Heino Handelmann (Art Detox GmbH), Anke Kühn (Gedenkstätten-Guide der Stiftung Berliner Mauer) Straße PLZ Ort

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1 1 Eckdaten XXIV.2 Schule Berlin Bilingual School Straße PLZ Ort Weinstr Berlin Telefon / Fax dienstl URL / Internetadresse Schulform GS u. OS Projektleiterin/Projektleiter Unterrichtsfächer Gemma Jones Geschichte, Kunst, Wirtschaft/Arbeit/Technik denkmal aktiv-schulteam Jahrgang Unterrichtsfach/-fächer Gemma Jones, Cornelia Donner Jg. 5-8 Kunst, Sachkunde, WAT Kurs oder Arbeitsgruppe (Wahlpflicht-)Workshops / Projektwoche Beteiligte Kolleginnen/Kollegen Tim Greaves Fachlicher Partner vor Ort (Name, Einrichtung) Anzahl beteiligter Schülerinnen und Schüler Heino Handelmann (Art Detox GmbH), Anke Kühn (Gedenkstätten-Guide der Stiftung Berliner Mauer) Straße PLZ Ort Freienwalder Str Berlin Telefon Telefax URL / Internetadresse 2 Angaben zum Schulprojekt (Verbund-)Projekttitel Verbund: Außen plus Innen Industrie- und Zeitgeschichte in Berlin Vorfeld Grenze Hinterland: Offene und verdeckte Ansichten der Berliner Mauer Objekt / Kurzbeschreibung des Projektes Die Schülergruppe beschäftigt sich mit der baulichen Geschichte der Berliner Mauer. Zunächst war sie als Drahtverhau errichtet, dann aus Hohlblocksteinen erbaut, bevor die bekannten Betonelemente Einsatz fanden. Die Frage nach innen und außen ist je nach Standpunkt unterschiedlich beantwortet worden. Das Projekt ist ein Beitrag im Themenfeld Handwerk, Technik, Industrie in Berlin der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft des Landes Berlin.

2 3 Vorerfahrungen der Schule / der Projektleitung Superfuture: Architektur- und Stadtplanungsworkshop für Grundschüler (2009) denkmal-aktiv-projekt: Volkspark Friedrichshain Garten, Märchen und Geschichte (2013/14) denkmal-aktiv-projekt: Im anderen Licht Der historische Krankenhausbau Königin Elisabeth Herzberge (2014/15) 4 Ziele des Schulprojekts Kurzbeschreibung der Projektidee Die "Berliner Mauer" ist ein zeitgeschichtliches Denkmal mit verschiedenen Facetten. Einige offensichtliche Teile der einstigen Grenzanlagen sind unter Schutz gestellt (Bernauer Straße, East Side Gallery). Manche Überreste sind auch fast vergessen und zugewachsen (Zonenübergangsstelle Dreilinden). An diesem weltweit bekannten Denkmal kann die Einbettung von Denkmalen in unsere Gesellschaft durch Schüler betrachtet werden. Im Kontrastfeld von Denkmalpflege und Denkmalnutzung, Kommerzialisierung und Geschichtsinterpretation, Tourismus und Schutzinteressen soll das geschützte Bauwerk mit hohem Symbolwert ausgeleuchtet werden. Ziele (u.a. bezogen auf: Einführung in das Thema Denkmalschutz und Kulturerbe; Regionale Kulturdenkmale; Entwicklung von Handlungsvorschlägen; Dokumentation des Verlaufs und der Ergebnisse; Kontinuitätssicherung) Projektziele Einführung in die Denkmalpflege Kenntnisse zur Regionalgeschichte erweitern Geschichte vor Ort erleben anhand der konkreten Projektsachlage grundlegendes Verständnis für die Themen Kulturerbe, Denkmalschutz und -pflege und Restaurierung/Konservierung erarbeiten Umgang mit historischen Ereignissen in der Denkmalkultur Kennenlernen des Kulturerbes im Umfeld der Schule Praktische Tätigkeiten zur Anwendung neuen Wissens: erarbeiten einer Dokumentation der Inhalte des Projektes Skizzierung der angestrebten Projektergebnisse erwartete Projektergebnisse Recherchematerial zu einzelnen Denkmalstrukturen persönliche Beziehungen der Schule zu Fachleuten aus dem Bereich Restaurierung und Denkmalpflege Zusammenfassung historischer Ereignisse und Entwicklungen für das Umfeld des heutigen Parkes bzw. der Stadt Berlin Präsentationsmaterial (entscheidungsabhängig, z.b. gebundene Mappe, Vortragsmaterial mit Bildern, AV-Datei) Präsentation als schulinternes Event

3 5 Vorgehensweise, geplante Umsetzung Wichtige Projektphasen und "Meilensteine" Zeitraum Inhaltliche Schwerpunkte Herbst Meilenstein 1 Winter Meilenstein 2 Frühjahr Meilenstein 3 Workshop-Arbeit Phase I Vorkenntnisse sammeln Denkmalpflege und Denkmalschutz als Aufgabe Arbeit an den Themenpunkten gemäß Beschreibung Projektidee Auswahl von besonders zu betrachtenden Details Zeitgeschichte: von den Alliiertenbeschlüssen zur Aufteilung Deutschlands bis Mauerfall Besondere Momente zum Geschichtszeitraum 2. Hälfte 20. Jahrhundert recherchieren Wichtige Phasen der Entwicklung der Stadt Berlin erkennen Phasen des Mauerbaus I ( Generation der Grenzanlage) Recherche nach wenig bekannten Mauerresten Wesentliche Recherchen ausgeführt und geschichtlich eingeordnet Workshop-Arbeit Phase II Kooperation mit Stadtmuseum Berlin Besuch eines Museums zur Geschichte der Berliner Mauer Literaturrecherche; Bilderecherche Phasen des Mauerbaus II (4. Generation der Grenzanlage und Entspannungspolitik) Einladung von Fachleuten (Restauratoren, Denkmalpfleger, Behörden) zu Gesprächen Aufsuchen unbekannter und/oder wenig bekannter Mauerreste in der Stadt Verbundangebot Denkmaldiskussion was kann man im Unterricht nutzen? Angebote für Workshops, Projektwoche Detailrecherchen ausgeführt und die Sachlagen reflektiert Zusammenführung der erarbeiteten Inhalte und Präsentation Erleben der Präsentation von Stadtgeschichte Zusammenfassung der recherchierten Inhalte Auswahlkriterien für die Präsentation erarbeiten Denkmaldiskussion: Was bedeutet dieses Bauwerk heute? Nutzungsdikussion: Zeitgeschichte, Kunst, Kommerz, Tourismus, Medien, Party Form, Ort und Zeit der Präsentation festlegen Vorbereitung des Materials der Präsentation und Erstellung derselben Arbeitsergebnisse zusammengefasst und präsentiert; Projektabschluss

4 Inhaltliche Aspekte, u.a. Konkretisierung der zu bearbeitenden Einzelthemen, ggf. inhaltliche Beiträge der beteiligten Fächer Themenpunkte für die Beschäftigung mit dem Objekt Denkmalpflege: Denkmalbegriff, Kriterien, subjektive Wahrnehmung. Was macht das Objekt Berliner Mauer als Denkmal aus? Vorfeld, Grenze, Hinterland: Was bedeuten diese Begriffe? Wo befindet sich eine Grenze, die aus verschiedenen Elementen besteht? Industriegeschichte: Wie hat sich dieser gewaltige Bau entwickelt? Welche technischen Veränderungen hatten Einfluss auf Zeitgeschichte und Politik? Welche industriellen Ressourcen wurden genutzt? Was macht das Industrieprodukt Grenzanlage aus? Wer hat dabei was konzipiert und umgesetzt? Ästhetik/Denkmalschutz: Die Berliner Mauer ist eines der weltweit bekanntesten deutschen Bauwerke. Sie wird an verschiedenen Stellen auch als öffentliches Kunstwerk betrachtet (z.b. East Side Gallery) und als solches geschützt. Wie gehen Berliner, Touristen sowie Investoren und Institutionen mit der ästhetischen Ausstrahlung des Bauwerks um? Umbau: Mehrere Teile der Grenzanlage sind am Originalstandort umgebaut worden. Was ist ihre heutige Funktion? Welche Seiten der Zeitgeschichte sind daran ablesbar? Parkdenkmal: Die Zerstörung von Bebauung zur Errichtung der Berliner Mauer führte zu Freiflächen, die heute gewollt oder ungewollt innerstädtische Parks geworden sind. Wie nehmen Menschen dieses wahr? Stadtgeschichte: Mauern und deren Bewachung sind einer Stadt nichts Ungewöhnliches. Wie und wogegen hat sich Berlin in seiner Geschichte mit Mauern abgegrenzt? In welcher Tradition steht die Grenzanlage? Welche Bautechniken wurden historisch gesehen angewendet? Auch innerhalb einer Stadt konnten unterschiedliche Rechte gelten (z.b. Stadtrecht-Kirchenrecht). Welches Recht demonstriert die Berliner Mauer? Was bedeutet das für den heutigen Denkmalschutz-Status? Sozialgeschichte: Das Bauwerk Berliner Mauer hat tief in das Leben der Stadt und in die politische Entwicklung eingegriffen. Welche davon finden sich in der mehrfach in seiner Geschichte umgebauten Grenzanlage wieder? Architektur: Eine Mauer ist ein Stück Architektur. Wie wirkte diese auf der Ost- und der Westseite? Welche Wirkung hatte die Gestaltung (Bemalung auf der Westseite vor 1989, East Side Gallery)? Geschützte Grenzanlagen international: Der römische Limes, die Große Chinesische Mauer, der Westwall und der Ostwall. Die Berliner Mauer ist als Grenz-Denkmal nicht allein auf der Welt. Gemeinsamkeiten und Unterschiede Besonderheiten: Seltsame Grenzsituationen, kurose Zustände, unglaubliche Konstellationen bis heute zeugen Reste der Grenzanlage von erstaunlichen Gegebenheiten: im-wasser, bzw. Unterwasser-Sperranlagen, U-Bahnen, Bunker, Tunnel, Abwasserkanäle, Betriebe, Sportstätten u.a. im Mauerumfeld Anknüpfungspunkte: Die Projekte Volkspark Friedrichshain und Krankenhaus Herzberge haben die scharfen Einschnitte der Entwicklung nach dem II. Weltkrieg auf die beiden Ensembles aufgezeigt.

5 Jetzt werden städtische Orte in Grenzlage betrachtet und welche Auswirkungen dort entstehen konnten. Methodisch-didaktische Aspekte, u.a. Grad des selbständigen Arbeitens der Schülerinnen und Schüler Methodisch-didaktische Schwerpunkte Möglichkeiten der Medienrecherche Wo und Wie kommt man an Informationen Zusammenführung von Wissen aus verschiedenen Fächern auf Wesentliches hinsichtlich des Themas konzentrieren Befähigung zur Organisation von einzelnen Arbeitsschritten Vergleiche führen Fragen stellen, Interview führen, Antworten dokumentieren Veränderungen wahrnehmen und Hilfsmittel dafür finden (z.b. Zeichnungen, Fotos) Meilenstein 1 Darstellung und Umgang mit Emotionen Reflexion zur künstlerischen Wirkung von Bauwerk, technischer Anlage und Park Teamarbeit: gegenseitiges Zuarbeiten von Einzelaspekten und Zusammenführen Dialog-Kompetenz Veränderungen wahrnehmen, Hilfsmittel dafür finden (z.b. Zeichnungen, Fotos) Filtern nützlicher Informationen aus einem größeren Angebot (z.b. im Museum) Teamarbeit lernen und praktizieren Meilenstein 2 Reflexion von Präsentationsformen anderer Orte Erarbeiten wesentlicher Aussagen zu einem Thema Festigung der Kenntnisse zur Regionalgeschichte Präsentationskompetenz erwerben Meilenstein 3 Organisatorische Aspekte, u.a. Aufgabenverteilung zwischen Schulteam und fachlichem Partner, Verzahnung/Schnittstellen

6 Fachpartner sichert Organisation und Zugang zu weiteren Fachleuten gemäß Einzelthemen Schulteam organisiert Einbindung in das Unterrichtsgeschehen 6 Kostenplan Herkunft der Projektmittel (Förderung, Sponsoren) 1800,00 Förderung durch denkmal-aktiv 200,00 Eigenbeitrag der Schule + Einwerben bei schulinternen Veranstaltungen Einsatz der Projektmittel, Planung/aktueller Stand 700,00 Teilnahme an 2 denkmal-aktiv-treffen (inkl. Fahrtkosten) 800,00 Honorarkosten und Aufwendungen für weitere Fachleute, Führungen, Gespräche mit Zeitzeugen 500,00 Materialien und Fahrtkosten der Workshops und Projektwoche

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