Der versicherungsrechtliche Gleichbehandlungsgrundsatz zwischen Deregulierung und Diskriminierung

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1 Veröffentlichungen des Seminars für Versicherungslehre der Universität Frankfurt am Main Band 13 Begründet von Herausgeber Professor Dr. Wolfgang Müller Professor Dr. Christian Laux Professor Dr. Manfred Wandt Der versicherungsrechtliche Gleichbehandlungsgrundsatz zwischen Deregulierung und Diskriminierung Florian Krömmelbein VVW TT KARLSRUHE

2 Inhaltsverzeichnis Abkürzungsverzeichnis XVII A: Einleitung 1 B: Wurzeln eines immanenten allgemeinen Gleichbehandlungsgrundsatzes 3 I. Die Gefahrengemeinschaft 4 1. Geschichte des Begriffs 4 2. Folgerungen aus der Existenz einer Gefahrengemeinschaft Die Gefahrengemeinschaft aus neuerer Sichtweise Ergebnis 23 II. Die Versicherungstechnik Begriff der Versicherungstechnik Versicherungstechnik und Gefahrengemeinschaft Die Versicherungstechnik als Wurzel eines allgemeinen Gleichbehandlungsgrundsatzes Ergebnis 30 III. Das Treuhandmodell Ansätze vor dem Gesetzesentwurf von Das Treuhandmodell im Gesetzesentwurf von Die Zukunft des Treuhandmodells Ergebnis 38 IV. Der Grundsatz von Treu und Glauben 38 V. Das Optimierungsmodell Das Optimierungsmodell von J. Prölss Reaktionen in Rechtsprechung und Literatur Ergebnis 43 VI. Folgerungen hinsichtlich Rechtsnatur, Inhalt und Reichweite eines allgemeinen Gleichbehandlungsgrundsatzes Rechtsnatur Inhalt 47 IX

3 a) Relativität 47 b) Parameter der Gleichbehandlung 48 c) Wirkungsrichtung Reichweite 50 a) Unterscheidung nach Rechtsform und Sparte 51 b) Vertrags- und aufsichtsrechtliche Prägung 51 c) Unabhängigkeit von Tarifwerken 53 VII. Folgerungen hinsichtlich des weiteren Prüfungsprogramms 56 C: Positivrechtliche Verankerung von Gleichbehandlungspflichten 61 I. Die Gleichbehandlungspflicht beim VVaG Rechtliche Einordnung und Regelungszweck des 21 Abs. 1 VAG 63 a) Das Prinzip der Gegenseitigkeit 64 b) Das Verhältnis von Mitgliedschaft und Versicherung Die Regelung des 21 Abs. 1 VAG als Ausprägung und Festschreibung eines der Versicherung immanenten Grundsatzes 70 a) Ähnlichkeit hinsichtlich der Gefahrengemeinschaft der yersicherten 73 b) Ähnlichkeit hinsichtlich der Angleichung der Rechtsformen 75 aa) Das Verschwinden der typischen Strukturmerkmale desvvag 76 bb) Insbesondere die Trennung von Mitgliedschaft und Versicherungsverhältnis beim WaG Ergebnis 84 II. Die Gleichbehandlungspflicht in der Lebens- und Krankenversicherung Abs. 2 und 12 Abs. 4 VAG unter historischen Gesichtspunkten 90 a) Wortlaut der Begründung des Gesetzesentwurfs 91 b) Die geplante Aufhebung des BegünstigungsVerbots 94 c) Sonstige Gesetzesänderungen bei der Lebens- und Krankenversicherung 95 aa) Lebensversicherung 97 X

4 bb) Krankenversicherung 98 d) Zwischenergebnis Abs. 2 und 12 Abs. 4 VAG unter systematischen Gesichtspunkten 100 a) Zusammenhang mit versicherungsmathematischen Grundsätzen.: 100 b) Parallelität zu 172 und 178g VVG hinsichtlich eines Umkehrschlusses 101 c) Zwischenergebnis Abs. 2 und 12 Abs. 4 VAG unter Ideologischen Gesichtspunkten Ergebnis 106 III. Die Gleichbehandlungspflicht in der Kfz- Haftpflichtversicherung Das Gleichbehandlungsgebot im alten System der Tarifregulierung 108 a) Das System der Tarifregulierung 108 b) Gleichbehandlungspflicht durch Tarifregulierung 113 c) Zwischenergebnis Das Gleichbehandlungsgebot in der deregulierten Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung 115 a) Gleichbehandlungspflicht aus 5 Abs. 3 PflVG 117 aa) Motive für die Neuregelung des 5 Abs. 3 PflVG 118 bb) Reichweite des Kontrahierungszwangs in 5 Abs. 2 PflVG : 120 cc) Gleichbehandlung durch Annahmefiktion zum Unternehmenstarif' 123 Gleichbehandlungspflicht durch Anknüpfen an eine nachweisbare höhere Gefahr" 126 (1) Das Merkmal nachweisbare höhere Gefahr" 127 (2) Aspekte einer Gleichbehandlungspflicht 133 (3) Bedeutung der Erkenntnisse für ein allgemeines Gleichbehandlungsgebot in der Kfz- Haftpflichtversicherung 134 dd) ee) Zwischenergebnis 140 b) Gleichbehandlungspflicht aus 15 PflVG 141 c) Gleichbehandlungspflicht aus Art Drittes Durchführungsgesetz/EWG zum VAG 143 XI

5 d) Gleichbehandlungspflicht aus 10 KfzPflVV 148 e) Zwischenergebnis Besonderheiten der Pflichtversicherung mit Kontrahierungszwang 151 a) 5 Abs. 3 PflVG als spezifische Regelung einer Pflichtversicherung mit Kontrahierungszwang 152 b) Die spezifische Gleichbehandlungspflicht der Pflichtversicherung als Hinweis auf einen immanenten allgemeinen Gleichbehandlungsgrundsatz Ergebnis 157 IV. Die Sondervergütungs- und Begünstigungsverbote Überblick über die verschiedenen Regelungen und deren Entstehungsgeschichte Inhalt und Anwendungsbereich der Verordnungen 164 a) Die Verordnung betreffend die Schadensversicherung 165 aa) Das Verbot von Sondervergütungen 165 bb) Das Verbot von Begünstigungsverträgen 166 b) Die Verordnung betreffend die Lebensversicherung 169 c) Die Verordnung betreffend die Krankenversicherung Zweifel an Verfassungsmäßigkeit und Vereinbarkeit mit EG-Recht 172 a) Verfassungsmäßigkeit der Verordnungen 172 b) Vereinbarkeit mit EG-Recht Die Verbote als Ausfluß eines immanenten allgemeinen Gleichbehandlungsgrundsatzes 177 a) Die Diskussion um Notwendigkeit und Normzweck der Verbote 179 b) Vergleichende Analyse von Inhalt und Anwendungsbereich 187 aa) Die Sondervergütungsverbote 188 bb) Die Begünstigungsverbote Ergebnis 198 V. Das Diskriminierungsverbot des 81e VAG Hintergrund und Motive für die Schaffung des 81e VAG Versicherungstechnische Betrachtungen zum Ausländerrisiko" 203 a) Das Urteil des BVerwG vom 17. Mai XII

6 b) Versicherungstechnische Relevanz der Staatsangehörigkeit" Die tatsächliche Wirkung des 81e VAG 216 a) 81e VAG als eine Gleichbehandlungspflicht 216 b) 81e VAG als eine Antidiskriminierungsregelung durch Gleichstellung e VAG als Ausfluß des Diskriminierungsverbots des Art. 3 IIIGG 222 a) Reichweite des Diskriminierungsschutzes des Art. 3 III GG 223 b) Wirkungsweise von Art. 3 III GG 226 c) Wirkungsrichtung des Art. 3 III GG 228 d) Zwischenergebnis Ergebnis 233 VI. Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz Konzeptioneller Ursprung im Entwurf der Gleichbehandlungsrichtlinie wegen des Geschlechts außerhalb des Erwerbslebens vom 5. November Die endgültige Richtlinie 2004/113/EG und ihre Umsetzung durch das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz 243 a) Die Anerkennung der Geschlechtsrelevanz in der Richtlinie 2004/113/EG 243 b) Die Umsetzung durch das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz 246 c) Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz und die versicherungstechnische Gleichbehandlung Ergebnis 254 D: Vereinbarkeit eines immanenten allgemeinen Gleichbehandlungsgrundsatzes mit europa- und verfassungsrechtlichen Vorgaben 257 I. Vereinbarkeit mit wettbewerblichen Zielen des deregulierten Versicherungsmarktes Die Deregulierung des Versicherungsrechts und ihre Ziele a) Regulierung 259 b) Deregulierung 263 c) Deregulierter Markt und Wettbewerb 270 XIII

7 2. Zielkonformität eines allgemeinen Gleichbehandlungsgrundsatzes 276 a) Preiswettbewerb 277 b) Produktwettbewerb 280 c) Die Einführung spezieller Gleichbehandlungspflichten Ergebnis 283 II. Vereinbarkeit mit dem Allgemeininteresse-Erfordernis der europäischen Versicherungsrichtlinien Bedeutung, Inhalt und Reichweite des Allgemeininteresses 284 a) Bedeutung 284 b) Inhalt, 289 aa) Zuordnung zu einem nicht harmonisierten Bereich 291 bb) Vorschrift liegt im Allgemeininteresse 292 cc) Vorschrift ist nicht diskriminierend" 295 dd) Verhältnismäßigkeit 296 ee) Allgemeininteresse nicht durch Herkunftsmitgliedsstaat geschützt 298 ff) Zwischenergebnis 299 c) Reichweite Gleichbehandlung als ein Gebot des Allgemeininteresses a) Notwendigkeit einer Rechtfertigung 305 b) Möglichkeit einer Rechtfertigung Inländerdiskriminierung" als Folge von Gleichbehandlung 316 a) Inländerdiskriminierungen" durch 110a VAG 316 b) Vorliegen einer Inländerdiskriminierung" bei Annahme eines allgemeinen Gleichbehandlungsgrundsatzes 319 c) Zulässigkeit von Inländerdiskriminierungen" nach europäischem Recht 320 d) Zulässigkeit von Inländerdiskriminierungen" nach Verfassungsrecht Ergebnis 327 III. Vereinbarkeit mit den verfassungsrechtlichen Wertungen des Art 3 GG Anwendbarkeit von Art. 3 GG im Wirkbereich eines versicherungsrechtlichen Gleichbehandlungsgrundsatzes a) Die mittelbare Drittwirkung der Grundrechte 332 b) Die Schutzpflichtlehre 334 XIV

8 2. Versicherungstechnische Gleichbehandlung aufgrund Art. 3 GG 337 a) Die Dogmatik von Art. 3 GG 338 aa) Der allgemeine Gleichheitssatz des Art. 3 Abs. 1 GG bb) Die Diskriminierungsverbote des Art. 3 Abs. 2 und 3 GG 343 b) Der Gleichheitssatz des Art. 3 GG und der versicherungsrechtliche Gleichbehandlungsgrundsatz im Spannungsverhältnis 345 aa) Versicherungstechnische Gleichbehandlung im Lichte der Willkürformel 345 bb) Abwägungsgesichtspunkte bei der Neuen Formel" cc) Wertungsverschiebung bei der Neuesten Formel": der Diskriminierungsaspekt 350 dd) Auflösung des Spannungsverhältnisses zugunsten des Antidiskriminierungsgrundsatzes" Verfassungswidrigkeit eines allgemeinen versicherungsrechtlichen Gleichbehandlungsgrundsatzes a) Das Sonderproblem der geschlechts- und altersabhängigen Tarifierung in der Lebens- und Krankenversicherung 356 b) Allgemeines Gleichbehandlungsgebot und Gleichbehandlungspflichten in ihrer Überlagerung durch den Antidiskriminierungsgrundsatz Ergebnis 365 E: Gesamtergebnis 369 Literaturverzeichnis 371 Stichwortverzeichnis 397 xv

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