Wirtschaft FH. Tabelle 2: Kennzahlen betreffend Masterübertritt (in Prozent) Wirtschaft FH Total Übertritt ins Masterstudium 16 18

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1 Wirtschaft FH Der private Dienstleistungssektor ist erwartungsgemäss die Hauptdomäne, in der die Wirtschaftsabsolventinnen und -absolventen der Fachhochschulen ihre erste Stelle antreten. Trotz guter gesamtwirtschaftlicher Konjunktur liegt der Anteil erwerbsloser Stellensuchender mit 5 Prozent um 2 Prozentpunkte über dem Durchschnitt, und auch der Anteil derjenigen, die angeben, dass sie auf Schwierigkeiten bei der Stellesuche trafen, liegt mit 48 Prozent deutlich über dem Total der Fachhochschulabgängerinnen und -abgänger insgesamt (33 Prozent). Das Einkommen mit Bachelorabschluss in Wirtschaft liegt mit Franken nahe beim FH- Durchschnitt. Tabelle : Kennzahlen der Stichprobe (in Prozent) Fächer Bachelor (n=3356) Master (n=257) Betriebsökonomie Wirtschaftsinformatik 8 Hotellerie 8 Tourismus 5 Kommunikation 6 Wirtschaftsrecht 4 Hochschule Berner Fachhochschule 6 3 Fachhochschule Nordwestschweiz Fachhochschule Ostschweiz 8 9 Fachhochschule Zentralschweiz 9 24 Haute école spécialisée de Suisse occidentale 28 5 HES Les Roches-Gruyère Kalaidos Fachhochschule 3 Scuola universitaria professionale della Svizzera italiana 3 5 Zürcher Fachhochschule 3 4 Geschlecht Männer Frauen Tabelle 2: Kennzahlen betreffend Masterübertritt (in Prozent) Wirtschaft FH Total Übertritt ins Masterstudium 6 8 Nicht berücksichtigt wurden aufgrund der zu kleinen Stichprobe die Bachelorfächer International Business (n=22) und Facility Management (n=46) sowie die Masterfächer Banking and Finance (n=30), Business Information Systems (n=33) und International Management (n=32). Informationen zu Berufseinstieg, Arbeitsmarkt und Tätigkeitsfeldern nach Abschluss eines Studiums in diesen Studienrichtungen finden Sie in den Ausgaben «Wirtschaftswissenschaften» bzw. «Tourismus, Hotelmanagement, Facility Management» und «Informatik» der Heftreihe «Perspektiven: Studienrichtungen und Tätigkeitsfelder» (erhältlich im BIZ oder bestellbar unter > Studienwahl, Hochschulen) sowie auf Die hier publizierte Auswertung stützt sich auf die Erhebung der Gesamtstudie: Bundesamt für Statistik BFS, Befragung der Hochschulabsolvent/innen, Abschlussjahrgang 202. Mehr zur Befragung: www. graduates-stat.admin.ch

2 Entwicklung des Arbeitsmarkts Seit 2007 sind jeweils zwischen 2 und 5 Prozent der FH-Bachelorabsolventinnen und -absolventen aus dem Bereich Wirtschaft auf Stellensuche. Wie Tabelle 6 zeigt, sehen die aktuellen Zahlen je nach Studienfach deutlich anders aus. Betrachten wir die Unterschiede in Bezug auf den Arbeitsmarkt, so wird deutlich, dass die Personen des Bereichs Betriebsinformatik und des Studiengangs Wirtschaftsrecht die besten Beschäftigungsaussichten haben, diejenigen des Bereichs Hotellerie und Tourismus dagegen die ungünstigsten. Die Absolventinnen und Absolventen der Betriebsökonomie und der Kommunikation liegen dazwischen. Das Wirtschaftsstudium ist ganz klar auf den betriebswirtschaftlichen, gewinnorientierten Sektor ausgerichtet. Die Ausrichtung auf die Privatwirtschaft bringt es mit sich, dass sich konjunkturelle Bewegungen stärker als bei andern Studienfächern auf die Beschäftigungssituation auswirken. Die aktuell zu beobachtende Entwicklung scheint dieser Aussage jedoch zu widersprechen. Trotz seit Jahren guter gesamtwirtschaftlicher Konjunktur präsentieren sich die Beschäftigungszahlen der Bachelorabsolventinnen und -absolventen aus dem Fachhochschulbereich Wirtschaft nicht entsprechend günstig. Der Anteil erwerbsloser Stellensuchender liegt 203 mit 5 Prozent um 2 Prozentpunkte über dem Durchschnitt und auch der Anteil derjenigen, die angeben, dass sie auf Schwierigkeiten bei der Stellesuche trafen, liegt mit 48 Prozent deutlich über dem Total der Fachhochschulabgängerinnen und -abgänger (33 Prozent). Zum Teil dürfte dies darauf zurückzuführen sein, dass die Finanzdienstleister eine für die Schweizer Wirtschaft sehr wichtige Branche seit der Finanzkrise trotz guter Konjunktur permanent und weiterhin unter Umstrukturierungs- und Kostendruck stehen. Tabelle 3: Kennzahlen Erwerbssituation nach einem Bachelorabschluss FH (in Prozent) erwerbstätig stellensuchend Stelle zugesichert Erwerbsverzicht Wirtschaft Wirtschaft Wirtschaft Wirtschaft FH Total und 2009 gehörten auch die Neuabsolvent/innen der Information/Dokumentation dazu. Beschäftigungsbereiche Knapp 80 Prozent der Wirtschaftsabsolventinnen und -absolventen FH sind im privaten gewinnorientierten Bereich, d. h. im privaten Dienstleistungssektor oder in der Industrie tätig, Details sind der Tabelle 4 zu entnehmen. Als Berufsbezeichnungen werden vor allem Berufe der Werbung und des Marketings, des Tourismus und des Treuhandwesens, Unternehmer/innen, Direktoren/Direktorinnen und leitende Beamte/Beamtinnen, kaufmännische und administrative Berufe sowie Berufe des Bank- und Versicherungsgewerbes genannt.

3 Tabelle 4: Beschäftigungsbereiche nach einem Bachelorabschluss FH (in Prozent) Wirtschaft FH Total Hochschule 2 3 Schule 8 Rechtswesen 0,4 Information und Kultur 2 2 Gesundheitswesen 2 3 Pädagogische, Psychologische, Soziale Dienste 9 Land- und Forstwirtschaft 0,5* Industrie 0 Energie- und Wasserversorgung 0,7 Private Dienstleistungen Öffentliche Verwaltung 9 7 Kirchlicher Dienst 0,5** 0,3 Verbände und Organisationen 2 Erwerbssituation nach Abschlussgrad Weiterbildung nach dem Bachelorabschluss ist für viele aus dem FH-Bereich Wirtschaft ein wichtiges Anliegen: 30 Prozent haben bereits mit einer Weiterbildung begonnen, ungefähr die Hälfte davon mit einem Masterstudium. Neben den berichteten Schwierigkeiten bei der Stellensuche ist auch inadäquate Beschäftigung ein Thema für die Bachelorabsolventinnen und -absolventen der Wirtschaftsfachhochschulen. Fast 20 Prozent geben an, dass ihre aktuelle Tätigkeit in keinem inhaltlichen Zusammenhang mit ihrem Studium steht (FH Total: 0 Prozent) und 44 Prozent arbeiten an einer Stelle, für die vom Arbeitgeber kein Hochschulabschluss vorausgesetzt wurde. Die Schwierigkeiten beim Übertritt ins Erwerbsleben nach dem Bachelorabschluss zeigen sich auch in der Anzahl Bewerbungen: Während bei den FH-Bachelorabsolventinnen und -absolventen insgesamt fünf Bewerbungen nötig sind, bis eine Stelle gefunden ist, sind es bei den Absolventinnen und Absolventen aus dem Bereich Wirtschaft deren acht. Als erfolgreiche Suchstrategie erweist sich bei 42 Prozent die Suche über das Internet (FH Total: 34 Prozent). Weitere 23 Prozent finden über persönliche Kontakte eine Anstellung (FH Total: 2 Prozent). Schwierigkeiten bei der Stellensuche führen 75 Prozent auf die fehlende Berufserfahrung zurück. Die Stellensituation im studierten Bereich (34 Prozent) oder die aktuelle Wirtschaftslage (43 Prozent) spielen eine weniger grosse Rolle. Werfen wir noch einen Blick auf die Masterabsolventinnen und -absolventen der Studienrichtung Wirtschaft an den Fachhochschulen: 203 sind insgesamt 6 Prozent in ein Masterstudium übergetreten. Je nach Fach sehen diese Anteile etwas anders aus: So haben beispielsweise 58 Prozent der Bachelorabsolventinnen und -absolventen des Fachs Wirtschaftsrecht und 24 Prozent aus dem Bereich der Wirtschaftsinformatik ein Masterstudium begonnen, während dies im Bereich Kommunikation nur gerade bei 4 Prozent bzw. im Tourismus bei 9 Prozent der Fall ist. Bei genauerer Betrachtung der Personen mit Masterabschluss wird deutlich, dass diese noch häufiger als die Bachelorabsolventinnen und -absolventen angeben, Schwierigkeiten gehabt zu haben, eine ihren Vorstellungen entsprechende Stelle zu finden. Allerdings ist der Anteil derjenigen, die an einer Stelle sind, die keinen inhaltlichen Bezug zum Studium aufweist oder für die der Arbeitgeber keinen Hochschulabschluss vorausgesetzt hat geringer als bei denjenigen mit Bachelorabschluss. Die Masterabsolventinnen und -absolventen des Studienfachs Wirtschaft verdienen mit Franken jährlich deutlich

4 mehr als die Bachelorabsolventinnen und -absolventen insgesamt. Auch verglichen mit den andern Masterabsolventinnen und -absolventen nicht-wirtschaftlicher Studienrichtungen der Fachhochschulen wie der universitären Hochschulen ist dieses Einkommen im Jahr nach dem Studium vergleichsweise hoch. Tabelle 5: Kennzahlen Berufseinstieg Absolvent/innen Wirtschaft FH (in Prozent) Bachelor Wirtschaft (n=3356) Bachelor FH Total Master Wirtschaft (n=257) Master FH Total Anteil Stellensuchende 5 3 2** 4 Schwierigkeiten bei der Stellensuche Studium als gute Grundlage für den Berufseinstieg betrachtet Rückblickend betrachtet nochmals dasselbe Studium wählen Erwerbstätige: Jahresbruttoeinkommen (in Franken) Mehrere Erwerbstätigkeiten werden ausgeübt Berufliche Stellung Praktikant/in Kein inhaltlicher Bezug zwischen Studium und jetziger Tätigkeit Hochschulabschluss für jetzige Tätigkeit verlangt? Nein Ja, im entsprechenden Fach Ja, auch in verwandten Fächern Ja, aber ohne spezifische Fachrichtung Aktuelle Tätigkeit wird angesehen als längerfristige Tätigkeit zusätzliche Ausbildungsstation Gelegenheitsjob Anteil Teilzeitbeschäftigte (Pensum < 90 Prozent) Anteil befristet Angestellte Als statistisches Mittel wurde der Median verwendet. Die Einkommen der teilzeitlich beschäftigten Personen wurden auf 00 Prozent hochgerechnet. Erwerbssituation nach Fächern Innerhalb der Studienrichtungen gibt es vor allem in Bezug auf das Einkommen einen sehr auffälligen Unterschied zwischen den Absolventinnen und Absolventen der Bereiche Hotellerie und Tourismus auf der einen und den übrigen Wirtschaftsabsolventinnen und -absolventen auf der andern Seite. Die Absolventinnen und Absolventen der Bereiche Hotellerie und Tourismus verdienen mit jährlich bis Franken im Jahr nach dem Studium sehr viel weniger als alle andern Wirtschaftsabsolventinnen und -absolventen. Im Tourismussektor zeigt sich der Kostendruck im Hochpreisland Schweiz besonders deutlich und dürfte aktuell durch die jetzige starke Aufwertung des Frankens noch einmal deutlich zunehmen.

5 Tabelle 6: Kennzahlen Berufseinstieg Bachelorabsolvent/innen Wirtschaft FH nach Fächern (in Prozent) Betriebsökonomie (n=2300) Wirtschaftsinformatik (n=277) Hotellerie (n=278) Tourismus (n=82) Kommunikation (n=92) Wirtschaftsrecht (n=26) Anteil Stellensuchende 5 4** 8* 5* 7* 0** Schwierigkeiten bei der Stellensuche 43 25** 53* 66* 47* 37** Studium als gute Grundlage für den Berufseinstieg betrachtet Rückblickend betrachtet nochmals dasselbe Studium wählen 53 63** 76* 52* 59* 52** 72 82** 7* 6* 73* 69** Erwerbstätige: Jahresbruttoeinkommen (in Franken) ** 62500* 65000* 79000* 82300** Mehrere Erwerbstätigkeiten werden ausgeübt 5 3** 3* 7* 9* 7** Berufliche Stellung Praktikant/in 5 3** 9* 7* 4* 7** Kein inhaltlicher Bezug zwischen Studium und jetziger Tätigkeit 7 ** 26* 36* 7* 3** Hochschulabschluss für jetzige Tätigkeit verlangt? Nein 43 39** 29* 64* 50* 4** Ja, im entsprechenden Fach 6 8** 22* 0* 3* 0** Ja, auch in verwandten Fächern 28 33** 27* 2* 29* 38** Ja, aber ohne spezifische Fachrichtung 3 9** 22* 5* 9* 2** Aktuelle Tätigkeit wird angesehen als längerfristige Tätigkeit 49 68** 45* 37* 48* 59** zusätzliche Ausbildungsstation 45 29** 47* 42* 47* 38** Gelegenheitsjob 7 3** 8* 2* 5* 3** Anteil Teilzeitbeschäftigte (Pensum < 90 Prozent) 7** 7* 6* 2* 0** Anteil befristet Angestellte 3 9** 28* 9* 3* 7** Als statistisches Mittel wurde der Median verwendet. Die Einkommen der teilzeitlich beschäftigten Personen wurden auf 00 Prozent hochgerechnet.

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