökonomischer Ungleichgewichte auch auf Basis von Frühwarnindikatoren. Feststellung eines übermäßigen Ungleichgewichts durch den Ecofin und Anpassungsempfehlungen auf Basis von Empfehlungen der EU-Kommission. Sanktionen: Bei der Abstimmung ist das betroffene Land nicht stimmberechtigt! 10. Feb Deutsche Bundesbank HV Berlin 37

38 Reform der Europäischen Währungsunion Forderungen der Bundesregierung Pakt für Wettbewerbsfähigkeit 1. Anpassung der nationalen Rentensysteme an die demographische Entwicklung 2. Einführung nationaler Schuldenbremsen in den EU-Mitgliedsstaaten nach deutschem Vorbild 3. Abschaffung inflationsindexierter Lohnverträge 4. Schaffung einer einheitlichen Bemessungsgrundlage für die Körperschaftssteuer 5. Gegenseitige Anerkennung von Bildungs- und Berufsabschlüssen 6. Etablierung nationaler Krisenbewältigungsmechanismen für die nationalen Bankensysteme. Bewertung: Eher langfristige Zielsetzung, kurzfristig kaum umsetzbar. Bietet keine Vorschläge für die aktuelle Krisenbekämpfung. Forderungen erscheinen deutschlastig. 10. Feb Deutsche Bundesbank HV Berlin 38

39 Reform der Europäischen Währungsunion Errichtung eines permanenten Krisenmechanismus (ESM) Beschlüsse des Europäischen Rats vom 16./17. Dezember 2010 Begrenzte Änderung des AEUV: In Artikel136 AEUV wird folgender Absatz angefügt: "Die Mitgliedstaaten, deren Währung der Euro ist, können einen Stabilitätsmechanismus einrichten, der aktiviert wird, wenn dies unabdingbar ist, um die Stabilität des Euro-Währungsgebiets insgesamt zu wahren. Die Gewährung aller erforderlichen Finanzhilfen im Rahmen des Mechanismus wird strengen Auflagen unterliegen. Art. 122 AEUV wird dann nicht mehr benötigt. Mit der Bezugnahme auf die Gefährdung des gesamten Währungsgebiets soll das Spannungsverhältnis zur No-bail-out Klausel entschärft werden, da es nun nicht um die Haftungsübernahme für ein Land, sondern für den Euroraum insgesamt geht. Der neue ESM löst den derzeitigen Stabilisierungsmechanismus (EFSF, EFSM) ab. Geplantes In-Kraft-Treten am 01. Januar 2013, operative Arbeitsfähigkeit ab 01. Juli Feb Deutsche Bundesbank HV Berlin 39

Grundzüge der Geldtheorie und Geldpolitik

Grundzüge der Geldtheorie und Geldpolitik Grundzüge der Geldtheorie und Geldpolitik Sommersemester 2014 Kapitel 10: Die Zeiten sind nicht normal: Geldpolitik in der Finanzkrise 10.1 Krisenmanagement 10.2 Die Geldpolitik der EZB 10.3 Reformen des

Mehr

Grundzüge der Geldtheorie und Geldpolitik

Grundzüge der Geldtheorie und Geldpolitik Grundzüge der Geldtheorie und Geldpolitik Sommersemester 2013 11. Die EU-Staatsschuldenkrise 11.1 Ungleichgewichte in der EWU 11.2 Ursachen für die Fehlentwicklung 11.3 Krisenmanagement 11.4 Die Geldpolitik

Mehr

Die Eurokrise - Aktuelle Entwicklungen

Die Eurokrise - Aktuelle Entwicklungen Die Eurokrise - Aktuelle Entwicklungen 08. November 2011, Frankfurt a.m. Volkswirtschaft, Makroökonomie Der Eurogipfel: die wichtigsten Resultate Wichtige Fortschritte, aber Herausforderungen bleiben groß:

Mehr

Claus Tigges Präsident der Hauptverwaltung Berlin der Deutschen Bundesbank. Die Finanz- und Wirtschaftskrise in Griechenland

Claus Tigges Präsident der Hauptverwaltung Berlin der Deutschen Bundesbank. Die Finanz- und Wirtschaftskrise in Griechenland Claus Tigges Präsident der Hauptverwaltung Berlin der Deutschen Bundesbank Die Finanz- und Wirtschaftskrise in Griechenland Eingangsstatement Jean Monnet Centre of Excellence The EU and its citizens am.

Mehr

Volkswirtschaftliche Folgen des Niedrigzinsumfeldes und mögliche Auswege. Prof. Dr. Michael Hüther 5. Juni 2014, Berlin

Volkswirtschaftliche Folgen des Niedrigzinsumfeldes und mögliche Auswege. Prof. Dr. Michael Hüther 5. Juni 2014, Berlin Volkswirtschaftliche Folgen des Niedrigzinsumfeldes und mögliche Auswege Prof. Dr. Michael Hüther 5. Juni 014, Berlin Der Weg ins Niedrigzinsumfeld Auswirkungen auf die Volkswirtschaft Der Ausweg aus dem

Mehr

Europäischer Fiskalpakt ohne

Europäischer Fiskalpakt ohne Europäischer Fiskalpakt ohne Alternative? MdB BERLIN, DEN 11. JUNI 2012 Wirkungen des Europäischen Fiskalpaktes MdB Mitglied im Finanzausschuss des Deutschen Bundestages BERLIN, DEN 11. JUNI 2012 Überblick

Mehr

Wie machen wir Europa krisenfest. Klaus Regling Director des ESM, Karlspreis-Veranstaltung, Handwerkskammer Aachen Aachen, 25.

Wie machen wir Europa krisenfest. Klaus Regling Director des ESM, Karlspreis-Veranstaltung, Handwerkskammer Aachen Aachen, 25. Wie machen wir Europa krisenfest Klaus Regling Director des ESM, Karlspreis-Veranstaltung, Handwerkskammer Aachen Aachen, 25. März 2013 Europas Reaktion auf die Krise national und auf EU-Ebene 1) Haushaltskonsolidierung

Mehr

EUROKRISE: URSACHEN AUSWIRKUNGEN FÜR DEUTSCHLAND LÖSUNGSANSÄTZE. Professor Dr. Peter Bofinger

EUROKRISE: URSACHEN AUSWIRKUNGEN FÜR DEUTSCHLAND LÖSUNGSANSÄTZE. Professor Dr. Peter Bofinger EUROKRISE: URSACHEN AUSWIRKUNGEN FÜR DEUTSCHLAND LÖSUNGSANSÄTZE Professor Dr. Peter Bofinger Der Euro ist eine stabile Währung 12 1 8 6 4 2 Inflation (212) % 15 1 5-5 Langfristige Inflationstrends Deutschland

Mehr

Die Eurokrise. Herausforderung für Deutschland. Februar 2012. Georg Milbradt, TUD

Die Eurokrise. Herausforderung für Deutschland. Februar 2012. Georg Milbradt, TUD Die Eurokrise Herausforderung für Deutschland Februar 2012 Georg Milbradt, TUD 1 Währungsunion Vorteile Geringere Transaktionskosten Keine Wechselkurssicherung, keine Kosten für Kurssicherung besonders

Mehr

Öffentlicher Schuldenstand*

Öffentlicher Schuldenstand* Öffentlicher Schuldenstand* Öffentlicher Schuldenstand* In Prozent In Prozent des Bruttoinlandsprodukts des Bruttoinlandsprodukts (BIP), (BIP), ausgewählte ausgewählte europäische europäische Staaten,

Mehr

Haushalts- und Finanzkrise

Haushalts- und Finanzkrise Einführung in das politische System der Europäischen Union WS 2012/13 Haushalts- und Finanzkrise Wird der Euro überleben? Prof. Dr. Jürgen Neyer Die Theorie optimaler Währungsräume Eine gemeinsame Währung

Mehr

Forum 10 Aktuelle Herausforderungen für die europäische Geldpolitik

Forum 10 Aktuelle Herausforderungen für die europäische Geldpolitik Forum 10 Aktuelle Herausforderungen für die europäische Geldpolitik 36. Wirtschaftsphilologentagung Menschen und Märkte 01. und 0 Universität Passau Aktuelle Herausforderungen für die europäische Geldpolitik

Mehr

Die europäische Schuldenkrise

Die europäische Schuldenkrise Die europäische Schuldenkrise Änderung der institutionellen Rahmenbedingungen Sebastian Voll 1 Elemente des EG-Vertrages zur Staatsverschuldung bis 2001 ex-ante ex-post Art. 126 AEUV (ex Art. 104 EGV)

Mehr

Eurobonds: Ausweg aus der Schuldenkrise?

Eurobonds: Ausweg aus der Schuldenkrise? Eurobonds: Ausweg aus der Schuldenkrise? Prof. Dr. Kai Carstensen ifo Institut und LMU München 17. August 2011 Europäische Schuldenkrise und Euro Krisenmechanismus - Agenda 1. Warum werden Eurobonds gefordert?

Mehr

Übersicht der europäischen Finanzhilfen und Rettungsschirme (alle Zahlen in Milliarden Euro)

Übersicht der europäischen Finanzhilfen und Rettungsschirme (alle Zahlen in Milliarden Euro) Übersicht der europäischen Finanzhilfen und Rettungsschirme (alle Zahlen in Milliarden Euro) (aus Volumen 110 (ursprünglicher Betrag, der sich verringert, sofern beteiligte Staaten Finanzhilfen erhalten)

Mehr

Quantitative Easing der EZB Fluch und Segen zugleich?

Quantitative Easing der EZB Fluch und Segen zugleich? Quantitative Easing der EZB Fluch und Segen zugleich? Agenda Mandat der EZB Definitionen Inflation Klassische Instrumente der Geldpolitik der EZB Quantitative Easing Diskussion Mandat der EZB Artikel 127

Mehr

Aktuelle Perspektiven der europäischen Wirtschafts- und Finanzpolitik

Aktuelle Perspektiven der europäischen Wirtschafts- und Finanzpolitik Aktuelle Perspektiven der europäischen Wirtschafts- und Finanzpolitik Gouverneur Ewald Nowotny Oesterreichische Nationalbank Universität Klagenfurt, 3.1.211 Die Krise im Zeitablauf W orld Financials Stock

Mehr

Workshop 3 Rechtliche Fragen der Eurokrise am Beispiel Griechenlands

Workshop 3 Rechtliche Fragen der Eurokrise am Beispiel Griechenlands Workshop 3 Rechtliche Fragen der Eurokrise am Beispiel Griechenlands 36. Wirtschaftsphilologentagung Menschen und Märkte 01. und 02. Oktober 2015 Universität Passau RECHTLICHE FRAGEN DER EUROKRISE AM BEISPIEL

Mehr

Die Maßnahmen zur Stabilisierung des Euro. Zeittafel der Maßnahmen (mit Links zu weiterführender Information): Zusatzthema zu Modul 6 Währungsunion

Die Maßnahmen zur Stabilisierung des Euro. Zeittafel der Maßnahmen (mit Links zu weiterführender Information): Zusatzthema zu Modul 6 Währungsunion Zusatzthema zu Modul 6 Währungsunion Die Maßnahmen zur Stabilisierung des Euro Die Schuldenkrise Griechenlands und anderer Euro-Staaten seit 2010 hat zu Reformen geführt, die den Euro und die Wirtschafts-

Mehr

Die Euro Krise. Ursachen, Folgen und Lösungsmöglichkeiten Prof. Dr. Kathrin Johansen (Juniorprofessur Empirische Wirtschaftsforschung) Vortrag im Rahmen des 5. Jahreskongress der Landeszentrale für politische

Mehr

Die Krise in der Eurozone Mythen, Fakten, Auswege

Die Krise in der Eurozone Mythen, Fakten, Auswege Die Krise in der Eurozone Mythen, Fakten, Auswege Seminar: Geld ist genug da? Möglichkeiten zur Finanzierung einer neuen Wirtschafts- und Sozialpolitik 17.9.211, DGB Region Niedersachsen-Mitte, Celle Florian

Mehr

TITEL DER PRÄSENTATION

TITEL DER PRÄSENTATION TITEL DER PRÄSENTATION Schuldenkrise - zahlt Deutschland für den Rest der Welt? Antje Tillmann MdB CDU/CSU-Bundestagsfraktion stellv. Vorsitzende des Bundestagsfinanzausschusses Stand 02.02.2012 Inhalt

Mehr

Die Antwort der EZB auf die Krise auf den Finanzmärkten

Die Antwort der EZB auf die Krise auf den Finanzmärkten Die Antwort der EZB auf die Krise auf den Finanzmärkten Dr. Petra Senkovic Assistant General Counsel Juristischer Dienst der EZB Frankfurt am Main, 4. März 2009 Maßnahmen der EZB (I) Liquiditätssteuerung:

Mehr

Die Zukunft des Euro Europäische Integration in der Sackgasse?

Die Zukunft des Euro Europäische Integration in der Sackgasse? Die Zukunft des Euro Europäische Integration in der Sackgasse? Schülerforum Wirtschaft am 12. Oktober 2011 der Raiffeisenbank Roth-Schwabach eg Prof. Dr. Karl Heinz Hausner (Fachhochschule des Bundes für

Mehr

Anzeichen konvergierender Entwicklungen

Anzeichen konvergierender Entwicklungen Auszug aus dem Jahresgutachten 214/15 Anzeichen konvergierender Entwicklungen in den Mitgliedstaaten Textziffern 217 bis 223 Strukturelle Anpassung und geldpolitische Lockerung im Euro-Raum Kapitel 4 II.

Mehr

Die Euro-Krisenstrategie: Erste Erfolge und weitere Schritte

Die Euro-Krisenstrategie: Erste Erfolge und weitere Schritte Die Euro-Krisenstrategie: Erste Erfolge und weitere Schritte Klaus Regling, Managing Director des ESM, Europabüro, Konrad-Adenauer-Stiftung, Brüssel, 4. Dezember 2012 Europas Reaktion auf die Krise national

Mehr

Kölner Ringvorlesung zur Wirtschaftspolitik. Der Rettungsschirm. Was ist er, was kann er und was, wenn er nicht ausreicht? Dr.

Kölner Ringvorlesung zur Wirtschaftspolitik. Der Rettungsschirm. Was ist er, was kann er und was, wenn er nicht ausreicht? Dr. Kölner Ringvorlesung zur Wirtschaftspolitik Der Rettungsschirm Was ist er, was kann er und was, wenn er nicht ausreicht? Dr. Malte Hübner Köln, 21. Januar 2012 Ausblick I. Der Rettungsschirm 1. Warum sind

Mehr

Geld, Preise und die EZB

Geld, Preise und die EZB Geld, Preise und die EZB MB Gebrauch von Geld Funktionen von Geld Tauschmittel Ohne Geld müssten Transaktionen durch Tauschhandel (Naturaltausch) durchgeführt werden Problem der Doppelkoinzidenz der Wünsche

Mehr

Konjunktur und Kapitalmärkte vor dem Hintergrund der Schuldenkrise. Fulda, 11. Oktober 2012 Dr. Jan Holthusen (DZ BANK AG, Leiter Anleihenanalyse)

Konjunktur und Kapitalmärkte vor dem Hintergrund der Schuldenkrise. Fulda, 11. Oktober 2012 Dr. Jan Holthusen (DZ BANK AG, Leiter Anleihenanalyse) Konjunktur und Kapitalmärkte vor dem Hintergrund der Schuldenkrise Fulda, 11. Oktober 2012 Dr. Jan Holthusen (DZ BANK AG, Leiter Anleihenanalyse) Seite 2 Ein aktueller Ratschlag Der Staatshaushalt muss

Mehr

Zukun%sfähigkeit der Europäischen Währungsunion nicht gefährden

Zukun%sfähigkeit der Europäischen Währungsunion nicht gefährden Zukun%sfähigkeit der Europäischen Währungsunion nicht gefährden Beitrag zum Bad Ischler Dialog 2012 Zukun% Europa Univ.- Prof. Dr. Berthold U. Wigger Lehrstuhl für Finanzwissenscha3 und Public Management

Mehr

Wege aus der Europäischen Schuldenkrise

Wege aus der Europäischen Schuldenkrise Wege aus der Europäischen Schuldenkrise Prof. Dr. Karl-Werner Hansmann Universität Hamburg Vortrag bei der Klausurtagung der Senatskanzlei am 15. Januar 2013 Prof. Dr. K.- W. Hansmann 1 1. Alle Graphiken

Mehr

3. Die europäische Schuldenkrise Institutioneller Rahmen und Ursachen

3. Die europäische Schuldenkrise Institutioneller Rahmen und Ursachen 3. Die europäische Schuldenkrise Institutioneller Rahmen und Ursachen Übersicht: Institutionen vor der Schuldenkrise Institutionelle Änderungen im Zuge der Schuldenkrise Die Strategie der Euro-Rettungspolitik

Mehr

Die Stabilität der Eurozone: Ländervergleich und politische Herausforderungen

Die Stabilität der Eurozone: Ländervergleich und politische Herausforderungen Die Stabilität der Eurozone: Ländervergleich und politische Herausforderungen Pressegespräch Dr. Michael Heise Berlin, 9. Juni 2011 Agenda 1 Konjunkturperspektiven für den Euro-Raum 2 Euro Monitor 2011:

Mehr

Entstehung und Entwicklung der griechischen Krise. Nürnberg, 8.7.2015

Entstehung und Entwicklung der griechischen Krise. Nürnberg, 8.7.2015 Entstehung und Entwicklung der griechischen Krise Nürnberg, 8.7.2015 Historischer Hintergrund Deutsche Mark im Wechselkurssystem Wiedervereinigung 1990 Vertrag von Maastricht 1992 Kritik der Volkswirte

Mehr

Aktuelle wirtschaftliche Lage in der EU

Aktuelle wirtschaftliche Lage in der EU Aktuelle wirtschaftliche Lage in der EU Dr. Klaus Weyerstraß Institut für Höhere Studien (IHS), Wien Abteilung Ökonomie und Finanzwirtschaft Gruppe Konjunktur, Finanzmärkte & europäische Integration Lehrerseminar,

Mehr

Warum Regeln zur Fiskalpolitik?

Warum Regeln zur Fiskalpolitik? Warum Regeln zur Fiskalpolitik? Wenn Inflation vor allem geldpolitisch verursacht wird, warum bedarf es dann einer Einschränkung der fiskalpolitischen Souveränität der Mitgliedstaaten? 1. In einer Währungsunion

Mehr

Geld, Banken und Staat Mechthild Schrooten Juni 2015

Geld, Banken und Staat Mechthild Schrooten Juni 2015 Geld, Banken und Staat Mechthild Schrooten Juni 2015 Geld Funk1onierendes Geld ist ein umfassendes Kommunika1onsmi9el (Luhmann) Es verbindet über na1onalstaatliche Grenzen hinweg Geld erleichtert die Vermögensbildung

Mehr

Nicht ein Schuldenschnitt, ein Wachstumsprogramm wäre der richtige Weg

Nicht ein Schuldenschnitt, ein Wachstumsprogramm wäre der richtige Weg 1 Die Welt http://www.welt.de/print/die_welt/wirtschaft/article136849514/hilfen-fuer-griechenland.html 28.01.2015 Hilfen für Griechenland Nicht ein Schuldenschnitt, ein Wachstumsprogramm wäre der richtige

Mehr

Stabilisierung des Euro und der Euro-Rettungsschirm

Stabilisierung des Euro und der Euro-Rettungsschirm Ulrich Lange Mitglied des Deutschen Bundestages 11011 Berlin Platz der Republik 1 Telefon: 030 / 227-77990 Telefax: 030 / 227-76990 email: ulrich.lange@bundestag.de Internet: www.ulrich-lange.info 86720

Mehr

Öffentlicher Schuldenstand*

Öffentlicher Schuldenstand* Öffentlicher Schuldenstand* In Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP), ausgewählte europäische Staaten, 1997 bis 2011 Prozent 165 Griechenland 160 * Bruttoschuld des Staates (konsolidiert) 150 140 145

Mehr

TREASURY. Konjunktur- und Finanzmarkttrends 12. November 2013. Dir. Dipl.-BW (BA) Tim Geissler Hauptabteilungsleiter Treasury

TREASURY. Konjunktur- und Finanzmarkttrends 12. November 2013. Dir. Dipl.-BW (BA) Tim Geissler Hauptabteilungsleiter Treasury Konjunktur- und Finanzmarkttrends 12. November 2013 Dir. Dipl.-BW (BA) Tim Geissler Hauptabteilungsleiter Treasury Diese Publikation enthält Informationen über frühere Wertentwicklungen. Diese Zahlenangaben

Mehr

Deutschland und die Euro-Krise Entwurf, Rede, Manfred Grund. Meine sehr geehrten Damen und Herren,

Deutschland und die Euro-Krise Entwurf, Rede, Manfred Grund. Meine sehr geehrten Damen und Herren, 1 Deutschland und die Euro-Krise Entwurf, Rede, Manfred Grund Meine sehr geehrten Damen und Herren, die Euro-Krise ist einerseits eine unmittelbare Folge der Finanzkrise seit 2008. Andererseits und mittelbar

Mehr

Ursachen und Konsequenzen der Euro- Krise:

Ursachen und Konsequenzen der Euro- Krise: Ursachen und Konsequenzen der Euro- Krise: Gustav A. Horn Vorlesung SS 2012 06.05.2012 www.boeckler.de Überblick 1. Einleitung 2. Ursachen der Krisen 3. Irrwege 4. Auswege 5. Die Zukunft des Euroraums

Mehr

Friedrich-List-Fest 2011 Sendenhorst 15.06.2011 Ein Blick in die Zukunft: Wirtschaftliche Entwicklung, Wirtschaftspolitik und Währungsunion Wolfgang Wiegard Ein Blick in die Zukunft: Wirtschaftliche Entwicklung,

Mehr

Schuldenkrise in Europa Auswirkungen auf die Finanz- und Realwirtschaft

Schuldenkrise in Europa Auswirkungen auf die Finanz- und Realwirtschaft Schuldenkrise in Europa Auswirkungen auf die Finanz- und Realwirtschaft Prof. Dr. Clemens Fuest Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) Mannheim Braunkohletag, Köln, 16. Mai 2013 I. Ursachen

Mehr

Geld- und fiskalpolitische Herausforderungen im Euroraum: Was ist geschafft, was bleibt zu tun?

Geld- und fiskalpolitische Herausforderungen im Euroraum: Was ist geschafft, was bleibt zu tun? Geld- und fiskalpolitische Herausforderungen im Euroraum: Was ist geschafft, was bleibt zu tun? Vortrag an der Friedrich-Schiller-Universität Jena am 29. April 2015 Franz Josef Benedikt, Präsident der

Mehr

Die Krise des Euroraumes

Die Krise des Euroraumes Die Krise des Euroraumes Juniorprofessor Dr. Philipp Engler Freie Universität Berlin Vortrag am Gymnasium Wiesentheid, 21.12.2011 Die Krise des Euroraumes Was ist in den letzten zwei Jahren passiert? Manche

Mehr

Finanzkrise, Bankenkrise, Schuldenkrise- Hat Europa dazugelernt?

Finanzkrise, Bankenkrise, Schuldenkrise- Hat Europa dazugelernt? Finanzkrise, Bankenkrise, Schuldenkrise- Hat Europa dazugelernt? Mag. Alois Steinbichler Vorstandsvorsitzender, Kommunalkredit Austria 26.4.2012 Financial Times, 05.07.2011 Financial Times, 07.07.2011

Mehr

Exkurs: Führt Monetisierung von Staatschulden zu Inflation?

Exkurs: Führt Monetisierung von Staatschulden zu Inflation? Exkurs: Führt Monetisierung von Staatschulden zu Inflation? Monetisierung von Staatschulden kann erfolgen durch... Ankauf von Staatsschulden auf dem Primärmarkt (der EZB verboten) Ankauf von Staatsschulden

Mehr

DIDAKTIK FINANZ THEMENBLÄTTER WIRTSCHAFT & FINANZEN DIDAKTIK. Die Bedeutung des Euro für Wirtschaft und Bevölkerung INITIATIVE WISSEN

DIDAKTIK FINANZ THEMENBLÄTTER WIRTSCHAFT & FINANZEN DIDAKTIK. Die Bedeutung des Euro für Wirtschaft und Bevölkerung INITIATIVE WISSEN OESTERREICHISCHE NATIONALBANK EUROSYSTEM INITIATIVE THEMENBLÄTTER WIRTSCHAFT & EN DIDAKTIK Nr. 1 B DIDAKTIK Aufgaben: 1. Markieren Sie in der folgenden Abbildung jene Länder, in denen der Euro Bargeld

Mehr

JOACHIM POß MITGLIED DES DEUTSCHEN BUNDESTAGES STELLVERTRETENDER VORSITZENDER

JOACHIM POß MITGLIED DES DEUTSCHEN BUNDESTAGES STELLVERTRETENDER VORSITZENDER JOACHIM POß MITGLIED DES DEUTSCHEN BUNDESTAGES STELLVERTRETENDER VORSITZENDER SPD-BUNDESTAGSFRAKTION PLATZ DER REPUBLIK 1 11011 BERLIN An alle Mitglieder der SPD-Bundestagsfraktion 21. Juli 2011 Ergebnisse

Mehr

Die Griechenlandkrise

Die Griechenlandkrise Die Griechenlandkrise Ein Symptom der europäischen Schuldenkrise Prof. Dr. U. Guckelsberger Die Griechenlandkrise SS 2012 Inhalt Konvergenzkriterien Griechenlands Weg in die Währungsunion Grundlagen der

Mehr

Zur Bedeutung glaubwürdiger Risiko- Beteiligung für Investoren in Staatsanleihen

Zur Bedeutung glaubwürdiger Risiko- Beteiligung für Investoren in Staatsanleihen Zur Bedeutung glaubwürdiger Risiko- Beteiligung für Investoren in Staatsanleihen Prof. Dr. Kai A. Konrad Max-Planck-Institut für Geistiges Eigentum, Wettbewerbs- und Steuerrecht FES, Berlin, Oktober 2010

Mehr

Makroökonomie. Prof. Dr. Thomas Apolte. Lehrstuhl für Ökonomische Politikanalyse. Sommersemester 2011. Scharnhorststr.

Makroökonomie. Prof. Dr. Thomas Apolte. Lehrstuhl für Ökonomische Politikanalyse. Sommersemester 2011. Scharnhorststr. Makroökonomie Sommersemester 2011 Lehrstuhl für Ökonomische Politikanalyse Scharnhorststr. 100, Raum 114 1. EINFÜHRUNG 2 VORLESUNG: DI, 8 10 UHR DO, 8 10 UHR ÜBUNG: DO, 12 14 UHR ALLE VERANSTALTUNGEN IM

Mehr

Staatsverschuldung ohne Ende? Ende des Sozialstaats?

Staatsverschuldung ohne Ende? Ende des Sozialstaats? Raiffeisen Sommergespräche Bruneck, 13.08.2010 Staatsverschuldung ohne Ende? Ende des Sozialstaats? Konsequenzen für den Euro und unseren Wohlstand - Fünfzehn Thesen - Wolfgang Wiegard Universität Regensburg

Mehr

Zum eigentlichen trivialen Zusammenhang von Finanzmarkt-, Konjunktur- und Schuldenkrise

Zum eigentlichen trivialen Zusammenhang von Finanzmarkt-, Konjunktur- und Schuldenkrise Von Krise zu Krise Zum eigentlichen trivialen Zusammenhang von Finanzmarkt-, Konjunktur- und Schuldenkrise Von Kai Eicker-Wolf Im Herbst 2008 bricht die internationale Finanzkrise offen aus mit verheerenden

Mehr

Geld, Banken und Staat. Mechthild Schrooten Mai 2015

Geld, Banken und Staat. Mechthild Schrooten Mai 2015 Geld, Banken und Staat Mechthild Schrooten Mai 2015 Überblick 1. Theoretische Vorüberlegungen 2. So viel Krise - schon so lange 3. Allheilmittel: Schuldenbremse? 4. Anwendungsfall: Deutschland 5. Ausblick

Mehr

Die Bankenunion: Wie lässt sich das Monster zähmen? Panel 3: Die Architektur der Fiskalunion in Europa. Klaus Regling. Managing Director des ESM

Die Bankenunion: Wie lässt sich das Monster zähmen? Panel 3: Die Architektur der Fiskalunion in Europa. Klaus Regling. Managing Director des ESM Die Bankenunion: Wie lässt sich das Monster zähmen? Panel 3: Die Architektur der Fiskalunion in Europa Klaus Regling Managing Director des ESM Friedrich-Ebert-Stiftung Berlin, 18 März 2013 Horst Köhler

Mehr

Wirtschaftliches Umfeld und Finanzmärkte

Wirtschaftliches Umfeld und Finanzmärkte Wirtschaftliches Umfeld und Finanzmärkte Mag. Rainer Bacher / Kommunalkredit Austria 25.10.2011 ÖSTERREICHS BANK FÜR INFRASTRUKTUR Auf dem Weg in eine düstere Zukunft? ÖSTERREICHS BANK FÜR INFRASTRUKTUR

Mehr

Die Rolle der EZB in der Euro-Krise Gastvortrag im Rahmen des Master-Seminars Wirtschaft in der Schule, Universität Essen, 19.

Die Rolle der EZB in der Euro-Krise Gastvortrag im Rahmen des Master-Seminars Wirtschaft in der Schule, Universität Essen, 19. Die Rolle der EZB in der Euro-Krise Gastvortrag im Rahmen des Master-Seminars Wirtschaft in der Schule, Universität Essen,, Deutsche Bundesbank, Hauptverwaltung in NRW Die Rolle der EZB in der Euro-Krise

Mehr

Ist die Krise wirklich vorbei? Bestandsaufnahme und Ausblick

Ist die Krise wirklich vorbei? Bestandsaufnahme und Ausblick Ist die Krise wirklich vorbei? Bestandsaufnahme und Ausblick Gustav A. Horn Vortrag zur Tagung des Kocheler Kreises am 8.01.2010 www.boeckler.de Gliederung Ein schaudernder Blick zurück Wie sieht es aus?

Mehr

Zur Tragfähigkeit der Staatsschuld. Univ.-Prof. Dr. Christian Keuschnigg Wirtschaftsmuseum, Wien, 19. November 2013

Zur Tragfähigkeit der Staatsschuld. Univ.-Prof. Dr. Christian Keuschnigg Wirtschaftsmuseum, Wien, 19. November 2013 Zur Tragfähigkeit der Staatsschuld Univ.-Prof. Dr. Christian Keuschnigg Wirtschaftsmuseum, Wien, 19. November 2013 Rolle der Staatsschuld Trend zu höheren Schulden: «lieber ein paar Mrd. mehr Schulden

Mehr

BRÜDERLE-Interview für den Tagesspiegel

BRÜDERLE-Interview für den Tagesspiegel Presseinformation Nr. 772 14. August 2011 BRÜDERLE-Interview für den Tagesspiegel BERLIN. Der Vorsitzende der FDP-Bundestagsfraktion Rainer BRÜDERLE gab dem Tagesspiegel (heutige Ausgabe) das folgende

Mehr

Die europäische Bankenunion der Königsweg für ein stabiles Bankensystem? Dr. Albrecht Sommer

Die europäische Bankenunion der Königsweg für ein stabiles Bankensystem? Dr. Albrecht Sommer Die europäische Bankenunion der Königsweg für ein stabiles Bankensystem? Inhalt Gründe für die Errichtung einer Bankenunion im Euroraum Der einheitliche Aufsichtsmechanismus Der einheitliche Abwicklungsmechanismus

Mehr

Strategie zum Kurswechsel in Europa

Strategie zum Kurswechsel in Europa Strategie zum Kurswechsel in Europa - Wachstum fördern, Beschäftigung sichern, Europe stabilisieren- Tagung der Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik Ver.di Bildungsstätte Das Bunte Haus, Bielefeld-Sennestadt,

Mehr

Europäische Finanzhilfen im Überblick (Stand: 31. Juli 2015)

Europäische Finanzhilfen im Überblick (Stand: 31. Juli 2015) Europäische Finanzhilfen im Überblick (Stand: 31. Juli 2015) Die wichtigsten Zahlen zu den europäischen Finanzhilfen durch die Europäische Finanzstabilisierungsfazilität (EFSF), den Europäischen Finanzstabilisierungsmechanismus

Mehr

Auszüge aus ESM-Vertrag, kommentiert

Auszüge aus ESM-Vertrag, kommentiert Auszüge aus ESM-Vertrag, kommentiert http://www.european-council.europa.eu/media/582866/02-tesm2.de12.pdf Quellenangabe und erste Einschätzung: (7) Alle Mitgliedstaaten des Euro-Währungsgebiets werden

Mehr

Internationale Ökonomie II. Vorlesung 7:

Internationale Ökonomie II. Vorlesung 7: Internationale Ökonomie II Vorlesung 7: Übersicht: Das internationale Währungssystem bis 1973 Prof. Dr. Dominik Maltritz Gliederung der Vorlesung 1. Ein- und Überleitung: Die Zahlungsbilanz 2. Wechselkurse

Mehr

Der Schuldenabbau im privaten Sektor der EWU Notwendigkeit, Ausgestaltung und die (schwierige) Rolle der Geldpolitik dabei

Der Schuldenabbau im privaten Sektor der EWU Notwendigkeit, Ausgestaltung und die (schwierige) Rolle der Geldpolitik dabei Der Schuldenabbau im privaten Sektor der EWU Notwendigkeit, Ausgestaltung und die (schwierige) Rolle der Geldpolitik dabei Dr. Manuel Rupprecht, Abteilung Geldpolitik und monetäre Analyse, Zentralbereich

Mehr

Staatsschulden in der Eurozone

Staatsschulden in der Eurozone Staatsschulden in Prozent des Bruttoinlandsprodukts 95 Staatsschulden in der Eurozone 90 85 Beginn der Wirtschaftsund Finanzkrise 80 75 70 65 60 1997 2008 2012 Quelle: Ameco-Datenbank Grafik: Andrej Hunko,

Mehr

(i) Bei einer Preisentwicklung, die um den Zielwert schwankt, wird der Zielwert von null zeitweise unterschritten (Deflation).

(i) Bei einer Preisentwicklung, die um den Zielwert schwankt, wird der Zielwert von null zeitweise unterschritten (Deflation). Klausurfragen SS 2012 2. Termin 1. Geldpolitik der EZB (22 Punkte) a) Welches ist das Oberziel der EZB? Wie hat sie dieses Ziel konkretisiert? Preisniveaustabilität im Euroraum. Konkretisierung: Inflationsrate

Mehr

Zur aktuellen Wirtschafts- und Finanzsituation in Europa

Zur aktuellen Wirtschafts- und Finanzsituation in Europa Finanzsituation in Europa Veranstaltung im Rahmen der Reihe Wissenschaft trifft Schule, Erzbischöfliches Gymnasium Marienberg Neuss Forum Marienberg, 12. März 2012 Folie 1 Indikatoren Krise? Welche Krise?

Mehr

Euroraum: Das 150 Mrd. -Konjunkturpaket

Euroraum: Das 150 Mrd. -Konjunkturpaket Überblick Die umfassenden Maßnahmen der Europäischen Zentralbank seit dem Höhepunkt der Euro-Schuldenkrise 211/12 haben zu einer deutlichen Entspannung an den Rentenmärkten beigetragen. Der Zinsrückgang

Mehr

Die CEE8 Länder sollten keine Problemen mit externer Finanzierung haben - dank stark fallender Leistungsbilanzdefizit

Die CEE8 Länder sollten keine Problemen mit externer Finanzierung haben - dank stark fallender Leistungsbilanzdefizit Die CEE8 Länder sollten keine Problemen mit externer Finanzierung haben - dank stark fallender Leistungsbilanzdefizit Zurück 24.06.2009 Höhere Investitionen in CEE, die zu Kapazitätsausweitungen und Produktivitätssteigerungen

Mehr

Ist Europa noch zu retten?

Ist Europa noch zu retten? Ist Europa noch zu retten? Gustav A. Horn Vortrag an der RWTH Aachen 12.06.2012 www.boeckler.de Überblick 1. Einleitung 2. Ursachen der Krisen 3. Irrwege 4. Auswege 5. Die Zukunft des Euroraums 2 Ursachen

Mehr

Struktur des Geldangebots-/ Kreditangebotsprozesses

Struktur des Geldangebots-/ Kreditangebotsprozesses Makro II, Prof. Dr. T. Wollmershäuser Kapitel 1 Bankensystem: ein preistheoretisches Geldangebotsmodell Version: 12.1.212 Die Rolle von Banken Struktur des Geldangebots-/ Kreditangebotsprozesses Geldnachfrage

Mehr

Pressefrühstück, 13. November 2014

Pressefrühstück, 13. November 2014 Wiener Institut für Internationale Wirtschaftsvergleiche The Vienna Institute for International Economic Studies www.wiiw.ac.at Pressefrühstück, 13. November 214 wiiw-prognose für Mittel-, Ost- und Südosteuropa,

Mehr

Asset Quality Review Ende oder Verschärfung der Krise? Dr. Ulrich Kater, Chefvolkswirt DekaBank 13. Finanzmarkt Round-Table 02.04.

Asset Quality Review Ende oder Verschärfung der Krise? Dr. Ulrich Kater, Chefvolkswirt DekaBank 13. Finanzmarkt Round-Table 02.04. Asset Quality Review Ende oder Verschärfung der Krise? Dr. Ulrich Kater, Chefvolkswirt DekaBank 13. Finanzmarkt Round-Table 2.4.214 Das Problem: kein Kredit, kein Wachstum Euroland USA 12 % 1) % 1) 12

Mehr

Konjunktur- und Kapitalmarktperspektiven : Warum die Zinsen noch lange niedrig bleiben

Konjunktur- und Kapitalmarktperspektiven : Warum die Zinsen noch lange niedrig bleiben Konjunktur- und Kapitalmarktperspektiven : Warum die Zinsen noch lange niedrig bleiben Präsentation in Hamburg am 13. Mai 2014 1. Ökonomischer Ausblick: Weltwirtschaft Weltwirtschaft: Wichtige makroökonomische

Mehr

Gunther Tichy. Referat vor dem "Economics Club" des Absolventenvereins Volkswirtschaftslehre der KF-Universität Graz am 19.

Gunther Tichy. Referat vor dem Economics Club des Absolventenvereins Volkswirtschaftslehre der KF-Universität Graz am 19. Die Schuldenkrise: Ursachen und Folgen Gunther Tichy Referat vor dem "Economics Club" des Absolventenvereins Volkswirtschaftslehre der KF-Universität Graz am 19.November 2011 Die gängige Erklärung Die

Mehr

Teil I Einleitung 19. Teil II Die kurze Frist 83

Teil I Einleitung 19. Teil II Die kurze Frist 83 Inhaltsverzeichnis Vorwort 13 Teil I Einleitung 19 Kapitel 1 Eine Reise um die Welt 21 1.1 Ein Blick auf die makroökonomischen Daten................................... 23 1.2 Die Entstehung der Finanzkrise

Mehr

Europäische Wirtschaftspolitik: Was läuft falsch?

Europäische Wirtschaftspolitik: Was läuft falsch? Europäische Wirtschaftspolitik: Was läuft falsch? Prof. Dr. Sebastian Dullien Konferenz Neue Wirtschaftspolitik in der EU: Wohlstand für Wen? 28. Juni 2011, Wien Programm 1. Die Euro-Krise: Mehr als eine

Mehr

Staatsverschuldung in Europa Mythen und Realitäten

Staatsverschuldung in Europa Mythen und Realitäten 11.12.2014 Jürgen Leibiger, 11.12.2014 Staatsverschuldung in Europa Mythen und Realitäten 1. Die schwäbischen Hausfrau und das Schuldenmanagement des Staates 2. Ursachen der Staatsverschuldung und Euro-Krise

Mehr

Die weltweite Finanzkrise aus mikroökonomischer Sicht

Die weltweite Finanzkrise aus mikroökonomischer Sicht Die weltweite Finanzkrise aus mikroökonomischer Sicht Stefan Simon Hanns-Seidel-Stifung Inhalt Finanzkrisen Freier Markt und Markt- bzw. Staatsversagen Fehlentwicklungen bei der aktuellen Krise Diskussion

Mehr

LE 8: Die Europäische Währungsunion (EWU) in der Krise sog. Eurokrise

LE 8: Die Europäische Währungsunion (EWU) in der Krise sog. Eurokrise LE 8: Die Europäische Währungsunion (EWU) in der Krise sog. Eurokrise 8.1 Die Staatsverschuldung der EU-Staaten 8.2 Der Sachverständigenrat zur Krise (vgl. auch LE K, 6) 8.3 Von Griechenland zum ESM 8.4

Mehr

Was für Rettungsversuche hat die Politik seit Mai 2010 unternommen?

Was für Rettungsversuche hat die Politik seit Mai 2010 unternommen? Wie kann die Europäische Währungsunion langfristig bestehen? Fünf Fragen. Prof. Dr. Kai A. Konrad Max-Planck-Institut für Steuerrecht und Öffentliche Finanzen Was für Rettungsversuche hat die Politik seit

Mehr

Prof. Dr. rer. pol. Norbert Konegen. downloads: www.p8-management.de/universität konegen@uni-muenster.de

Prof. Dr. rer. pol. Norbert Konegen. downloads: www.p8-management.de/universität konegen@uni-muenster.de Prof. Dr. rer. pol. Norbert Konegen downloads: www.p8-management.de/universität konegen@uni-muenster.de Vorlesung WS 2012/13: Wachsende Funktionsschwächen: Finanzausgleich und Aufbau-Ost in Deutschland

Mehr

EUROPÄISCHER RAT Brüssel, den 9. Dezember 2011 ERKLÄRUNG DER STAATS- UND REGIERUNGSCHEFS DES EURO- WÄHRUNGSGEBIETS

EUROPÄISCHER RAT Brüssel, den 9. Dezember 2011 ERKLÄRUNG DER STAATS- UND REGIERUNGSCHEFS DES EURO- WÄHRUNGSGEBIETS EUROPÄISCHER RAT Brüssel, den 9. Dezember 2011 ERKLÄRUNG R STAATS- UND REGIERUNGSCHEFS S EURO- WÄHRUNGSGEBIETS Die Europäische Union und das Euro-Währungsgebiet haben in den letzten achtzehn Monaten viel

Mehr

Ablauf der Finanzmarktkrise

Ablauf der Finanzmarktkrise Ablauf der Finanzmarktkrise Münster, 04. Mai 2010 04.05.2010; Chart 1 Ausgangslage im Vorfeld der internationalen Finanzkrise Zusammenbruch der New Economy 2001 / Anschlag am 09.11.2001. Anstieg der Wohnimmobilienpreise

Mehr

Department of Finance, Accounting and Statistics WU Wirtschaftsuniversität Wien. Finanzmarkttrends 2014, WK Steiermark, Fachgruppe Finanzdienstleister

Department of Finance, Accounting and Statistics WU Wirtschaftsuniversität Wien. Finanzmarkttrends 2014, WK Steiermark, Fachgruppe Finanzdienstleister Finanzmärkte 2014 O. Univ.-Prof. Dr. Engelbert J. Dockner Department of Finance, Accounting and Statistics WU Wirtschaftsuniversität Wien Finanzmarkttrends 2014, WK Steiermark, Fachgruppe Finanzdienstleister

Mehr

Das Gelddrucken der EZB ist nicht geeignet, Deflation zu verhindern

Das Gelddrucken der EZB ist nicht geeignet, Deflation zu verhindern Das Gelddrucken der EZB ist nicht geeignet, Deflation zu verhindern Prof. Dr. Karl-Werner Hansmann Universität Hamburg Vortrag vor dem Alumni Universität Hamburg e.v. am 10. April 2014 1 Gliederungsübersicht

Mehr

Österreichische Geld- und Währungspolitik 1969-1999. Dr. Johann Kernbauer Wirtschaftsuniversität Wien Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte

Österreichische Geld- und Währungspolitik 1969-1999. Dr. Johann Kernbauer Wirtschaftsuniversität Wien Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte Österreichische Geld- und Währungspolitik 1969-1999 Dr. Johann Kernbauer Wirtschaftsuniversität Wien Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte Inhalt Währungspolitisch relevante Ereignisse Historischer

Mehr

Die EU startet in eine neue Ära

Die EU startet in eine neue Ära Die EU startet in eine neue Ära 1. Kompetenzen Die Schülerinnen und Schüler sollen... 1. die aktuellen Reformvorhaben innerhalb der Europäischen Union (EU) erfassen sowie deren wesentliche Zielsetzungen

Mehr

Oktober 2012 gewählt, wobei der besondere Fokus auf die letzten drei Jahre gelegt wurde, in welchen aufgrund

Oktober 2012 gewählt, wobei der besondere Fokus auf die letzten drei Jahre gelegt wurde, in welchen aufgrund Entwicklung des Kreditvolumens und der Kreditkonditionen privater Haushalte und Unternehmen im Euroraum-Vergleich Martin Bartmann Seit dem Jahr kam es im Euroraum zwischen den einzelnen Mitgliedsländern

Mehr

Maßnahmen zur Stabilisierung des Euroraums im 4. Quartal 2015 (93/BA und 95/BA)

Maßnahmen zur Stabilisierung des Euroraums im 4. Quartal 2015 (93/BA und 95/BA) Analyse des Budgetdienstes Maßnahmen zur Stabilisierung des Euroraums im 4. Quartal 2015 (93/BA und 95/BA) Vorbemerkung Ergänzend zu den Berichten des Bundesministers für Finanzen geben die nachfolgenden

Mehr

Financial Stability Report 25

Financial Stability Report 25 Financial Stability Report 2 Gouverneur Univ.-Prof. Dr. Ewald Nowotny Direktor Mag. Andreas Ittner Hauptabteilungsdirektor Mag. Philip Reading Hauptabteilungsdirektorin Dr. Doris Ritzberger-Grünwald Wien,

Mehr

Finanzmarktstabilitätsbericht Nr. 9

Finanzmarktstabilitätsbericht Nr. 9 Finanzmarktstabilitätsbericht Nr. 9 Pressekonferenz Direktor Univ. Doz. Dr. Josef Christl Hauptabteilungsdirektor Mag. Andreas Ittner Hauptabteilungsdirektor Dr. Peter Mooslechner 4. Juli 25 www.oenb.at

Mehr

Downloads: www.p8-management.de/universität Prof. Dr. Norbert Konegen

Downloads: www.p8-management.de/universität Prof. Dr. Norbert Konegen Downloads: www.p8-management.de/universität Prof. Dr. Norbert Konegen WS 11/12 Zur Wirksamkeit der Euro-Rettungspakete. Versuch einer Bestandsaufnahme, Analyse sowie einer Abschätzung möglicher ökonomischer

Mehr

Die Geldpolitik des ESZB. Die Versorgung mit Zentralbankgeld. Kredit. Kredit. Das Europäische System der Zentralbanken

Die Geldpolitik des ESZB. Die Versorgung mit Zentralbankgeld. Kredit. Kredit. Das Europäische System der Zentralbanken Die Geldpolitik des ESZB Das Europäische System der en Die geldpolitischen Instrumente des ESZB Wirkungsweise der Refinanzierungspolitik Die Versorgung mit geld 1 Kredit Kredit Nach K.H. Bruckner 2 Das

Mehr

Die Schweiz und die Frankenstärke: Herausforderungen

Die Schweiz und die Frankenstärke: Herausforderungen Die Schweiz und die Frankenstärke: Herausforderungen Prognose Rundschau, Kanton Thurgau 24. Juni 2015 Serge Gaillard, Direktor EFV Aufbau Wieso ist die Schweiz gut durch die Finanz- und Schuldenkrise gekommen?

Mehr